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Nach der Besetzung: Die Studierendenschaft
17. December 2009 22:11

Erstellt von Presseteam in : Ankündigungen, Lagebericht , Kommentar hinzufügen

In langer Arbeit wurde in den letzten Wochen ein Schema erarbeitet, durch das gewährleistet werden soll, dass die während der Besetzung des Audimax entstandenen Arbeitskreise weitermachen können. Dafür wird auch bereits jetzt ein Raum im Sprecherratsgebäude in der Turnstraße zur Verfügung gestellt, in dem regelmäßige Treffen zur Koordination stattfinden sollen.

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Es ist geplant, auch weiterhin Plenarsitzungen einzuberufen, in denen vor allem über die Arbeit in den AKs informiert und diskutiert werden soll. Gefasste Beschlüsse zu Hochschulthemen werden an den Konvent weitergegeben. Der Konvent ist das höchste studentische Gremium, das in der jährlichen Hochschulwahl gewählt wird. Es dient als Kontakt zur Universitätsleitung und setzt wiederum selbst Vertreter in andere Gremien ein, wie zum Beispiel in das zentrale Studiengebührengremium. Die bereits bestehenden Referate des Konvents, die für alle Studierenden offen stehen, werden nun mit den Arbeitskreisen zusammengelegt, um zu verhindern, dass parallel an den gleichen Themen gearbeitet wird.

Desweiteren wurde eine Webseite unter http://www.studierendenschaft-uni-erlangen.de als Anlaufstelle für alle Studierenden eingerichtet, die auch nach der Besetzung in AKs mitarbeiten oder sich auch nur informieren wollen. Wir rufen alle Studierenden dazu auf, sich aktiv einzubringen und im Forum über verschiedenste Themen mitzudiskutieren.

Ergebnisse aus dem AK Studienbedingungen
17. December 2009 07:03

Erstellt von Presseteam in : Lagebericht , 2Kommentare

Das Wichtige gleich zum Anfang: Das Dokument
Studentische Leitlinien zur Überarbeitung der Bachelorstudiengänge an der FAU Erlangen-Nürnberg ist in einer ersten Version fertiggestellt.

Kurz zur Entstehungsgeschichte: Die auf der Webseite eingesandten Beschwerden und Vorschläge (welche inzwischen zusammengefasst über 100 Seiten lang sind) wurden kategorisiert und analysiert. Ausgehend von den sich herauskristallisierenden Problemen wurde die Rahmengesetzgebung (Hochschulrahmengesetz, Landeshochschulgesetz, KMK-Beschlüsse und ähnliches) herangezogen und mit der konkreten Umsetzung in Fachprüfungsordnungen verglichen. Das Augenmerk lag auf neuen, kreativen Lösungansätzen im Rahmen des rechtlich Möglichen.

Einen ausführlicheren Bericht zu den Ergebnissen des AKs gibt es am Donnerstag, den 17.12., im Plenum.

Kommentar: Damit sich etwas ändert
1. December 2009 23:14

Erstellt von admin in : Lagebericht , 17Kommentare

Nachdem unsere Generation von Studierenden von den Österreichern gelernt hat, dass gegen von oben diktierte Systemverschlechterung protestiert werden kann, sind in kurzer Zeit in dutzenden von deutschen Universitäten Hörsäle besetzt worden. In so einem sitze ich gerade. Durch die Eroberung von Räumen, in denen von kleineren Arbeitsgruppen formulierte Vorschläge diskutiert, abgestimmt und somit legitimiert werden konnten, sind gravierende Missstände im Bildungssystem aufgezeigt und konkrete Forderungen aufgestellt worden. In diesen hochgradig demokratischen Prozessen, die teilweise sehr langwierig und ermüdend waren, konnten alle Beteiligten viel über Politik lernen. Es gibt die Kritik “Wer richtig studiert, der hat keine Zeit, zu protestieren!“ Da gerade für die neu umgestellten Studiengänge dieser Satz nur allzu wahr ist und Vorstellungen über die 68er Studierenden auf die Umstände der heutigen, unter der Bologna-Reform leidenden, ECTS-Jäger übertragen werden, ist der Bildungsstreik enorm wichtig. Da sowohl die Kinder von Geringverdienenden, als auch BAFöG-Empfänger Studiengebühren zahlen müssen und Akademiker nicht nur sich selbst, sondern als Ärztinnen, Lehrerinnen und Ingenieurinnen der gesamten Gesellschaft dienen, hat gerade die Forderung eines unentgeltlichen Studiums große Bedeutung. Ein Problem ist jedoch die gegenseitige Zuschieberei des Schwarzen Peters in der Politik, die allgemeine untätige Verkündung von Verständnis für die Studierenden und ein falsches Bild über das aktuelle Studierendenleben in der Bevölkerung. Obwohl die Probleme der ökonomisierten Bildung und der durch Gier und Managementversagen verursachten Massenentlassungen gesamtgesellschaftliche sind, droht der Bildungsstreik in Alltag und Untätigkeit abzusaufen. Wir wollen keine Autos vorm Reichstag abfackeln. Was sollen wir nur tun, damit sich etwas ändert?

Florian Kriebel

Erste Erfolge – Die Protestbewegung geht weiter!
29. November 2009 20:51

Erstellt von Presseteam in : Lagebericht , 3Kommentare

Am Dienstag, 1. Dezember, wird Prof. Dr. Lutz Götze von der Universität des Saarlandes einen Vortrag mit Diskussion zum Thema “Widerstand der Studentenschaft 1968 und heute” halten.
“Bologna ist nicht irreversibel! Mögliche weitere Schritte.”

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.

Aktuellster Artikel von Prof. Dr. Lutz Götze ist: “Streitschrift gegen die school of education der TU München

Bitte um Mithilfe
26. November 2009 23:29

Erstellt von admin in : Ankündigungen, Lagebericht , Kommentar hinzufügen

Für die Demo am morgigen Freitag werden noch dringend Briefe mit Einzelschicksalen gesucht, die an Herrn Professor Grüske weitergeleitet werden können. Jedermann ist aufgefordert, sein persönliches Leid an FAUbrennt@gmx.de zu schicken oder morgen mitzubringen.

Vielen Dank!

Grober Unfug in der Nähe des Audimax
26. November 2009 01:49

Erstellt von Presseteam in : Lagebericht , 8Kommentare

Wie wir soeben erfahren haben, wurden in der Nähe des Audimax einige Autos mit einem Feuerlöscher besprüht.

Wir, die protestierenden Studierenden, distanzieren uns in aller Deutlichkeit von solch grobem Unfug und solcher Dummheit. Da wir uns demokratischen Mitteln und Gewaltfreiheit verschrieben haben und folglich auch die Beschädigung fremden Eigentums ablehnen, haben wir sofort die Polizei verständigt.

Wir hoffen, dass der Vorfall schnellstmöglichst aufgeklärt wird und es keine weiteren derartigen Zwischenfälle gibt.

Medien sind erwacht
17. November 2009 23:36

Erstellt von admin in : Lagebericht , Ein Kommentar bisher

Nachdem die Proteste in anderen Städten zum Teil schon mehrere Wochen anhalten, sind nun endlich die Medien erwacht und fühlen sich bemüßigt, über die Hörsaalbesetzungen zu berichten.

In den Nachrichtensendungen der beiden großen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern stellen die Proteste aktuell das Titelthema. Bei Privatsendern haben sie es immerhin schon zur Randnotiz gebracht. Eine kleine Sammlung von Pressestimmen findet ihr unter “Presse Echo”

Die Proteste zeigen Wirkung, die Öffentlichkeit erwacht und nimmt die Missstände wahr! Wir halten durch, in Erlangen und anderen Städten.

Zwischenstand im Erlanger Audimax: knapp 500 Studierende noch immer anwesend, trotzen der Nacht.

Auch Nürnberg brennt!
17. November 2009 15:11

Erstellt von Presseteam in : Lagebericht , Kommentar hinzufügen

Auch in Nürnberg wird der Audimax der Georg-Simon-Ohm Hochschule besetzt! Laut nuernberg-brennt.de stürmten dort 1000 SchülerInnen und StudentInnen nach der Vollversammlung den Audimax.

Zuerst wurden sie noch von der Polizei behindert, doch scheint sich dies mittlerweile geregelt zu haben.

Viele Grüße nach Nürnberg und viel Erfolg. Es grüßt Erlangen!