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Besetzung des Schlosses aufgelöst
9. June 2010 17:59

Erstellt von admin in : Uncategorized , trackback

Auf druck der Universitätsleitung, unter Androhung einer Zwangsräumung, wurde die Besetzung im Schloss aufgelöst.

Comments»

1. ver - 9. June 2010

luschis

2. ein student - 9. June 2010

war ja abzusehen, dass sie sich das nicht lange bieten lassen

3. ChrisE - 9. June 2010

Pressemitteilung der Uni:

http://www.uni-erlangen.de/infocenter/meldungen/nachrichten.shtml/721

4. Dekan Fred - 9. June 2010

was ist denn das für ein protest? früher wurden ganze straßenzüge besetzt und die studis haben sich nicht von einer Zwangsräumung (welche eh nicht stattgefunden hätte) einschüchtern lassen.
Es muss erst einmal etwas passieren (!!!) bevor es auch nur ansatzweise jemanden drittes interessiert. solange ihr nicht das interesse der breiten bevölkerung habt könnt ihr ein plenum nach dem anderen abhalten und es schert sich NIEMAND darum.

5. Besetzter - 9. June 2010

Der Demo und Besetzung heute sollte eher als Warnung verstanden werden, die Prostest gehen also weiter.

6. charlie - 9. June 2010

Wer von Euch war eigentlich dabei?

7. Anon - 9. June 2010

@Dekan Fred: Mach mal nen Vorschlag wie “endlich mal was passiert (!!!)”. Wenn man unter 26 tausend Studierenden 17 tausend Flyer verteilt und es kommen dann 400 Leute zur Demo, dann weiß ich zumindest nicht mehr weiter…

8. Dekan Fred - 9. June 2010

woran liegt es? warum kommt keiner?

9. jawosimmerdenn - 9. June 2010

ich weiß warum keiner kommt: die haben alle verstanden, dass man mit argumentieren weiter kommt als mit randalieren.
Heute war mal wieder ein großer Tag zum Fremdschämen.
Außerdem: schätzungsweise die Hälfte der Leute, die im Schloss waren, waren ja ned mal Studis, sondern irgendwelche Leute, die gerne mal nach Aufmerksamkeit haschen und denen egal ist, worum es eigentlich geht

10. Anon - 9. June 2010

Würde mich ebenso interessieren…

11. Thereupon - 10. June 2010

Schloss war auf jeden Fall eine strategisch ungünstige Wahl – schlechte Infrastruktur und leicht abzuriegeln.

12. flop - 10. June 2010

Es spielt keine rolle, ob das Schloss strategisch gut ist oder nicht. Man wollte sich endlich in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit verschaffen. Durch die freiwillige Räumung ist das mal total gefloppt. Ich würd sagen, dass uns die Eier fehlen um wirklich was zu reisen. Mit freiwilliger Räumung und danach schön sauber machen werden wir wohl nicht weit kommen.

13. thesavagerose - 10. June 2010

@dekanfred: Ich bin genau deiner Meinung. Es müssen wichtige Gebäude besetzt (Verwaltung usw) und vor allem gehalten werden. Man hätte sich im Senatssaal verbarikadieren können (der hat nur 2 Türen soweit ich weiß, Tische und Stühle aus anderen Räumen wären vorhanden) und auch wenn die Polizei schließlich gekommen wäre, sie hätte jeden einzeln über 2 Stockwerke raustragen müssen (was allerdings eh nicht passiert wäre, denn wovor die Unileitung am meisten Angst hat ist schlechte Presse; so habt ihr sie bekommen).

Die meisten meiner Kommilitonen haben von der Besetzung nichts mitbekommen und wissen es wahrscheinlich noch nicht mal jetzt.

@anon: Es kommt niemand weil allen klar ist, daß ihr vor jeder ernsteren Außeinandersetzung zurückschreckt und kleinbei gebt.

@tereupon: Leider wahr, aber zumindest ein Gebäude von hoher symbolischer Bedeutung.

14. TheBoss - 10. June 2010

@Thereupon : naja aber der Symbolcharakter beim Schloss ist unschlagbar.

15. tomtom - 10. June 2010

wenn das weiter so plätschelt dann wird das bald gar keinen mehr interessieren….wogegen soll man kämpfen wenn keiner kämpft?

16. Bruno - 10. June 2010

Vielleicht kommt keiner weil es die meisten nicht so brennend betrifft wie viele hier meinen.

Wenn ich mir die offenen Punkte anschaue:

* Die Abschaffung von Studiengebühren
Hätten glaub viele gerne, aber da ist die Uni der falsche Ansprechpartner, ein Protest gegen die nicht durchgeführte Senkung wäre da sinnvoller.

* Abschaffung des G8 und des dreigliedrigen Schulsystems
Das ist allgemeine Bildungspolitik und kann wohl kaum mit ner Schlossbesetzung verändert werden.

* Echte studentische Mitbestimmung
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass eine Menge erreicht werden kann, wenn man sich mit den Verantwortlichen zusammensetzt und fair diskutiert. Oder was soll echte Mitbestimmung sein?

* inklusive, gerechte und selbstbestimmte Bildung in Schulen und Universitäten
Was soll das sein?

* Reform der Bachelor- und Master-Studiengänge
Siehe Mitbestimmung, es kann viel mehr erreicht werden, wenn man sich konstruktiv zusammensetzt und keine Fundamentalopposition aufbaut.

Davon abgesehen sehe ich die BA/MA-Probleme zu 90% an der PhilFak angesiedelt, den Rest interessiert es da weniger, weil es nicht viel anders läuft wie früher im Diplom.

17. LUI^ - 10. June 2010

anstatt gegen die abschaffung der studiengebühren zu kämpfen würde ich lieber mal dafür kämpfen das diese gerecht verteilt werden, wenn ich sehe das wir in geo für wichtige themen und prüfungen nur 2 bücher zur auswahl haben und die dann bereits einen monat vor der prüfung für vier wochen ausgeliehen sind, wir unmengen an papierkosten haben während andere das von siemens gesponsert bekommen….

oder ein semesterticket, in fast jedem bundesland gibt es semestertickets für lau, in thüringen sogar für das GANZE bundesland. das sind dinge die jeden betreffen und die auch direkt umsetzbar sind…

18. Wishmaster - 10. June 2010

Ich weiss warum keiner kommt.

Zitat aus Star Wars IV

Luke: Es ist alles so weit weg.
Obi-Wan: Ich hör deinen Onkel reden.

Es intressiert halt nicht genug. Es glaubt keiner dran, dass wirs was verändern können. Keiner will ein Risiko eingehen. Und alle haben was zu tun. Ich hab an meinem Referat gearbeitet als ihr vor meiner Haustür vorbei seid. Und schließlich drückt der Schuh bei den meisten nicht genug.

Es wird auch nicht reichen so bissel hier und da gegen die Symptome zu sein und dann das ganze nicht mal ernst zu meinen. Die machen doch was sie wollen: 30 Millionen in Hessen bei den Hochschulen sparen, uns kürzen sie den Zuschuss für die Studentenwerke, Lübeck wird wohl 2011 DICHTMACHEN müssen wegen der Streichung des KErnbereichs der Uni aus Kostengründen, Sachsen streicht 4500 Lehrerstellen und in NRW gibts 7600 Ausbildungsplätze weniger dies Jahr. Die Lachen doch über die ganze Aktion. Die rufen die Bullen, wenns denen zuviel wird. Wir sind nicht mal bereit sie dazu zu bringen. Wer am längsten durchält der gewinnt so ein Kräftemessen.
Aber ihr wollt das nicht und ich auch nicht. Ich hab keine Zeit für Demos und Aktionen bei denen ich danach ggf. mal ein Tag im Polizeirevier sitzen darf oder wenns dumm läuft mir von nem Polizeiknüppel was brechen lasse. Politik ist ein Machtkampf es geht um Geld um Intressen und entweder setzen wir uns durch oder die (Politiker, Banken, Unternehmerverbände etc. halt die Profitwure der gegenwärtigen Politik). Und wir tun so als würden die auf vernünftige Argumente hören. Die hören nur auf öffentlichen Druck, Meinungsumfragen und Wahlergebnisse und wir sind nicht bereit Druck zu machen.

Entweder wir sind dumm, zu feige oder es intressiert uns nicht genug. Ich hab nicht genug intresse, denn ich weiss Geld fällt nicht vom Himmel, Geld muss man sich da hohlen wo es ist. Und das heist: Finanztransaktionssteuer, höherer Spitzensteuersatz, Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer. Aber damit will sich ja keiner gemein machen und mit der Partei die das fordert schon gar nicht. Tja ich bin Links und ich bin noch weit enternt von dem was 1968 als Links galt.
Also werden die uns und euch weiterhin auslachen fordert ruhig Abschaffung der Gebühren, höheres Bafög, Mitbestimmung etc. ihr werdet es nicht bekommen. Grüske lehnt die Abschaffung der Gebühren ab, weil er weiss er bekommt von woanders kein Geld zum Betrieb der Uni. Na ich geh dann mal liber in die Uni Examenskolloquium, denn wenn ich durch bin durch den BA/MA hab ich mit der ganzen Scheisse nichts mehr am Hut. Aber wenn ihr nochmal ernst machen wollt gerne, darauf warte ich seit bummelig 12 Jahren.

19. Art Vandelay - 10. June 2010

Hi,
also erstmal an die vielen Meckerer: was ich wirklich am allermeisten hasse, ist diese Besserwisserei im Nachhinein. Dieses ewige Gemotze ohne selber einen besseren Vorschlag zu haben und ohne gestern dabei gewesen zu sein. “Strategisch schlecht”, “Argumentation besser als Aktion”, “Luschis” usw… wer nich dabei war und das Leben nur in der Kommentatorensicht erleben will…bitte: einfach mal die Fresse halten.
@Wishmaster: du bezeichnest dich als “Links”…wer nur an sich und sein Auskommen denkt und nur im Salon mal linke Gedanken zum besten gibt, ist noch lange nicht links. Diese Angepasstheit im Verhalten deutet vielmehr auf Mitläufertum hin.

Im letzten Winter haben wir gut angefangen.. jetzt gilt es, dran zu bleiben.

20. name - 10. June 2010

am schlausten wäre es mal bayernweit aufzurufen zu einer dicken demo in münchen vorm landtag und da einfach mal bissl lärm machen, denn wie schon oben erwähnt kann die uni mit den meisten unserer forderungen gar nichts anfangen.
trotzdem fand ich die aktion gut. hat gezeigt dass der protest sicher net eingeschlafen ist.
noch ein wort an die leute die vor der mensa stehen und die leute auslachen die demonstrieren: Ihr tut mir leid!

21. thesavagerose - 10. June 2010

@artvandelay: Dummerweise kann ich Dir nur rechtgeben. Alle, die hier einhellig der Meinung sind, man hätte das Schloß halten müssen waren nicht da oder haben ihren Mund nicht aufgemacht (mich eingeschlossen).

Wir waren nicht da aus dem simplen Grund, daß wir dachten es läuft wie immer. Reden – den Versprechungen glauben – gehen.

Die Besetzung des Schloßes war ein brillianter Schachzug mit viel Potential und hohem Symbolischen Wert, der Meine Meinung über die Stuve sehr auf die Probe gestellt hat.

Jetzt nur nicht aufgeben! Das haben wir alle gedacht und gehofft, als wir vor dem mittlerweile abgeriegelten Schloß standen.

Nur waren dann, als es um die Wurst ging offenbar im Plenum zu viele Leute, die einer freiwilligen Räumung zugestimmt haben.

Hier hätten wir, die wir ja zumindest in diesem Kommentarbereich und von meinen Komilitonen her die Mehrheit stellen, in die Bresche springen und eine dauerhafte Besetzung durchsetzen müssen. Und wir hätten, sofern wir genug gewesen wären, auch gegen den Willen des Plenums bleiben können und müssen.

Daher müssen wir alle, da wir ja jetzt wissen, daß wir offensichtlich keine einzelnen Extremisten sind, sondern unsere Meinung konsensfähig ist, ALLE zur nächsten Demo kommen und das geschehen mitbestimmen.

ArtVandelay hat recht! Wir meckern nur rum. Jetzt, nachdem wir wissen, wie die Meinung steht, gilt es Taten folgen zu lassen!

Kommt ALLE und ruft ALLE anderen, die es satt haben, daß nur geredet wird zur nächsten Demo!!!

22. Joanna Wall - 24. December 2010

Hi, also erstmal an die vielen Meckerer: was ich wirklich am allermeisten hasse, ist diese Besserwisserei im Nachhinein. Dieses ewige Gemotze ohne selber einen besseren Vorschlag zu haben und ohne gestern dabei gewesen zu sein. “Strategisch schlecht”, “Argumentation besser als Aktion”, “Luschis” usw… wer nich dabei war und das Leben nur in der Kommentatorensicht erleben will…bitte: einfach mal die Fresse halten. @Wishmaster: du bezeichnest dich als “Links”…wer nur an sich und sein Auskommen denkt und nur im Salon mal linke Gedanken zum besten gibt, ist noch lange nicht links. Diese Angepasstheit im Verhalten deutet vielmehr auf Mitläufertum hin. Im letzten Winter haben wir gut angefangen.. jetzt gilt es, dran zu bleiben.