jump to navigation

12. Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 24.11.2009, 23:50
24. November 2009 23:59

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 6Kommentare

Betreff: Wahl der Universitätsleitung – Studierende kündigen Protest an

Anlässlich der Wiederwahl der Universitätsleitung und Bestätigung Herrn Professor Grüskes als Rektor, unter anderem durch Vertreter aus der Wirtschaft, kritisieren die Studierenden der Friedrich-Alexander-Universität die fehlende Mitbestimmung von Studierenden und den immensen Einfluss der Wirtschaft in hochschulpolitischen Entscheidungen.

Kommenden Freitag, den 27.11., wählt der Universitätsrat zwischen 12:45 Uhr und 18:00 Uhr die Leitung der Universität. Dieser besteht aus dem Senat (fünf interne Professoren, zwei Mitarbeitern, und einem Studierendenvertreter) sowie acht externen Mitgliedern. Weiterhin sitzen in beratender Funktion ein weiterer Studierendenvertreter und die Frauenbeauftragte der Universität.

Die externen Entscheidungsträger setzen sich zusammen aus Professoren der Universitäten Essen, Berlin und Tübingen, sowie aus einem Intendanten des Bayerischen Rundfunks, einem Mitglied der Anwaltskanzlei Rödl und Partner, der Inhaberin der Schaeffler KG, dem Vorstandsvorsitzenden der Audi AG und einem Vertreter der Siemens AG Erlangen. Demgegenüber stehen lediglich zwei Repräsentanten der 27.000 Erlanger Studierenden, von denen nur einer ein Stimmrecht besitzt.

PDF-Version dieser Pressemitteilung

11. Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 24.11.2009, 13:40
24. November 2009 13:40

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 6Kommentare

Betreff: Diskussion mit dem Rektor am 25.11.2009

Mit der Bitte um Veröffentlichung

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

Am morgigien Mittwoch, den 25.11.2009, wird im besetzten Audimax der Universität Erlangen eine Diskussion zwischen den protestierenden Studenten und der Hochschulleitung, vertreten durch den Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske und der Vizerektorin Prof. Johanna Haberer, stattfinden. Das wesentliche Thema wird der Forderungenkatalog sein.

Zu der Diskussion sind alle Interessierten, insbesondere Schüler, Studenten, Eltern, Dozenten und Universitätsangestellte als auch Vertreter der Presse eingeladen. Es besteht anschließend die Möglichkeit, weitere Fragen an protestierende Studenten zu stellen.

PDF-Version dieser Pressemitteilung

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 23.11.2009, 17:00
23. November 2009 17:00

Erstellt von admin in : Pressemitteilungen , Ein Kommentar bisher

Betreff: Schülerversammlung im besetzten Audimax der Uni Erlangen

Mit Bitte um Veröffentlichung

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

gestern, am Sonntag, 22.11.2009 trafen sich Schüler umliegender Schulen im besetzten Hörsaal Audimax der Universität Erlangen. Zweck der Versammlung war eine gemeinsame Ideenfindung und Diskussion der Situation an den Schulen.

In einem umfangreichen Brainstorming wurden hier Ideen gesammelt und anschließend im Plenum ausgearbeitet. Hauptsächlich ging es darum, woran sich zeigt, dass den Schulen Geld fehle, welche sozialen Probleme es an den Schulen gebe, welche Probleme im Schulsystemen liegen und ob es nicht Bundessache sei, sowie um Probleme im Schulalltag und wie man diese beheben könne. Am Ende weiterer Versammlungen wird sicher eine Forderungenliste der Schüler der Region stehen.

Die besetzenden Studenten boten den Schülern gerne den Raum für diese Versammlung, besonders da uns berichtet wurde, dass Schülern, die an Demonstrationen teilnehmen und so ein durch das Grundgesetz garantiertes Recht wahrnehmen möchten, mit verschiedenen Disziplinarmaßnahmen gedroht wurde.

PDF-Version dieser Pressemitteilung

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen vom 20.11.2009, 20:45 Uhr
20. November 2009 20:44

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 6Kommentare

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 20.11.2009, 23:00

Die  vorausgegangene Pressemitteilung vom 20.11.2009, 20:45 Uhr wurde dem Plenum nicht zur Abstimmung vorgelegt. Sie ist deshalb keine offizielle Pressemitteilung. Das Plenum hatte bereits am Dienstag die Grundsatzentscheidung getroffen, sich nur zu Bildungsthemen zu äußern. Von einer weiteren Veröffentlichung bitten wir abzusehen.

Betreff: Solidaritätserklärung aus dem besetzten Audimax der Uni Erlangen – Nur gemeinsam sind wir stark!

Wir solidarisieren uns mit allen kämpfenden und streikenden Studierenden, Schülerinnen und Schülern hier und in allen anderen Ländern. Unsere Solidarität gilt auch allen ArbeiterInnen weltweit, die für ihre soziale Interessen kämpfen und streiken.

Ein solidarischer Gruß. Der Kampf geht weiter!

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 20.11.2009, 17:20
20. November 2009 17:25

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 2Kommentare

Betreff: Stellungnahme Rektor Prof. Dr. Grüske zu unseren Forderungen

Mit der Bitte um Veröffentlichung!

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

heute sprach unser Rektor Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske im Audimax der Universität Erlangen zu mehr als 1000 versammelten Studenten, Schülern und Interessierten. Er nahm dabei ausführlich Stellung zu dem Forderungskatalog der Studenten, der ihm heute Vormittag überreicht wurde. Eine Zusammenfassung seiner Rede:

Prof. Dr. Grüske betont, dass er nicht vor uns redet, weil er das müsse, sondern weil er es will. Er sei freiwillig hier. Er habe sich sofort nach Erhalt unserer Forderungen diesen gewidmet und seine Stellungnahme hier ausgearbeitet.
In unserem Forderungen Katalog habe er 15 Punkte mit einem entschiedenen „Ja!“ gekennzeichnet, nur zwei Punkte lehnt er ab. Bei mehreren Punkten könne er nicht direkt handeln, hier sei die Politik gefordert.
So sei die Forderung nach einer verfassten Studierendenschaft ein Punkt, der durch Gesetzänderungen zu schaffen sei.
Er sei ein Freund der Studiengebühren, wenn – wie es der Fall sei – die Studenten paritätisch mitentscheiden können und eine risikofreie Finanzierung der Gebühren durch die Studenten möglich sei.
Bei der Umsetzung des Bolognaprozesses seien, vor allem von Seiten der Politik, Fehler gemacht worden. Es bestehe eine Chance, das jetzt zu ändern. Er betont aber auch, dass viele Mängel, die seitens der Universität behoben werden konnten, auch schon in enger Zusammenarbeit mit der Studierendenvertretung behoben wurden.
Zu den Bachelor-/Masterstudiengängen werden schon jetzt Verbesserungen umgesetzt, um den Arbeitsaufwand zu reduzieren. Auch in Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang 2011/12 würden mit der Politik Rahmenbedingungen besprochen.
Man müsse die geforderten Akkreditierungsverfahren differenziert betrachten, denn eine Akkreditierung einzelner Studiengänge schaffe einen Einfluss von außen und mache die Universität unflexibel. Stattdessen stelle er sich eine Akkreditierung des gesamten Systems vor.
Zulassungsfreie Masterstudiengänge seien momentan nicht machbar. Hier bestehe Handlungsbedarf der Politik. Das Drängen der Wirtschaft auf junge Studenten habe zu Studienabgängern mit Bachelor geführt.
Verfahren um die Eignung für einen Studiengang festzustellen, seien notwendig, aber auch durch Gespräche zu realisieren. An der Durchlässigkeit des Bildungssystems und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens müsse gearbeitet werden.
Die finanzielle Situation betreffe nicht nur die Studenten, sondern auch Dozenten. Darum sei er auch schon 2003/04 bei Demonstrationen auf der Straße gestanden, um gegen die Kürzung des Bildungsetats zu demonstrieren. „Da können Sie mich seit 10 Jahren zitieren: wir sind eindeutig unterfinanziert! […] Wir fordern da mit Ihnen mit“, so Grüske.
Die Höhe des Bafög müsse bundesweit geklärt werden, auch seien mehr Stipendien nötig. Jedenfalls dürfe niemand durch seine finanzielle oder soziale Situation an einem Studium gehindert werden.
An einem einheitlichen Studentenausweis werde gearbeitet. Jedoch sei es schwierig, im Nachhinein Kopierkarte, Mensakarte, Bibliotheksausweis usw. in einen Ausweis zusammenzufassen.
Ein kostenloses Semesterticket sei von seiner Seite, nicht aber von der VAG [lokaler öffentlicher Nahverkehr] und der Politik gewünscht. Es müssen Gespräche geführt werden.
Abschließend sagte Grüske, dass er uns viel Erfolg beim Durchsetzen unserer Forderungen wünsche und das Audimax nicht räumen lassen werde.

Trotz einiger inhaltlicher Differenzen begrüßen wir, dass unser Rektor nicht den Kurs einiger anderen Universitäten einschlägt und den besetzten Hörsaal durch die Polizei räumen lässt.

PDF-Version

Kundgebung auf der Großdemo
20. November 2009 14:22

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 5Kommentare

Wir sind nicht hier, um sinnlosen Krawall zu machen.

Wir sind nicht hier, um unsere Bildungsstätten zu sabotieren.

Aber wir sind auch nicht hier, um schweigend zuzusehen, wie unser Bildungssystem den Bach runtergeht!

Also: Warum sind wir hier?

(Warum sind wir hier?)

Die Bundesregierung hält nach wie vor an ihren alten Behauptungen fest: Chancengleichheit und Bildungsfreiheit sind in Deutschland angeblich garantiert. Aber die Realität sieht anders aus. In der Realität ist von Freiheit nicht mehr zu reden. Hohe Studiengebühren verstellen vielen den Zugang zu den Hochschulen. Freiheit fängt da an, wo wir selbst bestimmen können. Doch das jetzige System ist so verschult, dass für Selbstbestimmung kein Platz bleibt. Extremer Leistungsdruck verhindert, dass wir überhaupt noch effektiv studieren können.

Deshalb sind wir hier: Wir wollen unsere Zukunft selbst bestimmen!

Wir lassen uns nicht länger ein Bildungssystem aufzwingen, das keinen Ansprüchen mehr gerecht wird.

Es geht hier um uns, um unsere Perspektiven, deshalb wollen wir mitreden!

Wir fordern:

Und diese Forderungen bleiben — und wir bleiben auch — bis jede einzelne erfüllt ist!

Dafür demonstrieren wir.

Wer, wenn nicht wir?

Wann, wenn nicht jetzt?

Unser wichtigstes Kapital ist nach wie vor unsere Bildung. Die lassen wir uns nicht nehmen. Und dafür brauchen wir euch: Die Studenten, die Dozenten, die Verwaltung — Wir wollen nicht nur Toleranz, wir wollen Veränderungen!

Wir streiken weiter!

Nicht weil wir WOLLEN, sondern weil wir MÜSSEN!

Schließt euch an! Geht den demokratischen Weg! Kommt mit ins AudiMax!

GEHT DENKEN!

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 19.11.2009, 23:00
19. November 2009 22:53

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 5Kommentare

Betreff: Großdemonstration am Freitag, 14:00 Uhr

Mit der Bitte um Veröffentlichung!

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

Wir, die Besetzer des Audimax in Erlangen fordern alle SchülerInnen, Studierende und Auszubildende, aber auch Dozierende und weitere Betroffene und Gegner der prekären Bildungssituation dazu auf, am Freitag den 20. November an einer Großdemonstration im Rahmen des Bildungsstreiks teilzunehmen. Diese startet um 14:00 Uhr vor dem besetzten Audimax, Bismarckstraße 1. Mit der Demonstration soll auf die unzumutbaren Missstände des Bildungssystems aufmerksam gemacht werden.

Auch nach der Demonstration sind wir auf die Hilfe derer angewiesen, die uns auf unserem Weg unterstützen. Deshalb rufen wir ins Besondere die Schulleitungen dazu auf, den SchülerInnen die Teilnahme an weiteren Aktionen zu ermöglichen.

Am Sonntag um 15 Uhr findet im besetzten Audimax eine Diskussionsrunde zum Thema “Schulsystem” statt. Hierbei geht es gerade um die SchülerInnen, denen hier im besetzten Audimax ein Forum geboten werden soll, um ihre Meinungen und Ideen zu sammeln und daraus einen konkreten Forderungskatalog zu verfassen. Auch die Meinungen von Elternbeiräten und LehrerInnen sind gefragt und erwünscht!

Weiterhin distanzieren wir uns ausdrücklich von jeglicher Form der Gewalt und Sachbeschädigung!

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg vom 19.11.2009, 22:25
19. November 2009 22:28

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , Kommentar hinzufügen

Betreff: Forderungskatalog verabschiedet, Verlängerung der Besetzung

Mit der Bitte um Veröffentlichung!

Sehr geehrte Vertreter der Presse,

am Abend des dritten Tages der Besetzung verabschiedete das Plenum der Studierenden im Audimax der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den endgültigen Forderungskatalog mit fünf Hauptpunkten.
Dieser ist ab sofort auf unserer Homepage faubrennt.de/forderungskatalog einzusehen. In den letzten drei Tagen wurde intensiv und basisdemokratisch die Liste in einer AG ausgearbeitet und im großen Plenum konkretisiert und verabschiedet.
Die zentralen Forderungen lauten:
– Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaft
– Abschaffung der Studiengebühren
– Grundlegende Überarbeitung des aktuellen Studiensystems
– Verbesserung der Studienbedingungen
– Zentralisierung des Bildungssystems
Der Forderungskatalog wurde nicht nur einstimmig angenommen, sondern auch mit langen Standing-Ovations gefeiert. Diese Punkte bilden die Grundlage für weitere Gespräche sowohl mit der Universitätsleitung als auch mit Vertretern der Politik.
Um auch weiterhin den Druck aufrecht zu erhalten und sich die Möglichkeit zum freien Austausch zu erhalten, beschloss das Plenum direkt im Anschluss die Besetzung mindestens bis Montag zu verlängern.
Dieser Erfolg wird mit Livemusik und lockerer Stimmung die ganze Nacht hindurch gefeiert werden. Das Plenum bedankt sich bei allen, die durch Sachspenden oder tatkräftige Unterstützung das Erreichen dieses wichtigen Etappenziels ermöglicht haben.
Weiterhin freuen sich die Besetzer über jede Unterstützung und rufen alle Studierenden, Schüler und Sympathisanten zur Teilnahme und Mitwirkung auf.
Die enge Verbundenheit mit den protestierenden Schülern wird auch dadurch deutlich, dass am morgigen Freitag diesen die Möglichkeit gegeben wird, das Audimax als Plenarsaal zur Diskussion über Schulgrenzen hinweg und außerhalb des Einflussbereiches anders gesinnter Schulleitungen zu nutzen.

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax Erlangen vom 19.11.09, 17:15
19. November 2009 17:13

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , Ein Kommentar bisher

Betreff: Besetzung des Audimax der FAU Erlangen-Nürnberg; aktuelle Situation

Inzwischen wird das Audimax der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg seit über 48 Stunden von Studierenden besetzt gehalten. Nach wie vor beteiligen sich mehrere hundert Personen an der mehrtägigen Protestaktion.
Während der letzten beiden Tage fanden mehrere basisdemokratisch organisierte Plena statt, so dass der Forderungskatalog inzwischen weitgehend beschlossen werden konnte.
Verabschiedet wurden Forderungen nach der (Wieder-)Einführung der in Bayern seit mehr als 30 Jahren abgeschafften Verfassten Studierendenschaft, der Abschaffung der Studiengebühren/Studienbeiträgen und der grundlegenden Verbesserung von Studiensystem und Studienbedingungen. Dazu zählen sowohl garantierte Masterplätze für alle interessierten Bachelor-Absolventen als auch die Verlängerung des BAFöGs über die Regelstudienzeit hinaus sowie die Einführung eines Semestertickets.
Detaillierte Angaben über die Forderungen im Einzelnen finden Sie wie immer auf unserer Website (Punkte, die einer weiteren Diskussion im Plenum bedürfen, sind kursiv gekennzeichnet).
Die Hochschulleitung hat sich bereit erklärt, mit den Studierenden, die das Audimax besetzt halten, in Verhandlungen zu treten und den aufgestellten Forderungskatalog zu diskutieren. Von Seiten der Studierenden aus ist vorgesehen, dieses Gesprächsangebot anzunehmen. Außerdem zeigte sich die Hochschulleitung entgegenkommend, als das Andauern der Protestaktionen auch über Nacht geduldet wurde. Zudem wurde den Dozenten freigestellt, ob während der Protestwoche Anwesenheitslisten in den Lehrveranstaltungen geführt werden.
Gespräche mit einzelnen Professoren haben bereits stattgefunden, darunter eine Podiumsdiskussion am 19.11. zwischen Prof. M. Jahn (Jura/Lehrstuhl Strafrecht) und Prof. H. Bielefeldt (Politikwissenschaft/Lehrstuhl Menschenrechte) einerseits und Christian Weis und Ates Gürpinar aus den Reihen der Studenten. Nicht nur während dieser Veranstaltungen äußerten die Professoren teilweise Zustimmung für die studentischen Anliegen. Auch in Videobeiträgen auf der Homepage der Besetzungsaktion gibt es positive Rückmeldungen aus den Reihen der Lehrenden: „Viele von den Forderungen werden auch unterstützt“, so Prof. M. Warstat vom Lehrstuhl für Theater- und Medienwissenschaft. Auch Prof. W. Bätzing, Studiendekan in der Geographie, bekräftigte seine Unterstützung für die Proteste: „Studium soll persönlichkeitsbildend sein. Das braucht Zeit. Deswegen ist es dringend notwendig, das Bachelor-Studium von sechs auf acht Semester zu verlängern.“
Doch die Aktionen beschränken sich nicht nur auf die inhaltliche Auseinandersetzung innerhalb der Hochschule. Auch der Protest auf den Straßen Erlangens wird in Form von Kundgebungen aufrecht erhalten. Bei den Demonstrationen während der vergangenen beiden Tage waren jeweils mehrere hundert Teilnehmer auf den Straßen zwischen Audimax, Kollegienhaus und Schlossplatz.

Pressemitteilung der Besetzer des Audimax Erlangen vom 19.11.09, 09:00
19. November 2009 09:22

Erstellt von Presseteam in : Pressemitteilungen , 3Kommentare

Stellungnahme einer anonymen Dozentin (Uni-Angestellte dürfen ja nicht selbstständig denken streiken). Nach allem, was wir bisher von den anderen Dozenten und Professoren gehört haben, dürfte das durchaus gängige Meinung sein und von einer großen Gruppe innerhalb des Lehrpersonals unterstützt werden:

Die Umstellung auf Bachelor stellt nicht nur die Studenten, sondern auch das Lehrpersonal vor ungeahnte Schwierigkeiten. Denn am Ende jeden Seminars muss jetzt verpflichtend eine Abschlussprüfung geschrieben werden.

Diese Prüfungen möchten die Dozenten natürlich fachlich und inhaltlich kompetent bedienen. Dazu sind sie aber bei momentanen Prüfungsregeln und mit dem momentanen Personal bei weitem nicht in der Lage – die Qualität der Lehre und die Fairness gegenüber den Studenten in Prüfungssituationen leidet zwangsläufig.

Sollten sich die Prüfungsrichtlinien für den Bachelor nicht drastisch ändern, erscheint eine Aufstockung des Personals an den Lehrstühlen um 100% notwendig.