Und es gibt Leute, die wollen was ändern, weil sie merken, dass vieles schief läuft. Und weil die Verantwortlichen es nicht anders verstehen, muss man eben mal wieder zu drastischeren Maßnahmen greifen! Ich finds gut!
… und es gibt Leute, die wollen demonstrieren und können es nicht, weil Anwesenheitspflicht in ihren Veranstaltungen herrscht – soviel zum mündigen Studenten im Kindergarten – ähh -Bachelor-System.
… und es gibt Leute, die können erfolgreich studieren und haben trotzdem den Mut etwas gegen ein unsoziales Bildungssystem zu sagen, auch wenn sie dann von manchen Komolitonen in die linke Schublade gesteckt werden.
… und es gibt Leute, die wissen noch, was es heisst zu studieren, und dies auch selbstbestimmt und eigenverantwortlich können, und dann nicht meckern müssen, wenn der “Herr Lehrer” zehn Minuten Redezeit weniger hat.
Es ist einfach unsolidarisch und undemokratisch gegenüber den Kommilitonen, die diesen Streik nicht unterstützen bzw. nicht daran teilnehmen wollen und sich stattdessen ins Seminar setzen. Ihr könnt doch nicht davon ausgehen, die Mehrheit der Studenten zu vertreten? Dafür ist das Audimax aber relativ leer bei 27000 Studenten, davon 20000 in Erlangen. Daneben hat jeder seine eigene Meinung, auch wenn ihr denkt, dass alle Studenten so denken würden wie ihr.
Gleichzeitig könnt ihr nicht für ein besserers Bildungssystem “kämpfen” und dann andere stören. Diejenigen die gestört werden müssen am Ende des Semesters eventuell eine Klausur schreiben oder vielleicht seid ihr gerade in ein Referat geplatzt für dessen Vorbereitung Kraft und Zeit aufgewendet wurde. Schonmal daran gedacht? War nicht auch eine Grundlage dieses Bildungsstreiks, dass man die Lehre nicht stören wolle? Wollt ihr so die Masse erreichen, indem ihr sie quasi nötigt bei euch mitzumachen?
Seht es endlich ein, mit solchen Aktionen, so sinnvoll manche Forderungen auch sein mögen, erreicht man nur das Gegenteil. Was dieser spontane Auftritt im KH bewirken sollte ist mir auch ein Rätsel, wahrscheinlich wolltet ihr mehr Leute mobilisieren, aber um ehrlich zu sein denke ich nicht, dass dies geklappt hat.
Eins noch: Solange solche Aktionen von radikalen Gruppierungen (Antifa etc.) unterwandert oder gelenkt werden, solange wird es auch keine breite Unterstützung von den Studenten bekommen.
Jegliche Banner von politischen Gruppierungen wurden bereits gestern abgehängt, da unser erklärtes Ziel die Verbesserung von Bildung und Lehre ist. Wir wollen hier keine allgemein-politische Diskussion über das System führen.
Dein 2. Post hier gefällt mir wesentlich besser als dein erster Klar unterstützt nicht jeder die Proteste und darf seine eigene Meinung haben. Die Leute, die die Proteste unterstützen und viel Arbeit, Energie und Zeit hineinstecke, als Leute “die faul rumhocken und einen auf 68er machen” zu bezeichnen, find ich einfach nur daneben, gerade wenn du selbst sagst, dass manche Forderungen durchaus sinnvoll sind, die aber anscheinend niemand auszusprechen wagt.
Zum Inhalt: Das ein Bildungssystem und nicht die Bildung bestreikt wird ist klar und wurde vom Plenum so beschlossen. Ich verstehe daher, dass es auf Unmut stößt wenn Vorlesungen und Seminare gestört werden. Dies lässt sich bei Demonstrationen und Kundgebungen aber nicht immer vermeiden, ist ausdrücklich aber nicht das Ziel der Aktionen – vielmehr ging es (aus meiner Sicht) bei der KH-Aktion darum zu zeigen, dass das Audimax besetzt ist und darum zu werben, bei der Besetzung mitzumachen, auch wenn wegen Anwesenheitslisten dies in manchen Fällen problematisch sein kann (was ich einen Skandal finde). Da es dabei also um eine Einzelaktion geht, und in keinster Weise das Ziel ist, den Lehrbetrieb zu stören, finde ich es ein wenig kleinlich, wegen max. 20 Minuten Störung jetzt schon eine Demo dafür verantwortlich zu machen, dass in 2 Monaten Leute durch die Klausur fallen werden.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Shelly J., FAU brennt erwähnt. FAU brennt sagte: Neues Video mit eindrücken vom ersten Tag im Audimax und Kollegienhaus http://tr.im/FdNM #faubrennt #unibrennt [...]
Diese Seite liefert aktuelle Information über den Bildungsprotest in Erlangen.
Entstanden ist FAUbrennt.de im Herbst 2009 im Zuge der Audimax-Besetzung an der FAU. FAUbrennt.de ist weiterhin aktuelle Anlaufstelle für Infos, Aktionen, Demos, Erarbeitetes rund um Bildungsprotest in Erlangen. Zusätzlich ist diese Seite das Archiv der Gruppe Bildungsprotest Erlangen und die Homepage des monatlichen Hochschulkritischen Stammtisches der FAU.
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Lächerlich und beschämend wie die Seminare gestört werden. Es gibt Leute die wollen was lernen und nicht faul rumhocken und auf 68er tun.
Und es gibt Leute, die wollen was ändern, weil sie merken, dass vieles schief läuft. Und weil die Verantwortlichen es nicht anders verstehen, muss man eben mal wieder zu drastischeren Maßnahmen greifen! Ich finds gut!
“Lächerlich und beschämend wie die Seminare gestört werden. Es gibt Leute die wollen was lernen und nicht faul rumhocken und auf 68er tun.”
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… und es gibt Leute, die wollen demonstrieren und können es nicht, weil Anwesenheitspflicht in ihren Veranstaltungen herrscht – soviel zum mündigen Studenten im Kindergarten – ähh -Bachelor-System.
… und es gibt Leute, die können erfolgreich studieren und haben trotzdem den Mut etwas gegen ein unsoziales Bildungssystem zu sagen, auch wenn sie dann von manchen Komolitonen in die linke Schublade gesteckt werden.
… und es gibt Leute, die wissen noch, was es heisst zu studieren, und dies auch selbstbestimmt und eigenverantwortlich können, und dann nicht meckern müssen, wenn der “Herr Lehrer” zehn Minuten Redezeit weniger hat.
fau-studin, du warst schneller
Es ist einfach unsolidarisch und undemokratisch gegenüber den Kommilitonen, die diesen Streik nicht unterstützen bzw. nicht daran teilnehmen wollen und sich stattdessen ins Seminar setzen. Ihr könnt doch nicht davon ausgehen, die Mehrheit der Studenten zu vertreten? Dafür ist das Audimax aber relativ leer bei 27000 Studenten, davon 20000 in Erlangen. Daneben hat jeder seine eigene Meinung, auch wenn ihr denkt, dass alle Studenten so denken würden wie ihr.
Gleichzeitig könnt ihr nicht für ein besserers Bildungssystem “kämpfen” und dann andere stören. Diejenigen die gestört werden müssen am Ende des Semesters eventuell eine Klausur schreiben oder vielleicht seid ihr gerade in ein Referat geplatzt für dessen Vorbereitung Kraft und Zeit aufgewendet wurde. Schonmal daran gedacht? War nicht auch eine Grundlage dieses Bildungsstreiks, dass man die Lehre nicht stören wolle? Wollt ihr so die Masse erreichen, indem ihr sie quasi nötigt bei euch mitzumachen?
Seht es endlich ein, mit solchen Aktionen, so sinnvoll manche Forderungen auch sein mögen, erreicht man nur das Gegenteil. Was dieser spontane Auftritt im KH bewirken sollte ist mir auch ein Rätsel, wahrscheinlich wolltet ihr mehr Leute mobilisieren, aber um ehrlich zu sein denke ich nicht, dass dies geklappt hat.
Eins noch: Solange solche Aktionen von radikalen Gruppierungen (Antifa etc.) unterwandert oder gelenkt werden, solange wird es auch keine breite Unterstützung von den Studenten bekommen.
Jegliche Banner von politischen Gruppierungen wurden bereits gestern abgehängt, da unser erklärtes Ziel die Verbesserung von Bildung und Lehre ist. Wir wollen hier keine allgemein-politische Diskussion über das System führen.
Das Antifa-Banner wurde nur überhängt, nicht abgehängt. Wenn man drinnen ist, kann man das Banner durch die Scheibe noch sehen (Stand heute Mittag).
Dein 2. Post hier gefällt mir wesentlich besser als dein erster
Klar unterstützt nicht jeder die Proteste und darf seine eigene Meinung haben. Die Leute, die die Proteste unterstützen und viel Arbeit, Energie und Zeit hineinstecke, als Leute “die faul rumhocken und einen auf 68er machen” zu bezeichnen, find ich einfach nur daneben, gerade wenn du selbst sagst, dass manche Forderungen durchaus sinnvoll sind, die aber anscheinend niemand auszusprechen wagt.
Zum Inhalt: Das ein Bildungssystem und nicht die Bildung bestreikt wird ist klar und wurde vom Plenum so beschlossen. Ich verstehe daher, dass es auf Unmut stößt wenn Vorlesungen und Seminare gestört werden. Dies lässt sich bei Demonstrationen und Kundgebungen aber nicht immer vermeiden, ist ausdrücklich aber nicht das Ziel der Aktionen – vielmehr ging es (aus meiner Sicht) bei der KH-Aktion darum zu zeigen, dass das Audimax besetzt ist und darum zu werben, bei der Besetzung mitzumachen, auch wenn wegen Anwesenheitslisten dies in manchen Fällen problematisch sein kann (was ich einen Skandal finde). Da es dabei also um eine Einzelaktion geht, und in keinster Weise das Ziel ist, den Lehrbetrieb zu stören, finde ich es ein wenig kleinlich, wegen max. 20 Minuten Störung jetzt schon eine Demo dafür verantwortlich zu machen, dass in 2 Monaten Leute durch die Klausur fallen werden.
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Shelly J., FAU brennt erwähnt. FAU brennt sagte: Neues Video mit eindrücken vom ersten Tag im Audimax und Kollegienhaus http://tr.im/FdNM #faubrennt #unibrennt [...]