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Aktuelle Arbeitsversion unserer Forderungen
19. November 2009 13:28

Erstellt von Presseteam in : Plenum , trackback

Achtung: kursive Textteile sind Vorschläge, die noch nicht vom Plenum angenommen wurden.  Textteile in orange/blau sind alternative Formulierungen.

1) Einführung einer verfassten Studierendenschaft

Wir fordern eine Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaften, die die Interessen der Studierenden aktiv nach außen vertritt.

2) Abschaffung der Studiengebühren

Das Recht auf Bildung ist garantiert gemäß Artikel 26 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ und gemäß Artikel 13 des „Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte“ (PwskR), welcher von Deutschland 1968 unterzeichnet wurde.

Wir fordern die Staatsregierung auf, für eine Refinanzierung des Studiensystems zu sorgen, ohne die Studierenden zu belasten.

3) Grundlegende Überarbeitung des aktuellen Studiensystems

Die Studierendenvertretungen müssen maßgeblich an dem Überarbeitungsprozess beteiligt sein.

Unsere Forderungen im Einzelnen lauten:

3a) Reduzierung der Arbeitsbelastung, des Notendrucks und der psychischen Belastung

Wir fordern die Staatsregierung auf, den tatsächlichen Arbeits- und Zeitaufwand im Bachelor- Master-Studium/neues Lehramtstudium in Zusammenarbeit mit den Hochschulen an die Studienzeit anzupassen.

Wir fordern die Staatsregierung auf, in Zusammenarbeit mit den Hochschulen die zeitliche Gestaltung des Studienablaufs zu flexibilisieren und die Kulanz bei Regelstudienzeitüberschreitungen zu erhöhen sowie Teilzeitstudiengänge zu ermöglichen.

3b) Verbesserung der Mobilität

Wir fordern die Nationale und Internationale Anerkennung von Studienleistungen.
Die Staatsregierung wird aufgefordert, auf Europa- und Bundesebene zu gewährleisten, dass die versprochene Mobilität des Bologna-Prozesses Realität wird.

Die Anerkennung aller Leistungen eines oder mehrerer Auslandssemester muss durch
entsprechende Vorschriften des Wissenschaftsministeriums und durch den Ausbau
entsprechender Stellen an den einzelnen Hochschulen sichergestellt werden (– im Sinne der
Lissabon Konvention.).

3c) Akkreditierung aller Studiengänge

Die zügige Akkreditierung aller Studiengänge an allen Hochschulen Deutschlands muss das erklärte Ziel des Staatsministeriums sein und sowohl finanziell als auch personell gewährleistet werden.

3d) Masterplätze für jede/n Bachelor-Absolventen/-in

Die Staatsregierung wird aufgefordert, auf Europa- und Bundesebene zu gewährleisten, dass jede/r Bachelor-Absolvent/in auch ein kostenloses und ein zulassungsfreies Master-Studium aufnehmen kann, sofern von ihr oder ihm gewünscht.

3e) Sicherung bzw. Wiederherstellung der Vielfalt des Studiums

Wir fordern die Staatsregierung auf, die Anzahl der wählbaren Nebenfächer im Bolognaprozess wieder stark auszubauen. Die individuelle Auswahl, besonders bei kleinen Lehrstühlen, muss erhalten bzw. wieder aufgebaut werden. Auch eine breite, auf Interessen und Fähigkeiten abgestimmte Hochschulbildung soll gewährleistet werden.

Die Staatsregierung soll mit Nachdruck auf die Hochschulen einwirken, die Anzahl von Pflichtveranstaltungen zu Gunsten von Wahl- oder Wahlpflichtveranstaltungen wieder deutlich zu reduzieren. Ein Hochschulstudium muss die Möglichkeit für Selbstbestimmtes Lernen bieten. Selbstbestimmtes Lernen heißt auch, dass die Anwesenheit nicht kontrolliert wird.

3f) Ermöglichung des Studienbeginns sowohl zum Sommer- als auch zum Wintersemester, unter Gewährleistung des Angebots an Einführungsveranstaltungen.

3g) Das NC-System ist für die Feststellung der Eignung der Bewerber für den Studiengang nicht geeignet / ausreichend.

Tests, die die fachliche Eignung der Bewerber für den Studiengang prüfen.
Wir fordern bei geringerer Gewichtung der Abiturnote ein ergänzendes Auswahlverfahren, das geeignet ist, um eine Eignung der Studienbewerber für ihr Fach zu prüfen.

3h) Durchlässigkeit im Bildungssystem verbessern.

4) Verbesserung der Studienbedingungen

Wir fordern eine Erhöhung des Bildungsetats, da Bildung ein existentielles Gut für unsere Gesellschaft ist.

4a) Verbesserung der finanziellen Situation der Studierenden

Die Staatsregierung soll auf Bundesebene auf eine Erhöhung des BAFöGs hinwirken. Außerdem soll der berechtigte Personenkreis ausgeweitet werden.

Erweiterung des BAFöGs über die Regelstudienzeit.

Wir fordern die Staatsregierung auf, ein praxistauglicheres Studienfinanzierungsmodell
einzuführen. Dabei ist darauf zu achten, eine bedingungslose Finanzierung des Masterstudiums zu gewährleisten, unabhängig von der Konsekutivität und zeitlichen Planung des Masters.

Das Staatsministerium sollte das Versprechen eines umfassenden Stipendiensystems endlich umsetzen und dabei vor allem die finanzielle Situation der Studierenden stark berücksichtigen.

Erhöhung der Vermögensgrenze.

4b) Finanzierung des Umstellungsprozesses der Studiengänge auf BA/MA/neues Lehramtstudium

Wir fordern die Staatsregierung auf, ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, um eine der größten Hochschulreformen der letzten Jahrzehnte zu realisieren. Die Einrichtung, Ausgestaltung, Umsetzung sowie des Ausbaus der Bachelor- und Masterstudiengänge/des neuen Lehramtstudiums ist zweifellos Grundvoraussetzung für die Studierbarkeit der neuen Studiengänge.

4c) Wir sprechen uns für eine Kooperation der Hochschulen mit der Wirtschaft aus, jedoch gegen Lobbyarbeit und Privatisierung von Hochschulen aus.

4d) Kostenloses Semesterticket an der FAU.

4e) Einführung eines Studentenausweises, der überall in der Uni eingesetzt werden kann, zum Beispiel in Universitätsbibliothek, Mensa und Kopierraum bei gleichzeitiger Gewährleistung des Datenschutzes.

5) Zentralisierung des Bildungssystem.

Bildung soll Bundessache werden.

Die von uns geforderte grundlegende Überarbeitung des deutschen Bildungssystems betrifft nicht nur die Universität, sondern auch die Schulen. Deshalb unterstützen wir die Forderungen der Schüler zu einer Überarbeitung des Schulsystems

Comments»

1. ypnos - 19. November 2009

Es ist irgendwie schwer, den Forderungskatalog immer in den News zu finden. Außerdem kann man nicht permanent darauf linken (Updates haben eine neue URL).

Wollt ihr nicht eine Seite “Forderungen” eröffnen, mit Vermerk, dass diese noch diskutiert werden? Relativ ausgereift sind sie ja schon.

2. totes.huhn - 19. November 2009

Der Adressat “Staatsregierung” ist einerseits total schwammig, auf der anderen Seite unter gewisser Interpretation falsch. Vielleicht möchte einer von euch weltfremden mal herausfinden, was die Föderalismusreform II bewirkt hat, und dann schreibt ihr das ganze nochmal um… So macht das keinen Sinn.

3. FAU Brennt! » Pressemitteilung der Besetzer des Audimax Erlangen vom 19.11.09, 17:15 - 19. November 2009

[...] Detaillierte Angaben über die Forderungen im Einzelnen finden Sie wie immer auf unserer Website (Punkte, die einer weiteren Diskussion im Plenum bedürfen, sind kursiv gekennzeichnet). Die [...]

4. user - 19. November 2009

um nochmal kurz die hauptkritikpunkte an diesen forderungen darzulegen:
“Reduzierung der Arbeitsbelastung” halte ich für nicht nötig, sondern reduziert die qualität des studiums. ich bin auch student und habe keinerlei probleme gehabt und bei der bachelor/masterumstellung wurde in meinem fach quasi nichts verändert.

zweitens:
ein semesterticket ist bei vielen nicht erwünscht. und weil basisdemokratisch so betont wird und bestimmt stimmen kommen wie “kannst ja auch vorbeikommen und abstimmen”:
das ist keine offizielle veranstaltung oder eine repräsentative vertretung der studentenschaft, sondern nur eine abstimmung unter einer teilmenge davon. in diesem protest hat ein semesterticket auch nichts verloren, sondern ist etwas was über normale hochschulpolitische wege beschlossen oder abgelehnt werden kann. es wurde aus mehreren gründen schon wiederholt diskutiert und abgelehnt, akzeptiert das.
es wird hier schließlich auch gefordert die finanzielle belastung der studenten zu senken, da passt so ein semesterticket was nur verpflichtend für alle möglich ist) nicht rein. es gab gespräche, der vpn hat kein vernünftiges angebot gemacht und es wäre eine unfaire finazielle mehrbelastung für all diejenigen die das ticket nicht brauchen. erlangen ist sehr fahrradfreundich und die kommilitonen aus nürnberg oder dem umland kommen eh mit dem auto, da die fahrt sonst unvertretbar lang dauern würde.

5. califax - 19. November 2009

Wir fordern eine Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaften, die die Interessen der Studierenden aktiv nach außen vertritt.

Sie wurde abgeschafft, weil sie genau das nicht getan hat. Stattdessen gab es eifrige Solidarität mit allen möglichen Terrorgruppen und Verfassungsfeinden.
Die Liste der Organisatoren hinter dieser Forderung ist diesbezüglich vielsagend.

Eine aktive Interessenvertretung der Studenten ist auch ohne AStA möglich. Dazu müßte man dann aber zweckgebundenen Lobbyismus und Aufklärungsarbeit betreiben, statt von Revolution und Rabatz zu schwärmen.

Wir fordern die Staatsregierung auf, für eine Refinanzierung des Studiensystems zu sorgen, ohne die Studierenden zu belasten.

Das wäre grundgesetzwidrig. Steuern sind für alle da. Und für besserverdienende Uni-Absolventen besonders.

Die Staatsregierung soll mit Nachdruck auf die Hochschulen einwirken, die Anzahl von Pflichtveranstaltungen zu Gunsten von Wahl- oder Wahlpflichtveranstaltungen wieder deutlich zu reduzieren.

Süß. :) Man könnte jetzt die Professoren selbst ansprechen, aber…
ach egal.

Wir fordern bei geringerer Gewichtung der Abiturnote ein ergänzendes Auswahlverfahren, das geeignet ist, um eine Eignung der Studienbewerber für ihr Fach zu prüfen.

Ist bereits eingeführt, scheitert gerade glorreich an der TechFak.

Kostenloses Semesterticket an der FAU.

Bullshit. Kostenlos ist nur der Tod.

Bildung soll Bundessache werden.

Grundgesetzänderung gegen Bundestag und Bundesrat durch Hausfriedensbruch. Sehr demokratisch. Wenn Ihr noch die Mensa besetzt, wird für Euch bestimmt auch noch die UN-Charta geändert.

Da steckt noch einiges mehr an Spaß drin, aber macht mal schön.
Und bitte mehr von diesen linksradikalen Bildungsstreikplakaten! Die sind am schönsten. :)

6. Asmaron - 19. November 2009

@user
Wenn du in Berlin studierst, dann bekommst du durch die Einschreibung an der Uni und Überweisung der Studiengebühren (die glaube ich geringer sind als in Bayern) automatisch ein Semesterticket für den Großraum Berlin dazu! Dieses Ticket ist ein paar hundert Euro wert!

Ich kann jetzt ja nur von mir sprechen, aber ich komme aus dem (wahrscheinlich) südlichsten Kaff von Nürnberg und bekomme (glücklicherweise) noch ein Semesterticket. Das kostet mich zwar auch 180,-€ zusätzlich zu den Studiengebühren jedes Semester, aber ich kann froh sein dass ich es noch bekomme, weil ich eben noch aus Nürnberg komme. Würde ich ein Kaff weiter südlich wohnen, dann müsste ich mir für die (fast) selbe Strecke Monatstickets kaufen, wo ich schnell bei über 200,-€ wäre. Ich weiß das, weil das bei nem Kumpel von mir so läuft, der (leider) da wohnt.

Und warum generalisierst DU denn eigentlich indem du sagst, dass ein Semesterticket bei “vielen” nicht erwünscht ist? Wieviele kennst du denn die das nicht begrüßen würden, wenn man es OHNE zusätzliche kosten bekäme?

Lg!
Asmaron
PS.: Und wenn du im übrigen mit dem Forderungskatalog einverstanden bist, warum kommst du denn dann wirklich nicht vorbei und solidarisierst dich und vertrittst deine Interessen?

7. anderer user - 19. November 2009

@user:
Ich versteh nicht, warum es in Erlangen kein Semesterticket gibt und man darüber nicht diskutieren mag. Ich finde die Forderung durchaus angebracht und es in Ordnung, wenn es jetzt angesprochen wird.
Das mit dem Ticket funktioniert in anderen Städten doch auch. Angeblich sei ein Problem, dass der VGN so groß ist, aber das sind andere Verkehrsverbünde auch(z.B. in Regensburg der RVV, da gehts auch).
Gerade hier in Erlangen würde sich doch ein Semesterticket anbieten. Erlangen ist definitiv nicht autofreundlich, deshalb fährt man doch als Student in der Regel Zug, Bus oder Fahrrad. Natürlich lohnt sich das Ticket für Fahrradfahrer zunächst nicht. Aber man fährt z.B. als Wochenendheimfahrer ja nicht mit dem Fahrrad heim, könnte das Ticket aber in Öffentlichen Verkehrsmitteln bis zur Verbundsgrenze verwenden und so die Fahrtkosten reduzieren. Oder als Nicht-Wochenendheimfahrer trotzdem das ein oder andre Mal innerhalb Erlangens oder nach Nürnberg usw. fahren.
Die finanzielle Belastung haben Studenten, die aus Nürnberg in die TechFak fahren auch jetzt mit Parkhausgebühren von 55€ im Semester! Ein Semesterticket kostet jeden Studenten definitiv weniger, vielleicht 30 oder 40€ und die sind verglichen mit normalen Fahrtkosten sofort erreicht.

Die restlichen Forderungen finde ich übrigens auch alle angemessen und bin froh, dass der Streik dadurch eine konkrete Richtung bekommt. Obwohl ich nicht immer anwesend sein konnte und quasi über meinen Kopf hinweg entschieden worden ist, finde ich, ist das bisher schon ganz gut geworden!

8. Asmaron - 19. November 2009

PPS.: Und die Kommilitonen aus Nürnberg, die in Nürnberg z.B.: an der EWF studieren, hast du warscheinlich auch vergessen. Für die wäre nämlich ein Semesterticket unglaublich sinnvoll, da man hier mit dem Auto minderstens genausolang braucht und dann evtl. im Stau steht oder gar keinen Parkplatz mehr bekommt

9. user - 19. November 2009

also ein KOSTENLOSES semesterticket wird es nie geben. die fallen schließlich nicht vom himmel. irgendeiner muss bezahlen, so läuft das nunmal in der welt. der vgn als privatunternehmen hat selber die möglichkeit spezialtarife anzubieten, es kann ihn aber niemend dazu zwingen.
aus gesprächen mit uni-angestellten und dozenten weiß ich das das alles schon mehrfach durchdiskutiert wurde und gespräche mit dem vpn durchaus stattgefunden haben dieser aber ca 2/3 des aktuellen semesterticket preises wollte wenn ALLE studenten eines nehmen. das sind bei weitem mehr als 30-40€.
dass das in berlin anders läuft liegt daran, dass der verbund kleiner ist und das nahverkehrsunternehmen eine andere politik bezüglich vergünstigungen fährt.
für die pendler ist es durchaus sinnvoll, das streite ich nicht ab, aber warum sollen andere ca 100€ im semester zahlen damit die pendler kostenlos pendeln können?
und das argument mit dem wochenende heimfahren ist ja wohl reines privatvergnügen und soetwas möchte ich nicht mitfinanzieren.
parkhausgebühren betreffen nur autofahrer, das seh ich auch nicht als argument für ein semesterticket, da die meisten kommilitonen die ich kenne, die mit dem auto kommen sagen sie würden auch mit semesterticket mitm auto kommen, weil es einfach zu weit ist. allein für abends weggehen würden sie es nutzen und das ist mal wieder… privatvergnügen.
und nochmal zu den pendlern. autofahren kostet auch zeimlich viel wenn man das das ganze semester macht, also könnte man sich auch aktuell ein ticket kaufen, was viele aber nicht machen obwohl es oft günstiger wäre. das zeigt für mich, dass auch bei vielen autofahrern kein bedarf besteht.

ich muss califax großenteils recht geben, auch wenn es etwas provokant geschrieben ist.

ich komme deshalb nicht weil es auch noch einen großen unterschied gibt zwischen “ich bin nicht gegen einige punkte” und “mir persönlich ist es wichtig dass diese punkte durchgesetzt werden”

10. ypnos - 19. November 2009

califax, du bist süß. Natürlich wurde von studentischen Vertretern (die auch ohne verfasste Studierendenschaft gute Arbeit machen, aber dabei leider nur sehr eingeschränkt operieren können!) in den entspr. Gremien gegen Pflichtveranstaltungen und die Benotung jeder einzelnen Fitzelveranstaltung im Bachelor protestiert. Warst du auch in einer Studienkommission gesessen und hast das gemacht? Wenn ja, dann würdest du das Ergebnis kennen: “Die Vorgaben kommen von oben” war die beliebteste Argumentation bei Diskussionen um ECTS, Pflichtprogramm und GoP. Also muss man wohl auch oben protestieren, wenn unten die Hände gebunden sind!

11. califax - 19. November 2009

ypnos: Also weil die Dozenten kein anständiges BA-System geschaffen haben, besetzt Ihr mit Zustimmung eben dieser Dozenten das Unimax und fordert von der Landesregierung,daß sie eben diese Dozenten zwingt, ein anständiges BA-System zu schaffen.
Leute, dieser Witz hat mehr Umdrehungen als Sliwowitz. :)
Die verarschen Euch volle Kalotte und hoffen drauf, daß Ihr bei der Regierung gegen die Wand fahrt.

Diverse Vorgaben wie verpflichtende Grundkurse und die Benotung aller Veranstaltungen sind übrigens Kern des BA-/MA-Systems. Ersteres, um die Durchfallerquote zu senken (und weil es wahnsinnig nervt, wenn in Kursen dauernd jemand an den alleruntersten Grundlagen scheitert), letzteres, weil man erstmal Leistungen prüfen muß, wenn man Prüfungen anerkennen will. Wahnsinnig kompliziert, oder? ;)

Wo Ihr Recht habt, ist die unsinnige BA-Beschränkung auf 3 Jahre.
Aber das wird nicht an den Unis sondern in den Fachausschüssen der europäischen Parlamente entschieden.

12. Michael - 19. November 2009

Ich möchte den Kritikern der Forderungen nur ein paar Dinge mitteilen:

Die einzigen Organisatoren dieser Liste sind diejenigen, die in den Plenardiskussionen abgestimmt haben. Diese Diskussionen werden von freiwilligen Moderatoren geleitet, die jederzeit durch irgendwen ersetzt werden können, sollte das Plenum dafür stimmen. Und diejenigen Moderatoren die ich kenne waren bisher in keiner politischen Gruppierung aktiv. Sie versuchen nur die Meinung der versammelten Studenten über eine sachliche Diskussion zum Ausdruck zu bringen und festzuhalten. Moderatoren, die ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen, werden ersetzt.

Das Plenum hat sich schon am ersten Tag dafür ausgesprochen, sich von allen etablierten politischen Gruppen zu distanzieren und all ihre Symbole zu entfernen. Gewalt, Sachbeschädigung und Verschmutzung des Uni-Geländes sind geächtet. Die maßgeblichen Hilfeleistungen wie Essen und Werbematerial erhalten wir von großzügigen Studenten und der Privatwirtschaft.

Und mein wichtigster Punkt:
Wer nicht glaubt, dass er seine Meinung überzeugend artikulieren und so Menschen durch Rede zum Umdenken bewegen kann, hat den Glauben an die Demokratie verloren.
Falls jemand diesen Glauben wiedergewinnt und seine politische Expertise mit allen teilen möchte, ist er herzlich willkommen. Jedes Wissen das Autorität beansprucht, muss sich in der Öffentlichkeit beweisen können.

13. user - 19. November 2009

zum thema benutung muss ich sagen, dass ich als iuk-ler auch als diplomstudent schon eben dieses system habe (die änderungen für ba/ma sind vernachlässigbar). und ich finde das system sehr gut so wie es ist. es ist viel angenehmer viele kleine teilprüfungen zu haben als 1-4 hammerprüfungen am ende des studiums. da ist man viel zu stark von der tagesform etc abhängig. regelmäßige prüfungen geben einfach ein wesentlich verlässlicheres bild der tatsächlichen leistungen. zudem animiert es nicht dazu in sonstigen prüfungen deshalb wenig zu lernen weil man je “eh nur bestehen” muss.

14. user - 19. November 2009

@michael:
ihr seit in keiner weise eine repräsentative veranstaltung/gruppierung/whatever der gesamten studentenschaft. deshalb ist es auch keine verzicht auf seine stimme, wenn man nicht erscheint. das bedeutet vielmehr, dass ich zb das vorgehen, und die aktion an sich mit audimax-besetzung ablehne und mich nicht als unterstützer dieser aktion sehe.

es gibt andere wege. ua ist in der studentischen hochschulpolitik schlicht und ergreifend aus mangelndem interesse auf studentischer seite nicht viel passiert. ist zwar gewissermaßen ein teufelskreis, aber da sich da nur eine handvoll studenten tatsächlich engagieren werden auch diese -zurecht- nicht als vertretung der gesamten studentenschaft wahrgenommen.

wenn man das ganze über die dafür vorgesehenen wegen und ohne demonstration, aber mit dem gleichen personellen engagement angegangen hätte, würde ich mich durchaus an diskussionen beteiligen. aber es wären wohl kaum so viele leute beteiligt weil man ja nicht lustig demonstrieren und hörsäle besetzen kann… das nervt, dass es offensichtlich ein nicht zu vernachlässigender teil das ganze als spaß sieht…

also fordert nicht mehr mitspracherecht, nutzt es!

15. califax - 19. November 2009

Wer nicht glaubt, dass er seine Meinung überzeugend artikulieren und so Menschen durch Rede zum Umdenken bewegen kann,

ist oft einfach Realist, hat keine Zeit für Euren Unfug oder vertraut auf die Demokratie – wo die Politik, insbesondere das Grundgesetz und die Bildungspolitik, von frei und geheim gewählten Volksvertretern in Landtag, Bundestag und Bundesrat gestaltet wird und nicht von einer kleinen studentischen Minderheit in einem besetzten Hörsaal.
Es können sogar alle drei Punkte gleichzeitig zutreffen.

Das Semestertickt beispielsweise wird seit 13 Jahren von ein paar Unverbesserlichen und Unüberzeugbaren weiter betrieben, obwohl seit 13 Jahren eine mehrheitsfähige und solide Lösung existiert: Nämlich kein Semesterticket.
Nee, gegen Beton und Gratisschnorrermentalität kann man nicht anreden. Den gröbsten Unfug habe ich schon weiter oben kommentiert. Und was Parlamente sind, muß ich hoffentlich nicht erklären.
Viel Spaß noch.

16. Miss Understood - 19. November 2009

Stichwort Semesterticket:

1. Kostenlos ist utopisch.
In Städten, wo das Ticket mit der Rückmeldung “mitgeliefert” wird, ist entweder der Verkehrsverbund deutlich kleiner und/oder besagte Gebühr höher.
Ein verpflichtendes Ticket für alle würde die finanzielle Belastung also nur erhöhen.

2. Braucht nicht jeder
In Erlangen ist das Ticket kaum nötig, da meist alles mit dem Rad erledigt werden kann, viele Leute von außerhalb kommen aus Bequemlichkeit (und nicht aus Kostengründen) sowieso mit dem Auto und/oder bilden billigere Fahrgemeinschaften.

Wer innenstadtnah wohnt, zahlt in der Regel über die Miete auch für die Lage und würde mit der verpflichtenden Einführung doppelt belastet.
Wer außerhalb wohnt, merkt das dann meistens auch an der Miete bzw. wohnt kostengünstig bei den Eltern.
Ein Mietvergleich Erlangen Innenstadt – Alterlangen, Möhrendorf etc. sollte das bestätigen.

3. Heimfahrten sind Privatsache
und ein verpflichtendes Ticket würde hierbei auch nur die Kosten für Leute senken, die aus dem Verkehrsverbundgebiet kommen (es also ohnehin nicht so weit haben). Heimfahrer, die weiter weg müssen, würden wieder doppelt belastet.

Fazit: Das verpflichtende Semesterticket würde wohl die Mehrheit der Studenten finanziell noch mehr belasten und die finanzielle Situation vieler noch mehr verschärfen.
Außerdem brennt die FAU an ganz anderen Stellen…..

P.S.: Mehr bekommen ohne mehr zu zahlen funktioniert insgesamt nicht. Und mehr Bildung zum kleineren Preis wirds auch nicht geben….

17. capo - 19. November 2009

Neid und inhaltliche Oberflächlichkeit sollten bei unseren Diskussionen keine Basis für Entscheidungen sein und so ist es schon erschreckend, wieviel Halb- und Nullwissen viele zur Untermauerung ihrer Kritik an einem elternabhängigen Bafö zur Schau stellen.

Wie in der Plenumssitzung richtig angesprochen, ist das derzeitige System massiv ungerecht, benachteiligt Einzelkinder und Familien des unteren Mittelstands. Denn gerade diesen würde ein elternubhängiges Bafög zu gute kommen – nicht den “reichen Bonzen”, die man gegen es ins Feld führt. Der Grenzwert der Förderung ist viel zu niedrig und sozial intransparent. Die Kinder mit der Pflicht zur Einklagung gegenüber ihren Eltern, die ihr Geld lieber für andere Sachen ausgeben, und eh der Meinung sind, dass 20 Stunden Arbeit nebenher nicht schaden können, im Stich zu lassen eine Katastrophe. Bitte verschafft euch mal Fakteneinblick, bevor ihr hier leichtfertig eurem unmittelbaren Umfeld schadet, diese Forderung zu streichen.

18. capo - 19. November 2009

@Miss Understood:

Stimmt so nicht. Zum einen sind die Verhandlungskontrahenten (ESTW, DB, VAG) betriebswirtschaftliche Unternehmen, deren Gewinne hinter dem Allgemeinwohl anstehen sollten.

Zum anderen schaffen es andere Bundesländer zu niedrigeren Preisen landesweite Tickets anzubieten. Das kann doch wohl nicht sein.

Natürlich könnte das Ticket (wie vieles andere) ohne Belastung der Studenten bezahlt werden! Nämlich vom Staat, in dessen Pflicht- und Zukunftsinvestitionen die Bildung gehört! Generell ist diese “Staatsdefizit”-Schwadroniererei Opium fürs Volk. Was hilft der vielbeschworene ausgeglichene Haushalt den nachfolgenden Generationen, wenn dafür die soziale- und Bildungs-infrastruktur total vor die Hunde geht? Denk mal drüber nach…

19. Setzkasten - 19. November 2009

Schließe mich den Forderungen an, danke an alle die beim Formulieren tatkräftig mitgewirkt haben!!!!
Nebenbei: cooler Beitrag, Michael!

20. clavier01 - 19. November 2009

Guten Abend,

ich bin leider auch der Meinung, dass einige dieser Forderungen schlichtweg unsinn sind.
Nehmen wir die finanziellen Forderungen:
-Abschaffung der Studiengebühren
-Kostenloses Semesterticke
-Verlängerung/Erhöhung des BAFöG

Die Einseitigkeit ist offensichtlich. Nichts geben, aber reichlich nehmen. Irgendwo muss das ganze Geld herkommen. Ich finde es recht unfair andere für meine komplette Ausbildung + teilweise Unterhalt aufkommen zu lassen.
Ich bin aber auch der Meinung, dass bei einem Semesterbeitrag von 500 Euro ein Teil davon benutzt werden könnte um das Semesterticket etwas erschwinglicher zu machen, was dann natürlich wieder die Diskussion über die Beteiligung derer, die das Ticket nicht brauchen in den Fordergrund rückt.
Abschaffen lassen sich die Studiengebühren kaum, höchstens etwas senken.
BAFöG verlängern sowie garantierte Masterplätze und Reduzierung des Notendrucks zielen meiner Meinung nach darauf ab, sich mehr Ausrutscher leisten zu können bzw mit weniger Leistung den gleichen Abschluss zu erreichen. Das ist nicht nur völlig egoistisch, sondern senkt auch die Qualität des Abschlusses.
Gleiches gilt für die Forderung den NC betreffend. Es gibt für gewisse Fächer nun mal nicht für alle Plätze, es sei denn ihr wollt im Hörsaal übereinanderhocken. Wenn man jetzt anfängt ein erweitertes Auswahlverfahren anzuwenden, denkt ihr das würde viel ändern? Diejenigen, die gute Noten im Abi haben werden zum Großteil auch in diesem Auswahlverfahren über den Rest dominieren. Bei den geschätzten 10% denen dann Gerechtigkeit wiederfährt, lohnt sich der deutlich höhere Aufwand eines solchen Verfahrens einfach nicht.
Den Arbeitsaufwand zu reduzieren ist eine kindische Forderung. Leute, werdet langsam erwachsen und gewöhnt euch an das harte Erwachsenenleben! Als ich zur Uni gekommen bin hab ich mich gewundert warum den ersten Monat jede Woche 2 Erstsemesterpartys steigen. Ein bisschen weniger feiern, und ihr werdet sehen, dass man die Arbeit in der Zeit gut erledigen kann.

Als Fazit würde ich sagen, dass viele der Forderungen völlig überzogen sind. Bei vielen wurde offensichtlich nicht gründlich genug nachgedacht, bevor sie in den Katalog aufgenommen wurden.
Ich will natürlich auch nicht ausschließen, dass ich meinerseits auch Aspekte übersehen habe, dennoch bin ich der Meinung, dass die Forderungen grundlegen überarbeitet werden sollten. Die Sache muss realistischer angegangen werden.

Einige der Forderungen unterstütze ich jedoch. Allen voran den Studentenausweis für alles. Ich habe mich auch geärgert, dass ich für jeden Zweck erneut meine Daten angeben muss und eine andere Karte im Geldbeutel umherschleppen muss. Eine bessere Zusammenführung der Daten sollte wirklich umgesetzt werden, bei ausreichendem Datenschutz, versteht sich.

21. H. Odensack - 19. November 2009

@Miss Understood: Sehr schön zusammengefasst!

Ein “Zwangssemesterticket” ist genauso sinnvoll, wie mit der Bestätigung der Rückmeldung Mensagutscheine für den Schweinebraten zu verschicken! ;)
Und dabei mag ich den Schweinebraten in der Mensa. :P

22. anderer user - 19. November 2009

@user:
“…könnte man sich auch aktuell ein ticket kaufen, was viele aber nicht machen obwohl es oft günstiger wäre. das zeigt für mich, dass auch bei vielen autofahrern kein bedarf besteht.”

…wenn die schon so viel Geld haben, dann könnten sie ja dem Großteil der restlichen ärmeren Studenten mit einem kleinen Beitrag(ungefähr eine Tankfüllung) ein Semesterticket ermöglichen um hauptsächlich zur Uni zu kommen;) Die 30Euro könnten die ja dann trotzdem noch mit den Öffentlichen privat verfahren…

Wie gesagt, es funktioniert auch in Uni-Städten mit vergleichbar großen Verkehrsverbünden und ich finds schade, dass das in einer so großen Uni, die ja auch noch in 2Städten angesiedelt ist, anscheinend nicht klappt.

23. Dani - 19. November 2009

Ich finde es super, was Ihr macht! Ich bin echt für Euch und hoffe sehnlichst, dass die Besetzung noch bis nächste Woche anhält. Dann – versprochen – habt ihr noch einen Mitstreiter. Mein Schlafsack ist schon gepackt!

Weiter so! Und vergesst nicht! Wenn wir nicht weitermachen und die Politik und die Unis ordentlich unter Druck setzen, passiert gar nichts.

Die FAU zündelt momentan noch. Aber brennen muss sie und das können wir gemeinsam schaffen!!!

24. Miss Understood - 19. November 2009

Bravo, zündeln ist genau der richtige Ausdruck….

Wenn es nicht gut überlegte Argumente gibt, sondern nur Hausbesetzerparolen (Siehe die Demoansprache) wird uns niemand zuhören und ernstnehmen.

Aber das merkt in der allgemeinen Euphorie ja keiner….

25. ShittyWok - 19. November 2009

Die überzogenen Forderungen sin Notwendig, damit wenn es überhaupt zu richtigen Verhandlungen kommen wird, wenigstens etwas für die Studenten rausspringt.
Gewerkschaften und Feilscher machen das nicht anders und es funktioniert …

Mich wunderts das es echt schon so lange läuft und sich soviele Leute die Mühe machen, etwas zu verändern. Hut ab.

Wenn das ganze nächste Woche noch weiter läuft bin ich aufjedenfall Stammgast.

26. califax - 19. November 2009

Was hilft der vielbeschworene ausgeglichene Haushalt den nachfolgenden Generationen, wenn dafür die soziale- und Bildungs-infrastruktur total vor die Hunde geht? Denk mal drüber nach

Lieber Capo, Dein und Deiner Kampfgenossen Problem ist eben, daß wir drüber nachdenken, statt Parolen nachzuquasseln.
Und wenn man sich eine Bude in der Nähe der Uni sucht oder die Reisekosten selbst bezahlt, geht davon weder die soziale noch die Bildungsstruktur vor die Hunde.
Es wäre Eurem Image und Eurer Durchsetzungskraft zuträglicher, wen Ihr nicht ständig so arrogant und größenwahnsinnig wärt, Eure privaten Luxusproblemchen für gesamtgesellschaftliche Katastrophen zu halten.
Du kannst ein von den Reichen und Wohlhabenden ganz fair finanziertes Semesterticket haben: Du nimmst Dir ein KfW-Darlehen und zahlst davon die Preise, die der VGN eben nunmal verlangt.
Die Rückzahlung erfolgt dann Jahre später durch den wohlhabenden Profiteur, nämlich durch Dich, ganz gerecht dem Einkommen und eigenem Wunsch entsprechend, durch eine monatliche Abgabe von 20 bis 100 Euro. Und verzinst wird das zu Konditionen, die der Steuerzahler nicht kriegt. Und wenn Du nicht zahlen kannst, springt immer noch der Freistaat ein.
Und weißt Du was? Das ist gerecht.

Daß die Lage in anderen Bundesländern und anderen Städten anders ist, ist nunmal – ja, wie soll ich es Dir erklären?
Andere Gegend, andere Verhandlungspartner, andere Preise, andere Infrastruktur, …
Ich glaube, der Schlüssel zum Verständnis liegt im Wörtchen “andere”. Du kannst selbstverständlich in so einer anderen Stadt, zum Beispiel in Leipzig studieren. Da gibt es das Semesterticket, keine Studiengebühren und auch ganz gute Lehre.
Warum sollen wir für Deine Wohnwünsche zahlen?

Die Probleme mit dem Bafög sind allerdings richtig. Das Problem ist vor allem die Elternabhängigkeit. Hast Du schonmal mit dem MdB Deines Wahlkreises darüber gesprochen?

27. Miss Understood - 19. November 2009

@ Califax:
Wie wahr, endlich mal einer, der vorher nachdenkt….

Morgen abend schon was vor? ;-)

28. califax - 19. November 2009

Eigentlich schon. Katzen graulen, Frau bekochen, Kamin beheizen, Lesen und Glotzegucken. Wieso?

29. anderer user - 19. November 2009

@califax:
Wo ist die Gerechtigkeit, wenn ich an einer anderen Uni mein Studium beginnen muss, Studiengebühren sowieso zahlen muss, eine Wohnung zahlen muss, Fahrtkosten zahlen muss(was ich sonst alles nicht müsste)…. nur weil es an verschiedenen Unis verschiedene NCs gibt?! Das Studium sollte das Gleiche sein, aber bei einem Wechsel wird dir so gut wie sicher nicht alles angerechnet…. Gut, man sieht mal was andres und kommt rum, aber überleg dir mal diese Kosten dafür. Am Ende hat man dann den identischen Beruf. Gerechtigkeit?!

30. Miss Understood - 19. November 2009

@ califax: Gegendemo ;-) Aber mit Nachdenken statt Parolen und Argumenten statt Bier werden wir wohl scheitern… Obwohl, gibts da nicht doch Parallelen zur jetzigen Demo…

@ anderer user: Es gibt genug Leute, die ihre Wohnung + Fahrtkosten zahlen. In meiner Heimatstadt wurde mein Studiengang z.B. gar nicht angeboten. Die meisten von uns arbeiten für ihren Lebensunterhalt und das hat (in Maßen) noch niemandem geschadet. Und auf die Gefahr hin, jetzt gehässig zu wirken: Du hattest deinen NC selbst in der Hand, mach also nicht andere dafür verantwortlich und lass die Allgemeinheit dafür zahlen, dass du jetzt in einer fremden Stadt studieren musst.

Kleiner Tipp: Das Leben ist halt verdammt noch mal nicht gerecht.

31. califax - 19. November 2009

@anderer user:
In Leipzig gibt es wie an sehr vielen anderen Uni-Standorten keine Studiengebühren, nur die Gebühr für das Semesterticket. Als ich dort war, gab es das Zwangsticket für 30 D-Mark pro Semester mit einer sehr empfehlenswerten Aufstockmöglichkeit fürs Nachtleben.
Wohnungen in Leipzig sind im Standard mit Erlangen natürlich nicht vergleichbar. Als ich das erstemal die Preise für Einraumwohnungen hier gesehen habe, dachte ich, die wollen mich vearschen. Dafür hätte ich in Leipzig das Untergeschoß einer Jugendstilvilla in Zentrumsnähe bekommen.
Die übrigen Lebenshaltungskosten waren vor ein paar Jahren etwa halb so hoch wie hier in der Stadt. In Dörfern rund um Erlangen sind die Restaurantpreise aber meist niedriger.
Das Studium sollte übrigens nun gerade eben nicht das gleiche sein. Verschiedene Professoren, verschiedene Meinungen. Streit gehört unbedingt dazu. Sonst kann man sich die Unis auch ganz sparen und nur ein paar billige Paukschulen einrichten.

Gut, man sieht mal was andres und kommt rum, aber überleg dir mal diese Kosten dafür.

Gut, man wird endlich erwachsen und sammelt Lebenserfahrung. Aber was hat man schon davon?
Die Kosten sind übrigens nicht so hoch, wie Du meinst.
Die weitaus höchsten Kosten all meiner Semester sind für Literatur im Selbststudium und sinnlose Studentenbesäufnisse angefallen.

32. user - 19. November 2009

@ miss understood:
“nachdenken statt parolen” ist auch eine parole genau wie “argumente statt bier” ^^

mich freuts auch, dass ich hier nicht alleine gegen den rest anreden muss.
deswegen danke @ califax und miss understood

das ist aber das kernproblem bei den meisten streikern. es lohnt sich nicht mit viel mehr als einer handvoll zu unterhalten, weil von eigener meinung hört man nicht viel, aber bei 5 leuten dürfte man die volle palette an sprüchen/parolen/argumenten gehört haben…

33. H. Odensack - 19. November 2009

Ich wär auch für ‘ne Gegendemo zu haben. Aber bitte mit Nachdenken, Argumenten UND Bier! ;)
Insbesondere nachdem die Forderungen aus dem Entwurf nahezu unverändert in die finale Version übernommen wurden und ich große Zweifel daran habe, dass tatsächlich die Mehrheit der Studierenden an der FAU hinter diesen stehen, sehe ich da Handlungsbedarf. Das diese Forderungen nicht durchzusetzen sind, haben wir ja schon festgestellt.
Schade eigentlich, hier wurde eine Chance vertan. Naja, wir können ja immer noch – wie die meisten anderen wohl auch – wegen der Party hingehen. ;)

34. Setzkasten - 19. November 2009

Das ist kein Problem der Streiker sondern ein generelles:
Die Streiker werden von den Gegnern doch ebenfalls fast automatisch als verdummte, faule, Parolen nachplappernde, arrogante, größenwahnsinnige Sozialisten deklariert. (nicht von jedem mit jeder dieser Eigenschaften, aber es sieht doch sehr nach Schublade auf und rein damit aus)
Die Gegner dagegen haben den Masterplan, schweben über allen anderen und haben sich ihre Argumente frei von politischen und gesellschaftlichen Prägungen überlegt und wissen dank ihrer ach so großen Weitsicht und Erfahrung, das nunmal so die Welt funktioniert und nicht anders.

Natürlich kann man das Spiel auch umdrehen, und die jeweils anderen damit fertig machen.

Hier treffen nunmal verschiedene Meinungen aufeinander, verschiedene Sichtweisen, verschiedene Forderungen. Und jede Seite hat ihre vertrauten Argumente, die sie besser findet als die der Gegenseite. Nun aber einfach die Gegenseite als unreflektierte Spinner zu bezeichnen ist aber zu einfach.

35. anderer user - 19. November 2009

@Miss Understood:
Ja, meinen NC hatte ich in der Hand. Da hast du recht. Die Art und Weise wie der NC zustande kommt ist aber mal wieder sehr fragwürdig.
Da du aber scheinbar über keinen Gerechtigkeitssinn verfügst, bzw absolut keinen Wert darauf legst, breche ich an dieser Stelle mit etwaigen Erläuterungen ab.
Ich lass die Allgemeinheit nicht dafür zahlen, wo und wie ich studiere. Sinnlose Unterstellung. Auch habe ich kein kostenloses Semesterticket gefordert.

@califax:
“Verschiedene Professoren, verschiedene Meinungen. Streit gehört unbedingt dazu. Sonst kann man sich die Unis auch ganz sparen und nur ein paar billige Paukschulen einrichten.”

–>RICHTIG!!!!!!! Hab mir gerade das Video vom Herrn Bätzing angeschaut. Der hat das da auch gesagt. Allerdings hat er einfach die momentanen Zustände/Entwicklungen durch den Bologna-Prozess geschildert und ich studiere nun mal haargenau jetzt zu dieser Zeit an einer Uni in diesem System.

Eben weil man Lebenserfahrung sammelt bleib ich da, solange es finanziell klappt. Aber wie viele haben Probleme sich das zu leisten und müssten zum Studieren zu Hause bleiben um finanziell über die Runden zu kommen….

36. califax - 19. November 2009

Hat der Herr Setzkasten auch gelesen, was hier diskutiert wird, oder trägt er nur iregndeine Gossendiskussion aus dem Phil-Fak-Forum in diesen Thread rein? Bzw. versucht es?

37. califax - 19. November 2009

@anderer user:

Ich lass die Allgemeinheit nicht dafür zahlen, wo und wie ich studiere. Sinnlose Unterstellung. Auch habe ich kein kostenloses Semesterticket gefordert.

Siehste, das ist ein generelles Problem bei Diskussionen. Hier wird jetzt nunmal über die Forderungen der Besetzer diskutiert, weil die das Thema des Threads sind. Da darf man sich nicht jeden Schuh anziehen, auch wenn einem mal jemand einen stinkenden überstülpen will. :)
Allerdings läßt Du jeden Tag die Allgemeinheit für Dein Studium bezahlen. Das ist ja der schlechte Witz an den Gratiswünschen. Denn natürlich ist es eben nicht gratis, weder der Unterhalt der Räume noch die Gehälter der Lehrkräfte und Verwaltungsangestellten. Das zahlt alles die Allgemeinheit über heutige und künftige Steuern.
Und deshalb finde ich es durchaus gerecht, wenn man sich als Nutznießer des Ganzen auch durch bezahlbare und nachgelagerte Gebühren stärker an diesen Kosten beteiligt als jemand, der nur dafür malocht und blecht und als Dank dafür von den Studenten als Proll und Bauer verachtet wird. ;)

Ob ich es für bequem oder sinnvoll halte, ist nochmal eine andere Frage…

Um finanziell über die Runden zu kommen, muß übrigens niemand zu Hause bleiben. Es gibt neben dem Bafög auch den Studienkredit von der KfW und für die bairischen Studiengebühren den Kredit von der bairischen Landesbank via KfW (in diversen anderen Bundesländern, wie schon gesagt, überhaupt keine Studiengebühren).
Die KfW-Kredite haben dieselben Konditionen: Der Staat bürgt, keine Schufaeinträge, konkurrenzlos niedrige politisch gedrückte Zinsen, Rückzahlung in selbstgewählten Raten.

38. anderer user - 20. November 2009

Miss Understood hat ganz genau mir das unterstellt.
Schau: “und lass die Allgemeinheit dafür zahlen, dass du jetzt in einer fremden Stadt studieren musst.”

Natürlich zahlt das die Allgemeinheit, also die Steuerzahler, also alle….du weißt aber was ich gemeint hab und ich bin mir auch bewusst, dass andere das für mich zahlen.
Ich würd mir mein Studium dann aber schon lieber von der Gesellschaft bezahlen lassen, als von der Bank, dies womöglich verzockt.;) Is eine Vertrauenssache.:)

Für ein Funktionieren der Gesellschaft ist Bildung nötig und soll deshalb auch von der Gesellschaft gezahlt werden. Da jeder einzelne davon profitiert, sollen es auch alle zahlen.
Nur wenn Bildung kostenlos (umsonst wär eher schlecht;)) ist, kann die Bildung auch jedem absolut barrierefrei zugänglich gemacht werden. Nur so kann man das gesamte Potenzial der Gesellschaft in Bezug auf Bildung ausnutzen. Das wird dann behindert, sobald man Bildung mit Geld aufwiegt! Das sollte man mal bedenken. In erster Linie ist Bildung wichtig und dafür muss einfach Geld zur Verfügung stehen.
Wenn man als Student nichts dafür bezahlt, heißt das noch lange nicht, dass Studenten das nicht wertschätzen können.

Mir geht immer noch nicht ein, dass es Leute gibt, die das nicht verstehen wollen. Habt ihr Gegner bei der ganzen Sache nur Linke im Kopf, die sich nicht waschen, Hörsäle besetzen und studieren, weil man da (angeblich) lange schlafen kann und nur demonstrieren, damit sie noch länger schlafen können?! Schaut doch bitte mal ins Audimax rein. Das sind schon normale Studenten, die diese Forderungen stellen.

39. califax - 20. November 2009

@anderer user:

Ich würd mir mein Studium dann aber schon lieber von der Gesellschaft bezahlen lassen, als von der Bank, dies womöglich verzockt.;) Is eine Vertrauenssache.:)

Ach, Mensch. Wie soll denn jemand Geld verzocken, das er gar nicht hat, weil er es Dir geliehen hat? Falls Du diese wahrhaft magische Umkehrung des Geldstroms erklären und nachweisen kannst, winkt Dir der Nobelpreis.
Übrigens sind Landesbanken und KfW Staatsbanken. Das Geld, mit dem die zocken, indem sie es uns Studenten borgen, ist das Geld des Steuerzahlers. Und Geld gehen Zins zu verleihen ist alle mal vertrauenswürdiger, als es zu verschenken, wie an schnell merkt, wenn man die Chance auf Rückzahlung vergleicht, nicht wahr?
Die Gesellschaft zahlt übrigens Bildung jeden Tag.
Aber das ist immernoch kein grund, warum de Hauptprofiteure einer akademischen Karriere sich nicht stärker daran beteiligen sollten als diejenigen, die nur blechen.

Übrigens: Ihr seid es, die Bildung mit Geld aufwiegen, nicht wir.
Ihr wollt ständig Geld für dieses und für jenes haben, als wären eine staatliche Überweisung und ein Freifahrtschein gleichbedeutend mit Wissenserwerb.
Der Rest der Gesellschaft fragt sich derweile, warum Ihr in der selben Zeit nicht einfach was für Eure Bildung tut: Lesen, Arbeiten, Reisen. Daraus resultiert Bildung, nicht aus Almosenempfang.

40. califax - 20. November 2009

So, und nun wo ich die Tipfe lerquote sehe, gehe ich ins Bett. :)

41. user - 20. November 2009

@setzkasten:
ich machs kurz weil spät. es unterstellt keine was, aber gespräche haben gezeigt, dass die selben argumente mit den selben (schlag)worten gebetsmühlenartig abgespult werden. es ist also keine aus der luft gegriffene behauptung, sondern eine beobachtung.

gud nacht allerseits…

42. anderer user - 20. November 2009

@califax:
Zu den Argumenten mit der Bank hast du bzgl des Geldstroms recht. Ich hätte vielleicht doch schon früher schlafen gehen sollen.;)

Aber zu Geld und Bildung muss ich nochmal sagen. Es hilft nicht, wenn man den ärmeren der Bevölkerung immer wieder zeigt, dass sie arm sind und ihnen Knüppel zwischen die Beine wirft in Form von Krediten, Studiengebühren etc.

Natürlich gibt es irgendwo eine Sättigungsgrenze wo es nicht mehr lohnt noch mehr Geld ins System zu stecken. Wenn mal alle Bücher gekauft sind, quasi;) Aber ich hoffe, dass auch du siehst, dass 4,7% des BIP gegenüber 10% ein gewaltiger Unterschied ist.
Es ist erstaunlich, wenn wir unser relativ(!) gutes System und die Ausgaben dafür sehen. Würden wir zu den anderen Ländern finanziell aufstocken und das Geld genauso effektiv nutzen, müssten wir das mit Abstand beste Bildungssystem haben….gerade gut genug. Wir haben ja sonst nix mehr an Ressourcen.

Solltest du den finanziellen Aufwand für das jetzige System dennoch wieder als ausreichend darstellen.
Zu den momentanen Bedingungen(hier zum Schulsystem) hat ein Reformpädagoge mal gesagt:
Es ist nicht wichtig, ob man 3 oder 5m unter der Wasseroberfläche untergeht.

43. califax - 20. November 2009

@anderer user:

Der Vergleich mit besseren Systemen in Sachen Hochschulbildung läuft ganz sicher nicht über die staatliche Finanzierung.
Da sind Studiengebühren von locker mehreren Tausendern pro Trimester und Arbeitspensen von 300-500 Lektüre Seiten pro Woche üblich. Das lassen wir mal lieber, oder?
Ähnlich effektiver Finanzeinsatz wie die Länder vor uns hieße übrigens sowas wie eine DARPA. Und unsere Herren Professoren ud Studentenvertreter hyperventilieren ja schon, wenn auf ‘nem Marktplatz ein Gelöbnis stattfinden soll.
Ganz abgesehen davon, daß man dazu den Militäretat erstmal auf internationales Niveau bringen müßte.
Das Geschrei über angebliche “Militarisierung der Bildung” kannst Du Dir vorstellen.

Im Schulsystem fehlt Geld, das stimmt. Aber dieses Geld wird von den Kommunen gebraucht, um beispielsweise ökologische Vorbildhäuser für Millionen von Euro zu bauen, wo ein simpler Fertigteil-Jugendclub für € 100.000 gebraucht wird. Oder um auf Landesebene Windräder und unsinnige Firmenrettungen zu bezahlen. Und natürlich Laptops für Schüler, die noch nichtmal Fachtexte lesen können.

Und was die Kredite betrifft: Die sind als nachgelagerte Ratenzahlung ja nun eben keine Knüppel zwischen die Beine der Ärmeren sondern schlicht eine Steuer für wohlhabende Akademiker.
Das ist ja das Besondere an Krediten: man zahlt sie zu-rück, nicht zu-vor. Ganz, ganz wichtige Sache, das! ;)

44. maximilian - 20. November 2009

@anderer user

“wenn die schon so viel Geld haben, dann könnten sie ja dem Großteil der restlichen ärmeren Studenten mit einem kleinen Beitrag(ungefähr eine Tankfüllung) ein Semesterticket ermöglichen um hauptsächlich zur Uni zu kommen”
Nun hilf mir auf die Sprünge – warum sollte ich, der für seine Tankfüllung neben dem Studium arbeitet, warum sollte ich denjenigen die nicht bereit sind zu arbeiten (und das kann man neben jedem Philo-BA Studiengang – man muss nur WOLLEN) mein Geld geben? Also bitte…

“nur weil es an verschiedenen Unis verschiedene NCs gibt?! Das Studium sollte das Gleiche sein, aber bei einem Wechsel wird dir so gut wie sicher nicht alles angerechnet….” Also das mit den unterschiedlichen NC’s überdenkst du nochmal. Ich glaube du hast nicht verstanden wie ein NC entsteht. Ich bin gegen eine Einheitslehre an Unis. Damit geht Vielfalt und die Möglichkeit der Spezialisierung verloren. Allerdings bedeutet das wieder, dass man sich vor dem Studium Gedanken macht und das scheint ja so ein bisschen ein generelles Problem zu sein mit dem “Erst denken, dann handeln”. Ich habe übrigens nicht die Erfahrung gemacht, dass Studienleistungen von Uni A bei Uni B nicht anerkannt werden. Aber selbst wenn es da Probleme gibt: auch da heißt es “erst nachdenken, dann handeln”. Nicht erst die Uni wechseln und sich dann beklagen dass man nicht alle Leistungen anerkannt bekommt. Erst erkundigen, dann wechseln.

“viele haben Probleme sich das zu leisten und müssten zum Studieren zu Hause bleiben um finanziell über die Runden zu kommen”
Das muss am eigenen Unwilllen liegen. Ich bin fast umgefallen als ich gesehen habe was man hier als stud. Hilfskraft, Kellner oder Werkstudent verdient. Und dafür muss man keine 20h/Woche arbeiten…

“Ich würd mir mein Studium dann aber schon lieber von der Gesellschaft bezahlen lassen” Bezahl es selber! Ich kenn genug Menschen die hier in Bayern studieren, kein Bafög, kein bis kaum Geld von den Eltern (kaum bedeutet: weit unter dem Bafög-Satz) und die keinen Kredit aufgenommen haben. Und weißt wie die das machen? Die arbeiten. Freiwillig. Sie könnten auch den KFW Kredit aufnehmen, aber sie wollen nicht. Die beklagen sich aber auch nicht.

Lass uns doch mal eine Rechnung aufmachen: man hat die Möglichkeit für einen Studentenkredit (max.Auszahlungshöhe 650 EUR). Zusätzlich kann man als stud. Hilfskraft arbeiten, sagen wir mal 10h/Woche, das ist für jeden Machbar, das sind dann ungefähr 250 EUR/Monat (in der Wirtschaft sogar deutlich mehr). Ja in Erlangen sind die Mieten teuer, aber mit 900 Eur (und dafür braucht man noch keine reichen Eltern) lässt sich locker ein WG-Zimmer bezahlen. 900 EUR würde ich für einen Studenten sogar schon als luxuriös bezeichnen, mit 600-700 EUR kommt man bei gleichem Szenario immer noch gut hin und kann an den Wochenende nach Hause fahren. Was wiederrum heißt man müsste sich keine 650 EUR von der KFW auszahlen lassen, sondern vllt nur 400 EUR. Die Summe die man dann am Ende an Schulden hat wirkt aus Studentensicht vllt viel, aber fragt mal Geschwister und Freunde, Eltern, Arbeitskollegen… was man nach dem Studium verdient (unter der Vorraussetzung, dass man für den Arbeitsmarkt interessant ist und da ist Arbeiten neben dem Studium so oder so sehr hilfreich). Da relativiert sich das ganz fix und man kann das guten Gewissens als Investition in die Zukunft sehen.

45. Miss Understood - 20. November 2009

@ anderer user:
Nur weil ich eine andere Auslegung von Gerechtigkeit habe als du und mir im Klaren bin, dass Ressourcen begrenzt sind (in diesem Fall Studienplätze), habe ich also keinen Sinn dafür? Aha.

Ich könnte dir jetzt eine Vorlesung halten über die philsophischen Ansichten von Recht und Gerechtigkeit, angefangen bei der Naturrechtsdiskussion.
Es gibt keine allgemeingültige Definition von “Gerechtigkeit”. Aber als gereiftes Individuum ist man sich dessen bewusst und steigt in den Diskurs ein.

Nur: Du würdest trotzdem dabei bleiben, dass Gerechtigkeit deine Gerechtigkeit ist. Also kümmere ich mich lieber um meinen Scheiß, nämlich arbeiten (um das Studium zu finanzieren) und studieren.

@ maximilian: Grüße an einen Bruder im Geiste!

46. anderer user - 20. November 2009

@Maximilian:
“Zusätzlich kann man als stud. Hilfskraft arbeiten, sagen wir mal 10h/Woche, das ist für jeden Machbar, das sind dann ungefähr 250 EUR/Monat (in der Wirtschaft sogar deutlich mehr)”

Also 10h in der Woche kann ich mir definitiv nicht leisten! Ich bin im dritten Semester und hab zum dritten Mal in Folge 25-30SWS(Übungen und Praktikas machen echt viel aus). Wo sollte Zeit für einen Nebenjob als HiWi bleiben?! Dann bleibt wohl noch das Wochenende. Engagiert man sich aber auch noch ehrenamtlich um zum kulturellen Leben etwas beizutragen(was auch die konservativen Parteien immer wieder als sehr wichtig erachten; ohne das schaff ich vielleicht noch 6h am Wochenende, ein freier Tag sollte mir zustehen und lernen muss ich ja auch noch), dann bleiben noch die Semesterferien. Bloß blöd, dass ich da Praktikas(selbstverständlich unbezahlt) zu absolvieren hab. Folglich bleiben 4-5Wochen Zeit für einen Ferienjob, die ich wenn möglich nutze, oder ich versuch mit 2h Nachhilfe über die Runden zu kommen. Jetzt gehts mir aber noch gut und ich komm so durch.
Sag mir mal wie es jemand machen soll, der das gleiche studiert und finanziell schlechter dasteht….

Echt gut, wenn Leute Zeit haben zu arbeiten, aber in den neuen Bachelor-Studiengängen ist sowas eigtl nicht vorgesehen. Zumindest bei mir wie du siehst praktisch unmöglich.
Ich sag dir sogar noch was ich studiere: Lehramt.

“Damit geht Vielfalt und die Möglichkeit der Spezialisierung verloren.”
Ja und das macht der Bologna-Prozess. Nachbesserung nötig.

Nicht DU sollst mir das bezahlen, die die das Geld haben um privat mitm Auto zu fahren, als billiger mit den Öffentlichen;)

Im Übrigen bin ich gewillt nach meinen Möglichkeiten zu arbeiten um einigermaßen finanziell unabhängig zu sein und ich tus auch. Wie du aber oben liest, ist das nur sehr schwer möglich.

@califax:
“man zahlt sie zu-rück, nicht zu-vor.”
Stimmt, ist besser als vorher, wenn man keine/nicht genug Zeit zum Arbeiten hat. Trotzdem haben die einen höheren Aufwand/Druck als die reicheren…

47. maximilian - 20. November 2009

@anderer user: was studierst du? welche fächerverbindung?

48. Don - 20. November 2009

Nicht DU sollst mir das bezahlen, die die das Geld haben um privat mitm Auto zu fahren, als billiger mit den Öffentlichen;)

ja nee is klar, is doch wohl meine sache wenn ich es vorziehe lieber teuer privat mitm auto fahre als vermeintlich billiger mit den Öffentlichen ( wobei es gar nich mal unbedignt so klar is, dass die öffentlichen wesentlich billiger sind, wenn die fixkosten für den unterhalt eines autos sowieso anfallen. ), denn schließlich habe ich die euros angeschafft, und kann selbst entscheiden , wie ich die verwende.
Ich schreibe dir ja auch nicht vor, was du mti deinem geld zu machen hast. Gehst ja auch nich ins 5-Sterne-restaurant als hartz IV empfänger, gehst dort zu irgendwelchen bonzen hin und sagst: hey ihr esst hier total überteuert, ihr könntet auch zum italiener an der ecke gehen, deswegen zahlt doch mal meine rechnung mit.

Es ist nun mal so, wer hat der hat und kann damit machen was er will. Wer nicht hat, der muss zufrieden sein was er bekommt, und eben damit leben. Bloß wir leben halt nun mal nicht im sozialismus mti dem motto: alles für alle, dem solltet ihr euch doch mal bewusst werden

49. user - 20. November 2009

hmm, also ich find 25-30 stunden die woche jetzt nicht so extrem viel. als iukler war mein studium ja schon die ganze zeit nah am ba/ma system und ich hatte in den ersten semstern 25,26,19,24 sws. und hab 10 stunden/woche gearbeitet und trotzdem im dritten semester noch ein seminar vorgezogen, weil das locker machbar war. konnte trotzdem regelmäßig weggehen und hatte nicht ansatzweise das gefühl, dass ich überlastet war.
in der industrie hast du auch eine 38-40 stundenwoche und das sind ganze stunden und keine dreiviertelstunden. und auch neben dem vorgeschriebenen vollzeitpraktikum war noch zeit… das ist alles eine frage der einteilung.
und wie viel ehrenamtliche tätigkeit willst du da machen, dass da keine zeit mehr übrig bleibt? da muss man auch prioritäten setzten und so sehr wie ich ehrenamt befürworte, muss dir deine ausbildung trotzdem wichtiger sein. und der gelderwerb (wenn er nötig ist) ist auch wichtiger. mit dem rest der zeit darf man anfangen was man will…

50. Don - 20. November 2009

einige veränderungen hinsichtlich bologna und anpassung des ba-ma-studiums halte ich ja für sinnvoll, aber zudem zu fordern dass einem, verzeiht meine ausdrucksweise, alles is den rosarot-gepuderten arsch gesteckt wird, wird bei der gesellschaft un ddementsprechend auch bei ihren vertretern in bund und ländern nicht toleriert und akzeptiert werden. es gibt genügend möglichkeiten dass keiner hungern muss oder sich neben den studium totrackern muss, bloß alles geschenkt zu bekommen, soll ja wohl nciht sinn der sache sein. Natürlich soltle bildung nicht von der gesellschaft mit geld aufgewogen werden, aber eine wertschätzung des studenten sollte darüber hinaus jedoch gegeben sein. Studium is nun mal kein leben in saus und praus, und wenn ihr euch das erhofft, dann hättet ihr wohl lieber einen anderen weg suchen sollen, schneller direkt geld zu verdienen.

51. anderer user - 20. November 2009

@user:
und so sehr wie ich ehrenamt befürworte, muss dir deine ausbildung trotzdem wichtiger sein. und der gelderwerb (wenn er nötig ist) ist auch wichtiger”
Richtig. Ich sag ja, dass ich es mir leisten kann(noch auf jeden Fall) und will. Es gibt aber sicher genügend, die das nur auf finanziellen Gründen nicht schaffen könnten und für genau diese Leute geh ich auch auf die Straße!
Fällt aber jetzt Ehrenamt für Studierende dann weg, also die Arbeit, die ich in der Jugendarbeit z.B.mach, ist das doch nicht richtig. Aber ehrenamtliche Tätigkeit(das versteht sogar die CSU) ist wichtig für das funktionieren der Gesellschaft, weil ja sonst noch weniger Jugendbetreuungsangebote da sind. Fehlen diese Leute, müssten sie staatlich übernommen werden. Können sie aber auch nicht, weil Geld fehlt. An wem geht das dann wieder au? An den Jugendlichen, deren Eltern nicht so viel Geld haben und ihnen nicht so viel bieten können. Seht ihr da den Teufelskreis nicht schon beginnen?

Du hast auch recht, dass man als normaler Arbeiter 38-40Stunden arbeitet. Aber ich rechne dir mal bei mir meine Semester ECTS-Punkte hoch. Ein Punkt bedeutet 30h Lernaufwand. 30muss ich im Semester schaffen, weil das so vorgesehen ist. Das sind 900h Lernaufwand. Sagen wir das Semester(Vorlesungszeit) hat 15Wochen, dann komme ich auf knapp 10h pro tag ohne Samstag und Sonntag, bzw eine 60h Woche, unbezahlt versteht sich. Gut, du kannst sagen, ich hab ja noch 10Wochen vorlesungsfrei, wo ich arbeiten kann. Da sind aber eben die Praktika und teilweise noch Prüfungen! Wird dir immer noch nicht klar, dass da was falsch läuft?!

Ich mach Bio und Chemie.

52. user - 20. November 2009

mit 116,5 ects im vordiplom bzw 29,125 ects durchschnittlich pro semester war das bei mir das gleiche. das das theoretisch mit (nur wochentage gerechnet – also we komplett frei) 12h pro tag sehr viel ist ist klar. nur schaut die tatsächliche belastung (zumindest bei uns) erfahrungsgemäß anders aus. wer tatsächlich in vorlesungen anwesend ist und aufgaben regelmäßig macht, hat idr einen deutlich geringeren aufwand. für die ects-punkte werden vor und nachbereitung zu vorlesungen einberechnet, für die das überhaupt nicht nötig ist.
wenn die vorlesungen wirklich individuell im aufwand realistisch bewertet würden und der durchschnittliche aufwand pro ects-punkt wirklich 30h wäre, dann wär das wirklich zu viel. aktuell werden aber einfach sws in ects umgerechnet (informatik: 1sws=1,5ects | e-technik: 1sws=1,25ects) – was ich für näherungsweise realistisch halte. und da eine sws nur eine belastung von (0,75h * 15 wochen =) 11,25h entspricht ist zumindest in den bereichen informatik und e-technik eine ects im moment zwischen 14,0625h und 16,875h und somit ist man bei ca 6h pro tag (bei freiem we).

falls das in anderen bereichen _signifikant_ anders ist, ist das in erster linie ein problem dieser fachbereiche und man sollte somit direkt auf die hochschulleitung zugehen und das diskutieren (kann vollständig hochschulintern ablaufen)

53. Die PARTEI Franken » FAU brennt! - 20. November 2009

[...] Detaillierte Angaben über die Forderungen im Einzelnen finden Sie wie immer auf unserer Website (Punkte, die einer weiteren Diskussion im Plenum bedürfen, sind kursiv gekennzeichnet). Die [...]

54. maximilian - 20. November 2009

Dann bleibt aber immer noch die Möglichkeit des Studentenkredites der völlig elternunabhängig vergeben wird. Und da man als Naturwissenschaftler gemäß div. Studien nach dem Abschluss zumeist deutlich mehr verdient als ein Geisteswissenschaftler ist die Rückzahlung noch unkomplizierter.

Wie gesagt, ich verstehe die Skepsis ggü. dem Kredit vorallem weil es da um Summen geht die für junge Menschen ohne wirklich Berufserfahrungen (und damit auch ohne realistische Gehaltserfahrungen) unüberschaubar hoch erscheinen. Aber letztendlich bewegt sich das in höhe eines Kleinwagens oder auch Mittelklassewagens. Dann kauft man sich halt nicht nach dem Studium ein neues Auto, sondern erst 3-4 Jahre später. Dafür hat man in etwas investiert was viel mehr wert ist als ein Neuwagen: in seine eigene Bildung. von der hast du langhaltig etwas.

Knapp 30*45min “Unterricht” find ich übrigens nicht wild. Denkt doch mal an eure Abizeit zurück, da hattet ihr mind. 35(7 Unterrichtsstunden/Tag)*45min Unterricht am Tag und musstet danach auch noch lernen und euch vorbereiten. Und hey, es gab oder gibt auch immer noch, Bundesländer die haben das Abi in 2 Jahren durchgezogen und nicht in 3. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich irgendwer damals über zuviel Arbeitsaufwand beklagt hätte ;)

Ihr könnt nicht einerseits verlangen, dass das Studium nicht so verschult ist, auf der anderen Seite aber den Luxus (=realitätsferne Sorglosigkeit) der Schulzeit für euch beanspruchen.

55. anderer user - 20. November 2009

“Und da man als Naturwissenschaftler gemäß div. Studien nach dem Abschluss zumeist deutlich mehr verdient als ein Geisteswissenschaftler ist die Rückzahlung noch unkomplizierter.”

Zwei Einwände. Ich und die Leute meines Studiengangs werden Lehrer und bekommen am Ende unabhängig von ihrer Fächerwahl das gleiche Geld wie z.B. ein Deutschlehrer(Geisteswissenschaftler) auch. Aktuell hab ich eine härtere Zeit als die Bachelor Biologen und gleichwertige Praktika als Chemie Bachelor. Ich mach praktisch 2Studiengänge parallel und bekomme am Ende weniger Geld als mit nur einem Studiengang, wenn ich in die freie Wirtschaft gehe.
Soweit ich weiß sind aber die Biologen immer noch die Naturwissenschafts-Akademiker die die schlechtesten Anstellungschancen, aber verglichen dazu die härteste Ausbildung haben.

Und noch was: Du bist doch auch an der Uni. Dann erzähl mir bitte nicht, dass 45min Stoff in der Uni 45min Stoff im Schulunterricht gleichzusetzen sind. Hatte erst heute wieder eine Vorlesung wo in 1,5h Stoff gemacht wird, der in der Schule ein viertel Jahr beansprucht hat und in der Vorlesung dennoch viel detaillierter und komplexer ist. Siehst du die Realität nicht, oder ist mein Studiengang da die Ausnahme?!

@user:
Dann lässt sich mein Studiengang mit deinem nicht wirklich vergleichen. Ich habe keinen halbwegs freien Tag unter der Woche wo ich noch mehrere Stunden am Stück arbeiten könnte.

Das kann hochschulintern ablaufen, muss es aber nicht und funktioniert auch nicht. Glaubst du ernsthaft wir hätten das noch nicht versucht?! Natürlich sind die Dozenten bemüht, aber im Endeffekt sind sie unfähig das zu entzerren, weil ihnen anscheinend doch alles wichtig ist und gerade Bio ja echt komplex ist…. Es sollen ruhig mal ein paar Politiker sehen wie das für uns wirklich läuft. Die schauen ja sonst nicht an die Unis. Zumindest hab ich noch keinen gesehen, der mal direkt das Gespräch mit dem Durchschnittsstudenten sucht. Das ist nur über diese Formen evtl. mal möglich.

56. user - 20. November 2009

dass für viele ihr fach das schwierigste ist ist eine andere diskussion…

aber ehrlich gesagt, nein ich glaube nicht dass ihr es _ernsthaft_ anders probiert habt. ich habe nichts mitbekommen von reger beteiligung an der hochschulpolitik, von großangelegten (offiziellen!) informationsveranstaltungen und von einer abweisung der universitätsleitung von in arbeitsgruppen entworfenen und uniweit abgestimmten forderungen.

man sollte sich immer erst auf dem korrekten weg an die nächsthöhere stelle wenden. erst wenn dort alle mittel scheitern, sollte man versuchen sich offiziell und landesweit koordiniert an die kultusministerien zu wenden und erst wenn DANN immer noch nichts passiert gibt es in meinen augen eine legitimation für streiks etc. den argumenten, dass das doch eh nichts bringt (die ich auch schon desöfteren gehört habe), kann ich nur erneut entgegenbringen: ihr habt es nicht wirklich versucht.

57. anderer user - 21. November 2009

@user:
Das ist eine Unterstellung, die du einfach nicht belegen kannst. Woher sollst du auch wissen, was unsere FSI dazu macht. Für das Thema brauch ich zunächst ja keine großangelegte Veranstaltung, das läuft durch unsere FSI. Davon bekommst du natürlich nichts mit. Da das alles nix bringt, ist dann eine großangelegte Veranstaltung nötig. Die haben wir just in diesem Moment.
Im Übrigen war für die Umsetzung ungefähr 8 oder 9Jahre Zeit. Genug um bis zum Inkraftreten einigermaßen alles zu planen. Das wurde wohl verschlafen. Wer genau die Schuldigen sind, kann ich da nicht genau sagen. Allerdings bin ich als Student Leidtragender und sehe es gerechtfertigt das auch mal ordentlich in der Öffentlichkeit zu zeigen.
Viele Probleme kommen ja jetzt erst überhaupt mal in die Medien. Wir diskutieren auch erst jetzt darüber, obwohls die Probleme schon lange gibt.

Ist ja schön, wenn du den Dienstweg auch jetzt noch einhalten würdest und auch nach Jahren noch gerne auf taube Ohren stoßen würdest. (Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch zu meiner Schulzeit schon was gesagt habe, auch dem Kultusminister) Ich find das von dir einfach zu brav. Meine Meinung.

58. user - 21. November 2009

keine unterstellung. wenn die fsi wirklich etwas erreichen will braucht sie die aktive unterstützung der studenten und dazu braucht sie aufmerksamkeit und muss informieren. dass haben sie nicht getan, sonst hätte ich etwas davon mitbekommen.
das problem der fsi-en ist, dass es nichts bringt wenn da ein paar fsi-ler mit forderungen ankommen. die fsi muss, wenn sie merkt es ist bedarf da etwas zu unternehmen, sich erstmal versichern, dass das wirklich viele studenten so sehen und es nicht um einzelne geht, die sich beschweren. dazu könnte man umfragen machen und abstimmungen und unterschriftenlisten, die man dann als gewichtiges argument mit zu den verhandlungen nimmt. dann hat man sehr wohl die möglichkeit etwas zu bewirken.
davon, dass fsi-en soetwas aber tatsächlich gemacht hätten, habe ich nichts mitbekommen. und grundsätzlich ist es auch richtig, dass sachen verschlafen wurden. bin durchaus der meinung, dass verbesserungsbedarf in dem system besteht. aber es ist taktisch sehr unklug das als anlass zu nehmen alle wehwechen auf die wunschliste zu setzen. was zb hat das semesterticket mit ba/ma und den umsetzungsproblemen zu tun?
um es bildlich auszudrücken, dieser forderungsbrei den ihr den politikern an die wand klatscht wird langsam runterlaufen und vom nächsten regen größtenteils weggespült.
das is das was ich auf diesem weg befürchte und einer der gründe warum ich nicht teilnehme.

59. anderer user - 21. November 2009

Du verstehst es leider immer noch nicht. Das ist eine Bio-FSI Angelegenheit. Wie solltest du das als Nicht-Biologe auch mitbekommen. Gestern hab ich noch mitbekommen, dass sich jetzt anscheinend echt mal Gelegenheit bietet sich da zusammenzusetzen und die Prüfungsordnung zu ändern. –>Erfolg.

Dass sich grundsätzlich zu wenige an FSI beteiligen ist aber auch ein Problem des Systems. Wenn ich nebenbei arbeiten muss, engagiere ich mich aus Zeitgründen nicht in der FSI. Genauso wars zu Schulzeiten schon so, dass sich in der SMV meistens wenige gefunden haben(aber aus anderen Gründen). Für die meisten wird nicht deutlich, dass man etwas bewegen kann.
Jetzt beim Streik sieht man zumindest mal, dass man gehört wird, wenn man genügend Leute zusammenbekommt. Plötzlich sprechen die Medien davon und es gibt gesellschaftlichen Druck, der nun mal erst hilft. (Bei größeren Problemen)

Wenn man dann schon mal gehört wird, dann versucht man natürlich alle Forderungen unterzubringen, weil man in 4Wochen vielleicht schon wieder nicht mehr angehört wird. Das ist nicht taktisch unklug. Oder sind Politiker/allgemein Verantwortliche nur fähig jeweils ein paar Forderungen anzuhören? Na dann müsste es jede Woche für was anderes Aufstände geben. Ich glaub auch das ist nicht in deinem Sinn.

Das Semesterticket ist ein allgemeines Problem, weil es große finanzielle Vorteile für Studenten in der einen Uni gibt, für andere aber auch noch dazu beiträgt mehr Geld zahlen zu müssen. Außerdem wäre es ökologisch sinnvoller mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren als mit dem Privatauto, auch wenn man es sich leisten kann und es bequemer ist. Dass es in Erlangen mit den Radfahrern ein spezielles Problem gibt, will ich aber nicht bestreiten.

60. maximilian - 21. November 2009

ah, dass du auf lehramt studierst hatte ich überlesen. die lehrämtler trifft es tatsächlich ziemlich schwer so wie ich das mitbekommen habe. allerdings denke ich auch da, wie bei medizinern und juristen – das habt ihr doch vorher wissen können (zumindest die, die sich 2008/2009 immatrikuliert haben) bzw. die doppelbelastung gab es doch mWn auch schon bei dipl/lehramt. es läuft wieder darauf hinaus, dass ihr euch doch bewusst dafür entschieden habt.

natürlich lässt sich rein qualitativ der inhalt einer abistunde nicht mit der einer hochschulstunde vergleichen. natürlich muss es da steigerungen geben und wir selber sind doch auch älter geworden, gehen anders an die stunden heran. ich glaube einfach, dass ein 17-jähriger anders mit viel stoff umgeht als ein beispielsweise 20jähriger. man hat sich ja auch persönlich weiterentwickelt usw.

obwohl ich der meinung bin, dass es trotz bewusster entscheidungen für ein bestimmtes hochschulstudium irgendwie seltsam ist sich dann hinterher zu beklagen halte ich es natürlich nicht für völlig blödsinnig. es ist oft so, dass man im leben entscheidungen trifft die sich später als zumindest teilweise nicht wirklich durchdacht herausstellen. und gerade jungen menschen fehlt es sicherlich auch an kraft und muße sich bei jeder pot. uni jeden musterstundenplan – whatever – im vorraus anzusehen und kontakt mit bereits studierenden aufzunehmen. das weiß ich, ich hab mich selber an über 10 hochschulen damals beworben und sehe auch heute fehler die ich dabei gemacht habe (mein 2. NF wird hier an der uni zB. sehr stiefmütterlich (um es nett auszudrücken) behandelt und ja, hätte ich mich vorher informiert (zB. in foren, zum beispiel indem ich versuche mit studenten des studienganges kontakt aufzunehmen (wäre über FSIen sicher gegangen)) hätte ich das wissen können und mich ggf. für eine andere uni oder für ein anderes fach entschieden. aber genau in diesem zusammenhang denke ich, dass es sinnvoller ist an die fsi heranzutreten, an studienberater heranzutreten. ganz gezielt für genau dieses fach (oder eben gezielt für lehramtsbeauftragte). aber ich mag mich wiederholen: ich glaube nicht, dass diese art von protest _wirklich_ _nachhaltig_ etwas bewirkt. gezielteres statt großflächigem einsetzen für div. dinge sind mMn fruchtbarer. befürchtest du nicht, dass deine speziellen lehramtsprobleme in dem ganzen wust an forderungen untergehen?

btw: ich finde es sehr angenehm mit dir zu diskutieren anderer user. das ist nicht dieses rumgekreische flacher parolen, sondern du erzählst. von dir, deinem studium.

ich hätte mir ganz allgemein gewünscht, dass man mit dem stand den man jetzt hat in eine besetzung hineingegangen wäre. der stand jetzt wird langsam aber sicher konkret und durchdacht. ich kann mich mit dem erst handeln dann über forderungen reden nach wie vor nicht anfreunden.

ich hab mich mal auf einigen XY-Uni-brennt.de Seiten umgesehen. Was da teilweise gefordert wird ist haaresträubend. von daher bin ich mittlerweile etwas, na wie sagt man das – versöhnlicher? – mit eurer besetzung.

ich würde mir eigentlich nur eines wünschen: versucht euch nicht allen studenten aufzudrängen und sprecht gezielt mit den streikern die das tun. ich habe letzte woche in veranstaltungen gesessen da kamen 3 von euch rein und haben aufgefordert (zum diskutieren/streiken) mitzukommen. dann sind einige bis viele mitgegangen. das ist ok.die veranstaltung ging dann nach 10minuten normal weiter. was ich nicht ok finde ist die diskussionen und parolen IN die veranstaltungen zu tragen. das geht zum leid (bishin zu wut wie ich das mitbekommen habe) derjenigen, die sich euch (warum auch immer) nicht anschließen wollen sondern einfach nur die veranstaltung in der sie waren besuchen wollen (vllt weil sie das thema interessant finden, vllt weil sie über das thema sogar ihre abschlussarbeit schreiben wollen – und da ärgert einen jede stunde die ausfällt). Nacharbeiten anhand von Texten und Skripten geht nur bedingt in manchen Fällen. Oftmals ist es der Dozent der durch seine Bemerkungen und Anregungen ein Seminar erst wirklich interessant und wertvoll macht. Und das was der Dozent sagt, steht leider nicht in den Basistexten.

61. user - 21. November 2009

@maximilian
schöner beitrag. stimme zu. insbesondere, dass die dsikussion nichts in den veranstaltungen zu suchen hat und es einem nicht aufgedrängt werden soll.

@ anderer user
das problem, dass sich am der fsi niemand beteiligt, ist mir bewusst. aber das ist auch so weil es genug leute gibt die mehr oder weniger zufrieden mit der situation sind. (ba/ma studenten sind halt doch noch die minderheit). wenn man aber wirklich starke kritik hat und etwas verändern will was hindert einen daran an die fsi zu stärken und sich einzubringen und andere darauf aufmerksam zu machen? nur weil sich normalerweise nicht so viele engagieren ist das ein grund es auch nicht zu tun wenn man etwas verändern will? und wer sich aus zeitgründen nicht in der fsi engagiert hat jetzt auf einmal zeit zu streiken… aha, interessanter punkt.
genau wie maximilian bin ich stark gegen dieses erst handeln, dann denken.

62. anderer user - 21. November 2009

@user:
Es ist natürlich kein Grund sich deswegen nicht zu engagieren, weil es andere auch nicht tun. Ich hab auch jetzt nicht wirklich Zeit zu streiken. Aber wenns zwischen den Vorlesungen passt, dann geh ich hin und diskutiere auch hier mit euch.

“genau wie maximilian bin ich stark gegen dieses erst handeln, dann denken.”
Ja, ist ein Problem. Aber die Hauptstreiker haben ja innerhalb von 3Tagen ihre Forderungen sehr konkret gemacht und das ist echt sehr gute Arbeit.
Ich kann euch nur nochmal bitten: geht selbst mal hin. Natürlich gibt es auch Leute, die streiken, weil ihnen streiken und im Audimax übernachten Spaß macht(das sind die Impulsgeber, die auch nötig sind, finde ich). Aber seht euch mal die Diskussionen an. Da sind Leute, die genauso wie ich diskutieren. Lasst euch nicht nur von euren Vorstellungen und äußeren Eindrücken leiten(ihr seht nur diese anfänglichen Wortführer), sondern schaut es euch selbst an. Es wird konstruktiv Kritik geübt! Dass Seminare blockiert werden find ich auch nicht gut. Mir fällt jetzt auch eine Vorlesung im Audimax aus, aber die ist mit 400Leuten sowieso sinnlos, weil unkonstruktiv.

@Maximilian:
Ich habe selbstverständlich gewusst, dass mich ein hartes Studium erwartet(auch später ein harter Beruf). Aber ich will eben Lehrer werden und dann muss man das durchstehen, aber in Ordnung ist das nicht. Wenn ich allein schon sehe wie viele an den finanziellen Hürden schon scheitern, dann kann das nicht in Ordnung sein. Ich bin auch erst der zweite Jahrgang mit Bachelor und Master(der mir als LA gar nichts bringt, weil am Ende das Staatsexamen entscheidend ist, wo bitte ist der Sinn) und konnte mir kein richtiges Bild machen. Nur weil ich meinen späteren Beruf schon klar vor Augen habe, will ich das durchstehen. Aber es ist echt eine nahezu unzumutbare Belastung. Wenns die nächsten Semester so weitergeht, hab ich Burn-Out bevor ich im Berufsleben stehe. Kein Witz!
Und sag bitte nicht in deinem nächsten Beitrag: Dann bist du eben Weichei.
Sollte ich was anderes studieren, obwohl ich einen anderen Berufswunsch habe, nur weil das Studium verglichen mit vielen andere unmenschlich ist?
Es IST eine unmenschliche Belastung und das kann nicht Sinn der Sache sein. Lehrer werden gerade in Chemie gebraucht, aber nach dem ersten Semester waren wir nur noch die Hälfte, bei vielen wegen den harten Bedingungen.

“befürchtest du nicht, dass deine speziellen lehramtsprobleme in dem ganzen wust an forderungen untergehen?”
Also ihr hört mir jetzt mal zu. Hättet ihr das ohne Streik gemacht?! Wohl kaum. Du wirst hoffentlich langsam beginnen differenzierter zu denken.:)
Es brennt aber nun mal in diesen Fragen so großflächig, dass man nicht mehr jedes Thema einzeln für sich gezielt abarbeiten kann. Jetzt muss mal alles auf den Tisch und dann muss man sich die nächsten Jahre damit weiter beschäftigen. Bildung wird zu sehr vernachlässigt und das geht wie gesagt bei Ehrenamt an….

63. user - 21. November 2009

also weil immer betont wird wie viel auf die beine gestellt wurde und so. ich find es jetzt noch nicht sooo großartig bemwerkenswert, wenn man sich in 3 tagen auf eine seite mit forderungen festlegt.
das kann man auch wenn man sich regulär ohne besatzung trifft. und dass das ganze so lange dauert liegt an dem meines erachtens falschen vorgehens, dass jeder über jeder wort abstimmt. demokratie ist gut und wichtig, aber “basisdemokratie” in dieser form skaliert nicht und deshalb ist bei einer größeren menge eine form der parlamentarischen demokratie notwendig um in endlicher zeit zu einem ergebnis zu kommen.

das problem ist wie schon mehrfach betont nicht, dass wir als “außenstehende” und von äußeren eindrücken leiten lassen, sondern, dass ihr durch euer verhalten dafür sorgt, dass dieser eindruck entsteht. wer öffentlichkeitswirksam agieren will _muss_ sich gedanken darüber machen wie er auf andere wirkt. und da sehe ich es aus der aktuellen situation als schwer an diese veranstaltung in der öffentlichkeit noch in das richtige licht zu rücken. ein erster schritt wäre zumindest sofort mit besetzungen aufzuhören.

64. anderer user - 21. November 2009

Ihr lasst euch offensichtlich von den Medien leiten, obwohl ihr euch selbst auch ein Bild machen könntet.
Die Außenwirkung ist genau so wie es nötig ist. Gestreikt wird immer dann, wenn etwas gewaltig verkehrt läuft und das ist hier der Fall.
Ich weiß nicht in welchen Kreisen du sonst so verkehrst, aber es ist doch gesellschaftlicher Konsens, dass in der Bildungspolitik nichts rund läuft. Es demonstrieren mittlerweile nicht nur Studenten, sondern auch Schüler und Azubis(siehe letzter Demonstrationsaufruf und Videos), also langsam Gesamtgesellschaft!

Die richtigen Forderungen werden ja in AG’s erarbeitet, also durch Repräsentanten der engagierten Studenten, was auch nicht Leute sind, die nur zum Spaß da sind.
Basisdemokratie in diesem Fall ist ja auch immer etwas symbolisch, denke ich. Parlamentarische Demokratie ist ja das, was man in der normalen Politik hat und das läuft ja nicht so wie es sich die Initiatoren vorstellen, auch zu schwerfällig. Es soll ja wirklich jeder zu Wort kommen und es wurde noch niemand aus dem Audimax rausgeschmissen, auch wenn er eine andre Meinung hat. Ich hab noch kein einziges Mal erlebt, dass andere Meinung verurteilt wurde. Es haben auch schon Professoren Studiengebühren gerechtfertigt und es wurde applaudiert, weil seine Umsetzungsvorstellungen dazu richtiger wären, auch wenn trotzdem die Abschaffung gefordert wird.
Dass Basisdemokratie etwas hinderlich ist, stimmt schon. Trotzdem finde ich die Abstimmungen in Ordnung. Wems nicht passt wie abgestimmt wird, der soll eben dagegen stimmen. Dazu kann er vorbeikommen, was ganz legitim ist.

65. user - 21. November 2009

meine primäre informationsquelle ist neben gesprächen und zeitungsberichten diese seite und wenn ihr es nicht schafft euch auf eurer seite korrekt darzustellen ist das halt schwach.

und im prinzip könnt ihr abstimmen wie ihr wollt. habt ihr ja so entschlossen. ich hab meine gründe schon mehrfach genannt warum ich nicht teilnehme. wollte nur ein paar punkte nennen, warum das bei anderen nicht so gut ankommt.

zum thema abstimmen is mir schon mal was durch den kopf gegangen was ich echt witzig fände:
schickt ein paar hundertschaften der polizei/ordnungsamt/stadtverwaltung wer auch immer rein, die dann geschlossen dafür stimmen, dass der streik beendet wird… oder am besten eine handvoll leute während der nächsten demo… wie gesagt fänd die vorstellung lustig, soll sonst nichts weiter aussagen…

66. anderer user - 22. November 2009

Es bräuchte ein paar Hundertschaften von Studenten. Es stimmen ja hier nur die Studenten mit. Klappt also nicht so wie du dir das vorstellst;)
Während der Demos wird kein Plenum abgehalten, klappt also auch nicht;)

Ich find auf der Seite die Beiträge alle ganz gut und mE auch korrekt. Aber trotzdem ist es natürlich noch besser, wenn man sich selbst ein Bild von der Sache macht. Solange du das nicht gemacht hast, lohnt es sich auch nicht über die Leute, die dort sind, weiter zu sprechen. Natürlich sollten auch alle anderen hinschauen, die aus den von dir genannten Gründen nicht vorbeikommen. Sonst können die viel erzählen.

67. maximilian - 22. November 2009

“Und sag bitte nicht in deinem nächsten Beitrag: Dann bist du eben Weichei.”
keine Sorge. Ich bin selbst vor 3 Monaten zusammengebrochen und es hieß am Ende “Burn out” seitens der Ärzte. Das Ding ist – daran ist nicht die Uni oder das Studium Schuld – es sind nicht mal die 2 Jobs die ich habe um überhaupt hier zu studieren. Vielmehr sind es die 4 anderen Jobs die ich zusätzlich gemacht hab (für die Verwirklichung einiger materieller Träume, für persönlichen beruflichen Erfolg) und bei allem zusammen, also Studium, zig Jobs – da hab ich mich einfach übernommen. Weil ich meine Grenzen nicht erkannt habe und auch zu spät auf die Warnungen meines Körpers gehört hab. Nun bin ich mittlerweile wieder bei Studium+2 Jobs (beide zusammen 20h/Woche) und es geht mir wieder gut.

Ich erzähl das nur deswegen so ausführlich, weil ich nicht als Beispiel dafür herangezogen werden möchte “Studium+20h Arbeit – das ist unschaffbar für Studenten”.

Ansonsten – wenn es die Zeit zulässt werd ich vllt wirklich mal vorbei schauen. Wobei ich betonen mag, dass ich meine Meinung nicht vorwiegend aus den Medien beziehe, sondern eher aus dem was ich direkt mitbekomme oder was sich hier im Gespräch mit verschiedenen Studenten ergibt. Und es sind Studenten wie du, die ein vernünftiges Gespräch suchen, es ist die qualitativ hochwertigere Berichtserstattung (im Vergleich zum Anfang oder der zuerst an alle Tafeln geschriebenen bildungsstreiknbg.tk) – all das hinterlässt von Tag zu Tag einen positiveren Eindruck. Kommentare die mir unterstellen ich würde euch als Kiffer oder Punks bezeichnen ignorier ich, ich weiß dass ich das nirgendwo getan habe. Ich habe irgendwo geschrieben dass es scheinbar auch ne große Party ist und das ist nun mal der Eindruck den man gewinnt wenn man (gerade so vor 3 Tagen) noch Studenten von “der geilen Party” hat reden und schreiben hören, wenn man von Bands und Theateraufführungen ließt, Fotos von Mensch-ärger-dich-nicht Runden, Bierkastenbergen usw. Mittlerweile dringt aber nach außen, dass die Priorität auf den Inhalten und nicht auf dem Rahmenprogramm liegt (was am Anfang definitiv nicht so war).

Von einer unmenschlichen Belastung – ich glaube nun lässt du dich auch ein wenig zu Extremen hinreißen. Vllt habe ich, was die ganze Belastungsgeschichte angeht eine gemäßigtere Ansicht weil ich aus “einem anderen Leben” komme. Ich hab mit 13 angefangen zu jobben, hab nach dem Abi erst mal 5 Jahre gearbeitet (bei ner 60h/Woche) und vllt wirkt das Studium trotz der 2 Jobs auf mich nun nicht wirklich belastend – ich kenn es eben anders. Ich erinner mich fast jeden Tag zurück an die Zeit in der ich 60h/Woche arbeiten musste und 21 Tage Urlaub im Jahr hatte. Für mich ist das Studium, genauso wie es ist wunderbar. Ich finde es sogar so schön, dass ich absichtlich länger studiere um das Leben noch ein bisschen länger genießen zu können. Denn ich weiß, nach meinem Studium wird es in der Branche in die ich wieder zurück will, wieder genauso hart. Vllt gibts dann mehr Urlaub, aber es wird wieder kein 38h/Woche Leben (was ok ist, ich will es ja nicht anders ;) ).

Ich vermute, dass einige der heutigen Streiker sich in 10 Jahren nach ihrer Studienzeit zurücksehnen und sich kaum noch vorstellen können wie sie die Situation damals als “unmenschlich” empfunden haben.

in dem Sinne: versöhnliche Grüße an dich anderer user und ins audimax. Geht den Weg weiter, er wird sichtbar “besser” (in vielerlei Hinsicht).

Zum Thema Jurastunden: Wenn es sie so sehr stören würde, dass ihre Veranstaltungen ausfallen, dann würden sie schon Sturm bei euch laufen. Also sind sie wohl überwiegend Befürworter oder zumindest “stille Unterstützer” indem sie das dulden.