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Bilder/Videos

Wenn ihr Bilder, Videos oder Tonaufnahmen aus dem Audimax habt, bitte diese beim AK Presse (vorne Links auf der Bühne) oder per Mail an info@faubrennt.de abgeben. Wir können sie hier veröffentlichen.

Eine Sammlung von visuellen Eindrücken:

Videos

Es dürfen Auszüge aus den Videos weiterverwendet werden. Auf Wunsch können wir die Originaldateien gerne zur Verfügung stellen.

Bilder

04.12.09

05.12.09

03.12.09

02.12.09

01.12.09

Prof. Goetze: 1968 und heute; Plenum; My New Zoo Konzert

06.12.09

07.12.09

17.12.09

Großdemo in Nürnberg mit kleinem Abstecher auf die A73

21.12.09

Abschlussplenum und -feier

16.12.09

Kunst im Audimax

15.12.09

10.12.09

30.11.09

29.11.09

Demo 20.11.2009

21.11.09

17.11.09

20.11.09

19.11.09

22.11.09

23.11.09

27.11.09

28.11.09

25.11.09

24.11.09

18.11.09

Comments»

1. X - 27. November 2009

*Ich richte mich jetzt mal an alle Juristen, wieso versteckt ihr euch hinter euren hochgeklappten Polohemden und Burberryschals. Wieso könnt ihr euch nicht einfach zusammen reißen und kämpfen, wie es ein Jurist sollte und nicht wie kleine Kinder aufführen, ich will ins Audimax, ich verpasse sonst meine Vorlesungen. Ihr wollt doch Juristen werden, die idealistisch handeln, die sich für die Schwächeren einsetzten, dann fangt an und unterstützt die Leute im Audimax, die wirklich für eine gute Sache sind.*

Das ist schon sehr aus der Luft gegriffen.
1.Klischees sind nun das weiss man ja inzwischen – schön zum hetzen mehr dann aber auch nicht.
2. Verpasste Vorlesungen sind ein Problem – muss man darüber tatsächlich noch debattieren ? Sinn und Zweck dieses Streiks ist ja – zumindest offiziell – eine Verbesserung des Bildungssystems. Vorlesungen zu verhindern kann doch nicht wirklich im Sinne dieses Streiks sein.
3. Idealistisch Handeln? Die Schwächeren schützen? – In welcher Welt lebst du?

Streiken kann man auch ohne eure Kommilitonen und Kommilitoninnen zu blockieren – hier auf dieser Internet-Seite habe ich schon recht nette Ideen gelesen:
– Protest vor dem Landtag in München
– Oder gar vor dem Bundestag in Berlin
Klar braucht man hierfür mehr Energie, als für das rumlungern im Audimax, aber für mich persönlich klingt das erfolgsversprechender.

2. David - 30. November 2009

An weiteren Dozenten-Interviews arbeiten wir gerade. Vermutlich schon diese Woche, an dieser Stelle!

Solltet ihr Dozenten kennen, die sich gerne vor der Kamera zum Streik äußern würden (in welcher Form auch immer!), dann schreibt bitte an studio-itm[at]phil.uni-erlangen.de – Dankeschön!

3. thereupon - 30. November 2009

“3. Idealistisch Handeln? Die Schwächeren schützen? – In welcher Welt lebst du?”

Schön demaskierend. Ich danke für dieses bezeichnende Statement.

4. Genervt - 30. November 2009

Langsam gehts mir wirklich auf die nerven… räumt das audimax, ich will wieder meine vorlesungen hören. Find ich wirklich eine frechheit von euch, uns nun schon die dritte woche vom lernen abzuhalten.

Rebelliert woanders gegen eure reichen eltern oder sucht euch nen anderen grund um nicht studieren zu müssen…

5. X - 30. November 2009

@ 53
musste man da wirklich etwas demaskieren?
Idealistisch Handeln
Die Schwächeren schützen

Das sind doch lediglich politische Schlagworte – hinter steckt doch nur heisse Luft.

6. Thereupon - 30. November 2009

@X
Mit so einer Argumentation kann man sich natürlich wunderbar vor Verantwortung drücken und seinen Egoismus voll ausleben und am Besten noch jeden, der sich für andere engagiert, als weltfremden Spinner diffamieren.

7. X - 1. December 2009

@ Thereupon

Also Verantworung übernehmen die Streiker sicherlich keine.
Ganz im Gegenteil sie blockieren knapp 300 Juristen und wer sonst noch alles im Audimax Unterrich hat und das nur weil ein kümmerlicher Haufen Streiker (heute morgen waren es 15 ?? wenn überhaupt) nutzlos drin rumlungern will.
Ich sage nutzlos weil ich den Erfolg dieserAktion nicht sehe, bisher wurden doch nur wichtige Vorlesungen verhindert,

8. Tschu - 2. December 2009

Das Problem ist (weiterhin und mit andauernder Besetzung immer mehr), dass das Plenum keinen repräsentativen Durchschnitt der Studenten darstellt. Wenn darüber abgestimmt wird, ob die Besetzung fortgeführt wird, sind die Gegner nicht da weil die ihre Zeit nicht damit verplempern wollen im Plenum zu sitzen. Zum Beispiel weil sie ihre Vorlesungen nachholen müssen, die ausfallen…^^.
Deshalb der Rat an die Besetzer: Hört auf bevor sich Studenten gegen Besetzer wenden,das wäre nun wirklich nicht Sinn der Sache.
Aktionen in der Öffentlichkeit bewirken viel mehr als wenn ihr eure Kommilitonen vom Studieren abhaltet.

9. @Tschu - 2. December 2009

Da würde mich doch – wirklich ernsthaft – interessieren, wie viele Nachholvorlesungen zu Plenumszeiten (heute beispielsweise 20:00 Uhr) stattfinden. Wie schon mehrfach erwähnt sind auch alle Gegner der Besetzung herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mit uns zu diskutieren.
Ich persönlich habe drei Jobs, die mir mein Leben inkl. Studium finanzieren, daneben engagiere ich mich in mehreren studentischen Gruppen. Trotzdem bin ich in jeder freien Minute im Audimax. So viel Zeiteinsatz kann und will ich von niemandem verlangen, aber ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, sich ein bis zwei Stunden an einem Plenumstag Zeit zu nehmen, um seine Meinung einzubringen. Gerade euch geht es ja auch an, deshalb ist es wohl kaum verplemperte Zeit, oder?
Ich gebe zu, die Anzahl der (dauerhaft) aktiven Besetzer ist bei einer Studierendenanzahl von 25.925 nicht repräsentativ, ich gebe allerdings gleichfalls zu bedenken:
1. Hier sitzen tatsächlich fast immer Vertreter aus allen Fakultäten
2. Wie anhand der Demos zu sehen, beteiligen sich zwar nicht alle Befürworter aktiv an der Besetzung, aber wir kommen einer repräsentativen oder repräsentativeren Anzahl an Studierenden doch zumindest nahe.
3. Sollte man sich auch einmal die statistische Verteilung der Studierenden anschauen, wenn man schon von Repräsentativität sprechen will: http://www.uni-erlangen.de/universitaet/statistik/studierende/
4. Bisher gibt es keine unabhängige repräsentative Umfrage unter den Studierenden, weshalb bereits gefallene Ausagen, wie z.B. “die schweigende Mehrheit ist gegen die Besetzung”, ebenso jeder Grundlage entbehren, wie gegenteilige Behauptungen. In einer Gesellschaft wie der unseren, in der die meisten nur sich selbst die Nächsten sind, ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit die vorherrschende Meinung der schweigenden Mehrheit ganz einfach nur eine: Desinteresse. Sei es, weil sie nicht mehr von jeglichen Umstellungen betroffen sind, weil sie denken, protestieren bringe sowieso nichts oder sonstiges.
5. Erfolgreiche Konzepte setzen sich durch. Bis sie erfolgreich sind, kann es jedoch lange dauern. Sobald sie es jedoch sind, springen die meisten Leute auf den Zug auf. Auch derzeit “passive Protestler” werden sich in so einem Falle eher zu uns bekennen, als uns abzulehnen, denn im Grunde sind die von uns gestellten Forderungen zum Vorteil aller Studierender. Und auch, wenn es vielleicht in der breiten Öffentlichkeit nicht so aussieht – wir haben schon einiges erreicht und arbeiten weiter an der konkreten Umsetzung unserer Forderungen. Insofern heißt es für uns gerade jetzt, “Weitermachen!”

Ich stimme dir vollkommen in dem Punkt zu, dass sich Studierende nicht gegen Studierende wenden sollten. Darum geht es schließlich nicht. Klärt mich auf, falls ich mich irre, aber wurden nicht mittlerweile sogar extra neue Räumlichkeiten für die vormals im Audimax stattfindenden Veranstaltungen angemietet?

Abschließend möchte ich sagen, dass ich es als äußerst bedauerlich empfinde, dass so manchem Kommentar hier (wohlgemerkt aus allen Lagern) die argumentative und sachliche Grundlage fehlt. Vom Niveau mag ich erst gar nicht sprechen. Einige sollten sich wirklich vor dem posten eines solchen Beitrags ein paar Minuten Zeit nehmen, um darüber nachzudenken, dass sie als Studierende der sogenannten Bildungselite (wie auch immer man zu diesem Begriff stehen mag) dieses Landes angehören. Und dann auch danach handeln.

Mfg,

– CAKE

10. Krissi - 2. December 2009

Ich bin auch davon betroffen,dass Vorlesungen im Audimax entfallen, trotzdem bin ich für die Besetzung und nehme auch aktiv daran teil! Meine Psychologievorlesung hole ich selbsständig mit zur Verfügung gestellten Folien und Texten nach! Denn für diese Vorlesung gibt es auch keinen Ausweichraum. Zusätzlich gehe ich auch in meine anderen Seminare, dass heißt ich lunger nicht nur rum, wie vorgeworfen wird!
Unterhaltet euch doch bitte erstmal mit den Besetzern, bevor ihr euch ein Urteil darüber bildet!
Habt ihr euch auch einmal die Frage gestellt, warum zeitweise nur weniger Leute im Audimax sind? Das hat wohl damit zu tun, dass wir auch Vorlesungen und Seminare haben und diese nicht schleifen lassen, da wir ja FÜR bessere Bildung streiken und nicht DIE Bildung AN SICH bestreiken! Wir geben unser bestes alles unter einen Hut zu bringen.
Wir kämpfen für eine bessere Zukunft für unsere Nachfolger, denn uns selber bringt es oft nicht mehr viel. Aber wenn kein Anfang gemacht wird, dann wird sich nie etwas ändern und wir leben immerhin in einer Demokratie, in der jeder seine Meinung sagen kann und darf!
Das gilt auch für die Gegner der Besetzung, aber bitte nicht mit unhaltbaren Vorwürfen. Die beiden Parteien können sich jederzeit zusammensetzen und darüber reden. Ich denke viele von uns sind dazu auch außerhalb des Plenums bereit!
Wenn wir wirklich die Minderheit sind, warum habt ihr euch dann nicht organisiert und uns gestern im Plenum überstimmt? Das hätte eine halbe Stunde Zeit gekostet und ihr hättet dafür den Audimax wieder für eure Vorlesung gehabt. Ich denke nur eine ausführliche Umfrage würde ergeben wer die Minderheit ist u wie viele Enthaltungen es wirklich gibt! Aus dem Grund finde ich es irrsinnig darüber zu diskutieren wer es ist, denn das kommt je auf den Standpunkt an!

Mfg

Krissi

11. Abstimmung - 2. December 2009

*Wenn wir wirklich die Minderheit sind, warum habt ihr euch dann nicht organisiert und uns gestern im Plenum überstimmen?*

Man könnte doch zwei Listen aushängen, eine für die Streiker und eine für die Streikgegner. Eintragen kann sich jeder Student der FAU (natürlich nur einmal).

Damit hätte man doch einmal einen Überblick über das Meinungsbild zum Streik. Das würde die lästigen Diskussionen über: Wer ist in der Minderheit – wer in der Mehrheit, beenden.

12. @ CAKE - 2. December 2009

Meine Bemerkung war eher daraufhin gemünzt, dass erstens nach wie vor nicht ALLE Vorlesungen stattfinden und einige deshalb in Eigenarbeit zuhause nachgeholt werden müssen, was oft länger dauert als sich die Vorlesung anzuhören. Und man deshalb keine Zeit hat ins plenum zu kommen.
Außerdem ist das Halten der Vorlesungen in kleineren Räumlichkeiten, zu anderen Zeiten und Wochentagen kein äquivalenter Ersatz, besonders nicht wenn am Stück von 10-20 Uhr nachgeholt wird was sonst auf mehrere Tage verteilt gewesen wäre.

Natürlich kann man erwarten dass die Gegner zum Plenum kommen um dort ihre Meinung kund zu tun, da stimme ich dir zu. Aber leider wird im Plenum immer weniger diskutiert, ich hatte am Dienstag leider den Eindruck dass ihr gerade mal bereit seid, euch eine andere Meinung anzuhören (und selbst da wird unterbrochen!), nicht aber darüber nachzudenken und evtl. einen Kompromiss einzugehen.

Und noch eine Sache zum Abschluss: Nicht jede Meinung, die nicht deiner eigenen entspricht, ist deshalb automatisch unsachlich.
Das Argument, dass andere Studenten unter der Besetzung leiden, ist nicht wegzudiskutieren, sondern eine Tatsache. Wenn du dich dafür entscheidest, deine Zeit einzusetzen (evtl. auch Veranstaltungen zugunsten der Besetzung ausfallen zu lassen), so ist das deine freie Entscheidung. Andere aber dazu zu “zwingen” (so nach dem Motto “den Einsatz kann man ja wohl erwarten wenn es um das Wohl aller geht”), ist egoistisch und diktatorisch.

@Krissi: Wenn du dieselbe Psychologie-Vorlesung verpasst wie ich, dann ist dein “Opfer” nicht vergleichbar mit dem derjenigen Studenten, die auf mehrere (und wichtigere/schwerere) Vorlesungen verzichten oder mindestens große Unbequemlichkeiten auf sich nehmen müssen.

13. @ CAKE - 2. December 2009

Entschuldige, der vorige Eintrag stammt von mir.
Tschu.

14. yanis - 3. December 2009

Lösungsvorschlag: Vorlesung wird auf Audio und/oder Video aufgezeichnet und zeitnah übertragen UND danach online verfügbar gemacht. Die technischen Möglichkeiten sind alle da (dank Studiengebühren^^). Es geht also nur darum, dass es online gestellt wird – ich denke, das ist ein Opfer, was gebracht werden kann… es sollte weder lange dauern es einzurichten, noch lange dauern es hochzuladen/zu übertragen.

Natürlich ist die Situation für euch Juristen ungünstig, aber ich hab bisher wenig konstruktive Verbesserungsvorschläge gehört – eigentlich nur Polemiken gegen die Besetzer. Und, nachdem ich mich unter den Erstis etwas umgehört hab, scheint ja auch das nicht grade vom ganzen Kurs getragen zu werden.

Also schlagts euren Profs mal vor… falls technische oder logistische Unterstützung von Nöten ist, kann man sicherlich bei den Besetzern nachfragen… die meisten sind auch gewillt, konstruktiv Lösungen zu finden.

15. Tschu - 3. December 2009

Danke, yanis.
Leider wurde eben dieser Vorschlag (VL aufzuzeichnen und online zu stellen) am Dienstag ausgebuht bzw. als “nicht Aufgabe der Besetzer” abgetan.
Konstruktive Lösungen? Schön wärs…
Wie die Stimmung bei den Juristen ist oder ob da vernünftige Vorschläge kommen kann ich nicht beurteilen, ich bin keiner. 😉

16. Nina - 5. December 2009

Bei den Juristen kam der Vorschlag sehr gut an, denn er würe sich als wesentlich intelligenter und nützlicher erweisen, als alles, was bisher geplant ist. Ob es jedoch wirklich zur Umsetzung kommt, ist fraglich.

Was viele von uns stark getroffen hat, war die Aussage, dass die b
Besetzer sich nicht verantwortlich dafür fühlen, dass unsere Vorlesungen ausfallen und von daher sich auch nicht in der Lage sehen, uns bei der Lösung des Problems zu helfen. Diese Einstellung ist nicht nur schade, sie ist reine Blasphemie. Denn wer, wenn nicht die Studenten, die sich im Audimax befinden, soll denn dann für den Ausfall er Vorlesungen verantwortlich sein?

Dass dann auch noch gesagt wurde, dass die Besetzer in Form des Plenums es nicht einsehen, ihre Zeit damit zu verschwenden, uns zu helfen, war ein wirklich harter Schlag. Es wird auch Gemeinschaft gepocht, Solidarität, Mithilfe und Mitarbeit und vieles mehr. Doch wenn man selbst betroffen ist und Hilfe benötigt, dann heißt es auf einmal, dass man sich selber darum kümmern soll?

Solche Aussagen stärken nicht gerade den Rückhalt der Besetzer bei den Studenten. Natürlich gibt es jene, die sagen, die Juristen hätte es provoziert, gar verdient, dass sie jetzt solche Probleme haben. Aber ist das nicht etwas einfach? Und ist dieses Denken nicht sogar falsch? Ein Ziel der Besetzer ist es, bessere Studienbedingungen für alle zu schaffen. Doch muss dies auf Kosten eines anderen Studienganges sein? Denn sind wir etwa kein Teil der Studierendenschaft? Sind wir nicht schutz- und hilfsbedürftig?

Und sagt jetzt nicht, wir hätten es verdient, nur weil wir von Anfang an unser Recht auf Bildung eingefordert haben. Viele von uns müssen hart arbeiten, um sich das Studium zu finanzieren. Denn bei en Juristen ist der Anteil derer, die “reiche Eltern” haben nicht größer, als in irgendeinem anderen Studiengang. Er ist genauso groß.

Denn um Jura studieren, gibt es keinen Voraussetzungenkatalog, auf dem steht “zwingend notwendig: reiche Eltern”. Nein, ein Jurastudium besteht man durch Engagement, harte Arbeit, Disziplin, Wissensdurst und viel, viel Übung. Reiche Eltern sind zwar schön, haben jedoch keinen direkten Einfluss auf das Studium. Denn nur weil der Student vielleicht im Anzug dasitzt und nicht aussieht, als wäre es aus der nächsten Mülltonne gekrochen, wird er deswegen noch lange nicht die Prüfungen bestehen, wenn er es nicht kann.

Ich bitte also darum, zu verstehen, warum viele Juristen euch nicht sonderlich wohl gesinnt sind, warum sie eure Sache nicht unterstützen wollen und warum sie immer noch insgeheim die Räumung des Audimax fordern.

17. SOLIDARNOST' - 5. December 2009

Liebe Nina,

ich darf Dich darauf hinweisen, dass es eine falsche Behauptung ist ist, zu unterstellen, die Besetzer hätten sich von Anfang an nicht dafür verantwortlich gefühlt, Ausweichmöglichkeiten für ausfallende Vorlesungen zu finden. Es stimmt einfach nicht. Das Gros aller Vorlesungen ist bereits in den ersten Besetzungstagen (also Mitte/Ende November) umgelegt worden – und die Besetzer haben sich sehr wohl konstruktiv darum bemüht, bei diesen Vorgängen nach ihren Möglichkeiten mitzuhelfen. Und das gilt auch für die aktuell noch bestehenden Probleme und die Frage der evtl. Aufzeichnung/Übertragung von Vorlesungen via Internet.

Was diesen Punkt betrifft, kann ich nur Yanis (Post Nr. 64) zitieren: “Also schlagts euren Profs mal vor… falls technische oder logistische Unterstützung von Nöten ist, kann man sicherlich bei den Besetzern nachfragen… die meisten sind auch gewillt, konstruktiv Lösungen zu finden.” Und diese konstruktive Haltung seitens der Besetzer besteht nach wie vor, d.h. es wurde vom Plenum kein Beschluss gefasst, dass wir so etwas kategorisch nicht unterstützen würden. Aber: Für eines fühlen sich die Besetzer in der Tat nicht verantwortlich, nämlich dafür, an die entsprechenden Dozenten der jeweiligen, problematischen Vorlesungen heranzutreten und sie um eine solche Regelung (Aufzeichnung/Übertragung) überhaupt erst zu bitten. Das ist schlicht und ergreifend die Sache derer, die das wollen. Und wenn diese sich dafür eingesetzt haben, können sie mit der technischen, logistischen etc. Unterstützung der Besetzer rechnen. Mehr können wir nicht tun, denn wir sind nicht (auch wenn das manche meinen) allmächtig und allverantwortlich, d.h. wir sind nicht die Univerwaltung.

Bevor ich mich näher mit Deiner Kritik befasse, möchte ich eines klarstellen: Ich halte überhaupt nichts von jedweden Klischees über Juristen oder jede andere Gruppe von Studierenden. Sie sind schwachsinnig und jeder, der mit ihnen um sich wirft, entlarvt sich selbst als unsachlich. Das gilt für unqualifiziertes, pauschales Juristen-Bashing ebenso wie für haltlose Vergleiche á la Besetzer = Revoluzzer, Untergrundmarxisten, faules Pack, gescheiterte Studenten. In diesem Punkt sind wir uns, wie ich annehme, ausnahmsweise einig.

Aber nun zu dem, was ich an Deinem Beitrag bedenklich finde. Es heißt darin: “Ein Ziel der Besetzer ist es, bessere Studienbedingungen für alle zu schaffen. Doch muss dies auf Kosten eines anderen Studienganges sein? Denn sind wir etwa kein Teil der Studierendenschaft? Sind wir nicht schutz- und hilfsbedürftig?”

Was soll man aus diesen Sätzen anderes schlussfolgern als Deinen Vorwurf, die Besetzer würden gegen andere Studenten bzw. auf deren Kosten streiken, als würden die Besetzer alle nicht Streikenden bewusst schädigen wollen. Dieser Vorwurf ist nicht nur haltlos, er ist infam.

Wie oft soll man noch erklären, dass die Auswirkungen des Streiks – wie bei jedem Streik – teilweise leider auch diejenigen treffen, gegen die sich der Streik nicht richtet. Bei einem Streik der Lokführer gegen ihren Arbeitgeber sind leider auch normale Bahnkunden betroffen. Keiner käme aber auf die Idee, den Lokführern zu unterstellen, sie streikten gegen das Volk und wollten bewusst Millionen Bahnfahrer schädigen. Bei jeder Demonstration kommt es zu massiven Eingriffen in den Straßenverkehr, in das Alltagsleben einer Stadt, etc., von denen viele Menschen, die nichts mit dem Ablauf oder den Zielen der Demonstration zu tun haben, in verschiedener Weise betroffen sind. Was ist aber – um Dich zu zitieren – mit den Autofahrern, die wegen dieser Demonstration zu spät zur Arbeit kommen? Sind sie etwa kein Teil des Volkes? Sind sie etwa nicht “schutz- und hilfsbedürftig”? Das alles mag man legitimerweise fragen. Ich stelle jedoch die nicht minder legitime Gegenfrage: Sollte man aufgrund der Verspätungen der Autofahrer und anderer Einschränkungen im Leben einer Stadt das im Grundgesetz verankerte Demonstrationsrecht abschaffen? Sollte man das ernsthaft tun?

Allen, die vom streikbedingten Ausfall ihrer Vorlesungen betroffen sind und gleichzeitig – was ihr gutes Recht ist – selbst nicht streiken wollen, ergeht es wie dem normalen Bahnfahrer im Falle eines Lokführerstreiks oder dem Autofahrer in der Innenstadt am Tage einer Demonstration. Das ist bedauerlich, aber schlicht und ergreifend nicht zu vermeiden. Außerdem bitte ich doch darum, endlich anzuerkennen, dass die Besetzer alles in ihrer Macht stehende getan haben und tun, um die Folgeerscheinungen des Streiks auf diejenigen, die er nicht treffen soll, so gering wie möglich zu halten. Man bedenke die Lernphasen, das Angebot kostenloser Nachhilfe im Audimax, etc.

Es wird also alles dafür getan, die leider unvermeidlichen Folgen des Streiks für alle, die er nicht treffen soll, zu lindern. Mehr können wir einfach nicht tun, es sei denn, jemand stellt unser Streikrecht grundsätzlich in Frage und versucht, es uns abzusprechen. Aber dieses Recht können und werden wir uns nicht nehmen lassen, denn wir tun nichts anderes, als uns gegen die Missstände an dieser Hochschule und im deutschen Hochschulsystem insgesamt zur Wehr zu setzen. Die Alternative, vor die Du und andere Kritiker uns zu stellen scheinen, lautet: Hört auf zu streiken, wehrt Euch nicht, verzichtet auf Eure Rechte, denn dann entfallen auch keine Vorlesungen und es entstehen auch keine Unannehmlichkeiten für Studenten, die selbst nicht mitmachen wollen. Eine – zumal im juristischen Sinne – höchst bedenkliche Argumentation! Denn: Diese Alternative ist keine, und das weißt Du genau. Also: So leid es uns tut, dass alle nicht Streikenden auch von den Folgen des Streiks betroffen sind, so wenig lassen wir uns von Euch unser Recht absprechen, uns zur Wehr zu setzen. Und den Vorwurf, wir wollten bewusst andere Studenten schädigen, lassen wir uns nicht gefallen – genausowenig wie es sich die im Beispiel angeführten Lokführer und Demonstranten, die auf die Wahrnehmung ihrer Grundrechte nicht freiwillig verzichten, gefallen lassen würden!

18. kafka - 6. December 2009

<>- und er drehte sich lachend um!

19. kafka - 7. December 2009

(sollte eigentlich dastehen)

20. Rudolph - 7. December 2009

Am Dienstag vor einer Woche wurde im Plenum beschlossen die Besetzung fortzusetzen und keine Abstimmungen mehr darüber zuzulassen. Eine sehr interessante Vorstellung von “Basisdemokratie”, einem Wort welches man bei Diskussionen im Audimax von allen Seiten an den Kopf geschmissen bekommt! In der letzten Woche hat sich unter den Studenten mehr und mehr Widerstand gegen die Besetzung formiert, insofern besteht die Möglichkeit, dass die Mehrheit der Studenten mittlerweile gegen den Streik ist. In dieser Phase Abstimmungen (über die Besetzung) zu verbieten ist schon leicht sowjetisch angehaucht: demokratie wird nur so lange angewendet wie man die Mehrheit sicher hinter sich weiß!!!

21. Rudolph - 7. December 2009

PS: “WIR werden einen Moderator stellen, der zu Beginn der Diskussion kurz UNSERE Sichtweise schildern wird. Danach wird das Thema zur allgemeinen Diskussion freigegeben, wobei jegliche ABSTIMMUNG über eventuelle Streitpunkte AUSGESCHLOSSEN ist.”

quod erat demonstrandum!!!

22. Tschu - 7. December 2009

Was die Besatzer anscheinend nicht verstehen (wollen?) ist, dass eine Aufgabe der Besetzung nicht einer generellen Aufgabe gleich kommt. Die Demos und sonstigen Aktionen können doch weiterhin stattfinden! nur weil wir aus dem Audimax verschwinden geben wir weder unsere Rechte auf, noch das recht diese zu vertreten. Entscheidend ist doch, womit man Druck auf Hochschulleitung und Kultusministerium ausüben kann. Und mit der Besetzung des Audimax meiner Meinung nach sicher nicht.

23. Thereupon - 8. December 2009

Ich denke, dass gerade die große Anzalh an besetzten Hörsälen in Deutschland und anderswo ein Bild ergibt, dass Druck auf die Politik ausübt. Daher wäre eine Aufgabe der Besetzung ein falsches Signal “nach oben”.

24. SOLIDARNOST' - 11. December 2009

In aller Kürze: Es ist schlicht und ergreifend Unsinn und eine böswillige Lüge, dass wir angeblich (in “sowjetischer” Art und Weise, wie Rudolph behauptet) ein “Verbot” weiterer Abstimmungen über die Fortsetzung oder das Ende der Besetzung beschlossen hätten. Wer so etwas behauptet, war entweder im Plenum nicht dabei und lässt sich Märchen erzählen, oder war zu bequem, während der Diskussion die Kopfhörer aus den Ohren zu nehmen!
Für alle, die es wirklich interessiert (und sich nicht mit Lügenmärchen zufrieden geben wollen), sei klargestellt: Es wurde letzte Woche beschlossen, den Streik auf unbefristete Zeit fortzusetzen. Diese Entscheidung kann jederzeit durch eine Abstimmung im Plenum revidiert werden und der Antrag dazu, kann in jeder Sitzung des Plenums gestellt werden. So viel zum Thema eines angeblichen, “sowjetisch angehauchtes Verbots” einer erneuten Abstimmung. Ich habe selten so einen Schwachsinn gehört!

25. Thereupon - 14. December 2009

Gibt’s eigentlich Bilder von unseren Mädels und Jungs in Bonn?

26. w.B. - 18. December 2009

ey nina du bist keine besetzerin und ich bin kein besetzer. aber ich sympatisiere mit denen und du bist dagegen. vorschlag von mir als adäquate antwort auf dich:
wir treffen uns montag um 15 Uhr vor dem audimax und machens aus.

27. paul - 18. December 2009

was sind denn da für Vögel bei der Demo mitgelaufen? Nachdem wir die in Erlangen ja gleich zum Anfang rausgeworfen haben, haben sie jetzt gedacht sie können sich ein bisschen in Nürnberg aufführen?

Großartige Aktion, genau so erreicht man seine Forderungen: Im Berufsverkehr mit einer Bande Linksradikaler die Autobahn blockieren. Hut ab!

28. Nina - 20. December 2009

Sorry, W.B. Du scheinst mich wieder einmal nicht richtig verstanden zu haben. Ich streike nicht mit und ich finde auch die Art und Weise, wie der Streik durchgezogen wird, nicht passened, doch kann ich die Ziele, die einst im Vordergrund standen nochvollziehen.

Zu deiner Einladung: Ich kann leider nicht kommen, da ich da gerade eine Probeklausur schreibe und mir mein erfolgreiches Studium leider nun mal etwas wichtiger ist, als mich mit dir über diesen Streik zu streiten. Sorry.

29. cora - 22. December 2009

gibts den film über die vier wochen auch irgendwann noch zum online angucken für alle die heute nicht da sein konnten?

30. Fuchs - 25. February 2010

hier tut sich sehr viel in letzter zeit, da haben wohl einige gemerkt, dass man auch beim studium lernen muss und nicht nur streiken !

31. 2 Jahre Hochschulpolitik – und nun?! | Stuve Uni Erlangen-Nürnberg - 13. October 2011

[…] Was folgte wissen ein paar vielleicht noch aus eigener Erfahrung. Alle anderen können im Archiv dieser Seite einen kleinen Einblick erhalten. Langweilig wurde es für mich spätestens seitdem nicht mehr […]