“Uns stört, dass die Proteste nach dem Motto ‘Wünsch-Dir-was’ ablaufen. Alles wird pauschal kritisiert, jeder darf sich einbringen, dabei gehen die wesentlichen Punkte unter”, sagt Johannes Knewitz, Bundesvorsitzender der FDP-nahen Liberalen Hochschulgruppen.
An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an alle, die die technischen Finessen im Griff haben, die HP bereitstellen und den Stream organisieren! Danke!
Gibt es ein Forum zu den Diskussionen für Studenten die nicht aktiv im Audimax teilnehmen können. Ansonsten fänd ich es super wenn ihr mal darüber nachdenkt.
Viel Erfolg noch ich komme vorbei sobald es möglich ist
Das Wissen kommt durch guggl zustande, die professoren haben weniger upload kapazitäten als wikpedia und jetzt wird die uni dichtgemacht und jeder bekommt ein diplom geschenkt zu weihnachten – so muss es sein
Bitte dreht doch die Kamera einfach anders rum. Im “Publikum” sind zwar ein paar äußerlich ansprechende Personen…aber das hilft uns “Heimgebliebenen” auch nix
mensch mädels, ihr habt euer aufsehen erregt und viele bewunderer und kritiker sprechen können. damit ist euer zweck erfüllt, denn ändern kann nur die politik etwas. und glaubt mir, die politik hat es mittlerweile auch mitbekommen
nun wirkt es leider so auf mich dass sich manche eine billige unterkunft suchen und einen auf indoorcampingverein machen sowie nebenbei ein bisschen demonstrieren wollen. so etwas leidet !mittlerweile! in meinen augen sehr an eurem willen etwas zu verändern sondern bringt einen eher zu glauben, als wolltet ihr unter bewunderung der öffentlichkeit einen zwischenurlaub mit flucht aus dem alltag wagen. mfg
ich schließ mich dem hans mal ganz spontan an… wegen eurer “protestiererei” verpass ich endlos viel vorlesungen… is euch wahrscheinlich wurscht, schon klar, aber mich nervts!
@hans
wenn du dich an der Arbeit hier ein wenig beteiligen würdest, würdest du auch sehen, dass es weit mehr ist als nur ein CampingVerein.
Es gibt hier Menschen die nicht aufgrund von Partys, sondern wegen harter Arbeit Augenringe haben, die dunkler sind wie die Nacht (ich glaube ich auch schon, jedenfalls hat meine Frau gestern gesagt ich sähe scheiße aus, als ich wieder heim war*g*).
Klar ist ein wenig angekommen, aber wie viel würde im Gedächtnis bleiben, wenn wir jetztgehen? Du meinst doch nicht echt, dass wir jetzt wegen 10€ mehr Bafög hier tanzen und uns vor Freude in den Armen liegen. Auf die billige Masche fällt hier keiner rein. Und das Wort Solidarität kann ich schon nicht mehr hören, sollte zum Unwort des Jahres gekürt werde, da es eigentlich nur zum nicht Handeln motiviert.
Bitte tut der gesamten uni den gefallen und verschwindet aus dem audimax! ich zahl keine studiengebühren damit ihr mir meine vorlesungen klaut, für die ich teuer bezahlt habe!!!!
Der Sinn der Aktion ist ja auch, dass du oder eher nachfolgende Studenten keine Studiengebühren mehr zahlen müssen. Manchen Leuten scheint der Sinn und Zweck dieser Aktionen in ihrer kleinen egoistischen Welt nicht klar zu sein….
Kleine egoistische Welt… Was denkt ihr eigentlich wieviele ihr prozentual zur Gesamtzahl aller Studenten der FAU seid? Ich habe fast alle meine Vorlesungen im Audimax und kann sie daher nicht besuchen. Aber ihr selber geht in eure “wichtigen” Veranstaltungen, Seminare etc. Wer ist denn hier egoistisch?
@ Dafür!: Mein Problem ist nicht das demonstiert wird sondern dass Möchte-Gern-Revoluzzer und Junghippies wie ihr die Hörsäle deutschlandweit besetzen und unsere Bildung blockieren.
Demonstrieren ja gerne und immer dann wenns nötig ist aber bitte mit angebrachten Mitteln und nicht Anarchie.
Jup, es ist nicht dass jemand demonstriert, sondern wie… Andere vom studieren, bzw. Vorlesungsbesuch abzuhalten, kann ja wohl nicht Sinn und Aufgabe eines Protestes sein. Besetzt doch das Rathaus, den Bahnhofsplatz oder sonstwas!
PS: Mehr als die 10 Eur Inflations-Bafög-Ausgleich wird eh nicht rumkommen…
Ich stimm euch teilweise zu. Aber für mich blockiert eindeutig das Bachelorsystem so wie es jetzt ist meine Bildung.
Für mich ist nämlich Bildung auf gar keinen Fall gleichzusetzten mit bulimie-lernen
Deshalb demonstreiere ich und besetzte ich, damit dass auch den “Junghippis” aus dem Bildungsministerium, die meine Bildung blockieren, klar wird
Hey!
Ich hab auch Vorlesungen im Audimax. Nur weil mal 3 Vorlesungen ausfallen, werd ich totzdem meine Klausuren schaffen. Da find ich die Sache an sich schon wichtiger als mein persönliches vorankommen im Studium.
Bin zwar nicht bei den besetzern dabei, unterstütze diese aktion aber! Und wenn hier irgendein paar yuppies rumheulen, dass sie ihre vorlesung nicht besuchen können, haben sie gar nichts verstanden! Mal weniger RTL schauen und nachdenken WARUM ihr eigentlich studiert und in dieser Welt lebt!
Und nochwas: RCDS stinkt!
wegen 3 Vorlesungen würde keiner was sagen… aber 2 wochen bedeuten schonmal 10 Vorlesungen… wie lange soll das noch weiter gehen? Bis zur nächsten Wahl in 4 Jahren?
Wenn ihr euer Studium als Partyzeit seht… gerne… aber macht das dann halt im Kollegienhaus, damit wenigstens eure eigenen Vorlesungen ausfallen können. Danke
@Pete
Nur eines: Dass man Dir alles sechs Monate fast 600 Euro klaut, ist Dir offensichtlich noch nicht aufgefallen (oder gehörst Du zu den glücklichen, die Ihre Studiengebühren von Mama und Papa gezahlt bekommen oder gar nicht zahlen müssen?)
@Fee
“Demonstrieren ja gerne (…) nicht Anarchie”. Liebe Fee, hättest Du auch nur einen Fuß ins Audimax gesetzt, wüsstest Du, dass die Situation dort nichts mit Anarchie zu tun hat. Darüber hinaus kann ich Dir nur empfehlen, in einem Lexikon nochmal den Begriff nachzuschlagen, da Du ihn offensichtlich nicht begriffen hast. Unter “Hippies” solltest Du – wenn Du eh schon dabei bist – auch gleich nochmal nachschauen.
@Hans
Erkläre mir mal bitte, wie sich etwas ändern soll, wenn alles – d.h. der Lehrbetrieb – so weiterläuft, als wäre nichts geschehen. Die meisten von uns haben Vorlesungen im Audimax, für die allermeisten Besetzer bedeutet ihre Aktion, viel Lernstoff und Arbeit nachholen zu müssen, etc. Warum jammert also gerade Ihr, die Ihr es Euch so bequem macht, rum? Wenn Ihr nicht mitmacht, dann dürft Ihr nur über eines jammern: Eure Bequemlichkeit und Euren Mangel an Solidarität!
@Neiss
Schlaumeier, was soll man den als Student sonst besetzen als die Uni, wenn man für eine Verbesserung des Bildungssystems kämpft? Das Klo, die eigene Wohnung (oder vielleicht Deine)? Übrigens: Wenn alle so denken würden, wie Du (“mehr als 10 Euro kommen nicht rum”), würde überhaupt nix rumkommen. Rumnörgeln im Trockenen, sichs bequem machen und sich raushalten, heute gegen die Besetzer stänkern und ab morgen wieder die Faust in der Tasche ballen, wenns um die Bildungsmisere geht – das hab ich gern.
@MFG:
“Studium als Partyzeit” – Jaja, diese billigen Klischees. Beim DSF gibts eine schöne Sitte für solche dummen Floskeln und die heißt: 2 Euro ins Phrasenschwein. Ich wart auf Dich, dann kassier ich bei Dir die 2 Euro für diese dumme Plattitüde ab. (Apropos: Bist Du zufällig Jurist? Was macht denn Dein gestärkter Polo-Hemden-Kragen? Entschuldige, dafür zahl ich auch 2 Euro).
@ alle Nörgler:
Es kann sich nur etwas ändern, wenn wir solidarisch sind. Also reiht Euch ein, denn auch Ihr könnt von dem, was wir erreichen wollen, nur profitieren. Hört auf zu jammern und fangt an zu kämpfen für ein besseres und gerechteres Hochschulsystem! Kommt ins Audimax und diskutiert mit, statt hier im Chat zu stänkern!
P.S. von wegen Party: Neben meinem Studium (Vorlesungen, Seminare, Referate, Hausarbeiten, Lernen, usw.) arbeite ich täglich 8 Stunden und finde trotzdem Zeit zum Streiken. Also erzählt mir nicht, wir Streikenden/Besetzer würden nur Party machen.
bitte, liebe besetzer, tut uns studenten einen gefallen: geht am freitag aus dem audimax und erklärt den streik für beendet.
die ganze organsiation, die unterstützung zu vieler linker gruppierungen, der forderungskatalog, u.a werfen kein gutes licht auf uns. ihr repräsentiert nicht die masse, die will nämlich studieren. trotz studiengebühren und nicht vorhandenem semesterticket! ihr vertretet die interessen einer minderheit.
ach ja: wenn sich jemand wirklich hochschulpolitisch engagieren will, kann er das seit langem in hochschulgruppen und fachschaftsinitativen tun. aber das tun viele nicht- und jammern dann über die mangelnde studentische mitbestimmung!
Bist du für weniger Mitbestimmung der Studenten?
Bist du für Studiengebühren?
Bist du mit der Umsetzung des Bachelor-Master-Systems zufrieden?
Willst du kein Semesterticket?
Dann komm vorbei und bring deine Meinung dazu ein.
@anonym:
Was meinst du denn mit
“die ganze organsiation, die unterstützung zu vieler linker gruppierungen, der forderungskatalog, u.a werfen kein gutes licht auf uns”
genau? Also mit den einzelnen Punkten? Und wie soll das oder in welcher Hinsicht soll das ein schlechtes Licht auf “euch” werfen?
Kannst du das bitte noch ein wenig ausführen, habs nicht ganz verstehen können.
Hi,
weiß nicht so genau, wo das jetzt hingehört, aber ich hab gerade gelesen, dass es in Tübingen eine 48 Stunden Vorlesung gibt. Da halten verschiedene Dozenten Vorträge. Wir suchen doch eine Möglichkeit, die Dozenten einzubeziehen. Wäre das nicht eine sehr sinnvolle Option?
Es ist ein Unding dass es in manchen Bundesländern Studiengebühren gibt, in anderen aber nicht – entweder ein einheitliches Bildungssystem mit einheitlichen Standards oder gar keins
Ich denke anonym bezieht sich darauf, dass dieser Streik einerseits sehr radikal wirkt und andererseits gleichzeitig absolut undurchdacht und planlos. Wie ihr am letzten Dienstag ohne Forderung und Vorbereitung einfach in den Audimax einmarschiert seid, die laufende Vorlesung unterbrochen habt und dann den Proffesor hinausgeworfen habt, kam schon nicht wirklich gut bei vielen Studenten an. Dass ihr danach eine Podiumsdiskussion gehalten habt, auf der jeder gegen jeden wettern und hetzen konnte, ohne eine gemeinsame Basis zu haben, sah mehr nach einer “Freakshow” aus (das ist ein Zitat, das ich in der letzten Woche mehrfach gehört habe).
Euer Forderungenkatalog stand erst am nächsten Tag. Bis dahin habt ihr die Antifa und die Piratenpartei, beides Gruppierungen mit mehr als nur etwas dubiosen Inhalten, im Audimax ihre Freiheiten gelassen. Es wurde immer noch gepöbelt und gehetzt, ohne wirklichen Bezug zum Bildungsstreik. Studenten, die sich nicht aktiv beteiligten und nachfragten, was mit ihren ausfalleneden Vorlesungen passieren würde, wurden beleidigt und mancherorts sogar bedroht. Mir selbst ist das auch passiert.
Der Forderungenkatallog ist ein gutes Stück arbeit, jedoch an vielen Stellen nicht umsetzbar. Einer dieser Punkte ist zum Beispiel die Abschaffung der Studiengebühren. Ich habe mich mit einem Wirtschaftsexperten darüber unterhalten. Dieser meinte, die Studiengebühren könnte man schon abschaffen, der Uni würde dann jedoch so viel Geld feheln, dass sie kaum neue Bücher und Lehrmaterialien anschaffen könnte, was wiederum die Studienbedingungen immens verschlechtern würde. Und um das Argument, dass Studiengebühren für den einfachen Studenten unerschwinglich sind, aus dem Weg zu räumen. Ich habe meine 500 Euro innerhalb von einem Monat zusammengearbeitet und zwar in meiner Freizeit. Es kann also niemand behaupten, er kann sich das Studium nicht leisten, weil 500 Euro im Semester anfallen. Das ist einfach nur lachhaft.
Das war jetzt nur ein Beispiel, doch es gibt noch viele mehr, für die das gleiche gilt. Zu überzogen, zu realitätsfremd, zu extrem. Dass die Besetzer solange streiken wollen, bis alle Forderungen durch sind, ist schwachsinnig, denn dann könnt ihr bis an euer Lebensende im Audimx wohnen.
Ich habe gerade SOLIDARNOSTs post gelesen, und ich muss sagen, du machst mich krank. Wir leben hier in Deutschland und hier herrscht Meinungsfreiheit! Wenn andere gegen den Streik sind und sich nicht beteiligen wollen, dann hast du kein Recht sie zu beliedigen, dumm anzumachen und sie auszugrenzen. Es geht hier auch um unser Studium. Ich habe 600 Euro bezahlt und ja, ich habe sie selbst gezahlt. Jetzt habe ich ein Recht auf mein Studium, meine Vorlesungen und auf Bildung. Denn mit eurer Aktion brecht ihr mit euren eigenen Parolen. Ihr wollt Solidarität, Bildung für alle? Was ist mit MEINER Bildnung? Die kommt im Moment vollkommen zu kurz. Was ist mit MEINEm Recht auf Bildung?
Und was soll das Gehetze gegen Studenten, die das Glück haben, dass ihre Eltern ihnen die Studiengebühren zahlen? Haben die etwa kein recht auf Vorlesungen, nur weil sie das Glück haben, nicht selbst für ihr Studium aufzukommen? Du bist doch so solidarisch, SOLIDARNOST. Wie kannst du dann eine Zweiklassenstudentenschaft bilden? Müssten nichta lle Studenten die gleichen Rechte haben? Also auch die, deren Studium von fleißigen Eltern, die sich um die Bildung und die Zukunft ihrer Kinder gedanken machen. Haben die etwa wirklich weniger Rechte?
Und was soll dieses Gehetze gegen die Juristen? Nur weil der Großteil von uns – ja, auch ich bin eine Juristin und ich stehe gerne und öffentlich zu meiner Meinung – sich nicht mit Begeisterung an diesem Streik beteiligt, sind wir jetzt alle schlechte Menschen und der neue Fein, gleich nach den Professoren und Direktoren? Wie oft wurde ich in der letzten Woche blöd angemacht, wie oft hat man mich beleidgt und sogar bedroht. Ist das richtig, SOLIDARNOST? Ist dieser Streik es wirklich wert, dass man so gegen andere Mitstudenten vorgeht? Ich glaube nicht. Doch so wie du dich vorhin geäußert hast, wirst du es wohl nicht verstehen. Du setzt dich ein Solidarität, für mehr Verständnis und Gleichheit unter den Studenten, doch gleichzeitig bist du nicht besser: du diskriminierst andere und schließt sie aus und warum? Weil ihre Meinung sich nicht mit deiner deckt. Du bist erbärmlich.
Ist euch schon einmal aufgefallen, dass viele der Streikverweigerer nicht prinzipiell gegen eure Freorderungen sind? der Großteil stimmt euch da vollkommen zu, doch euer Weg ist falsch. Und nicht nur eurer, auch der der ganzen anderen Studenten in Deutschland. Ich habe gestern die Pressekonferenz der Studienrektoren in Leipzig gesehen. Eine Gruppe Studenten ist laut schreiend und wild pöbelnd in den Saal eingedrungen. Sie haben sogar vor laufender Kamera einen Sicherheitsmann geschlagen, um ihn aus den Weg zu schaffen. Wer seid ihr? Ich dachte, ihr seid die Bildungselite Deutschlands? Die Schlausten, die das Land zu bieten hat? Und dennoch fällt euch nichts Besseres ein als zu schreien, zu pöbeln und zu schlagen?
Ich für meinen Teil schäme mich, mit euch in einen Topf geschmissen zu werden.
komm einfach ins Audimax und diskutier mit, dann kannst du deine Argumente sinnvoll einbringen und dich nicht in einem Chat totschreiben.
Im Übrigen sind deine Argumente vollkommener Schwachsinn. Was Solidarnost angeprangert hat, ist die Ungerechtigkeit, die die Studiengebühren erzeugen. Das kannst du wohl kaum leugnen. Und dass sich manche Leute schon längst totarbeiten, um sich überhaupt ihr Studium finanzieren zu können – neben diversen Praktika usw. – und dann noch zusätzliche 500 Euro einfach nicht mehr stemmen können, ist erwiesene Sache.
Wenn dein Herr Wirtschaftsexperte schon beim rechnen ist, kannst du ihn gerne bitten, den winzigen Prozentsatz, der nötig wäre, den Ausfall der Studiengebühren zu kompensieren, auszurechnen. Denn natürlich würden die Unis massiv Geld verlieren, wenn man die Studiengebühren einfach abschafft. Dass hier aber der Staat in der Pflicht ist, und nicht die Leute, die ebenfalls für die Bildung arbeiten (ja, die Studenten!) sollte vor allem dir klar sein.
Wenn du mal ins Audimax kommen und sehen würdest, was für harte Arbeit geleistet wird, dann dürftest du in den vereinzelten ungeplanten Aktionen wie in Leipzig nichts anderes sehen als ein paar Einzelne, die sich ihrem Ärger Luft gemacht haben.
@nina
bei uns wird weder gepöbelt, geschrien noch geschlagen, zeigt, dass du dich bis jetzt noch nicht mal im ansatz mit den besetzungsstrukturen und regeln im audimax auseinander gesetzt hast, geschweige denn mal dort warst. bloß weil ein paar deppen in leipzig so eine aktion starten sind jetzt plötzlich aller besetzer so? ja das mit dem in einen topf schmeißen passiert schneller als man denkt…
meine eltern können es sich leisten mir das studium zu finanzieren und bis jetzt hab ich mich nicht diskriminiert gefühlt oder wurde deswegen von anderen dumm angemacht.
ach ja und wenn wir gerade den falschen weg eingeschlagen, deiner meinung nach… was ist denn bitteschön der richtige oder zumindest ein etwas erträglicherer für dich, bei dem die durchsetzung der forderungen jedoch immer noch ein bisschen realistisch bleibt? ich bin immer offen für neue gute vorschläge, ernsthaft! im audimax zerbrechen sich täglich leute den kopf darüber wie man den bildungsstreik wirksamer gestalten kann ohne, dass daraus nachteile für unsere mitstudenten entstehen, das ist wirklich nicht unsere absicht! also wenn ihr ideen einbringen könnt, die die situation für uns studenten verbessern könnten, dann kommt doch einfach mal vorbei, aber knallt nicht nur leere phrasen auf den tisch, die alles in den dreck ziehen,aber für eine verbesserung völlig sinnlos sind.
Langhaarige Kollegen!
wie wärs wenn ihr das audimax so langsam wieder räumt?
Ist echt alles andre als toll, seine vorlesung bzw. den nachholtermin nicht wahrnehmen zu können, da der auf ne zeit gelegt wurde, in denen ich arbeiten muss, um eben studiengebühren, wohnung und mein essen zu bezahlen!
Somit weder bildung noch geld für mich falls mich mein arbeitgeber rausschmeisst!
Stellt ihr doch VORM audimax ein zelt auf! Die Profs haben ja eh nix gegen die ganze sache also gebt ihnen das audimax zurück und lasst die leute in ruhe ihre vorlesungen besuchen! Frechheit!
wdr aktuell hat grad einen beitrag über eine uni in NRW gebracht die geräumt wurde. könnts euch ja mal angucken oder auch den stream auf den beamer legen damit die leute es sehen
wie wärs wenn du einen “AK Audimax räumen” aufstellst, den bei der nächsten Abstimmung über die Räumung/Weiterbesetzung mobilisierst und dann die anderen überstimmst?
Ansonsten finde ich es schön von dir, wie gut du dich mit der ganzen Materie beschäftigst und bin stolz auf dich, dass es dich scheinbar nicht juckt etwas zu verändern
Da kann ich mich nur anschließen (klar: Juristin!). Das Audimax zu einem Jugendcamp zu machen und zig Kisten Bier davor zu stellen ist kontraproduktiv. Lehrveranstaltungen zu sabotieren sowieso. Geht auf die Straße, schließt Euch mit den Schulen, Lehrern und Elternverbänden zusammen, marschiert vor dem Landtag und in Berlin auf. Dann wird das vielleicht noch was. Da mach ich auch mit.
So allerdings seid ihr nur eine Minderheit, von der sich die Mehrheit terrorisieren lassen muss.
heyhey
locker bleiben, es gibt auch juristen die sympathisieren und auch mitziehen. Ich stimme jetzt zwar nicht unbedingt mit jedem Punkt über ein, halte die Sache aber dennoch für einen guten Anfang.
Aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass die im audimax statfindenden vorlesungen der ersten semester auch sehr gut mit einem Buch ersetzt werden können für 2,3 Wochen.
Letztlich sind auch noch die propädeutischen Übungen da, die sowieso die eigentliche individuelle Betreuung für Nachfragen etc. repräsentiert.
Wer also moniert, er habe nur dann und dann Zeit für die Vorlesung: Nehmt euch doch mal ein Buch, für die Prüfungen müsst ihr das eh tun. Und dass die Besetzung kein Zustand auf Dauer sein kann, ist sowieso klar.
Und letztlich habt ihr ja am Freitag die Möglichkeit, euch für eine Beendigung der Besetzung zu entscheiden und mitabzustimmen.
Weiterhin möge derjenige, der hier ruft, dass das nicht die richtige Möglichkeit sei, doch bitte mit seinem Vorschlag der möglicherweise richtigen Lösung im Plenum aufkreuzen. Er wird mit großem Beifall gehört werden. Nur solang es nur heißt, dass das nicht der richtige Weg ist, sehe ich darin keinen konstruktiven Vorschlag.
Ich finds gut, dass es Leute gibt, die etwas tun wollen dagegen.
@nina: du bist mir mit der antwort zuvorgekommen! aber du hast es gut ausgedrückt!
@mark: genau diese polemischen fragen kann ich nicht mehr hören! das pauschale über den kamm scheren von leuten, die den streik nicht (mehr) unterstützen. ich bin maßlos enttäuscht von dem verlauf des streiks hier in erlangen. der plan für die einzelnen tage zeigt, dass man sich gerade mal max. 3 stunden mit bildung beschäftigt. den rest werden kurzfilme geschaut, tabu gespielt etc. die konzerte von letzter woche dürfen nicht vergessen werden.
ich war mehrmals im audimax und bin nach einiger zeit wieder gegangen. weil ich die diskussionen nicht konstruktiv fand.
ich fordere ein gesetz zum Nichtgebildetenschutz vor den Bilderbergern , das ist die Geheimgruppe die mit ihren unsinnigen Bildungsbüchern die Nichtgebildeten zur passivbildung zwingen will
ICH FORDERE : Schutz for der PASSIVBILDUNG, z.b. indem man zufällig an der Uni vorbeiläuft und man hört studenten über bildungdinge reden, dann wird man passivgebildet und das verursacht bei den nichtgebildeten wie mir starke gesundheitliche nebenwirkungen wie kopfschmerzen etc.
Seit Tagen muss ich mich dafür rechtfertigen, was gerade im Audimax vor sich geht und warum ich ein Teil davon bin. Ich bin es so leid, immer wieder die gleichen Argumente äußern zu müssen, ebenso wie es wahrscheinlich auch alle anderen sind. Die gedachten Totschlagargumente meiner Gesprächspartner sind gerne
1. Wie könnt ihr behaupten, ihr würdet im Namen der Studenten sprechen, ihr seid doch nur eine Minderheit.
2. Ihr bestreikt die Bildung, nehmt uns unseren Lehr-/ Lernraum.
3. Außer feiern und euch wichtig fühlen tut ihr doch eh nichts.
Gerne würde ich zu allen drei Punkten Stellung beziehen, damit jedoch jeglichen Rahmen sprengen. Natürlich wird mir nachgesagt werden, mir würden Argumente fehlen etc. kann ich mit leben, weiß um meine geistigen und durchdachten Vorräte, daher nur zu. Weiterhin hat vieles schon von anderen Erwähnung erfahren dürfen.
In erster Linie blutet mir das Herz zu sehen, wie groß der Widerstand gegen Menschen ist, die noch die waghalsige Idee haben, man könne tatsächlich Dinge im eigenen Land verändern, auf Missstände hinweisen und die sich den Arsch aufreißen, diese zu beheben. Und das mit Sicherheit nicht für sich selbst! Eine Vielzahl der Engagierten gehen auf das Ende ihres Studiums zu, werden von möglichen Veränderungen selbst nicht mehr profitieren können und durften zumindest teilweise in den Genuss eines freigeistigen Studiums kommen. Dennoch stehen sie hier, um ähnliches den nachfolgenden Generationen möglich machen zu können. Wahrscheinlich können all die Schimpfer und Nörgler nicht mal etwas für ihr Wohnzimmergemüt, genau das ist es, was das heutige Studium leistet. Mit Adornos Worten…Einheitsmaschinen aus Menschen machen, die jedes Potential hätten, einen kreativen Geist zu entwickeln.
Ehe mir aber gerne nachgesagt wird, ich könne mir mein philosophisches Gesäusel schenken, mache ich dies und komme zum Einheitsargument unserer Defensiven:
Ja, richtig, wir repräsentieren nicht die Studenten mit all ihren Mitgliedern. Haben wir nie behauptet und können wir auch gar nicht. Das nämlich könnt nur ihr selbst! Jeder hat seine Stimme, jeder hat das Recht auf Meinungsäußerung und jeder hat das Recht, sich an demokratischen Abstimmungen im Plenum zu beteiligen. Oh du wunderbare Demokratie! Erhebt eure Stimme, zeigt euch, legt die Tastatur weg, lockert eure verkrampfte, von Zornesfalten gequälte Gesichtsmuskulatur und kommt ins Audimax, damit mit dem von euch angeprangerten Missstand des besetzen Audimaxes endlich ein Ende gemacht wird. Aber bitte begebt euch nicht selbst in die Riege der Nicht-Wähler, die über die Regierung schimpfen, selbst aber nie zur Wahl gehen. Also tut dies, geht mit abstimmen, ansonsten verschont bitte alle tatsächlich aktiven Menschen mit eurem Gequietsche aus dem letzten Eck! Lasst eure Stimme was wert sein und benutzt sie.
Ganz nebenbei sei noch angemerkt zu sein, dass Menschen nicht nur dann ihren Unmut äußern, wenn sie selbst davon betroffen sind, sondern auch, wenn andere unter Gegebenheiten leiden. Dachte ich. Daher erfreuen mich all die Beiträge von denjenigen, die zufrieden mit ihrem Studium sind, die die finanziellen Aufwände meistern können und für die es keinen Anlass zur primitiven und unorganisierten (danke dafür) Revolte geben würde. Für euch nicht! Schaut neben euch, da müssten noch ein/zwei andere Menschen am Tag die Flure entlanglaufen. Vielleicht. Vielleicht dreht sich das Universum aber tatsächlich auch nur um euch. Wer weiß das schon.
Danke an Christin, die meine Gedanken auf den Punkt getroffen und vortrefflich formuliert hat!
ICH BIN SO WEIT WEG und mir zerreissts hier den Arsch, dass ich nicht dabei sien kann!
Es tut mir sehr leid, dass den Juristen ihre Räumlichkeiten entzogen wurden, doch ich denke, für das Wohl der Allgemeinheit kann man ab und zu auf seine persönlichen Bedürfnisse verzichten, nicht wahr?
Ich bin stolz, dass sich was tut und hoffe, dass diese Welle des Protestes Studiengebühren und den Bachelor-Mist schnellstmöglich davonspült!
also leute,
was soll das rumpöpeln!
es sind durchaus sehr normale leute vertreten, und zwar in der mehrheit!
die radikalen und prteien wurden gleich verbannt.
die diskussionen sind sehr konstruktiv verlaufen.
die besetzer vertreten meiner meinung nach auch die interressen von allen!
es geht doch um den erhalt der freien wissensbildung!
so sprueche wie von isaak sind doch auch nur radikal und diskriminierend
nur halt von der anderen seite…
ich finde es toll wenn es leute gibt die sich einsetzen!
ich hoffe ihr haltet durch und lasst euch nicht von den rechts-konservativen einschuechtern und vertreiben lasst
ich pfeiff auf philosophisches geseier… finds nicht schön, dass das hier kein ende findet, obwohl durchaus sinnfrei angelegt, was solls…
das hab ich grad per mehl bekommen, quelle ist mir nicht bekannt, poste es trotzdem mal, vielleicht is ja was dran
“Viele US Universitäten, von denen sich Deutschland den Bachelor und Master abgekuckt hat, kehren inzwischen zurück zum Diplom!
Deutschland schafft sich also gerade ein Bildungssystem, das aus den USA stammt, aber dort inzwischen wieder abgeschafft wird…
Beispiele US-amerikanischer Universitäten, die inzwischen den Weg zurück zum Diplom gefunden haben:
- die Colorado State und die Carnegie Mellon Universitäten mit dem:
„Accelerated BSc/MSc-Modell”
- das MIT und die University of South Florida, mit dem sogenannten:
„Five Year Dual Programme”.
- und noch viele mehr, wie z.B. University of Maryland mit dem
“Combined MS/BS-Programm” .
Das sind allesamt Studiengänge, die unserem Deutschen Diplom / Magister nachempfunden konzipiert wurden.
Und die Liste US-Amerikanischer Universitäten, die Diplomähnliche Studiengänge z.Zt. gerade vorbereiten, kann ohne weiteres fortgesetzt werden..
Der Bologna-Prozess ist kein verbindlicher Vertrag! Deutschland könnte also jederzeit zurück zum Diplom!”
was ich noch zu eurer links-rechts-juristen-philosophen-streiterei sagen wollte:
merkt ihr eigentlich wie sehr ihr euch an frühere vorurteile klammert? wie hier einer intoleranter als der nächste seinen individuellen egoismus plakatiert?
schaut euch mal allesamt in spiegel, bevor ihr über andere herzieht…
also, nur weil ich die Besetzung des Audimax für falsch halte, will ich hier nicht in die rechte Ecke gestellt werden. Von Leuten, die was gegen lange Haare oder Philosophen haben oder womöglich für eine Räumung plädieren, möchte ich mich gern abgrenzen.
Es geht hier auch gar nicht um persönliche Bedürfnisse oder Egoismus. Ich finde es schlicht unlogisch den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen.
Da haben wir es schon wieder. Alle Studenten sollen solidarisch sein und sich solidarisch mit den Streikenden zeigen. Gleichzeitig fordert ihr jedoch, dass die Studenten, die gerade Vorlesungen verpassen, auf ihre eigenen Rechte verzichten, um euch zu unterstützen. Das kann nicht sein. Man kann nicht Solidarität von anderen forder, sich dann jedoch nicht solidarisch ihnen gegenüber verhalten. Da ist irgendwo ein klitzekleines Problem in diesem Prinziep, oder etwa nicht?
Ich wiederhole es gerne noch einmal: Es geht hier nicht darum, dass eure Ziele falsch wären. Ganz im Gegenteil. Doch wie Melanie Patel so schön geschrieben hat: Es ist unlogisch, den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen. Eine Besetzung des Rektorats, Demonstration in München und Besetzungen der wichtigen, politischen und administrativen Gebäude und Einrichtungen, löst einen wesentlich höheren Druck auf die Minister und Rektoren aus, als eine Besetzung eines Vorlesungssaales es je erreichen könnte. Die Pressewirkung, die eine solche Tätigkeit hervorrufen würde, nicht zu vergessen.
Es geht auch nicht nur um die Vorlesungen. Natürlich ist es nervig, dass man seine Studiengebühren zahlt, um studieren zu können, und man dann durch einen Streik daran gehindert wird. Natürlich könnte man versuchen, die verpassten Vorlesungen nachzulernen, doch ist das nicht der Sinn eines Studiums. Denn wenn ihr so argumentiert, dass man alles sich selbst beibringen kann, dann brauchen wir keinen Bildungsstreik mehr, denn dann könntet ihr euch gleich für die komplette Abschaffung der Universitäten einsetzten. Denn schließlich kann man ja alles aus den Büchern zu Hause nachlernen, nicht wahr?
Nein, es geht um Solidarität mit anderen Studenten. Euer Streik trifft vor allem jene hart, die sich ihr Studium selber finanzieren müssen, da sie kein Bafög beziehen. Viele haben ihre Arbeit so gelegt, dass sie außerhalb der normalen Vorlesungszeiten liegt. Mit der jetzigen besetzung des Audimax und der Verschiebung der Vorlesungen auf Randzeiten, können viele ihre Vorlesungen auf Grund ihrer Arbeit nicht wahrnehmen. Das ist nicht sehr solidarisch.
Ein weiterer Problemfall sind Studenten, die Kinder und Familie haben. Auch die trifft die Besetzung des Audimax hart. Mit den normalen Vorlesungszeiten war es jenen sehr gut möglich, ihre Vorlesungen zu besuchen und daach ihre Kinder abzuholen und für sie da zu sein. Doch wie soll das funktionieren, wenn jetzt auf einmal die Ersatzvorlesungen meistens Spätnachmittags sind? Unter solchen Umständen lässt sich Studium und Familie nicht mehr vereinen.
Ich könnte noch lange weiterschreiben, aber ich glaube, der Inhalt kam an. Wenn ihr solidarisches verhalten von euren Mitstudenten fordert und es euch wünscht, dann überlegt euch bitte vorher, ob denn euer Verhalten ihnen gegenüber solidarisch war. Denn man kann nicht nur nehmen und nichts dafür geben.
Also:
Es sind exakt 17 Lehrveranstaltungen, die dort im Audimax pro Woche normal stattfinden würden. Von über 5.000 uniweit. Für etwa die Hälfte weichen die Profs auf andere Räume aus, Zettel hierzu finden sich an den Eingangstüren ins Audimax.
leider ist deine Argumentation mal wieder sehr unlogisch: Du möchtest Solidarität haben? Mit wem? Für was? Mit dem Rektor, der gerne Studenten hätte, die ihre Klappe halten und schön brav jeden Tag in die Vorlesung gehen, dabei aber immer mehr ertragen müssen? Für eine Uni, die immer mehr von ihren Studenten verlangt?
Eine Besetzung des Rektorats würde tatsächlich mehr bewirken, als die Besetzung des Audimax, da gebe ich dir vollkommen recht. Dummerweise würde dann aber der gesamte Unibetrieb zum Stillstand kommen, weil keiner der Uni-Mitarbeiter mehr bezahlt werden würde, keinerlei Organisation mehr stattfinden würde etc. Das wäre, denke ich, auch nicht in deinem Sinne, denn dann hättest du nicht nur keine Vorlesung mehr, sondern überhaupt keine Uni.
Das Audimax als zentraler Ort des Protests und der Kommunikation ist wichtig. Wir brauchen diesen großen Saal, weil wir eben doch so viele sind. Und nur weil nicht alle 26000 Studenten da sind, heißt das noch lange nicht, dass wir mit den Forderungen eine Minderheit repräsentieren! Wir kämpfen hier auch für EURE Rechte! Wir sorgen hier auch dafür, dass EURE Kinder einmal in eine gerechtere Universität kommen können!
Und noch einmal: Wenn ihr diskutieren wollt, dann kommt bittebittebitte vorbei und sagt laut, was ihr denkt. Das hier im Chat ist eigentlich einfach nur peinlich.
also dieser chat hier ist gerade schon recht niveaulos, da hast du recht. in anderen kommentaren wurde wutlich niveauvoller diskutiert, auch wenn es da anfänglich die selben probleme gab aber die “prolls” (auf beiden seiten) sind doch nach 2-3 kommentaren weg.
ich finde nina hat schon recht.
meiner meinung nach wird hier vieles hochstilisiert was alles im argen liegt, dabei geht es uns echt gut wie ich finde. die achso große belastung findet nur in wenigen studiengängen statt und sollte deswegen viel gezielter angesprochen werden (auch der hochschulleitung gegenüber). forderungen konkret an _die richtige stelle_ wenden, nicht allgemein an die “staatsregierung” bzw jedem den gleichen katalog an den kopf schmeißen. klar machen viele gern mit wenns darum geht, dass sie evtl (noch) weniger tun müssen. aber insbesondere in technischen fächern (informatik, e-technik etc) aber auch in vielen anderen, sind die bedingungen wirklich gut und haben sich durch die ba/ma umstellung nicht wesentlich verändert.
wie an anderer stelle vorgeschlagen könntet ihr mit der uni-leitung vereinbaren, dass ihr euch täglich von zb 18-22uhr oder 19-23 uhr trefft und diskutiert. den rest der zeit könnte man den hörsaal den anderen studierenden für ihre veranstaltungen überlassen.
und gegen das unendlich öft gehörte totschlagargument “kommt vorbei” muss ich mal wieder sagen, dass ich gegen die form des protestes bin und diese nicht unterstützen will indem ich vorbeikomme. (ausführliche begründung in anderen kommentaren nachlesbar)
ich fänd es halt schön, wenn insofern rücksicht auf andere genommen würde, in eurem eigenen interesse -> weniger streikgegner, da die meisten hauptsächlich das vorgehen und die form kritisieren, weniger die ziele (obwohl ich auch finde das einiges unangebracht oder überzogen ist aber das hab ich auch schon in anderen kommentaren breit diskutiert, möchte das nicht alles in diesem thread wiederholen).
also räumt den saal und treff euch regelmäßig _nur_ für protestbezogene aktivitäten. dann verschwindet das image als spaßveranstaltung automatisch… wegdiskutieren lässt sich ein bild das man in der öffentlichkeit hinterlässt nicht. das muss durch taten und disziplin richtiggestellt werden.
81. maximilian (der nicht dabei ist) - 27. November 2009
da es hier nun auch nen anderen maximilian gibt musste ich mal meinen nick abändern, nicht dass man mich noch für nen überläufer hält .
da ich mit nina und user einhergehe möchte ich noch einen punkt aufgreifen der bislang noch nicht aufgegriffen wurde und der mich bei christin stutzig gemacht hat:
“Eine Vielzahl der Engagierten gehen auf das Ende ihres Studiums zu, werden von möglichen Veränderungen selbst nicht mehr profitieren können und durften zumindest teilweise in den Genuss eines freigeistigen Studiums kommen.”
das ist sehr rühmlich irgendwie, aber irgendwie verquer. eine vielzahl der besetzer sollten diejenigen sein die diese “unmenschlichen zustände” betreffen. das dies lt deiner aussage nicht der fall ist lässt rückschlüsse darauf zu, dass die vielzahl derer für die ihr euch einsetzen wollt, gar nicht daran interessiert sind dass ihr euch da für sie einsetzt. vllt weil sie zufrieden mit ihrem leben und ihrem studium sind. vllt weil sie keinen grund zu protest sehen. vllt auch weil sie sich auf ihr studium konzentrieren und keine zeit haben. auf jeden fall sind sie nicht da wo sie sein sollten, denn es geht ja um sie lt. euren aussagen. gibt euch das nicht zu denken? die magister demonstrieren für bachelor die ihre stimme selber erheben könnten – ja wenn sie es wöllten, aber sie wollen (in vielzahl) scheinbar nicht.
das ist seltsam. dann bleibt eigentlich nur die frage warum die “vielzahl der besetzer (bzw. “engagierten”)”, die ja dann mag und dipls sein müssten, wirklich da sind. der angegebene offizielle (und sich eingeredete) grund ists offenbar nicht. das lässt viele vermutungen zu: zu wenig (geistige und körperliche) auslastung, zuwenig “wir gefühl” in den magisterstudiengängen (mangels fester seminargruppen zB.), langeweile, der wunsch mal an was großen teilzunehmen? Was auch immer es ist, es sind nicht die BA und nicht die nachfolgenden Generationen. Die BA die da sind könnten (in Vielzahl) selber laut werden.
*Der Beitrag bezieht sich auf die Aussage von Christin dass eine Vielzahl der “Engagierten” Studenten alter Studienformen sind, also Mag und Dipl. Sollte die tatsächliche Verteilung anders sein wird der Beitrag natürlich hinfällig, allerdings auch Christins Beitrag.
Fernab von dem Beitrag von Christin war ich diese Woche vermehrt mit Studenten im Gespräch die sich vom Streik distanziert haben (obwohl sie mal offen oder zumindest neutral waren), weil sie von Streikenden in irgendeiner Form “dumm angemacht wurden” (in ähnlicher Art wie wir uns es hier im Blog anhören dürfen, nur dass es bei einem realen Zusammentreffen natürlich noch eine viel extremere Wirkung hat). Zum anderen sprach ich mit Studenten, die anfangs sogar dabei und begeistert waren, die sich dann aber zurückgezogen haben weil sie mit dem Verlauf, der Organisation (ich kann es nicht genauer konkretisieren – für 1.-Hand-Argumente müsstet ihr euch selber mal außerhalb des Audimax und Demos mit Studenten unterhalten, aber bitte NICHT in Veranstaltungen), oder vllt auch mit der sich scheinbar veränderten Zusammensetzung der Besetzer.
Whatever – ich denke ihr solltet in euren AK’s nach Wegen suchen aus dieser Misere halbwegs ehrenhaft rauszukommen. So wie ich das sehe zeigt sich Güstke scheinbar solidarisch weil der Verlust des Audimaxes für ein paar Wochen kein größeres Opfer ist. Oder zumindest verschmerzbar – will heißen ihr tut niemandem von denen die etwas _wirklich_ ändern könnten weh, ihr schadet nur denen für die ihr euch angeblich einsetzt und selbst der Imageschaden besteht nur auf Seiten aller Studenten, nicht auf Seiten der Hochschule. Wieviele Anrufe ich die Tage hatte bei denen man sich über die Erlanger Studenten lustig gemacht wurde und in denen ich erst mal klarstellen musste dass ich nicht dabei bin. Denn das ist das witzige an der Sache: Ihr seid wenige, die sich angeblich für das Wohl aller einsetzen und das macht ihr in gewisser Weise super: der Imageschaden betrifft alle.
Ich finde es immer ein wenig seltsam darüber zu reden wie viele Leute für Protestler und wie viele dagegen sind. Ich weiß es nicht. Und ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich mal behaupte, dass du das auch nicht weißt.
Klingt jetzt vielleicht dumm, aber wenn ihr schon nicht ins Audimax kommen wollt und offen diskutieren wollt, dann macht doch eine Gegendemo zu unserer?! Wäre mein Vorschlag, da würde man wirklich sehen, wieviel dagegen sind und die ewigen disskusionen (die keiner von uns ernsthaft klären kann) über die Anzahl der leute wäre auch geklärt.
Und das mit dem dumm anmachen bestreite ich nicht, dass das vorkommt. Aber es kommt genauso zu verbalen übergriffen von eurer Seite aus (Auch viele Kommentare auf dieser Seite sind verletzend). Wobei ich beides kritisiere.
Was ich nochmal anmerken wollte: Ich bin weder langhaarig noch extrem links. Ich bin unpolitisch. Und das sind die meisten hier. Ich verstehe nicht warum ich mir dauernt vorwerfen lassen muss, dass ich Links sei oder das bei uns nur solche Leute rumrennen. Ich versteh es nicht. Wenn jemand einmal sich beteiligt hat akktiv in Aks, dann hätte dieser gemerkt, dass wir ein freundlicher Haufen mit ganz unterschiedlichen Leuten sind. Es mag vielleicht die ersten drei Tage diesbezüglich probleme gegeben haben, aber wir sind schon seit 11 Tagen im Audimax, und bitte bitte es laufen hier nicht nur spinner rum.
Warum macht man sich denn über uns lustig?
Und zum abschluss nochmal die Frage:
Habt ihr nicht alle ausweichräume? (Diese Frage ist wichtig, und ich hoffe die wird noch beantwortet)
Schöne Grüße
abc
83. maximilian (der nicht dabei ist) - 27. November 2009
@Warum macht man sich denn über uns lustig?
weil ihr nicht realisiert wie gut ihr es habt. jeder student der auch nur ein semester an einer ausländischen hochschule verbracht hat, der sein studium abgeschlossen hat und erfolgreich in der wirtschaft fuß gefasst hat und jeder der im ausland arbeitet fragt sich “wo zum geier ist deren problem”? Die haben keine 100.000$ Studiengebühren, die haben keine 50-60h Wochen in denen sie ihren lebensunterhalt verdienen müssen. Die meisten wissen nicht mal wie stressig die echte Arbeitswelt fernab von Stud. Hilfskraft ist. Weil eure Aktionen nach außen, also außerhalb eurer Kreise, vollkommen undurchdacht, teilweise kindlich und absolut unter dem zu erwartenden niveau der bildungselite liegen.
Ihr werdet AUSGELACHT! Nicht nur aus einigen Reihen der Studenten, sondern vorallem von Menschen die im echten Leben angekommen sind.
Das ist das was ich mir anhöre wenn ich mit anderen über den Bildungsstreik schwätze.
Na dann soll man doch bitte lachen. Soll man doch über die lachen, die ihren Namen für eine Sache hergeben, hinter der sie mit all ihrer Energie stehen. Dann soll man über die lachen, die kaum schlafen und sich das Hirn zermartern, wie wir vorankommen können. Dann soll man über die lachen, die für andere einstehen und tatsächlich auch unsere Bedingungen in Deutschland nicht länger tragbar finden! Bitte, gerne! Wir müssen unser Gesicht jeden Tag im Spiegel betrachten, was kümmerts uns, wer über uns lacht. Das nämlich bedeutet Courage! Und wenn ich als einzige mit meinem Namen hier stehe, dann lacht weiter! Peinlich jedoch über Dinge zu lachen, von denen man anscheinend keine Ahnung hat!
Ich sehe es in all meiner verwöhnten deutschen Arroganz nicht als akzeptable Bedingungen, dass Fenster aus Gebäuden runterkrachen, es in unsere Lehrräume hineinregnet oder dass Bibliotheken keine neuen Bücher aufnehmen können, weil sie einsturzgefährdet sind. Ich finde es auch nicht akzeptabel, dass immer mehr Menschen einer psychologischen Beratung bedürfen, weil sie mit den gegeben Anfoderungen nicht mehr klar kommen. Vielleicht ist das alles aber tatsächlich recht lustig, vielleicht sind wir die Humorlosen, die auf primitive Weise versuchen, etwas dagegen zu tun.
Und dass es nicht damit getan ist, das Audimax zu besetzen, ist uns durchaus bewusst. Ein Anfang, aber sicher nicht das Ende! Wo war euer Anfang gleich nochmal?
Stimmt für die Volksbegierde Nichtgebildetenschutz-bayern
Stimmt für das Volksbegehren gegen die Zwangsbildung von Kindheit an, für ein Recht auf ein Bildungsloses Leben – Inklusive Schliessung aller Unis und das Geld dafür in Freibier und Wegfall TV Gebühr
Lang lebe die Unbildung …
Für die Einrichtung eines Unbildungsministeriums inklusive Unbildungsminister
Für die Errichtung eines Entbildungsstrahlers, der die schädliche Bildungssynapsen im Gehirn auf Wunsch gezielt durch Bestrahlung auflöst und im Hirn wieder für eine gesunde ununterbrochene freie Bildungsstaufreie Bahnen sorgt …
Und lieber Maximilian (der anscheinend noch immer nicht den Mut hat, seine Worte an ein durchaus faires Plenum zu richten), wenn du schon Bezug auf mich nimmst, dann bitte in richtiger Weise, ohne sich auf einen Satz zu stürzen, der in deinen geistigen Bahnen anscheinden ganz komische Wege gegangen ist. Schlimm genug, dass nicht alle Studenten an einem Strang ziehen, dass nicht alle Ihresgleichen unterstützen, schlimmer noch, dass du das als Kontra-Argument nutzen möchtest. Wahrscheinlich hatten einige Magister-Leute tatsächlich mehr Zeit, einen eigenen Geist zu entwickeln. Ich hatte noch die Möglichkeit, mich nachmittags in den Schlossgarten zu setzen und Rousseau zu lesen oder nachts über den Sinn des Kommunismus zu debattieren, weil mir diese zeitlichen Freiräume gegeben wurden. Und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich hoffe sehr, dass meinen Nachfolgern-im räumlichen und womöglich körperlichen Sinne-später die gleiche Möglichkeit gegeben wird, nämlich sich selbst frei entwickeln zu können. Die Zeit zu haben, in Bücher fernab der Uni zu schauen und nicht all ihre Kraft in Nebenjobs zu stecken, um sich ihr Studium zu finanzieren. Und wenn es für all das hier eben auch Magister- und Diplom-Leute braucht, ist das zumindest der Beweis, in welcher Weise wir uns entwicklen durften. Freie Menschen mit Idealen, für die sie einstehen.
Die Hoffnung ist der krankhafte Glaube ans Unmögliche…wenn ich Worte wie deine lese, dann ja. Gestorben ist sie aber noch nicht, solange es Menschen -auch genügend Bachelor-Studenten- gibt, die nach ihren Zielen streben. Und wenn dein Ziel ist, nicht weiter ausgelacht zu werden, dann tu was dafür. Tu zumindest irgendwas.
@Nina
Liebe Nina, ich möchte Dich um Folgendes bitten: Lies Dir nochmal meinen Beitrag Nr. 46 durch. Du hast ihn offensichtlich nicht verstanden. Ich habe keinen Juristen oder sonstwen beleidigt, meine Anspielung sollte nur ein Beispiel dafür sein, welche dümmlichen Klischees immer wieder in Umlauf gebracht werden. Die Gegner der Besetzer nennen uns Linksradikale, Pseudo-Revoluzzer, etc. Mit meinem Kommentar wollte ich mich gegen all diese dümmlichen Klischees aussprechen – und zwar auch gegen Klischees über Juristen. Das war mit der Geschichte vom Phrasenschwein gemeint. Also lies es Dir bitte nochmal aufmerksam durch.
Zweitens: Ich hetze nicht, ich stelle kritische Nachfragen auf Anfeindungen gegen die Besetzer, die hier gepostet wurden. Ich spalte die Studierendenschaft nicht in zwei Klassen, da sie in sich sowieso seit langem gespalten ist. Dazu braucht es mich nicht. Was ich tue, ist, Solidarität von denen einzufordern, denen es besser geht als anderen (von Studenten mit wohlhabender Herkunft mit denen, die aus Unterr- und Mittelschichtsfamilien kommen, von Magister-Studenten für Bachelor-Studenten, etc.) Das ist der SINN der Solidarität: Mitgefühl und Mithilfe für Schwächere, sich nicht nur selbst der Nächste zu sein, sondern sich auch für andere einzusetzen, obwohl man selbst nicht unmittelbar etwas davon hat. Das heißt SOLIDARITÄT (und von mir aus kannst Du es auch Nächstenliebe nennen, dieser Begriff bedeutet das Gleiche). Nicht mehr und nicht weniger wünsche ich mir. Wenn Du und andere nicht solidarisch sein wollt, dann ist das Euer gutes Recht. Weder ich noch sonst jemand kann und will Euch dazu zwingen. Die Entscheidung, ob Ihr solidarisch oder egoistisch denkt und handelt, liegt allein bei Eurem Gewissen. Und noch etwas: Dass sich mir keiner, der jetzt gegen den Streik und die Streikenden hetzt, hinterher wieder über die Missstände im Bildungssystem beschwert und meint, “dagegen müsste MAN mal was tun”. Jetzt ist es Zeit für jeden, dem diese Missstände missfallen, selbst etwas zu tun. So viel dazu.
Aber nun zu Deinem neueren Post: Du schreibst “Es ist unlogisch, den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen.” Offensichtlich erschließt sich Dir die Logik eines Streiks nicht. Wozu streikt man? Um Druck zu erzeugen, damit sich etwas ändert. Wie kann man Druck erzeugen? Indem man dafür sorgt, dass eben nicht alles so weiter läuft, als wäre nichts geschehen bzw. dass der Lehrbetrieb nicht einfach ungestört weitergeht, als gäbe es an der Uni keine Missstände. Die Gegner des Streiks beklagen immer wieder, wir sollten doch “woanders” protestieren, manche schlagen sogar vor, lieber Rathäuser und Bahnhöfe zu besetzen. Erstens wäre das vollkommen illegal und wir würden binnen fünf Minuten von der Polizei gewaltsam weggeräumt und zweitens wäre es der falsche Ort für den Streik/Protest. Vielleicht kann man einen Bahnhof besetzen, wenn man gegen die hohen Fahrkartenpreise der Bahn AG protestieren will, aber mit der Uni hat das nichts zu tun. Also: Wer als Student gegen die Missstände an der Erlanger und anderen Unis protestieren will, MUSS dies wohl oder übel an der Uni selbst tun. Genauso streiken Metallarbeiter, die für höhere Löhne kämpfen, in ihrem Betrieb und nicht im nächstgelegenen Krankenhaus. Außerdem: Glaubst Du denn, dass sich die Politik auch nur einen Milimeter bewegen würde, wenn wir im Wald streiken oder gar nichts machen würden? Die Vorstellungen, die viele der Streik-Gegner vertreten, wir sollten doch am Besten in Berlin oder München protestieren, sind hochgradig naiv und weltfremd. Ihr meint immer der Protest in der jetzigen Form sei falsch, ohne aber konstruktive und realistische Gegenvorschläge zu machen. Und ein letztes: Viele der Streik-Gegner stänkern immer wieder gegen die angeblich so “chaotischen Zustände” im Audimax und lassen sich dabei bestenfalls von Eindrücken leiten, die sie in den ersten fünf Minuten der Besetzung des Audimax gewonnen haben. Ich kann dazu nur sagen: Hättet Ihr nachher auch nur einen Fuß ins Audimax gesetzt und Euch selbst von den Abläufen vor Ort überzeugt, könntet Ihr solche falschen Behauptungen und böswilligen Lügen über “Anarchie” usw. nicht mehr guten Gewissens in die Welt setzen.
Und zum 100000sten Mal: Wenn Euch das alles so stinkt und Ihr glaubt, Ihr hättet die Mehrheit der “Vernünftigen” hinter Euch, dann bringt doch Eure 10000 vernünftigen Studenten mit ins Audimax, stellt einen Antrag auf sofortige Auflösung der Besetzung und des Streiks, stimmt mit 10000 Stimmen gegen uns und die Aktion ist gelaufen. Was beklagt Ihr Euch also?
also zu “Dass sich mir keiner, der jetzt gegen den Streik und die Streikenden hetzt, hinterher wieder über die Missstände im Bildungssystem beschwert und meint, “dagegen müsste MAN mal was tun”.”
ich kann durchaus nicht am protest teilnehmen, weil ich mit der form, vorgehensweise und teilweise den forderungen nicht übereinstimmen. es gibt nicht nur schwarz und weiß, dafür und dagegen. überzeichnetes beispiel: angenommen du bist dafür, dass der co2 ausstoß gesenkt wird und eine gruppe aktivisten will alle kühe (methan) weltweit töten. darfst du nicht mehr fordern den co2 ausstoß zu senken, nur weil du dagegen bist, alle kühe zu töten?
eine vernünftige form des protestes hab ich schon x-mal beschrieben und sie wurde jedes mal abgelehnt und als nicht druchführbar abgestempelt, ohne dass es jemand versucht hat. (in anderen kommentaren nachzulesen.
kurzform: infoveranstaltungen, abstimmungen, unterschriftenlisten, gezielte forderungen für einzelne studiengänge (fast nichts ist pauschal auf alle übertragbar), forderungen immer an die richtige adresse (unileitung/land/bund), für bun/land forderungen vor evtl protestaktionen mit anderen unis absprechen, gemeinsam geschlossen und zeitgleich macht viel mehr druck als das “geplätschere” an unibesetzungen
was auch immer wieder verwechselt wird:
es werden nicht evtle chaotische zustände oder anarchie _im_ audimax angeprangert, sondern dass das ganze als gesamtaktion chaotisch wirkt (sowohl auf städteebene als auch bundesweit). und es bringt nichts sich zu verteidigen, dass alles im audimax so geordnet ist, für den erfolg so einer aktion ist entscheidend wie es nach außen wirkt und das habt ihr selbst in der hand (stichwort: bands/abendprogramm, das wirkt nicht ernsthaft nach außen).
und wauch zum widerholten male (wenn auch nicht zum 100000sten mal):
wer gegen die form des protestes ist wie ich wird nicht hingehen und und bei euch abstimmen, weil er dadurch implizit die form gutheißen würde und die abstimmungen als repräsentativ akzeptieren würde. das ist ein problem was sich auch nicht wegdiskutieren lässt. deswegen bitte erspart uns die kommentare, dass wir vorbei kommen sollen, dann müssten wir uns ebenso wenig andauernd widerholen, spart zeit und erhöht die lesbarkeit der beiträge…
btw: wieso ist eigentlich der stream dauernd offline inzwischen? gibt es nichts interessantes mehr? bzw was schadet es ihn durchlaufen zu lassen. ich fänd es schön zu jeder zeit einen blick in den saal werfen zu können. das ist nämlich eine möglichkeit sich über die situation vor ort zu informieren ohne mit seinen prinzipien brechen zu müssen und vorbei zu kommen.
“weil es chaotisch wirkt”. Wie etwas wirkt liegt doch im auge des betrachters, also der nicht unmittelbar an den protesten beteiligten öffentlichkeit. hinzu kommt, dass die außenwirkung immer auch geprägt wird von der interpretation durch andere, d.h. nicht beteiligte. wenn also der landesvorsitzende des rcds-bayern, um nur ein beispiel zu nennen, alle streikenden pauschal als “linke pseudo-68er”, “revoluzzer” und umstürzler tituliert, verzerrt er zumindest bei seiner eigenen klientel die realität und erzeugt eine “wirkung” unseres protestes, die mit der wahrheit nichts mehr zu tun hat. und in solche interpretationen und wüste unterstellungen wird dann gerne auch das abendprogramm als beispiel für unsere nichtstuerei hineinverwurstet.
apropos abendprogramm: soll etwa das für eine “chaotische” wirkung nach außen verantwortlich sein? darf ich daran erinnern, dass es auf jedem parteitag jeder deutschen partei, auf jedem bundesweiten kongress von gewerkschaften, verbänden, etc. nach getaner versammlungsarbeit ein kulturelles abendprogramm in irgendeiner form gibt. wirkt deshalb jeder spd-, fdp-, cdu-, grünen-parteitag nach außen als chaotisch, wirft man diesen parteitagen deshalb vor, versammlungsraum für umstürzler und revoluzzer zu sein? wer diesen parteien und ihren veranstaltungen die selbstverständliche Unterscheidung zwischen versammlungsarbeit am tag und kulturprogramm am abend zugesteht, ohne sie gleich deshalb zu diffamieren, sollte das im fall des besetzten audimax auch tun, ansonsten misst er mit zweierlei maß.
91. maximilian (der nicht dabei ist) - 27. November 2009
warum ich nicht im audimax erscheine hat user ganz treffend auf den punkt gebracht. schade, dass das nicht verstanden wird.
zum thema auslachen: mein freundes- und bekanntenkreis besteht hauptsächlich aus akademikern, also menschen die ihr studium gerade beenden oder schon hinter sich haben. ich denke die können sehr wohl die realität an den universitäten beurteilen. wie die wenigeren kontakte der facharbeiter die ich kenne über euch reden mag ich gar nicht erst wieder geben…
aber um mal ein konkretes beispiel zu nennen: vor wenigen tagen gab es auf B5 im rahmen der berichterstattung über die räumung irgendeines hörsaales in nürnberg eine zu-wort-meldung einer erlanger besetzerin. die hat doch tatsächlich gesagt “uns geht es hier gut”. das ist die dämlichste aussage die man treffen kann wenn man gegen “unmenschliche bedingungen” protestiert, demonstriert, streikt. euch geht es eben nicht gut (zumindest glaubt ihr das weswegen ihr ja überhaupt mit der besetzung angefangen habt)! spontanes lachen ließ sich da echt nicht vermeiden.
und solche anekdoten ziehen sich seit ihr angefangen habt durch.
und christin: das hat weder was mit mut zu tun, noch mit verquerer denkweise, noch damit dass ich ausgelacht werde. ich persönlich werde von keinem ausgelacht, wohl aber “die studenten” im allgemeinen. dass ihr das überhaupt nicht bemerkt und nicht wahrhaben wollt selbst wenn man es euch ungeschönt ins gesicht schreibt, das ist erneut faszinierend. ich versuchs mal anders: ihr distanziert euch von denjenigen die mit feuerlöschern autos einsprühen. ihr wollt nicht das die wenigen ein schlechtes licht auf euch als gruppe werfen. genauso ists bei denjenigen die sich von euch und eurer besetzung distanzieren. der vergleich müsste doch nun eigentlich einleuchten oder?
ich brauche weder kraft noch zeit in eine gegendemo stecken. zum einen ist meine zeit bares geld wert, zum anderen wird sich das früher oder später von selbst erledigen, wie oben jmd schrieb: an weihnachten denkt keiner mehr daran.
ich weiß, dass sich auch sehr viele nicht-akademiker, arbeiter mit uns solidarisieren: “Endlich zeigt mal wer denen da oben, dass sie nicht machen können was sie wollen! Habts scho recht!”
93. maximilian (der nicht dabei ist) - 27. November 2009
“Um Druck zu erzeugen, damit sich etwas ändert. Wie kann man Druck erzeugen? Indem man dafür sorgt, dass eben nicht alles so weiter läuft, als wäre nichts geschehen bzw. dass der Lehrbetrieb nicht einfach ungestört weitergeht, als gäbe es an der Uni keine Missstände.”
im grunde richtig erkannt. der druck muss auf die betreffen die etwas ändern können. wenn zugführer streiken trifft es die db und zwar in milliardenhöhe. aber es trifft nicht die zugfahrer die dennoch gefahren sind und sich nicht angeschlossen haben.
ihr müsst den druck auf die richtigen leute ausüben – doch aber nicht auf eure mitstudenten. das macht doch gar keinen sinn. das einzige was ihr damit erzeugt ist unmut, aber nicht unmut gegen das system, sondern unmut gegen euch. jmd der wegen euch in seinem bildungsbestreben gestört wird ist nicht wütend auf die universitätsleitung oder die politik, sondern auf euch. solange ihr brav eure studiengebühren bezahlt tut ihr niemandem weh. ihr müsst die verantwortlichen da packen wo es weh tut. und der uni kann man eigentlich nur schaden in dem man es hinbekommt, dass studenten kollektiv die studiengebühr nicht bezahlen. dann steht die uni vor nem großen problem: gelder die verplant sind oder gar schon vorfinanziert wurden sind jetzt nicht mehr da. und erst dann besteht für die hochschulleitung echter handlungsbedarf. erst dann müssen sie sich wirklich mal stark machen in der politik und für änderungen kämpfen. das was ihr macht tut doch keinem der änderungsgewalt hat weh.
und da es eher unrealistisch ist die mehrheit der studenten dazu zu bewegen die gebühren einfach nicht zu bezahlen, ist der vernünftigre weg über die von user aufgezählten wege.
aber das hier wird rein gar nix bringen. wenn schon streiken, dann wenigstens richtig.
vor einigen tagen erschien ein artikel in der nz über eichstätt. (“Forderungskatalog statt besetzung”) eichstätt ist eine etwas verschlafene kleinstadt nahe ingolstadt mit der einzigen katholischen universität im deutschen sprachraum. derzeit sind etwa 4.500 studenten immatrikuliert.
Dort ging man wie folgt vor: am montag organisierte der ak “Freie Bildung” die symbolische besetzung des größten hörsaals der uni. Man diskutierte in einem “offenen forum” über die missstände und fehlentwicklungen. am tag darauf marschierten ca 300 studenten unter der führung des ak laut lärmend zur univerwaltung und die sprecherin des ak trug dem präsidenten und seiner vize einen 5seitigen forderungskatalog vor. diese nahmen ihn entgegen. für mitte dezember ist eine diskussion zwischen unileitung und studenten angesestzt. nach der aktion ging jeder seinen weg und der unibetrieb läuft regulär weiter. ohne besetzung und weitere demos.
ich denke, dass diese aktion an einer uni, die kaum einer kennt und über 150 km von nürnberg entfernt ist, wahrgenommen wird, spricht für sich.
@ maximilian:
dein bahn-beispiel ist durchaus zutreffend, allerdings scheinst du etwas übersehen zu haben: nehmen wir also an, die lokführer streiken für ein legitimes anliegen (höhere löhne, gemessen am europäischen vergleich). wo bzw. wodurch treten sie in den streik? sie setzen sich nicht mehr in die lok und die züge fahren nicht mehr. soweit klar. indem sie das aber tun, üben sie nicht nur – wie du erklärtest – “druck auf die richtigen leute aus”, d.h. ihren arbeitgeber die bahn ag, sondern auch auf alle potenziellen fahrgäste, die durch den streik der lokführer nicht mehr bahnfahren können, viel zu spät kommen etc. natürlich sind deswegen auch viele fahrgäste sauer, zumindest die, die ihr persönliches interesse (pünktlich zu kommen, überhaupt zu fahren) per se über das legitime interesse aller lokführer (mehr geld für eine verantwortungsvolle arbeit) stellen. wer also im fall des bahnstreiks nur auf sich schaut, wird nur sauer auf die streikenden lokführer sein. wer die gesamte situation betrachtet und auch an die berechtigten anliegen der lokführer denkt, wird vor allem sauer auf den arbeitgeber der lokführer sein und anerkennen, dass es die einzige möglichkeit der lokführer ist, so zu handeln, wie sie es tun. und genauso verhält es sich mit dem unistreik: wir können nur an der uni selbst streiken, und ziehen damit natürlich auch den groll all jener auf uns, die nur an ihre ausgefallenen vorlesungen (übrigens: meine fallen auch aus) und nicht an das große ganze, d.h. an unser aller gemeinsames anliegen, die behebung der misere im deutschen hochschulsystem, denken. statt auf uns sauer zu sein, sollten all jene, die uns kritisieren, sauer auf die bayerische landesregierung, die bundesregierung und die erlanger hochschulleitung sein, denn diese drei institutionen sind verantwortlich für die missstände, gegen die wir streiken. und letztlich fallen wegen dieser missstände auch die vorlesungen aus. wir wüssten selbst gern, wie man es schaffen könnte, den nötigen druck zu erzeugen, ohne gleichzeitig einen teil dieses drucks – quasi als kollateralschaden – auf die kommilitonen, die nicht mitmachen, abzulenken. aber für dieses dilemma gibt es keine lösung. und mal im ernst, das geht an die adresse des autors von beitrag 94, wenn es alle deutschen studenten, die im moment streiken und besetzen, so harmlos gehandhabt hätten wie die eichstätter kommilitonen, hätte man die vollkommene garantie dafür, dass sich überhaupt nichts tun würde und sich politik und hochschulleitungen noch mehr einen scheiss um unsere anliegen scheren würden, als sie es jetzt schon tun. denn: die eichstätter aktion war von mir aus vernünftig, druckvoll war sie jedoch nicht. und wir wissen alle nur zu genau, dass sich ohne druck nichts, aber auch gar nichts ändern wird. und ich kann den eichstätter kommilitonen nur wünschen, dass sie bei der “diskussion mitte dezember” von ihrer unileitung mehr hören werden, als die lippenbekenntnisse, sonntagsreden, ausweichenden floskeln und mikrozugeständnisse, die wir von unserer unileitung schon seit tagen zu hören bekommen.
außerdem, lieber maximilian, gebe ich dir vollkommen recht, wenn du erklärst, die kollektive verweigerung der studienbeiträge sei die effektivste möglichkeit, druck zu erzeugen. du liegst damit absolut richtig. allerdings brauche ich dir wohl nicht zu erklären, dass es – um dieses mittel anzuwenden – eine kritische masse, d.h. tausende studenten (bei der konkreten zahl von 27.000 an der fau vielleicht mindestens 5.000) braucht. ansonsten wird die uni die wenigen, die tatsächlich auch mitmachen, knallhart exmatrikulieren. also gilt auch hier wie beim unistreik: alle sollten mitmachen, nur dann kann es was werden.
gegen deine these, dass es nichts bringen würde, wenn alle so handeln würden wie in eichstätt (finde es sehr schön, dass die es so angehen):
erstens kannst du nicht wissen, dass es nichts bringen würde, es wurde nicht probiert. im gegenteil hat es einen richtig massiven effekt, wenn sowas zeitgleich an quasi allen unis stattfinden würde.
zweitens schreibst du ja selber, dass ihr mit eurem vorgehen auch nicht mehr oder weniger erreicht habt, als die eichstätter kollegen.
studiengebührenverweigerung wäre wirklich ein tolles druckmittel, dazu muss ich aber solidarnost recht geben, das wird an der kritischen masse scheitern. ich selbst weiß zb nicht, ob ich es riskieren würde exmatrikuliert zu werden, wenn ich mir nicht sehr sicher bin, dass genug mitmachen.
in der schule sind auch die meisten dieser boykott-aktionen an einigen nicht teilnehmenden gescheitert.
97. maximilian (der nicht dabei ist) - 28. November 2009
joa klar, das hatte ich ja auch eingeräumt. und das mit der bahn hättest nicht soweit ausführen müssen, das ist mir auch so klar. der unterschied ist halt, dass neben den schäden bei den passagieren, auch die db in vielerlei hinsicht geschädigt wurde. und genau das scheint mir an einer hochschule nicht in der form möglich zu sein. tatsächliche “schäden” nehmen im endeffekt nur die studenten. die hochschulleitung wirds wohl aussitzen – und *lol*, wenn mans mal überspritzt darstellen will freuen die sich doch über jeden der wegen 3 wochen ausgefallener veranstaltungen (freiwillig wie unfreiwillig) ggf prüfungsleistungen nicht erbringt oder erbingen kann (und zumindest in meinen veranstaltungen hat noch kein dozent auf die anwesenheitslisten verzichtet, da wirds in der 3. woche streik langsam kritisch für einige) und dadurch ein semester dranhängen muss und natürlich auch noch ein semester länger studiengebühr bezahlt. apropos anwesenheitspflicht – in dem punkt steh ich voll hinter euch (allerdings belastet das mein gemüt nun wieder nicht so sehr, dass ich deswegen streiken würde). mir gehts da eher um solche sachen dass ich mir mit fast 30 nicht mehr diktieren lassen will wann ich wo zu sein habe. mir ist bewusst, dass ich als ordentlicher student ein natürliches verlangen danach haben sollte soviele veranstaltungen so oft wie möglich zu besuchen und bei veranstaltungen die in meinem interesse liegen ist das auch so. nun ist es aber so, dass ich mein leben nicht der hochschule verschrieben habe. das studium ist mein privatvergnügen, einen luxus den ich mir gegönnt habe als meine mitschüler aus dem abijahrgang schon fertig wurden mit studieren. mein hauptleben spielt sich in der wirtschaft ab beim arbeiten. mir widerstrebt es einfach, dass man mir mit anwesenheitspflicht kommt. meine fresse – schulpflicht ist ja ne schöne sache, aber alles andere geht bei erwachsenen menschen zu weit. allerdings bin ich auch diszipliniert genug um veranstaltungen so gut es geht immer wahr zu nehmen weil ich den mehrwert für mich erkenne. und genau das sehe ich, gerade bei jüngeren studenten oft nicht. auf der anderen seite sind auch die erwachsen und wenn sie nicht erkennen, dass es doch nen gewissen sinn hat sich mehr als alle 2 wochen bei einer veranstaltung blicken zu lassen, sind sie so oder so für ein studium ungeeignet und nach 2-3 semestern weg vom fenster. also wie man es dreht und wendet – die anwesenheitspflicht ist “schrott” .
Ich möchte mich hier nicht in all den polemischen und weniger polemischen Diskussionen versteigen, sondern nur schnell mal einen Denkanstoß in Form eine Zitates von Prof. Dr. Grüske vom 25. November und einen in Form von Zahlen geben:
Rektor (und nicht “Wissenschaftsmanager”) Grüske sagte gegen Ende der Podiumsdiskussion, er erhalte Mails von einzelnen Studenten, die reklamierten “für die schweigende Mehrheit” zu sprechen – ohne hierbei eine Zahl zu nennen.
In der Meinungsforschung geht man, als Faustregel, davon aus, dass eine Befragung von 1000 Menschen zu repräsentativen Ergebnissen für die knapp 82 Millionen Einwohner Deutschlands führt.
Finden sich also zwischen 300 und 1600 Protestler/Demonstranten/Besetzer… könnte dies doch irgendwie auch für die 25 925 Studenten der Universität Erlangen -Nürnberg repräsentativ sein…
Es gab schon immer eine schweigende Mehrheit, der schon immer alles am Arsch vorbei ging!
Nachdem die Uni Räume angemietet hat, können sich auch die ganzen Leute beruhigen deren Vorlesungen ausgefallen sind. Wenn das der einzige Haken aus ihrer sicht an dem Protest war, dann darf ich mich auf viele, viele neue Gesichter im Plenum und auf den Demos freuen!
so jetzt geb ich auch mal meinen senf dazu. vielleicht lockerts die diskussion ein wenig:
1. ich kenne sehr viele Erstsemestler die sich am Streik beteiligen und auf Bachelor studieren, aber vielleicht nicht in dem Ausmaß wie es viele ältere Studenten tun, weil wir uns jetzt gerade erst mit der Unistruktur bekannt machen und eben da helfen wo wir etwas beitragen können, das sind eben meistens nur kleine Dinge oder mal ein Vorschlag in einem AK
2. mich hat bis jetzt noch niemand ausgelacht und das obwohl sowohl meine Eltern als auch der Rest der Verwandtschaft aus Akademikern besteht, meine Arbeitskollegen ermuntern mich weiter zu machen und auch sonst finden alle erwachsenen AKADEMIKER mit denen ich über den Streik gesprochen habe die Sache gut und richtig und finden wir sollten auf jeden Fall weiter machen und uns nicht entmutigen lassen.
so lächerlich scheint unsere Aktion also doch nicht zu sein
gähn… ich bin für die gewaltsame räumung der lezten paar pseudorevoluzzer… tränengas und pfefferspray, elektroschocks und gummigeschosse… immer druff damit
immer weiter besetzten, diese sinnlosen kommentare hier die über die leute schimpfen sind einfach nur ….. naja. alle die was dagegen haben können ja auch her kommen, und was sagen, anstatt hier nur zu flamen und zu heulen.
Ja, ich frag mich auch langsam, ob überhaupt noch jemand da ist. Richtet die Cam doch mal aufs Plenum statt auf die leeren Stuhlreihen…
Sieht so aus als sollten wir alle dringend mal wieder vorbeikommen um den Protest zu unterstützen!
Evtl liest jemand mal das Programm wenn hier schon so viel geschreiben wird ohne sich zu bemühen … da fällt nämlich auf das wir gerade einem Mitschnitt aus einer Bundestagsdebatte lauschen. Das ist KEIN Plenum des Audimax – welches btw ab 16 Uhr war.
Sollte man die Kritiker der Aktion möglicherweise vorwerfen sich nicht informiert zu haben ? =)
du bist lächerlich dude. weil wenn man nicht kapiert dass das die chance ist, endlich was zu verändern, dann kann man das als lächerlich bezeichnen. kommt doch einfach mal vorbei und jammert hier nicht immer die kommentarliste zu. heute abend ist wieder abstimmung, wie lange wir noch hier bleiben, und da hat jeder seine stimme. da habt ihr die möglichkeit dafür zu stimmen, dass wir das audimax verlassen. aber wenn ihr eure stimme nicht erhebt, dann kann ich euch auch nicht helfen. selbst schuld sag ich da nur.
Einervonuns: Ersetz doch einfach “Plenum” durch “Leute” und der Kommentar stimmt wieder. Selbst wenn nicht grade Plenum ist, sollte sich wenigsten IRGENDJEMAND im Audimax aufhalten. Wenn ich jetzt aber den Livestream 10 Minuten angucke, und ich bekomme nie einen Menschen zu Gesicht, ist es doch eigentlich egal, ob grade Plenum ist, oder Bundestagsdebatte oder Singstar oder wasauchimmer
Das war übigens nicht nur eine Kritik an die “aktiven” Besetzer (Euer Plenum ist wirklich nicht mehr beschlussfähig. Ihr solltet euch ernsthaft überlegen, wie ihr den Protest zu Ende bringt, bevor ihr von irgendwelchen Jura-Ersties da eigenhändig rausgeschmissen werdet) sondern auch an alle Sympathisanten – wenn die sich wieder mehr im Audimax aufhalten würden wäre ja schon viel erreicht.
Aber ich sehs ja an mir selbst, meine Audimaxbesuchsfrequenz hat auch stark nachgelassen, seitdem nur noch so wenige da sind.
Ein wahrer Circulus Vitiosus
die webcam wird nicht angemacht, weil gerade mal 15 Leute im Audimax sind. Mit der ausgeschalteten cam, versuchen sie das ganze zu vertuschen. Denn diese pseudorevoluzer weiter rumgaumeln, ernsthaft studieren wird bei denen keiner, also behaupteten diese die vertretung für alle studenten zu sein. ihr deppen vertretet mich nicht. Meine Vertretung hab ich gewählt, die nennt sich Fachschaft. Am anfang hab ich ja euch noch unterstützt, war sogar im audimax, aber ihr wisst echt nicht wann man aufhören soll bzw. ihr wisste es wollt aber weiter rumgaumeln.
Uns fehlen leider oft einfach Leute, die sich darum kümmern. Denk doch bitte daran, dass hier alles nur auf freiwilliger Basis passiert und dass die meisten von uns trotz allem studieren. Hilfe ist natürlich immer willkommen!
Lügt doch die leute nicht an, eine webcam einschalten ist nicht schwer. Von wegen euch fehlen Leute.
Wie viele Besetzer braucht man um eine Webcam einzuschalten?
Mindestens 11, denn es hocken nur 10 im Audimax und die haben das nicht gepackt.
Die aktuelle Webcam funktioniert leider nur mit ein paar wenigen Laptops, die selbstverständlich Privatleuten gehören und uns damit auch nicht immer zur Verfügung stehen. Es besteht auch nicht die Zeit, dauernd Treiber für jegliche Variante des ein oder anderen Betriebssystems zu suchen und zu installieren. Natürlich ist der Livestream beliebt, selbst Mitglieder der Universitätsleitung gaben zu diesen regelmäßig zu verfolgen. Allerdings gibt es nun einfach momentan niemanden, der sich kontinuierlich um die Webcam kümmert. Daher bitten wir etwaige Sendepausen zu entschuldigen und rufen wie bereits letzte Woche im Plenum erneut dazu auf, doch bitte bessere Hardware und aber vor allem auch Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, eine durchgängige Übertragung zu ermöglichen.
Hmm, dauernd Treiber für jegliche Variante des ein oder anderen Betriebssystems zu suchen. Also unter Windows sollte das als erstes keine Probleme geben, weil da ist kaum was mit suchen. Unter linux gibts auch nicht so starke Unterschiede zwischen den Versionen. Und wenn ihr Mac habt, dann habt ihr eindeutig zu viel Geld.
Aber hay, ich biete meine Hilfe an, schreibt hier rein, für welches Betriebssystem oder Version eines Betriebsystems ihr einen Treiber sucht und wenn ich was /oder jmd. anderes einen Treiber findet, dann schreiben wir euch eine mail. Kommt aber nicht mit (komm vorbei Argument bitte). Zum googlen muss ich nicht im Audimax sein.
Alle die, die ganze Zeit fordern, dass wir verschwinden sollen haben leider Pech gehabt, denn wir bleiben, und dass ist auch nicht mehr zu kippen.
Also so gesehen habt ihr Glück. Denn jetzt müsst ihr euch auch nicht mehr dazu bemühen hier 50 mal reinzuschreiben, dass wir verschwinden sollen.
Da sich also an der Besetzungssituation nichts mehr ändert, könnt ihr entweder ganz aufhören hier zu posten, denn was ihr bezwecken wollt (abgesehen davon ein wenig rumzupöbeln) wie schon gesagt wird nicht eintreten, oder ihr beteiligt euch konstruktiv mit konkreten Vorschlägen was ihr verbessert haben wollt.
Ich wollte nochmal darauf hinweisen, wir sind gerade dabei uns auch mit Fachschaft und Unileitung und … zu treffen und arbeiten konkrete Sachen aus. Also wenn ihr was verändern wollt, wäre jetzt nochmal ne gute möglichkeit einzusteigen.
“Alle die, die ganze Zeit fordern, dass wir verschwinden sollen haben leider Pech gehabt, denn wir bleiben, und dass ist auch nicht mehr zu kippen.”
Endlich spricht hier mal einer klare Worte, jetzt hat man schwarz auf weiß, dass euch andere Studenten scheiß egal sind. Ihr wollt besetzen, wenn deswegen keine Vorlesungen mehr stattfinden können und bei ein Paar Studenten das Studium deswegen den Bach runtergeht ist euch egal, die haben dann “Pech gehabt”. Gestern im Plenum hat man ja gesehen, in wie fern ihr konstruktiver Kritik zugängig seid.
1. Wenn das Studium wegen ein paar Vorlesungen den Bach runtergeht, dann muss es schon ein echt schwieriges Studium sein. Wenn ich auf Univis schau, find ich aber solche Studiengänge nicht, die im Audimax unterrichtet werden.
2. Die Uni hat alternative Räume angemietet. Hier kann wie bisher brav den (abgelesenen) Worten des Dozenten gelauscht werden
3. Habt ihr schon einmal einen Streik gesehen, bei dem nicht irgendwer Nachteile hat durch den Streik? In unserem Fall soll es die Uni sein, die zusätzlich Geld für andere Räume ausgeben muss. Daß dabei ein paar Vorlesungen ausgefallen sind war (leider) nicht zu vermeiden. 2007 hab ich keinen Studenten laut jammern hören, als die Bahn gestreikt hat.
4. Ich kann mich an kein Plenum erinnern, in dem Kritikpunkte nicht vorgetragen werden durften oder zensiert wurden. Auch wenn einzelne Kritik wohl nich ganz so gut vertragen, hat die Masse stets das offene Ohr für ALLE
5. Scheinbar haben hier die Motzer keinerlei Interesse sich an einer POSITIVEN Veränderung im Bildungswesen für ALLE zu engagieren, was recht schade ist, denn auch viele, denen das Ganze hier am Arsch vorbei gehen könnte opfern fast schon selbstverständlich ihre Zeit.
6. Der Prof aus Saarbrücken erst gestern gesagt hat: “Hört nicht auf, das Feuer muss brennen. Hört nicht auf bis eure Forderungen erfüllt sind”
zu 4: sry, aber das kannst du hier einfach nicht erzaehlen, jeder der getern im Plenum weiss, dass die Leute die Kritik geausert haben einfach ausgebuht wurden und sogar von der redesprechering unterbrochen wurden
zu 1: hab du mal vorlesungen ohne pause von 12-18 uhr, weil es ein ausweichtermin ist und dann reden wir davon ob du davon was hattest, aber nein, du hast ja keine vorlesungen die bei dir ausfallen … so ein zufall. Nur so nebenbei, an anderen Unis, gibt es zumidest einen Arbeitskreis “Raumplanung” der sich damit beschaeftig, dass die Bildungsmisere nicht durch den Protest nur verschlimmert wird, aber ihr wollt ja sowas nicht machen. Der einzige Grund den ich dafür sehe, ist dass euch in wirklichkeit die Belange der Studenten am Arsch vorbeigehen und ihr nur euren Egotrip ausleben wollt.
zu 5: Ist der selbe Spruch den man in China und Nord Korea hört. Es geht um das große Ganze, ein paar einzelne müssen halt drunter leiden.
zu 2: aber sicher, wenn man das zu unzeiten machen will und auch ohne Pausen zwischen den Vorlesungen
zu 6: ich würde gerne wissen ob der Prof. das auch gesagt hätte, wenn es SEINE Vorlesungen wären und wenn SEIN Studium drunter leiden würde.
Ich bin auf keinen Fall zufrieden wie das gestern abgelaufen ist. und ich bin auch jemand, der gerne gehen würde aber aus anderen Gründen. Leider hat das Plenum beschlossen keinen zu Wort kommen zu lassen (und die entscheidung war sehr knapp) aber wenn das Plenum entscheidet kann ich auch nichts machen und muss mich wohl oder über beugen. Ich wollte nochmal sagen. Das davor war nicht böse gemeint ich hab nur gemeint, dass das nörgeln jetzt keinen Sinn mehr hat. Wir brauchen nicht mehr über das Verbleiben im Audimax zu disskutieren, dafür ist es jetzt zu spät.
Wir sollten halt, da das nicht mehr zu rütteln ist auf die nächste Ebene gehen und erstmal akkzeptieren es ist so. und dann schaun, was können wir wirklich machen und das dann tun.
Wie schon gesagt schreibt eure Probleme mit dem System wir sind grad wirklich was am verändern und ihr habt doch sicher auch irgendwo Probleme.
so ein quatsch von wegen egotrip. es ist leider immer ne minderheit die sich engagiert, aber das heißt nicht, dass sie positionen vertritt, die auch die mehrheit unterstützt. nur sind leider die meisten einfach faul, zumindest ins plenum zu gehn.
und der prof aus saarbrücken hatte auch mit seiner aussage recht, dass damals die 68er auf demos auch nur 200 leute gewesen waren.
wenn der bildungsstreik erfolg haben sollte, wird es genauso sein. dann werden auch wieder alle sagen: ich war damals dabei an vorderseiter front.
und dieser quatsch mit dem nordkorea/china vergleich, als wenn da jetzt irgendwelche linksradikale mit kalaschnikows im audimax sitzen. dann kannst du auch gleich sagen, dass deutschland so handelt, weil die cdu/csu/fdp vertritt auch nicht meine position und ich leide drunter, trotzdem würde ich so einen vergleich niemals tätigen.
ohje, ihr habt schon ein armes Leben… 6 Std am Stück???? Ach halt, ich arbeite gerade, das könnte mir heute ja auch passieren, und das nur weils hier keinen AK Pause gibt… zum kotzen…
sorry, aber das kann ja wohl echt kein Grund sein, gegen die Proteste zu sein. Eine inhaltliche Diskussion gerne, aber bitte nicht rumheulen weil mal ein paar Vorlesungen verschoben werden – wenn das ein Grund ist sich alles gefallen zu lassen, dann gute Nacht.
Die Redekultur im Plenum kann man allerdings (was ich teilweise mitbekommen habe) tatsächlich kritisieren, die Mod greift teilweise schon krass (unter dem Vorwand, beim Thema bleiben zu müssen o.Ä.) in die Diskussionen ein, und andere Stimmen haben schon ein Problem.
ABER: Auch das löst man nicht durch jammern, wenn die Leute mir nicht zuhören wollen muss ich sie halt zwingen, und jedesmal kommen und mich einbringen – und nicht nur ein einziges Mal und dann erwarten dass alle sofort auf mich hören…
Könnt ihr bitte die Qualität des Tons ein bisschen verbessern, als der Rektor da war habe ich fast nichts verstanden, das Mikro näher zu den Rednern hin und irgendwie besser einstellen – danke …
heute wenn Landtagsmensch kommt will ich was hören eventuell …
“und dieser quatsch mit dem nordkorea/china vergleich, als wenn da jetzt irgendwelche linksradikale mit kalaschnikows im audimax sitzen. dann kannst du auch gleich sagen, dass deutschland so handelt, weil die cdu/csu/fdp vertritt auch nicht meine position und ich leide drunter, trotzdem würde ich so einen vergleich niemals tätigen.”
<— zitat von thomas
habe mir EXAKT das selbe gedacht!
super beitrag
die aktion verläuft heuchlerischer als ich bisher vermutet habe:
die besetzer des bildungsstreiks behaupten, dass der staat:
a) bildung nur den finanzielll besser gestellten ermöglicht,
b) die bildungsbedingungen verbessern müsste
c) uvm. (zu entnehmen aus dem forderungskatalog)
dass die besetzer dabei einigen kommilitonen
genau dasselbe antut, was dem staat angeprangert wird,
ist der reinbegriff des heuchelns, da die ebene exakt
dasselbe niveau hat und nur auf das kleine beispiel
(einzelschicksale) runtergebrochen ist …
schade so kann man euch nicht ernst nehmen !
wie sollen sich solche, denen ihr vor den kopf stoßt mit euch
solidarisieren? ist doch klar dass die in die “konfliktposition”
mit der “anti-haltung” wechseln …
darüberhinaus betonen die besetzer, dass sie für ALLE
studierenden kämpfen mit den bescheidenen mitteln ihrer
maßnahmen …
dazu sage ich, eine größere verleumdung habe ich selten gehört,
denn ich habe nicht gebeten/gewünscht oder um hilfe geschriehen,
deshalb distanziere ich mich von dieser aussage dass mir geholfen
wird durch euch …
normalerweise, sollte man “die übergeordnete sache gemeinsam
verfolgen und dafür kämpfen” … dann hört auf eurer stimme
denn wenn ihr behauptet für uns zu kämpfen, werden wir
zwangsläufig eure stimme, vor den kopf zu stoßen und findet wege,
dass für niemanden nachteile entstehen, denn eines sollte euch klar
sein:
die die ihr hier als jammerlappen u.ä. bezeichnet, können euch von
innen heraus schneller entkräften, als ihr etwas aufbauen könnt …
Lieber JURIST (denn Germanist bist du sicherlich nicht),
es ist uns allen bewusst, dass das Juridicum (inkl. Bibliothek) nichts zu wünschen übrig lässt, und dass deine Eltern vermutlich genug Geld hätten um dich monatlich mit 2.000 € für Studiengebühren zu unterstützen. Das brauchst du uns mit deiner Kritik, deren Intention wohl eher das Brüsten vor deinen Kommilitonen war, als die Äußerung einer aufrichtigen Kritik, nicht unter die Nase zu reiben.
Mein Tipp an dich, statt mit deiner Anti-Haltung auf dich aufmerksam zu machen (in unserem “Boot mitzuschwimmen” ist für dich anscheinend nicht von Interesse, siehe erster Satz, aber irgendein Trittbrett brauchst du anscheinend, weil dir in diesen Tagen weniger Aufmerksamkeit zukommt als sonst), bleib doch einfach neutral. Um es dir nochmal klar vor Augen zu führen:”Für dich gibt es KEIN Problem!”. Deine Eltern wären auch froh, wenn sie das Geld lieber in ihr Auto/Haus stecken könnten, anstatt für das teure Studium des Sohnes aufkommen zu müssen. Und was für dich/euch anscheinend auch noch ein Problem ist, ist die eigentliche Besetzung des Audimax. Es gibt genug Ausweich-Räume (z.B. im Kollegienhaus). Einfach mal im Sekretariat nachfragen.
Und zum Thema “deshalb distanziere ich mich von dieser aussage dass mir geholfen wird durch euch” – ich finde es nicht gut, dass du anscheinend nach dem Motto “Auffallen um jeden Preis” lebst. Du versuchst dich gegen eine Sache aufzulehnen, die für viele an der FAU eine sehr wichtige Angelgenheit darstellt. Warum?
Du hast nichts unterschrieben, du hast nichts verbrochen, hast also folglich auch nichts zu verlieren. Und solange du dich aus der Sache einfach raushältst und neutral bleibst, brauchst du auch um deinen Ruf keine Angst haben (siehe: Verleumdung).
Matze
Ich finde interessant, dass der Poster 139, das Wort Jurist offensichtlich als Schimpfwort verwendet, man merkt, wie sehr die Belange dieses Studiengangs zumindest diesem Protester am Herz liegen. Und weil der “genervt” Kritik äußert, müssen seine Eltern haufen Kohle haben und deswegen ist seine Meinung irrelevant und er soll sich raushalten? Sehr interessante Sicht der Dinge und bestätigt genau das was “genervt” gesagt hat. Ganz offensichtlich ist das Schicksal der einzelnen den Protestern egal, es geht um die grosse Sache und ganz nach dem Prinzip: wo gehobelt wird, da fallen auch Spähne, wird jede Kritik ignoriert. Das beste ist, ich weiß was als Antwort auf diesen Post kommt: “Komm vorbei und äußere die doch hier im Audimax”. Nur hab ich das schon versucht. Nur anstatt mit mir darüber ziviliesiert zu diskutieren wurde ich ausgebuht und durfte noch nicht mal zuende reden. Denn offensichtlich hat jeder Student eine Stimme, nur hören will man nur die Stimmen, die den Besetzern passen und der Rest soll gefälligst die Fresse halten. Das ganze wird im Audimax natürlich als Demokratie bezeichnet.
glaubst du ernsthaft, dass du dir mit dieser Aussage Freunde machst? Ich studiere selber Jura und finde es einfach nur lachhaft, dass du in diese Klischeeschublade greifst. Es gibt in allen Studiengängen Leute, die einfach etwas besser situiert sind. Aber bei den BWLern und den Juristen fahren alle Eltern einen 7er BMW und die angehenden Mediziner machen das Studium nur, weil sie dann Papis Praxis übernehmen können.
Sonst noch Wünsche? Da langt man sich ja wirklich nur noch an den Kopf und will ihn nicht wieder loslassen.
Bei einer derartigen Argumentation brauchst du dich nicht wundern, weshalb immer mehr Leute genug von der Besetzung haben, gerade auch weil sie sich überhaupt nicht in den Prozess involviert fühlen. Aber dann lieber neutral verhalten und die Fresse halten oder was? Oder einfach den Studiengang wechseln, damit man als Jurist nicht mehr eine persona non grata im Audimax ist? Kritik hat euch den Weg ins Audimax geebnet, nun lernt damit auch selbst vernünftig umzugehen!
Wenn du auch noch schreibst, dass es ja der Allgemeintheit zugänglich bekannt ist, dass es dem Jurist in Erlangen an nichts mangelt, dann juckt es mich wirklich in den Händen. Es ist bei uns – genau wie bei allen anderen – noch viel Luft nach oben. Gerade die Ausstattung der Bib wurde erst durch die Studiengebühren erhöht, sodass nicht mehr 200 Leute um 2 Bücher oder Zeitschriften kämpfen müssen.
Gleichermaßen frage ich mich, weshalb das Jurastudium teurer sein soll als alle anderen? Zahlen wir irgendwie mehr Studiengebühren als andere oder hab ich da was verpasst?
Deine Vorhalte sind, wie bereits erwähnt, klischeehaft und haltos.
Aber ich halte nun meinen Mund, zieh mein Poloshirt an, benutze den Kragen als Spoiler, setze mich in meinen geleasten Porsche und fahre in den Flatratepuff nach München.
eigentlich wollte ich nicht merh hier posten, aber du verdienst dir
mit deinem eintrag noch ein statement von mir:
wir kennen uns nicht und ich lege auch keinen wert darauf dich
kennenzulernen, aber du liegst mit deinem klischeedenken so weit
daneben, wie mit deinem verständnis für allgemeinwohl!
ich arbeite 80 stunden im monat um meinen lebensunterhalt zu
bestreiten und mir das studium zu ermöglichen, liege meinen
eltern nicht auf der tasche und ob bafög irgendwann gezahlt
wird, liegt im ermessen des zuständigen amtes, wodurch meine
situation erheblich erleichtert werden würde. ich maße mir nicht an,
dass du nachvollziehen kannst, dass sich einige wie ich (finanziell
nicht besonders gut bestellt) sich mit dem studium einen traum erfüllen, da du in solche klischees aufsprichst/aufschreibst, dass
mit dir eine diskussion aus meiner sicht nicht sinnvoll wäre.
zum punkt geltungsdrang:
da dieser “traum” des studiums erschwert, bzw. mittelbar fast
unmöglich wird, da ein arbeiten in dem umfang wie oben genannt
fast nicht mehr zu machen ist, poste ich hier meinen unmut und
werde unqualifiziert von dir angegangen … schade … zeigt mir
aber auch, dass eine solidarität nicht mehr in frage kommt!
Vielleicht denkt ja mal der eine oder andere daran, dass sog. einzelschicksale vielleicht nicht ganz unter die räder des
sog. “allgemeinwohls” kommen sollten, beispiele für solche
einzelschicksale wurden in menge schon genannt:
- thema: alleinerziehende mütter beim studium:
warum sollte ein durch die besetzer beschaffter ersatz einer
fürsorgeberechtigten person mir adäquaten möglichkeiten
bieten, mein kind unterzubringen um den lebensunterhalt und das
studium zu ermöglichen … ?
- thema: nachhilfeaktionen:
warum sollte ich mich auf weniger qualifiziert nachhilfe stützen
müssen um mein ziel zu erreichen, als mir eigentlich zustehen würde
(denn ich habe noch nicht gehört, dass professoren, welche lehr-
stühle im bereich meines studienganges inne haben, solche nachhilfe
anbieten, um kollisionen die durch die besetzer verursacht werden
auszugleichen)
- thema: erspartes studium:
warum sollte jemand der sich jahrelang ein studium erspart
(weil vielleicht bafög nicht greift, etc.) sich durch die maßnahmen
der besetzer so stören lassen, dass das bitter ersparte geld
für das man privat opfer bringen musste (denn dass sparen
schwer ist in diesem land ist auch unumstritten hoffe ich) nicht
seinem zweck zugeführt werden kann ?
- thema: zusätzliche benachteiligungen:
natürlich ist nicht in jedem studiengang der stundenplan ideal,
aber man kann zumindest bei semesterbeginn eigenständig
entscheiden, wie man sich die freizeit plant um zu arbeiten,etc.
(meine schichten kann ich nicht umwerfen, wie es mir passt, sondern
ich habe da noch jemand der sich arbeitgeber nennt und der mit
mir planen will, wenn er mir die möglichkeit gibt bei ihm neben dem
studium zu arbeiten) … die maßnahmen durch die besetzung
erschweren das ungemein! darüberhinaus fallen zusätzliche kosten
an, wenn man versucht das trotzdem unter einen hut zu bringen
(zusätzliche kilometer = zusätzliche spritkosten)
also, meine stimme erlischt hiermit in den posts, somit nur noch
diese möglichkeit für matze und co. sich drauf einzuschießen und
klischees und andere beweggründe und studienrichtungen
anzugehen ohne hintergrundwissen heranzuziehen.
viel spaß damit diesen post auch wieder nicht ernst zu nehmen und
zu zerlegen!
ich erinnere mich an einen typen, den nannten sie robbespiere (schreibweise is mir herzlich egal ) der hat damals auch im namen des volkes tausende hinrichten lassen… natürlich waren das nur diejenigen die gegen seine ansichten waren…
was ich damit sagen will: gott sei es gedankt, dass das hier keine bewaffnete revolte darstellt, ihr verhaltet euch genauso wie es alle “revoluzzer” heute noch auf der ganzen welt tun. Egoismus, Ignoranz und Klassendenken, statt Freiheit, Gleichheit und Brügerlichkeit.
Boa kommt mir das kotzen wenn ich diese Kackvögel hier lese… Hasta nunca cabrones!
SHOCKING: “Einer neuen Studie zufolge fängt ein Drittel der potentiellen Studenten kein Studium an, weil es ihnen am Geld fehlt und Studiengebühren sie abschrecken.”
lieber poster nr. 145,
warum gibst du dich zufrieden mit einem robespierre-vergleich? wieso vergleichst du uns nicht gleich mit lenin oder stalin, pol-pot oder mao? komm, sei ruhig etwas mutiger in deinen vergleichen, wo du doch allen klarmachen willst, was wir für finstere gesellen sind (heute: audimaxbesetzer, morgen: klassenkämpfer und gulag-wächter). sag doch ruhig, was du meinst. denn ganz im ernst: dein post ist schon so wie er ist lächerlich genug, so dass es keinen mehr schocken würde, wenn du die große lenin-stalin-mao-revoluzzer-untergrundmarxisten-keule auspacken würdest. mach ruhig. das einzige, was ich um deinetwillen hoffe, ist, dass du nicht geschichte studierst. denn dann wären deine vergleiche nämlich doppelt peinlich für dich.
mal ganz ehrlich… wen sollten denn studiengebühren vom studieren abhängen? dafür gibt es den studiengebührenkredit, der wird innerhalb von 2 wochen ohne nachfrage vergeben… keine bonitätsprüfung, kein eintrag in die schufa. was will man mehr?
ob jetzt 15000 oder 20000 schulden, wen jucken schon die paar tausend euro mehr??
das Einzige was mich im Augenblick vom ordentlichen studieren abhält, sind diese Vollidioten die das audimax nicht räumen wollen. Und nein: ich habe keine reichen eltern, wohne nicht bei meiner Erbtante und die unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung habe ich NICHT meinem migrantenhintergrund zu verdanken.
is ja nur lustig, dass studieren in früheren studienbeitragsfreien zeiten total out und uncool war. wie ich das studieren angefangen hab, war man als student noch der letzte edelpenner, der sich in der “wärmestube” (goppel) fast zum nulltarif den magen vollgehauen hat und dabei am geldhahn des steuerzahlers schmarotzte. seit man aber was dafür zahlen muss is alles supereasygoing und lifestyle, campusmagazine schiessen wie pilze aus dem boden, plötzlich wird entdeckt, dass der student ja auch eine nicht zu unterschätzende käufer- und kundenschicht darstellt. schon komisch. aber ach ne, is ja so, sobald man was fürs studieren zahlen muss, ist es auf einmal was wert, vorher war das anscheinend nicht der fall.
Da kann ich Nr. 151 nur zustimmen.
Ich finanziere mein Studium mit Bafög und arbeite ab und zu (natürlich NUR in den Semesterferien). Das funktioniert! Letzteres kann ich den Streikenden auch empfehlen – genug überflüssige Zeit hätte ihr ja.
Grundsätzlich bin ich auch gegen Studiengebühren. Aber diese Forderung und andere sind ja schon gestellt, man hat in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt, die Unileitung und die Politik hat versprochen, sich für Verbesserungen einzusetzen – jetzt muss auch mal wieder gut sein.
Ich habe gehört, Herr Grüske würde zusätzliche Räume für Vorlesungen anmieten?
Würde mich mal interessieren, mit welchem Geld er das bezahlt.
Glückwunsch ihr Möchtegernrevoluzzer – Die einen Arbeiten um die Studiengebühren zu finanzieren und ausgegeben wird das Geld jetzt dafür, dass ihr im Audimax campen könnt.
Ich denke, man sollte die durch euren Streik entstandenen zusätzlichen Mietkosten auch von euch zurückfordern.
Wie schon erwähnt, ich habe grundsätzlich Verständnis für eure Forderungen. Aber mittlerweile sehe ich und wohl auch der Großteil der Studenten* keinen Sinn mehr, den Audimax weiter zu besetzen und
a) weiter studierwilligen Studenten das Studium erschweren und
b) der Uni Kosten verursachen, die sonst zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden könnten.
*Ihr behauptet zwar, ihr würdet für alle Studenten sprechen und das ist alles ja ach so demokratisch. Diese Aussage ist lächerlich.
1. sitzen im Audimax natürlich (fast) nur Leute, die eurer Ansicht sind (Zahlenmäßig sitzt wohl nur ein SEHR kleiner Bruchteil der Studenten im Audimax. Wenn in der NPD-Zentrale die Bundesregierung gewählt würde, bekäme die NPD wohl auch auf fast 100 % der Stimmen. Sry für den Vergleich ich bin weder rechts, noch vergleiche ich euch mit dieser Partei, ich will damit nur sagen, wie sinnlos eure „demokratischen“ Wahlen sind) und
2. Ihr sagt zwar immer, die, die gegen den Streik oder für die Beendigung des Streiks sind sollen herkommen und mit”stimmen”. Leider ist es aber so (wie hier auch schon öfters dargestellt) dass diese Leute von euch nicht sprechen dürfen. Leute, die “gegen” euch sprechen werden von der Diskussionsleitung sofort beendet („nicht vom Thema abschweifen“) oder von der Menge ausgebuht.
Wie lange wollt ihr denn noch weiter machen?
Ich kann nur an die Unileitung appellieren, diesem Spiel ein Ende zu setzten und wenn die Streikenden nicht selbst zur Vernunft kommen, die Unileitung und Politik haben entgegenkommen gezeigt, muss man den Audimax eben polizeilich räumen lassen (Klingt jetzt zwar hart, aber Ihr würdet sicher auch so handeln, wenn man eure Wohnung besetzten würde!)
Eine Unileitung dürfte es nicht egal sein, dass Studenten, die studieren wollen vom Studium abgehalten werden.
@153: Genug Zeit in den Semester-”Ferien”? Sag mal, scheißt du noch in die Windeln? Wir schreiben ALLE Klausuren in den Ferien und gleichzeitig muss man Laborpraktika machen. Und irgendwie auch noch ein Industriepraktikum. Sag mir bitte, wie ich da noch groß arbeiten soll. Das einzige wo geht ist eine kleine Hiwi-Stelle unterm Semester, mehr ist da nicht drin.
Ich bin erster Bachelor-Jahrgang und hab noch keine Ahnung, wie ich das alles in Regelstudienzeit schaffen soll. Überzieht man auch nur ein Semester, kriegt man kein Bafög mehr, scheiße, wie soll das alles gehen???
Deswegen bin ich unter anderem im Audimax.
Ich habe ja gesagt, ich lebe hauptsächlich von Bafög!
…und wer Zeit hat wochenlang im Audimax zu campen – dessen Studium kann gar nicht so stressig sein!
157. Wie lange soll das ganze noch so weitergehen? - 6. December 2009
Kann mir mal jemand sagen, wie lange ihr noch streiken wollt?
Ich denke auch, das nun mal wieder gut sein muss.
Ihr habte eure Positionen erklärt und seid auch gehört worden.
Es ist löblich, das endlich mal jemand was gegen Studiengebühren etc. tut.
Aber das ganze darf NICHT so passieren, dass andere Studenten am Studieren gehindert werden.
Protest ja, aber nicht so, dass Mitstudenten vom Sudium abgehalten werden!
Am Anfang war ich für den Protest, aber mittlerweile hoffe ich, dass der Audimax endlich wieder für Vorlesungen genutzt werden kann. Notfalls muss er halt von der Polizei geräumt werden!
Übrigens tolle Wortwahl @Dadaismus. Du wirst doch wohl nicht im Ernst glauben, dass dich jemand so ernst nimmt?
Mir ist klar, dass wir nicht gleicher Meinung sind, aber deshalb muss ich mich noch lange nicht so unter die Gürtellinie beleidigen lassen!
Man sollte eigentlich schon ein gewisses Maß an Respekt von Erwachsenen Menschen erwarten können!
Du haust doch auch Sachen raus, die mich beleidigen.
Ich sehe es als Beleidigung, wenn mir jemand sagt, dass mein Studium nicht stressig ist, und das ich arbeiten soll usw. Ich sitze nicht im Audimax, weil ich das als Spaßveranstaltung sehe, die sich halt mal so a weng trifft, einfach mal ein paar Leute (natürlich absichtlich) vom studieren abhält und das ganze weil man ja genug Zeit hat und das ganze als Hobby ansieht.
Das ist Blödsinn. Ich bin hier weil ich es will, weil die Veränderung am verkorksten Bachelor System zwingend notwendig sind und ich deshalb für mich meine ich muss da dann durch. Also ich muss halt Vorlesungen ausfallen lassen, kann einige Übungen nicht bearbeiten, und muss dann das ganze Zeug irgendwann nacharbeiten. Und ich mach das nochmal nur, weil ich es als sehr sinnvoll ansehe. Und nicht weil ich bock auf “campen” habe und sowieso nichts mit meiner Zeit anzufangen habe.
Schöne Grüße
160. maximilian (der nicht dabei ist) - 7. December 2009
mal eine idee an die besetzer:
das besetzen ansich trifft ja nun mittlerweile doch auf starken unmut, das seht ihr sicherlich selber. einige eurer aktionen (zum beispiel die mit bildung im öffentlichen raum) hingegen, sind ja durchaus recht sinnvoll.
wie wäre es wenn man die besetzung als solches jetzt aufgibt, aber mit dem rektor redet und fragt ob man nach den regulären veranstaltungen am (frühen) abend das audimax nutzen kann für die ak’s und etwaige besprechungen?
damit könnten wieder alle veranstaltungen stattfinden und ihr hättet trotzdem den raum um weitere aktionen zu planen. gut, dann wäre halt nix mehr mit pokern und filmchen gucken, aber darum geht es ja auch nicht in der hauptsache. und wenn ich mir eure tagespläne so anschaue könntet ihr, wenn das audimax jeden abend ab 18 uhr frei wäre, 20 oder 21uhr zu hause sind und trotzdem ergebnisse in form von aktionen uä. haben.
keiner würde bei so einem kompromiss verlieren, oder seht ihr das anders?
Ihr lest es doch selbst : WIR BLEIBEN…
…unbegrenzt.
-> ES wird ewig weitergestreikt, bis zum jüngsten Gericht
und wenn dann Studium nicht reformiert wird dort, dann sogar noch darüber hinaus
denn : wenn sie nicht gestorben sind dann streiken sie noch heute
wer streikt exmatrikuliert sich nicht
Ich streike solange bis die Studenten bezahlt werden für die Werbung die sie zwangsweise hören müssen von den Professoren die von den Lobbyisten der Grossunternehmen ihre Infos vorgegeben bekommen um deren Werbung vorzulesen
—-
30 Euro pro Stunde Vorlesung … als Mindesthörerlohnentschädigung …
Ich reihe mich etz auch mal in die mittlerweile sehr lange Liste der Poster ein:
Ich studiere im 3. Semester Politikwissenschaft, im 1. Öffentliches Recht als Nebenfach besuche also 1/3 der Veranstaltungen der Juristen im 1. Semester, habe jedoch auch die Erfahrung von zwei Semestern BA Prüfungsstress, Lateinkurs und Fachwechsel.
Zum einen möchte ich Verständnis für die Probleme der Erstsemester Jura äußern. Ich käme mir auch ein wenig wie ein in Kauf genommener Kollateralschaden vor, wenn in meinem ersten Semester 90% meiner Veranstaltungen wegen eines Streiks, ausfallen würden, bzw. erst nach und nach zu teilweise häufig wechselnden Zeiten (man denke an Pendler) nachgeholt werden würden.
Zum anderen möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ich die Besetzung absolut unterstütze und gut heiße!
Zum Thema langhaarige faule Besetzer, die nur auf Party aus sind:
Ich habe den direkten Vergleich zur frühen Phase der Besetzung an der GSO FH in Nürnberg und musste dort teilweise (ist mittlerweile behoben) Randale, nicht stubenreine Hunde + Rauchen im besetzten Gebäude miterleben. Aufgrund dieses Eindrucks muss ich eindeutig sagen, dass die Besetzung in Erlangen sehr konstruktiv, arbeitsam, kreativ und vor allem produktiv verlaufen ist und noch verläuft. Dies kann ich nur befürworten und unterstützen. Es ist wirklich beeindruckend, welche vielfältigen Aktionen auf die Beine gestellt worden sind.
Mein Anliegen wäre es, wenn ich den Chat bis jetzt verfolge als erstes bitte wieder sachlich zu werden und nicht mehr so persönlich angreifend.
Zweitens in den Juristen weniger ein Feindbild zu sehen, sondern zu versuchen ihre Ängste vor den Klausuren (man bedenke sie haben als Erstsemester höchstwahrscheinlich noch keine an der Uni und in diesem Fach geschrieben) zu verstehen.
Wenn in meinem ersten Semester ein derartiges drunter und drüber geherrscht hätte, wäre ich auch etwas in Panik gewesen.
Drittens von seiten der Juristen sich etwas zu beruhigen (ich kann jetzt zwar nur für öffentliches Recht und das Grundlagenfach nach Wahl sprechen), was ich bis jetzt an Stoff gehört habe, lässt sich, wenn man einige Termine verpasst einfach mit den Folien bzw. dem Reader vollkommen zufriedenstellend für die Prüfung vorbereiten.
Schließlich liegt der Fokus in der Prüfung auf der Fallbearbeitung, welche in den Propädeutischen Übungen eingeübt wird … und diese sind ja in großer Anzahl (bei Terminproblemen) angeboten.
Als letztes möchte ich meine lieben Jura Kommilitonen, mit denen ich öffentliches Recht höre bitten, an die Zukunft zu denken, den Prüfungsstress, die Studiengebühren, überflüssige Anwesendheitspflicht, mangelnde Infrastruktur (Räume, Ausstattung etc), kaum Flexibilität im Studium und den Zeitdruck, der es unmöglich macht, sich mit Facetten des Studiums rein aus Interesse näher zu beschäftigen.
Jetzt haben wir die Möglichkeit hier für eine Verbesserung der Bedingungen für uns und die Jahrgänge nach uns (z.b. doppelter Abiturjahrgang) zu kämpfen!
Die einzige Möglichkeit auf unsere Probleme (und ich denke auch ihr genauso wie alle anderen erkennt einige dieser Dinge als solche an und seid mit einigem unzufrieden und sei es nur der Raummangel) aufmerksam zu machen, ist das Interesse der Öffentlichkeit auf uns Studierende zu lenken und dies geht eben nur mit Besetzungen, Demonstrationen und anderen kreativen Aktionen.
Versucht noch etwas mehr Verständnis/Toleranz zu zeigen, das Ziel des Streiks soll schließlich uns allen als Studenten zu gute kommen!
“Die einzige Möglichkeit auf unsere Probleme (und ich denke auch ihr genauso wie alle anderen erkennt einige dieser Dinge als solche an und seid mit einigem unzufrieden und sei es nur der Raummangel) aufmerksam zu machen, ist das Interesse der Öffentlichkeit auf uns Studierende zu lenken und dies geht eben nur mit Besetzungen, Demonstrationen und anderen kreativen Aktionen.” (zitierfähig?)
wie ich vor gefühlten 100 Tagen schon einmal schrieb:
Im Audimax hört euch KEINER schreien!
Drum bitte ich diese Leute, denen ein kompletter Studiengang vollkommen egal ist, etwas mehr Verständnis/Toleranz zu zeigen und den ca. 400 Studierenden nicht so sehr auf den Arsch zu gehen und sich endlich zu verpissen!
Sorry, aber mit Sachlichkeit geh ich hier nicht mehr ran… mich kotzt es nur noch an!
Wo muss man eigentlich anrufen, dass endlich die grünen kommen und den Saal fegen?
164. auch nicht dabei und inzwischen ziemlich genervt! - 8. December 2009
@ unfug
Sehr richtig – auch wenn ich die Wortwahl nicht befürworte
Man kann den Streikenden ja anbieten, was maximilian (der nicht dabei ist) vorgeschlagen hat und ich auch befürworte.
Aber es kann nicht sein, dass hier der Audimax “unbegrenzt” nicht für seinen eigentlichen Zweck zur Verfügung steht!
Vielleicht könnte man mal die Unileitung in einem Brief oder anders auffordern den Audimax räumen zu lassen?
Es kann ja nicht sein, dass diese da ewig zusieht!?
Die “Grünen” können nur gerufen werden, wenn die Universitätsleitung den Besetzern ein Hausverbot erteilt, diese es nicht befolgen und dann von der UL Strafanzeige gestellt wird.
Da Rektor Grüske bereits seine Unterstützung und Sympathie geäußert bzw. gezeigt hat, wird dies wohl in absehbarer Zeit nicht geschehen.
————————————————————————–
Ich persönlich finde es schade, dass hier bereits des öfteren zur Nutzung staatlicher Gewalt gegen Kommilitonen aufgerufen wurde und wird. Man kann ja gegen die Besetzung sein und auch sauer auf die Besetzer, aber seinen Mitstudenten eine Hundertschaft küppelnder Polizisten an den Hals zu wünschen scheint mir etwas übertrieben.
Unglaublich, wie hier alle rumheulen, bloß weil sie auf einen anderen Hörsaal ausweichen müssen.
Hier gehts um ein bisschen mehr als um 10 Minuten Umweg zum Kollegienhaus, das sollten sich manche mal überlegen.
Man kann ja aus vielfältigen Gründen gegen die Besetzung sein, aber ernsthaft zu jammern, dass man auf andere Hörsäle/Zeiten ausweichen muss kann doch nicht sein? Sowas ist doch kein Grund, einen grundlegenden Protest, der ALLE angeht (auch die Jura-Erstis, die zwar noch Staatsexamen machen, aber sich vielleicht mal mit ein paar höheren Semestern unterhalten sollten wie’s früher war – ich würde mich da gerne anbieten, saß nämlich früher sogar auf dem Boden in Vorlesungen (!!!) Skandal!) abzubrechen.
Auch wenn die Unis auf einem guten Weg dahin sind, ist es eben nicht mehr wie in der Schule hier – hier darf man frei denken und seine Meinung äußern wann und wie man will – und das auch wenn der Herr Lehrer eine andere Meinung hat. Und die Mami kommt auch nicht mehr in die Sprechstunde und beschwert sich wenn de Stundenplan geändert wurde..
Die Diskussion ist hier ernsthaft auf einem Niveau, dass allein das schon genügen würde um jeden Skeptiker von den Fehlern bei Bolognaprozess und Studienreformen zu überzeugen.
Unbestritten ist wohl: nach drei Wochen im Audimax ist nicht viel passiert (außer ein paar Diskussionen und Party). Die Besetzung juckt die “Entscheider” (in der Politik) mal gar nicht, viele Kommilitonen werden genervt.
Bleibt festzustellen: voraussichtliches Ende der Besetzung: 23.12.2009, da wird die Heizung abgedreht…
hier spricht das bundeskontrollamt behördernleiter “lieblicher umgangston” – der nutz “der eine” hat illegale böse wörter benutzt, wird nun ip gespeichert in vorratsdatenschrank und beim nächsten schiff nach guantanamo zoo abgeschoben wie es so üblich ist in unserem rächtsstaat …
Nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Bildung. Eine unserer zentralen Forderungen ist ein von sozialer Herkunft und finanziellen Mitteln unabhängiger Zugang zum Hochschulstudium.
-> Und wer schützt das Recht der Bildungsunwilligen Minderheit auf Schutz vor Zwangsbildung von Kindheit an, für ein bildungsfreies Leben, ich fordere spezielle TV Programme die gegen zu hohe Bildung gefiltert werden damit man nicht versehentlich Bildung beim TV gucken konsumiert – Kennzeichnungspflicht für alle TV Sendungen mit zuviel Bildungsanteil – ich fordere abschafung der schulpflicht damit bildung kein zwang mehr ist – ist man erstmal gebildet wird man die bildung wie einen virus nur sehr schlecht wieder los, das ist jahrelange harte arbeit mit viel medizin wie alkohol und so …
Mit Menschenrechten kann man glaub ich hier nicht viel anfangen. Weil allgemeine Bildung sprich: Schule ist ja gegeben. Wiederum hat jeder die Möglichkeit zu studieren, nur muss er ein Berg von Schulden auf sich nehmen. Rein Rechtlich ist da aber kein Verstoß gegeben. Man merkt aber, dass eher wenige Jurastudenten im Audimax hocken, die die Besetzer aufklären könnten.
171. maximilian (der nicht dabei ist) - 9. December 2009
Das sagt wohl mehr als tausend Worte…
Ich wollte nur mal anmerken (was ich nicht verstehe) warum wir hier ständig aufpassen müssen was wir sagen aber solche Ausdrücke wie von 168 einfach nur übergangen werden. Ich finde weder diese (von “euch”) noch andere (“von uns”) aussagen richtig (obwohl ich diese mit am niveaulosesten finde) also: Man kann diskutieren aber so was macht keinen Sinn.
Und da bestehe ich drauf! Sonst habe ich keine Lust mehr zu diskutieren (ich brauch mich nicht als Hurensohn beleidigen lassen). Und ich muss auch sagen dass mich das verletzt.
@172 finde ich an sich keine schlechte Idee. Für solche Anregungen (konstruktiv!) bin ich dankbar und hoffe es kommen noch viel mehr davon!
173. maximilian (der nicht dabei ist) - 9. December 2009
@173: danke
und ansonsten: solche ausagen müssen dich nicht verletzten. sie sind es nicht wert, dass man sie auf sich bezieht und das man überhaupt darauf reagiert. deswegen reagiert auch keiner darauf .
Da das posting mit den fäkalausdrücken inzwischen gelöscht wurde, hat sich mein beitrag 168 somit auch erledigt als Reaktion hierauf und kann nun ebenso entfernt werden wie auch dieser beitrag hier
Sicherlich ist es effektiver für die Öffentlichwirksamkeit, wenn man öfter Demos in der Innenstadt veranstaltet, und zwar am besten mehrmals wöchentlich, so erzielt man eine dauerhafte hohe Aufmerksamkeit, aber es kann auch zu erhöhter Gegenreaktionsgefahr von Seiten der Politiker / Polizei kommen wenn sie sich zu sehr gestört fühlen …
Sinn von Demonstrationen ist ja den Alltag zu stören … um eben Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und somit ganz bewusst Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben.
Ich bin zwar kein Student an der FAU und genieße dazu noch den Luxus eines zahlenden Arbeitgebers sowie einer privat-ähnlich organisierten Hochschule, aber trotzdem möchte ich mir erlauben, hier einen Kommentar abzugeben.
Ich bin entsetzt, wie viele Kleingeister in den verschiedenen Beiträgen gegen diesen mehr als nur berechtigten Streik argumentieren, und das auch noch größtenteils mir Argumenten auf Sandkasten-Niveau á la ” Mama, Mama, die haben mir meinen Lolli geklaut!” Erschreckend, einfach nur erschreckend…
Das Bachelor-System an sich zu verteufeln ist meiner Meinung nach nicht richtig, jedoch ist hier ganz besonders hervorzuheben, dass die Einführung dieses Systems, und zwar nicht nur an der fau, völlig unausgegoren ist! Verschiedenste Mängel in der Planung und Durchführung führen zu einer wesentlich stärkeren Belastung, als sie das Bachelor-System alleine mit sich bringen würde, ganz krass vor allem bei den “Doppel-Bachelor-Studenten” und Lehrämtlern. An meiner Hochschule ist die Planung und Umsetzung deutlich ausgereifter, was zwar zu einem immer noch erheblichem Mehraufwand führt, die Belastung aber immer noch in einem Rahmen hält, der noch im Bereich des Erträglichen liegt. Also, es geht auch anders! Nur dazu MÜSSEN die Leitung der Unis UND die verantwortlichen Staatsorgane in Aktion treten und erst mal auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden! Und genau das tut Ihr, weiter so!!!
Eine bodenlose Frechheit und zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit sind und bleiben jedoch die Studiengebühren! Nach der Krankenversicherung ist nun auch noch die Bildung drauf und dran, eine Zwei- oder Mehrklassengesellschaft, schön verteilt nach dem Einkommen, einzuführen. Dieses leidige Thema möchte ich jetzt nicht näher ausführen. Doch möchte ich hier allen Beführwortern mit leeren Argumenten eine Denkaufgabe mitgeben: WIE soll ein Bacherlorstudent, oder gar Doppel-Bachelor-Student, neben den unzähligen Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitsungszeit UND Zusatzaufgaben, noch die Zeit aufbringen, genug zu Arbeiten, um sich seine Studiengebühren, seine reinen Lebenshaltungskosten und noch etwaige pers. gewünschte Anschaffungen, wie z.B. einen unbedingt erforderlichen, funktionierenden Laptop/PC oder auch nur ne neue, warme Jacke, zu finanzieren??? Nicht jeder Student hat das Glück zahlungskräftiger Eltern, wie sie, und bitte verzeiht mir diese Kritik, aber das ist nunmal meine pers. Meinung, vor allem in den Studiengängen zu finden sind, die hier besonders stark gegen die Besetzer argumentieren!
Betrachtet man die letzten Jahrzehnte, fällt einem immer wieder auf, wie mächtig die Studenten und Studentenbewegungen waren und was sie alles erreicht haben! Dieser studentische Geist war leider völlig verloren, vor allem verursacht durch die bodenlose Arroganz vieler Studierender, die, entschuldigt die Audrucksweise, ihr Studium in etwaige Körperoffnungen geschoben bekommen haben! Jetzt erinnner sich die Studenten wieder dieser Kraft, und die Reaktion der “anderen Stundeten” ist Verständnis- und Ahnungslosigkeit gepaart mit Arroganz… Schade, einfach nur Schade!
Mit diesen Besetzungsaktionen machen die Studenten auf Missstände aufmerksam, die bisher niemanden wirklich interessiert haben oder kleingeredet wurden. Und darauf MUSS aufmerksam gemacht werden! Auch als “Glückskind” stehe ich voll hinter den Protesten!
Zu eurem Presseauftritt möchte ich noch etwas loswerden: Die öffentlichen Massenmedien, also angefangen von FrankenTV bis zu div. “Mode”-Radiosendern, berichten nur sehr eingeschränkt von euch, und wenn, dann berichten sie, ähm, nur am Rande über euer Anliegen, dafür zeigen sie ca. 30sek lang EINE Glühweinlasche in Großaufnahme… Ich finde, ihr solltet hier die Initiative ergreifen, sprich auf die Sender zugehen und an eurem Image arbeiten! Aber das nur am Rande Ich find diese einseitige Berichterstattung ausgesprochen bescheiden, vor allem schadet sie Eurem Image in der Öffentlichkeit und somit Eurem Anliegen!
Ok, genug geschrieben. Ich hoffe, niemand fühlt sich jetzt durch meine Äußerungen pikiert.
MACHT WEITER SO!
180. maximilian (der nicht dabei ist) - 10. December 2009
“WIE soll ein Bacherlorstudent, oder gar Doppel-Bachelor-Student, neben den unzähligen Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitsungszeit UND Zusatzaufgaben, noch die Zeit aufbringen, genug zu Arbeiten, um sich seine Studiengebühren, seine reinen Lebenshaltungskosten und noch etwaige pers. gewünschte Anschaffungen, wie z.B. einen unbedingt erforderlichen, funktionierenden Laptop/PC oder auch nur ne neue, warme Jacke, zu finanzieren???”
*gähn* zum gefühlten 10.000sten Mal die Stichwörter kfw und Studentenkredit.
Und bevor du wieder weiter ausholst: ja es ist mir klar das es ein Unterschied ist ob man als Kind “wohlhabender” Eltern Schuldenfrei aus 5 jahren Studium geht, oder ob man Schulden in Höhe eines Kleinwagens hat. Einige müssen eben mehr als andere abwägen ob sie für ihre Zukunft studieren und demnach auch darin investieren.
Jetzt könnte man die gewagte These aufstellen, dass Studenten die ihr Studium selber finanzieren (über Kredite oder/und Arbeiten) von der Motivation her nicht die “besseren” Studenten sind, zurückgehend auf die alte Weisheit “man weiß Dinge die man sich von eigenem Geld gekauft hat viel mehr zu schätzen”.
Und letztendlich ist der Anteil der Eltern, die sich ihrern Wohlstand nicht erarbeitet haben sondern durch einen Lottogewinn erreicht haben wohl verschwindend gering. Irgendeiner muss in diesem System etwas erwirtschaften: entweder es sind die wohlhabenden Eltern, die für das Geld was sie haben und was sie ihren Kindern zur Verfügung stellen auch hart arbeiten und durch die Finanzierung eines Studiums büßen sie dann auch an zuvor erworbenem Luxus bzw. Lebenstandard ein, oder es sind die Studenten die hart arbeiten müssen und/oder ihren Lebensstandard heruntersetzen müssen. Was auch immer es ist – mir will da keine Ungerechtigkeit auffallen. Ungerecht wirds immer erst dann wenn man die Arbeit der Eltern aus der Diskussion ausschließt und nur die Ebene der Studenten betrachtet.
181. maximilian (der nicht dabei ist) - 10. December 2009
eine letzte Bemerkung dazu: es ist interessant zu sehen, wieviele Studenten die vom Elternhaus her nicht arbeiten müssten um zu studieren es dennoch tun. Freiwillig also. Nicht mal um “mehr Luxus” zu haben, sondern um neben 2008-2011 Studium der… im Lebenslauf stehen zu haben, sondern auch Praxiserfahrung nachweisen zu können. Oder und das ist interessant: um ihre Eltern finanziell nicht zu belasten. Meine Eltern haben nicht ihr Leben lang gearbeitet um mir jetzt zig tausend EUR für ein Studium in den Arsch zu schieben. Aus ihrer Sicht machen sie es natürlich gern, aus meiner Sicht will ich das nicht. Ich will dass sie sich von ihrem Geld selber etwas gutes tun. Sich ein Auto kaufen, in den Urlaub fahren – whatever. Ich bin fast 30 und mir stellen sich die Nackenhaare bei dem Gedanken auf dass ich mit fast 30 immer noch das Geld meiner Eltern brauche um MEINE Träume zu leben. Und das Studium ist MEIN Traum, nicht der meiner Eltern. Ich komme aus einem wohlhabendem Haus und Studiere ohne einen Cent meiner Eltern (obwohl sie mich sogar gern finanziell unterstützen würden). Ich habe freiwillig einen Kredit und arbeite sehr viel und sehr hart neben dem Studium und für das Studium direkt. Folge: mich hat jetzt schon der 2. Headhunter kontaktiert weil man mich für Firma XY gewinnen will, ein Prof fragte mich ob ich nicht bei ihm promovieren will – meine Chancen an Universität und in der Wirtschaft sind sehr viel größer als bei anderen. Und darauf bin ich durchaus stolz. Und ich kann sagen: ich brauch dafür nicht meine wohlhabenden Eltern. Das Geschwätz dass nicht jeder studieren kann der will aus finanziellen Gründen ist einfach absoluter Unfug.
@maximilian:
wieviele jahre studierst du denn schon?
thema geld:
klar, man kann arbeiten und studieren, ich kenn ein paar leute die das mach(t)en. nur es liegt halt nicht jedem, komplett auf sein privatleben zu verzichten, oder das studium 10 jahre hinauszuzögern. kinder reicher eltern die trotzdem hart arbeiten, statt auf ihre elitären verbindungen und schicksalswolken zu vertrauen sind eher die sehr seltene ausnahme als die regel.
ich selbst bin auch nicht mehr der jüngste, habe eine kleine familie und jetzt, etliche jahre nach meiner ausbildung doch noch angefangen zu studieren. was soll ich sagen: mir langt sogar das bafög und der kfw kredit. ein nebenjob kann sein, muss aber nicht. 5 jahre kein urlaub, keine weihnachstgeschenke und wenig party? kein problem, ich wollte es doch so
wenn ich aus dem studium herauskomme bin ich mindestens 20.000 eur ärmer und ob ich dann meinen traumjob bekomme steht in den sternen… rein wirtschaftlich gesehen also ist dieses studium eigentlich ein desaster, ich könnte mich lehmann nennen – halt nein, dann würde ich ja den kredit erlassen bekommen
aber jammern tu ich nicht, schließlich hab ich mir das so ausgesucht. so wie alle anderen auch hier. also hört auf zu heulen und zu jammern und nehmt euch lieber ein beispiel an dem “man without life”, der, zumindest rein technisch gesehen alles richtig macht
zum “streik” an sich:
wer streikt denn eigentlich? die lesesäle sind überfüllt, die seminare gut besucht…
ist das besetzen eines gebäudes/saales jetzt schon ein streik?
und zu allen die hier rummeckern über kleingeister und egoisten die gerne ihre gewohnten vorlesungen besuchen möchten:
warum wollt ihr ihnen das verwehren?
die besetzer selbst gehen zu jeder ihrer vorlesungen, in jedes seminar, besuchen alle ihre kurse… warum muss man ganztägig in einem gebäude party feiern / rumgammeln nur um dann abends mal 1-2 std. ein wenig zu diskutieren?
die sache an sich mag richtig sein, die umsetzung ist, gelinde gesprochen: müll!
zitat: Ok, genug geschrieben. Ich hoffe, niemand fühlt sich jetzt durch meine Äußerungen pikiert.
das heißt so viel wie: bitte geht nicht negativ auf meinen beitrag ein
du willst doch auch net, dass man dich jetzt wieder hier zerlegt, oder?
“Einige müssen eben mehr als andere abwägen ob sie für ihre Zukunft studieren und demnach auch darin investieren.”
genau maximillian (der nicht dabei ist)
genau dies darf eben nicht der fall sein!!!
185. maximilian (der nicht dabei ist) - 10. December 2009
warum?
186. maximilian (der nicht dabei ist) - 10. December 2009
@joecksl (#182): 7 semester. immer noch die gleiche fachverbindung wie am anfang. zwischenprüfung ganz normal im 5. semester. mein lebenslauf ließt sich ähnlich: nach dem abi gearbeitet, dann ausbildung, dann weiter voll gearbeitet, dann studiert. nur eine familie hab ich (noch) nicht. aber auch das ist machbar (sieht man ja an dir).
ich möchte nicht abstreiten, dass es in einigen studiengänge echte probleme gibt. das ding ist: ich sehe die probleme einzelner studiengänge NICHT als problem der allgemeinheit. und konkrete probleme in einzelnen studiengängen zu beheben muss man gezielt die probleme anpacken. ich finds auch nicht gut wenn man als (spekulativ) chemiestudent nicht mal in den semesterferien zeit hat um zu arbeiten. aber das ist kein problem der allgemeinheit (ich wiederhole mich) und schon allein aus diesem grund könnt ihr nicht für alle sprechen und glauben euch für alle einzusetzen.
ich finde es löblich wenn sich ein philo student für einen chemie studenten einsetzt, vllt indem er ihm bei seiner rede vor irgendeiner vollversammlung argumentativ zur seite steht (logik und sprachphilosphie müssen ja für irgendwas gut sein). aber hier hilft doch keiner dem anderen konkret probleme zu beheben. hier wird irgendwas großes angeblich alle studenten betreffendes bestreikt. betrifft aber nunmal nicht alle. und konkrete probleme können so auch nicht angegangen werden.
ich glaube einfach, dass es nicht richtig ist die verantwortung und schuld gänzlich auf die politik, die hochschulleitung, den staat oder allseits beliebt auch das system abzuwälzen. wenn ich so selbstständig bin und mein leben auf die reihe kriege, dann können das andere auch. der unterschied scheint mir eher zu sein, dass ich von meinen eltern ein paar sachen mit auf den weg bekommen habe: ehrgeiz, selbstständigkeit, die fähigkeit verantwortung für mein leben zu übernehmen. und das sind glaube ich die wirklichen probleme die es gibt. die studiengebühren ansich sind nicht das problem. der finanzielle stand einer familie ist nicht das problem: das problem ist, dass in vielen familien grundlegende werte scheinbar nicht vermittelt werden. und daran wird euer streik nichts ändern. daran kann, so würde ich behaupten, auch die politik nichts ändern.
achja, was wollt ihr eigentlich mit den listen erreichen auf denen die schweigende menge sich euch solidarisch zeigen soll durch ihre unterschrift? zweifelt ihr etwa tatsächlich selber langsam? seid ihr euch unsicher geworden?
Danke, Maximilian (der nicht dabei ist), du sprichst mir aus der Seele.
Wie du es so trefflich in deinem Artikel beschrieben hast, es ist möglich, sein Studium alleine auf die Reihe zu bekommen.
So, an alle, die nun gerne sagen würden: “Ha, du hast ja reiche Eltern, die alles für dich bezahlen und musst dir um dein Studium und deie zukunft ja auch keine sorgen machen!” Nein, das stimmt so nicht.
Meine Eltern arbeiten beide bei einem Arbeitgeber, der dafür bekannt ist, nicht die Welt für seine Arbeitnehmer zu bezahlen. Mein Studium zu finanzieren wäre ihnen unter vielen Anstrengungen und Kraftaufwenden möglich, doch will ich das nicht. Ich will meinen Eltern nichta uf der Tasche liegen. Ich meine, ich bin bald 20, andere Menschen arbeiten zu dieser Zeit schon längst und verdienen ihr eigenes Geld, da will ich nicht, dass sich meine Eltern wegen mir etwas absparren müssen und sich keine kleinen Freuden mehr gönnen können.
Deswegen arbeite ich. Mein Job ermöglicht es mir, mein Studium mit allem was dazu gehört (Semestergebühren, Semesterticket, Essen, Bücher, Kopiergeld, …) selbst zu finanzieren. Natürlich ist das anstrengend und natürlich würde ich lieber, wenn ich aus der Uni zurückkomme, nach Hause gehen können, etwas in Ruhe essen und dann entspannen, statt gleich in die Arbeit zu gehen und bis Abends Geld zu verdienen. Aber anders geht es nun einmal nicht und es bringt mich nicht um.
Der Knackpunkt ist, wenn andere Studenten es schaffen, zu arbeiten, zu studieren und nebenher sogar noch etwas das Bischen Freizeit zu genießen, das sie haben, warum schaffen dann das nicht auch andere?
Ich weiß, ich gebe mich gerade dem Abschuss preis mit dieser Aussage, aber wollt ihr wirklich sagen, dass ihr es nicht schafft mit Bafög und etwas Arbeiten euer Studium zu finanzieren? Dass ihr es ungerecht findet, dass ihr euch außerhalb eurer Studiumszeit noch mit etwas Unangenehmen und Zeitraubendem beschäftigen müsst?
Aber, hey!, das ist das Leben! Ihr müsst Arbeiten, um Geld zu verdienen. Ihr müsst Zeit und Schweiß in eure Zukunft stecken, damit aus ihr etwas Gutes wird. Und ihre seid dabei nicht die einzigen.
Auch nicht Studenten müssen für ihre Zukunft arbeiten. Weiterbildungen sind kostenpflichtig, Ausbildungen sind kein Zuckerschlecken, der Markt ist schlecht, viele bekommen keine feste Stelle. Aber so ist das nun einmal, das ist das Leben, das ist das Erwachsenwerden. Es endet nicht immer, wie im Märchen. Manchmal muss man auch Rückschläge und harte Zeiten einstecken, nur um dann irgendwann die Sonne wieder aufegehen zu sehen.
Wie maximilian (der nicht dabei ist) bin ich der Meinung, dass sich die wirklichen Probleme auf einige, spezielle Studiengänge beschränken und dass aus diesen, dass wiederum ein paar wenige betroffen sind. Doch eure Argumente betreffen nicht die ganze Studienschaft. Ihr wollt für die ganze Studienschaft sprechen? Dann hört sie an und akzeptiert ihre Meinungen.
Und, ja, auch ich mit meiner abwägigen, unangenehmen, unerfreulichen und so vollkommen falschen Meinung, ja auch ich bin ein Teil dieser Studienschaft und auch ich verdiene es, dass man mir zuhört und meine Meinung respektiert.
Wenn ihr das akzeptiert habt, dann überlegt euch doch noch einmal im Stillen, ob es wirklich so in Ordnung ist, was ihr da alles tut. Und vor allem, ob ihr wirklich im Namen der ganzen Studierendenschaft redet oder doch nur in eurem.
Jetzt möchte ich mich doch noch zum Thema “Finanzierung des Studiums” äußern… Ich studiere im geisteswissenschaftlichen Bereich, wenn ich fertig bin erwartet mich, mit Glück ein Job und ein Gehalt zwischen 1200 und 1500 Euro brutto. In meiner vorlesungsfreien Zeit vertreibe ich mir eben diese mit unbezahlten Vollzeitpraktika, da im Kulturbereich ja bekanntlich kein Geld vorhanden ist, Praktika aber unabdinglich sind und viele Jobs für uns in dieser Branche liegen. Wenn ich einen Studienkredit aufnähme, stünde ich letztendlich mit ungefähr 20 000 Euro in der Kreide und… lasst mich mal kurz nachdenken… hätte immer noch kein besseres, sprich finanziell abgesichertes Leben, das über dem Lebensstandard eines Studenten liegt… Investition in die Zukunft gut und schön, aber die Tatsache, dass ich neben meinen unsicheren Jobaussichten später wohl erstmal immer noch einen Nebenjob haben werde, lässt mich, und wahrscheinlich nicht nur mich, ebenso davor zurückschrecken, mich schon während meines Studiums hoch zu verschulden, wie ein Rückzahlungzeitraum von bis zu 25 Jahren mit variablen Zinsen.
Und, liebe Nina, beispielsweise, wenn Du schon anmerkst, dass der Markt schlecht ist, dann denk mal drüber nach. Außerdem ist eine Mehrbelastung von 83 Euro pro Monat, die häufig als Argument für die Studiengebühren verwendet wird, für mich doch sehr anstrengen, da dies für mich 11 Stunden Arbeit bedeutet.
Die Diskussionen hier spiegeln den alten Gegensatz zwischen zwei Denkrichtungen wider: Die eine heißt “Jeder ist seines Glückes Schmied, sich selbst der Nächste und nur seinen persönlichen Interessen verpflichtet (totale Freiheit des Einzelnen)” und die andere heißt “Der Mensch ist ein soziales Wesen und kein Mensch kann ohne gegenseitige Hilfe, an der Gemeinschaft aller Menschen orientiertes Denken und Handeln und Nächstenliebe/Solidarität wirklich in Freiheit leben (keine Freiheit ohne Solidarität, d.h. relative Freiheit, die sich am Allgemeinwohl orientiert)”. Diesen uralten Gegensatz werden wir an dieser Stelle nicht lösen. Ich bekenne mich zu der zweiten Denkrichtung – besonders im konkreten Fall des Bildungsstreiks. Jeder soll selbst entscheiden, welcher dieser Richtungen er sich selbst zuordnet. Wir sollten allerdings – gleich, welcher Richtung wir angehören – damit aufhören, uns gegenseitig missionieren zu wollen. Ich persönlich verzichte darauf, weil es in beide Richtungen nicht funktioniert. D.h. die Streikgegner mögen sich weiter raushalten und tun, was ihnen gefällt, und wir streiken weiter, wie wir es für richtig und angemessen halten. Und zum letzten Mal an die Adresse der Streikgegner: Wenn Euch das alles so sehr stinkt, dann organisiert Eure riesige, “schweigende” Mehrheit, bringt sie mit ins Plenum, überstimmt uns und jagt uns davon. Es steht Euch jederzeit frei, dies zu tun. Also dann bitte.
bei der grundausbildung wurde ich zum streikgeneral ausgebildet und jetzt kann ich eine weltweite streikarmee führen zum totalen stillstand der zwangsbildung …
ein bisschen meckern ein bisschen motzen ein bisschen stänkern das wünsch ich mich – komm schreib mit mir nen beschwerdebrief in dem wir jammern ganz ganz tief -
mal unabhängig von eurem geld geplaudere: http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung
seid ihr der meinung, dass wir im moment hier an der uni gebildet werden, oder eher nur ausgebildet?
(wikipedia nur zur Orientierung … könnt auch eigene Definitionen bringen)
196. maximilian (der nicht dabei ist) - 14. December 2009
“nur” ausgebildet? die die hier am lautesten schreien sie hätten ja sooo viel zu tun, hätten keinen monat in meinem ausbildunsgberuf überlebt.
ansonsten, ich weiß worauf die mit deinem Bildung/Ausbildung hinweis hinaus willst – die Frage ist ob reine Bildung ohne ausgebildet zu werden noch zeitgemäß ist. Nur von Bildung allein kann man sich nun auch wieder nicht ernähren (zumindest die wenigsten). Das “Handwerk” eines Berufs gehört schon irgendwie dazu. Und das Handwerk erlernen gehört wieder in die Richtung des Ausbildungsbegriffs.
Aber mal als Beispiel: ich hab recht viel Kontakt zu Informatikern verschiedener Art, also verschiedener Fachrichtungen und verschiedener Qualifikationsgrade. Die Hochschulabsolventen klagen oft, dass ihnen die Fachkräfte (also diejenigen mit IHK Abschluss) die Jobs “wegnehmen” bzw. dass bei Neueinstellungen Facharbeiter den Hochschulabsolventen vorgezogen werden. Ich denke dass ist nicht nur in dem Bereich der Fall.
Von daher ist der Gedanke dass der reine Bildungsweg ggf. nicht mehr zeitgemäß ist vllt. gar nicht mal so weit hergeholt.
Da hat es doch jemand kapiert:
“Aber, hey!, das ist das Leben! Ihr müsst Arbeiten, um Geld zu verdienen. Ihr müsst Zeit und Schweiß in eure Zukunft stecken, damit aus ihr etwas Gutes wird. Und ihre seid dabei nicht die einzigen.”
Ich versteh nicht, dass nicht alle so denken wie Nina! (Zum Glück werden es aber immer mehr, früher war das unter den Studierenden leider nicht so!) Nehmt euch ein Beispiel, dann kann aus euch und unserer Gesellschaft endlich was werden. An der Uni ist es wie im richtigen Leben, die ewigen Nörgler und Faulenzer blockieren das gesunde Wirtschaftswachstum und den Wohlstand für alle.
Also reisst euch mal zusammen und werdet vernünftig! Hände weg von Kritik und Protest, passt euch an, seid fleissig, strengt euch endlich mal bisschen mehr an und verschwendet nicht eure Energie mit irgendwelchen eingebildeten Schwierigkeiten, und es wird euch und überhaupt uns allen besser gehen.
Hier die Botschaft an die ewigen Querulanten in Liedform: http://www.youtube.com/watch?v=4toCZmzILIs
das macht mich echt traurig das zu lesen. Forderst du wirklich diese Art von Tunnelblick Scheuklappen ? Wo bleiben da Werte und Demokratie ? Mit dem Wort “ewig” beurteilst du nicht nur das Verhalten von Menschen, sondern wertest sie nach meinem Empfinden ab, da du ihnen gewisse Eigenschaften dauerhaft zuschreibst.
Am besten für die Gesellschaft ist ein miteinander, und kein “ich bin nicht so wie DIE, und fühle mich deshalb besser…”
Auch in deinem geposteten Lied ist die Stimmung am Ende versöhnlicher.
Zum Thema Wachstum ein Video mit Harald Lesch (Lesch und Co) http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational_and_howto/watch/v18646643gbyp7Pt7
Lieber Freddy,
danke für Deinen Beitrag! Großartige Realsatire!
“Hände weg von Kritik und Protest, passt euch an, seid fleissig, strengt euch endlich mal bisschen mehr an und verschwendet nicht eure Energie mit irgendwelchen eingebildeten Schwierigkeiten, und es wird euch und überhaupt uns allen besser gehen.”
Also, zu Befehl, jawoll, ich passe mich an, ich halte die Fresse – und alles wird gut. Alle nicht eingebildeten Missstände werden sich schon in Wohlgefallen auflösen. Wir bleiben brave Untertanen!
Und ganz in diesem Sinne, lieber Freddy, hier auch ein Lied für Dich: http://www.youtube.com/watch?v=xp6l59mZojM
Die Kameraposition ist ungünstig, weil das Bild auf den mittleren Block ausgerichtet ist. Die meisten Leute sitzen links außerhalb des Bilds, insgesamt sind mindestens 200 Personen anwesend.
Also wirklich Leute. Ich hab den Protest echt lange unterstützt und verteidigt, selbst vor dem Hintergrund der anfänglich chaotischen Startschwierigkeiten und der andauernden Partylaune, die dem Ganzen (meiner persönlichen Ansicht nach) die Seriösität nahm. Aber dass ihr heute unsere Politische Systeme I – Vorlesung bei Professor Pehle mit Günter Beckstein als Gastredner massiv stören musstet, war sehr daneben. Ihr habt die Thematik der Vorlesung in eine völlig andere, unpassende Richtung gelenkt und uns so eine potenziell sehr wertvolle Vorlesung zunichte gemacht.
Bildung mag ein Teilaspekt des Föderalismus sein, der Fokus der Vorlesung lag jedoch auf etwas ganz anderem. Ferner habt ihr euch respektlos und unhöflich bezüglich der Art und Weise aufgeführt, mit der ihr diskutiert habt. Dieses Verhalten heute war ein Armutszeugnis des erlangener Protests. Schade.
STUDIERENDENSCHAFT
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Comments»
Gibt es ne möglichkeit den Ton gleich am Micro abzugreifen? Man versteht so leider nichts……
Ne leider nicht, außer es bringt jemand nen 3 auf 5 poligen xlr adapter und n mischpult mit
Könnt ihr irgendwie ne bessere quali hinkriegen ?
@sidsam: Leider nein, da wir momentan nur per WLAN streamen.
“Uns stört, dass die Proteste nach dem Motto ‘Wünsch-Dir-was’ ablaufen. Alles wird pauschal kritisiert, jeder darf sich einbringen, dabei gehen die wesentlichen Punkte unter”, sagt Johannes Knewitz, Bundesvorsitzender der FDP-nahen Liberalen Hochschulgruppen.
öhm vernünftiges mikro nah am redner + ruhiger saal sollte völlig reichen.
kommt jetzt gar kein ton mehr??
Kein Ton, schlechte Bildquali.
Schade!
Aber dranbleiben – gute Idee!
Wir arbeiten dran, die webcam ist nur leider nciht der hit gerade
Wird die Diskussion sonst irgendwie aufgezeichnet??
An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an alle, die die technischen Finessen im Griff haben, die HP bereitstellen und den Stream organisieren! Danke!
Gibt es ein Forum zu den Diskussionen für Studenten die nicht aktiv im Audimax teilnehmen können. Ansonsten fänd ich es super wenn ihr mal darüber nachdenkt.
Viel Erfolg noch ich komme vorbei sobald es möglich ist
@reini: http://www.phil-fak.com. da gibts ne nette diskussion der man sich anschließen kann.
o
L
oo
Schäuble is watching you…
Dass die Leute immernoch “Schäuble” schreiben. Der ist jetzt Finanzminister… Der hat doch mit der Überwachung gar nix mehr zu tun…
der hat aber anscheinend einen sehr bleibenden eindruck hinterlassen, der gute mann…
Wie gehts weiter wird das Audimax weiter besetzt? also dieses WE und nächste Woche?
Ja, wir bleiben mindestens noch bis Montag. Für das Wochenende brauchen wir unbedingt noch Unterstützung! Kommt vorbei!
tolle Kameraeinstellung…wenn man wenigstens was sehen würde…
meckern kann jeder, roy black!
thank you all!
danke für den Ton!
Keep on movin
YeaHhHHh Dave und NIEVIDA RoOoOcKKK da HAUZZZzZZ!
Keiner braucht unis
Das Wissen kommt durch guggl zustande, die professoren haben weniger upload kapazitäten als wikpedia und jetzt wird die uni dichtgemacht und jeder bekommt ein diplom geschenkt zu weihnachten – so muss es sein
Kann man die Kamera bitte ins Plenum richten, die Presse Ag zu sehen is nicht wirklich interessant!
Kamera bitte ins PLenum richten!!!!!!!!!!!!!!!
Bitte dreht doch die Kamera einfach anders rum. Im “Publikum” sind zwar ein paar äußerlich ansprechende Personen…aber das hilft uns “Heimgebliebenen” auch nix
mensch mädels, ihr habt euer aufsehen erregt und viele bewunderer und kritiker sprechen können. damit ist euer zweck erfüllt, denn ändern kann nur die politik etwas. und glaubt mir, die politik hat es mittlerweile auch mitbekommen
nun wirkt es leider so auf mich dass sich manche eine billige unterkunft suchen und einen auf indoorcampingverein machen sowie nebenbei ein bisschen demonstrieren wollen. so etwas leidet !mittlerweile! in meinen augen sehr an eurem willen etwas zu verändern sondern bringt einen eher zu glauben, als wolltet ihr unter bewunderung der öffentlichkeit einen zwischenurlaub mit flucht aus dem alltag wagen. mfg
Kiwi
ich schließ mich dem hans mal ganz spontan an… wegen eurer “protestiererei” verpass ich endlos viel vorlesungen… is euch wahrscheinlich wurscht, schon klar, aber mich nervts!
@hans
wenn du dich an der Arbeit hier ein wenig beteiligen würdest, würdest du auch sehen, dass es weit mehr ist als nur ein CampingVerein.
Es gibt hier Menschen die nicht aufgrund von Partys, sondern wegen harter Arbeit Augenringe haben, die dunkler sind wie die Nacht (ich glaube ich auch schon, jedenfalls hat meine Frau gestern gesagt ich sähe scheiße aus, als ich wieder heim war*g*).
Klar ist ein wenig angekommen, aber wie viel würde im Gedächtnis bleiben, wenn wir jetztgehen? Du meinst doch nicht echt, dass wir jetzt wegen 10€ mehr Bafög hier tanzen und uns vor Freude in den Armen liegen. Auf die billige Masche fällt hier keiner rein. Und das Wort Solidarität kann ich schon nicht mehr hören, sollte zum Unwort des Jahres gekürt werde, da es eigentlich nur zum nicht Handeln motiviert.
lg max
EWF hat spontan eine Demo angemeldet und kommt zum Plenum in die Ohm FH!!!
könnt ihr die Musik ausmachen, damit man den Vortrag von Herrn Schoberth hören kann?
Das wäre toll.
Danke
geil das ihr bleibt! konnte leider nicht zur abstimmung da sein. morgen bin ich wieder am start!
Bitte tut der gesamten uni den gefallen und verschwindet aus dem audimax! ich zahl keine studiengebühren damit ihr mir meine vorlesungen klaut, für die ich teuer bezahlt habe!!!!
Der Sinn der Aktion ist ja auch, dass du oder eher nachfolgende Studenten keine Studiengebühren mehr zahlen müssen. Manchen Leuten scheint der Sinn und Zweck dieser Aktionen in ihrer kleinen egoistischen Welt nicht klar zu sein….
Ich freu mich schon auf die Diskussion mit Grüske am Mittwoch. Leider krieg ich das wieder nur über Stream mit. Weiter so!
Kleine egoistische Welt… Was denkt ihr eigentlich wieviele ihr prozentual zur Gesamtzahl aller Studenten der FAU seid? Ich habe fast alle meine Vorlesungen im Audimax und kann sie daher nicht besuchen. Aber ihr selber geht in eure “wichtigen” Veranstaltungen, Seminare etc. Wer ist denn hier egoistisch?
@ Dafür!: Mein Problem ist nicht das demonstiert wird sondern dass Möchte-Gern-Revoluzzer und Junghippies wie ihr die Hörsäle deutschlandweit besetzen und unsere Bildung blockieren.
Demonstrieren ja gerne und immer dann wenns nötig ist aber bitte mit angebrachten Mitteln und nicht Anarchie.
Jup, es ist nicht dass jemand demonstriert, sondern wie… Andere vom studieren, bzw. Vorlesungsbesuch abzuhalten, kann ja wohl nicht Sinn und Aufgabe eines Protestes sein. Besetzt doch das Rathaus, den Bahnhofsplatz oder sonstwas!
PS: Mehr als die 10 Eur Inflations-Bafög-Ausgleich wird eh nicht rumkommen…
kein Ton…
Ich stimm euch teilweise zu. Aber für mich blockiert eindeutig das Bachelorsystem so wie es jetzt ist meine Bildung.
Für mich ist nämlich Bildung auf gar keinen Fall gleichzusetzten mit bulimie-lernen
Deshalb demonstreiere ich und besetzte ich, damit dass auch den “Junghippis” aus dem Bildungsministerium, die meine Bildung blockieren, klar wird
Grüße
abc
Hey!
Ich hab auch Vorlesungen im Audimax. Nur weil mal 3 Vorlesungen ausfallen, werd ich totzdem meine Klausuren schaffen. Da find ich die Sache an sich schon wichtiger als mein persönliches vorankommen im Studium.
Bin zwar nicht bei den besetzern dabei, unterstütze diese aktion aber! Und wenn hier irgendein paar yuppies rumheulen, dass sie ihre vorlesung nicht besuchen können, haben sie gar nichts verstanden! Mal weniger RTL schauen und nachdenken WARUM ihr eigentlich studiert und in dieser Welt lebt!
Und nochwas: RCDS stinkt!
wegen 3 Vorlesungen würde keiner was sagen… aber 2 wochen bedeuten schonmal 10 Vorlesungen… wie lange soll das noch weiter gehen? Bis zur nächsten Wahl in 4 Jahren?
Wenn ihr euer Studium als Partyzeit seht… gerne… aber macht das dann halt im Kollegienhaus, damit wenigstens eure eigenen Vorlesungen ausfallen können. Danke
alle Dozenten haben ausweichräume gefunden, ausser einer glaub ich.
@Pete
Nur eines: Dass man Dir alles sechs Monate fast 600 Euro klaut, ist Dir offensichtlich noch nicht aufgefallen (oder gehörst Du zu den glücklichen, die Ihre Studiengebühren von Mama und Papa gezahlt bekommen oder gar nicht zahlen müssen?)
@Fee
“Demonstrieren ja gerne (…) nicht Anarchie”. Liebe Fee, hättest Du auch nur einen Fuß ins Audimax gesetzt, wüsstest Du, dass die Situation dort nichts mit Anarchie zu tun hat. Darüber hinaus kann ich Dir nur empfehlen, in einem Lexikon nochmal den Begriff nachzuschlagen, da Du ihn offensichtlich nicht begriffen hast. Unter “Hippies” solltest Du – wenn Du eh schon dabei bist – auch gleich nochmal nachschauen.
@Hans
Erkläre mir mal bitte, wie sich etwas ändern soll, wenn alles – d.h. der Lehrbetrieb – so weiterläuft, als wäre nichts geschehen. Die meisten von uns haben Vorlesungen im Audimax, für die allermeisten Besetzer bedeutet ihre Aktion, viel Lernstoff und Arbeit nachholen zu müssen, etc. Warum jammert also gerade Ihr, die Ihr es Euch so bequem macht, rum? Wenn Ihr nicht mitmacht, dann dürft Ihr nur über eines jammern: Eure Bequemlichkeit und Euren Mangel an Solidarität!
@Neiss
Schlaumeier, was soll man den als Student sonst besetzen als die Uni, wenn man für eine Verbesserung des Bildungssystems kämpft? Das Klo, die eigene Wohnung (oder vielleicht Deine)? Übrigens: Wenn alle so denken würden, wie Du (“mehr als 10 Euro kommen nicht rum”), würde überhaupt nix rumkommen. Rumnörgeln im Trockenen, sichs bequem machen und sich raushalten, heute gegen die Besetzer stänkern und ab morgen wieder die Faust in der Tasche ballen, wenns um die Bildungsmisere geht – das hab ich gern.
@MFG:
“Studium als Partyzeit” – Jaja, diese billigen Klischees. Beim DSF gibts eine schöne Sitte für solche dummen Floskeln und die heißt: 2 Euro ins Phrasenschwein. Ich wart auf Dich, dann kassier ich bei Dir die 2 Euro für diese dumme Plattitüde ab. (Apropos: Bist Du zufällig Jurist? Was macht denn Dein gestärkter Polo-Hemden-Kragen? Entschuldige, dafür zahl ich auch 2 Euro).
@ alle Nörgler:
Es kann sich nur etwas ändern, wenn wir solidarisch sind. Also reiht Euch ein, denn auch Ihr könnt von dem, was wir erreichen wollen, nur profitieren. Hört auf zu jammern und fangt an zu kämpfen für ein besseres und gerechteres Hochschulsystem! Kommt ins Audimax und diskutiert mit, statt hier im Chat zu stänkern!
P.S. von wegen Party: Neben meinem Studium (Vorlesungen, Seminare, Referate, Hausarbeiten, Lernen, usw.) arbeite ich täglich 8 Stunden und finde trotzdem Zeit zum Streiken. Also erzählt mir nicht, wir Streikenden/Besetzer würden nur Party machen.
bitte, liebe besetzer, tut uns studenten einen gefallen: geht am freitag aus dem audimax und erklärt den streik für beendet.
die ganze organsiation, die unterstützung zu vieler linker gruppierungen, der forderungskatalog, u.a werfen kein gutes licht auf uns. ihr repräsentiert nicht die masse, die will nämlich studieren. trotz studiengebühren und nicht vorhandenem semesterticket! ihr vertretet die interessen einer minderheit.
ach ja: wenn sich jemand wirklich hochschulpolitisch engagieren will, kann er das seit langem in hochschulgruppen und fachschaftsinitativen tun. aber das tun viele nicht- und jammern dann über die mangelnde studentische mitbestimmung!
Bist du für weniger Mitbestimmung der Studenten?
Bist du für Studiengebühren?
Bist du mit der Umsetzung des Bachelor-Master-Systems zufrieden?
Willst du kein Semesterticket?
Dann komm vorbei und bring deine Meinung dazu ein.
post?
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,663207,00.html
@anonym:
Was meinst du denn mit
“die ganze organsiation, die unterstützung zu vieler linker gruppierungen, der forderungskatalog, u.a werfen kein gutes licht auf uns”
genau? Also mit den einzelnen Punkten? Und wie soll das oder in welcher Hinsicht soll das ein schlechtes Licht auf “euch” werfen?
Kannst du das bitte noch ein wenig ausführen, habs nicht ganz verstehen können.
Schöne Grüße
Hi,
weiß nicht so genau, wo das jetzt hingehört, aber ich hab gerade gelesen, dass es in Tübingen eine 48 Stunden Vorlesung gibt. Da halten verschiedene Dozenten Vorträge. Wir suchen doch eine Möglichkeit, die Dozenten einzubeziehen. Wäre das nicht eine sehr sinnvolle Option?
Es ist ein Unding dass es in manchen Bundesländern Studiengebühren gibt, in anderen aber nicht – entweder ein einheitliches Bildungssystem mit einheitlichen Standards oder gar keins
——–
Ich denke anonym bezieht sich darauf, dass dieser Streik einerseits sehr radikal wirkt und andererseits gleichzeitig absolut undurchdacht und planlos. Wie ihr am letzten Dienstag ohne Forderung und Vorbereitung einfach in den Audimax einmarschiert seid, die laufende Vorlesung unterbrochen habt und dann den Proffesor hinausgeworfen habt, kam schon nicht wirklich gut bei vielen Studenten an. Dass ihr danach eine Podiumsdiskussion gehalten habt, auf der jeder gegen jeden wettern und hetzen konnte, ohne eine gemeinsame Basis zu haben, sah mehr nach einer “Freakshow” aus (das ist ein Zitat, das ich in der letzten Woche mehrfach gehört habe).
Euer Forderungenkatalog stand erst am nächsten Tag. Bis dahin habt ihr die Antifa und die Piratenpartei, beides Gruppierungen mit mehr als nur etwas dubiosen Inhalten, im Audimax ihre Freiheiten gelassen. Es wurde immer noch gepöbelt und gehetzt, ohne wirklichen Bezug zum Bildungsstreik. Studenten, die sich nicht aktiv beteiligten und nachfragten, was mit ihren ausfalleneden Vorlesungen passieren würde, wurden beleidigt und mancherorts sogar bedroht. Mir selbst ist das auch passiert.
Der Forderungenkatallog ist ein gutes Stück arbeit, jedoch an vielen Stellen nicht umsetzbar. Einer dieser Punkte ist zum Beispiel die Abschaffung der Studiengebühren. Ich habe mich mit einem Wirtschaftsexperten darüber unterhalten. Dieser meinte, die Studiengebühren könnte man schon abschaffen, der Uni würde dann jedoch so viel Geld feheln, dass sie kaum neue Bücher und Lehrmaterialien anschaffen könnte, was wiederum die Studienbedingungen immens verschlechtern würde. Und um das Argument, dass Studiengebühren für den einfachen Studenten unerschwinglich sind, aus dem Weg zu räumen. Ich habe meine 500 Euro innerhalb von einem Monat zusammengearbeitet und zwar in meiner Freizeit. Es kann also niemand behaupten, er kann sich das Studium nicht leisten, weil 500 Euro im Semester anfallen. Das ist einfach nur lachhaft.
Das war jetzt nur ein Beispiel, doch es gibt noch viele mehr, für die das gleiche gilt. Zu überzogen, zu realitätsfremd, zu extrem. Dass die Besetzer solange streiken wollen, bis alle Forderungen durch sind, ist schwachsinnig, denn dann könnt ihr bis an euer Lebensende im Audimx wohnen.
Ich habe gerade SOLIDARNOSTs post gelesen, und ich muss sagen, du machst mich krank. Wir leben hier in Deutschland und hier herrscht Meinungsfreiheit! Wenn andere gegen den Streik sind und sich nicht beteiligen wollen, dann hast du kein Recht sie zu beliedigen, dumm anzumachen und sie auszugrenzen. Es geht hier auch um unser Studium. Ich habe 600 Euro bezahlt und ja, ich habe sie selbst gezahlt. Jetzt habe ich ein Recht auf mein Studium, meine Vorlesungen und auf Bildung. Denn mit eurer Aktion brecht ihr mit euren eigenen Parolen. Ihr wollt Solidarität, Bildung für alle? Was ist mit MEINER Bildnung? Die kommt im Moment vollkommen zu kurz. Was ist mit MEINEm Recht auf Bildung?
Und was soll das Gehetze gegen Studenten, die das Glück haben, dass ihre Eltern ihnen die Studiengebühren zahlen? Haben die etwa kein recht auf Vorlesungen, nur weil sie das Glück haben, nicht selbst für ihr Studium aufzukommen? Du bist doch so solidarisch, SOLIDARNOST. Wie kannst du dann eine Zweiklassenstudentenschaft bilden? Müssten nichta lle Studenten die gleichen Rechte haben? Also auch die, deren Studium von fleißigen Eltern, die sich um die Bildung und die Zukunft ihrer Kinder gedanken machen. Haben die etwa wirklich weniger Rechte?
Und was soll dieses Gehetze gegen die Juristen? Nur weil der Großteil von uns – ja, auch ich bin eine Juristin und ich stehe gerne und öffentlich zu meiner Meinung – sich nicht mit Begeisterung an diesem Streik beteiligt, sind wir jetzt alle schlechte Menschen und der neue Fein, gleich nach den Professoren und Direktoren? Wie oft wurde ich in der letzten Woche blöd angemacht, wie oft hat man mich beleidgt und sogar bedroht. Ist das richtig, SOLIDARNOST? Ist dieser Streik es wirklich wert, dass man so gegen andere Mitstudenten vorgeht? Ich glaube nicht. Doch so wie du dich vorhin geäußert hast, wirst du es wohl nicht verstehen. Du setzt dich ein Solidarität, für mehr Verständnis und Gleichheit unter den Studenten, doch gleichzeitig bist du nicht besser: du diskriminierst andere und schließt sie aus und warum? Weil ihre Meinung sich nicht mit deiner deckt. Du bist erbärmlich.
Ist euch schon einmal aufgefallen, dass viele der Streikverweigerer nicht prinzipiell gegen eure Freorderungen sind? der Großteil stimmt euch da vollkommen zu, doch euer Weg ist falsch. Und nicht nur eurer, auch der der ganzen anderen Studenten in Deutschland. Ich habe gestern die Pressekonferenz der Studienrektoren in Leipzig gesehen. Eine Gruppe Studenten ist laut schreiend und wild pöbelnd in den Saal eingedrungen. Sie haben sogar vor laufender Kamera einen Sicherheitsmann geschlagen, um ihn aus den Weg zu schaffen. Wer seid ihr? Ich dachte, ihr seid die Bildungselite Deutschlands? Die Schlausten, die das Land zu bieten hat? Und dennoch fällt euch nichts Besseres ein als zu schreien, zu pöbeln und zu schlagen?
Ich für meinen Teil schäme mich, mit euch in einen Topf geschmissen zu werden.
Liebe Nina,
komm einfach ins Audimax und diskutier mit, dann kannst du deine Argumente sinnvoll einbringen und dich nicht in einem Chat totschreiben.
Im Übrigen sind deine Argumente vollkommener Schwachsinn. Was Solidarnost angeprangert hat, ist die Ungerechtigkeit, die die Studiengebühren erzeugen. Das kannst du wohl kaum leugnen. Und dass sich manche Leute schon längst totarbeiten, um sich überhaupt ihr Studium finanzieren zu können – neben diversen Praktika usw. – und dann noch zusätzliche 500 Euro einfach nicht mehr stemmen können, ist erwiesene Sache.
Wenn dein Herr Wirtschaftsexperte schon beim rechnen ist, kannst du ihn gerne bitten, den winzigen Prozentsatz, der nötig wäre, den Ausfall der Studiengebühren zu kompensieren, auszurechnen. Denn natürlich würden die Unis massiv Geld verlieren, wenn man die Studiengebühren einfach abschafft. Dass hier aber der Staat in der Pflicht ist, und nicht die Leute, die ebenfalls für die Bildung arbeiten (ja, die Studenten!) sollte vor allem dir klar sein.
Wenn du mal ins Audimax kommen und sehen würdest, was für harte Arbeit geleistet wird, dann dürftest du in den vereinzelten ungeplanten Aktionen wie in Leipzig nichts anderes sehen als ein paar Einzelne, die sich ihrem Ärger Luft gemacht haben.
Und jetzt sei bitte still oder geh ins Audimax.
@nina
bei uns wird weder gepöbelt, geschrien noch geschlagen, zeigt, dass du dich bis jetzt noch nicht mal im ansatz mit den besetzungsstrukturen und regeln im audimax auseinander gesetzt hast, geschweige denn mal dort warst. bloß weil ein paar deppen in leipzig so eine aktion starten sind jetzt plötzlich aller besetzer so? ja das mit dem in einen topf schmeißen passiert schneller als man denkt…
meine eltern können es sich leisten mir das studium zu finanzieren und bis jetzt hab ich mich nicht diskriminiert gefühlt oder wurde deswegen von anderen dumm angemacht.
ach ja und wenn wir gerade den falschen weg eingeschlagen, deiner meinung nach… was ist denn bitteschön der richtige oder zumindest ein etwas erträglicherer für dich, bei dem die durchsetzung der forderungen jedoch immer noch ein bisschen realistisch bleibt? ich bin immer offen für neue gute vorschläge, ernsthaft! im audimax zerbrechen sich täglich leute den kopf darüber wie man den bildungsstreik wirksamer gestalten kann ohne, dass daraus nachteile für unsere mitstudenten entstehen, das ist wirklich nicht unsere absicht! also wenn ihr ideen einbringen könnt, die die situation für uns studenten verbessern könnten, dann kommt doch einfach mal vorbei, aber knallt nicht nur leere phrasen auf den tisch, die alles in den dreck ziehen,aber für eine verbesserung völlig sinnlos sind.
Langhaarige Kollegen!
wie wärs wenn ihr das audimax so langsam wieder räumt?
Ist echt alles andre als toll, seine vorlesung bzw. den nachholtermin nicht wahrnehmen zu können, da der auf ne zeit gelegt wurde, in denen ich arbeiten muss, um eben studiengebühren, wohnung und mein essen zu bezahlen!
Somit weder bildung noch geld für mich falls mich mein arbeitgeber rausschmeisst!
Stellt ihr doch VORM audimax ein zelt auf! Die Profs haben ja eh nix gegen die ganze sache also gebt ihnen das audimax zurück und lasst die leute in ruhe ihre vorlesungen besuchen! Frechheit!
wdr aktuell hat grad einen beitrag über eine uni in NRW gebracht die geräumt wurde. könnts euch ja mal angucken oder auch den stream auf den beamer legen damit die leute es sehen
http://www.wdr.de/tv/wdraktuell/
Hallo du lieber Joseph,
wie wärs wenn du einen “AK Audimax räumen” aufstellst, den bei der nächsten Abstimmung über die Räumung/Weiterbesetzung mobilisierst und dann die anderen überstimmst?
Ansonsten finde ich es schön von dir, wie gut du dich mit der ganzen Materie beschäftigst und bin stolz auf dich, dass es dich scheinbar nicht juckt etwas zu verändern
Da kann ich mich nur anschließen (klar: Juristin!). Das Audimax zu einem Jugendcamp zu machen und zig Kisten Bier davor zu stellen ist kontraproduktiv. Lehrveranstaltungen zu sabotieren sowieso. Geht auf die Straße, schließt Euch mit den Schulen, Lehrern und Elternverbänden zusammen, marschiert vor dem Landtag und in Berlin auf. Dann wird das vielleicht noch was. Da mach ich auch mit.
So allerdings seid ihr nur eine Minderheit, von der sich die Mehrheit terrorisieren lassen muss.
heyhey
locker bleiben, es gibt auch juristen die sympathisieren und auch mitziehen. Ich stimme jetzt zwar nicht unbedingt mit jedem Punkt über ein, halte die Sache aber dennoch für einen guten Anfang.
Aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass die im audimax statfindenden vorlesungen der ersten semester auch sehr gut mit einem Buch ersetzt werden können für 2,3 Wochen.
Letztlich sind auch noch die propädeutischen Übungen da, die sowieso die eigentliche individuelle Betreuung für Nachfragen etc. repräsentiert.
Wer also moniert, er habe nur dann und dann Zeit für die Vorlesung: Nehmt euch doch mal ein Buch, für die Prüfungen müsst ihr das eh tun. Und dass die Besetzung kein Zustand auf Dauer sein kann, ist sowieso klar.
Und letztlich habt ihr ja am Freitag die Möglichkeit, euch für eine Beendigung der Besetzung zu entscheiden und mitabzustimmen.
Weiterhin möge derjenige, der hier ruft, dass das nicht die richtige Möglichkeit sei, doch bitte mit seinem Vorschlag der möglicherweise richtigen Lösung im Plenum aufkreuzen. Er wird mit großem Beifall gehört werden. Nur solang es nur heißt, dass das nicht der richtige Weg ist, sehe ich darin keinen konstruktiven Vorschlag.
Ich finds gut, dass es Leute gibt, die etwas tun wollen dagegen.
@nina: du bist mir mit der antwort zuvorgekommen! aber du hast es gut ausgedrückt!
@mark: genau diese polemischen fragen kann ich nicht mehr hören! das pauschale über den kamm scheren von leuten, die den streik nicht (mehr) unterstützen. ich bin maßlos enttäuscht von dem verlauf des streiks hier in erlangen. der plan für die einzelnen tage zeigt, dass man sich gerade mal max. 3 stunden mit bildung beschäftigt. den rest werden kurzfilme geschaut, tabu gespielt etc. die konzerte von letzter woche dürfen nicht vergessen werden.
ich war mehrmals im audimax und bin nach einiger zeit wieder gegangen. weil ich die diskussionen nicht konstruktiv fand.
ich bin für die abschaffung aller unis
bildung behindert gehinrkapazitäten die ansonsten für kreative tätigkeiten wie rappen und so genutzt werden könnte
uni lernt man viel aber weiss doch nix
ich streike ab jetzt solange bis unis für immer dichtmachen
lieber 1-2 buch daheim lesen dann uni nix mehr nötig haben
alle unis zumachen für immer – bildung verursacht kopfschmerzen
—
ich fordere ein gesetz zum Nichtgebildetenschutz vor den Bilderbergern , das ist die Geheimgruppe die mit ihren unsinnigen Bildungsbüchern die Nichtgebildeten zur passivbildung zwingen will
http://de.wikipedia.org/wiki/Bilderberg-Konferenz
ICH FORDERE : Schutz for der PASSIVBILDUNG, z.b. indem man zufällig an der Uni vorbeiläuft und man hört studenten über bildungdinge reden, dann wird man passivgebildet und das verursacht bei den nichtgebildeten wie mir starke gesundheitliche nebenwirkungen wie kopfschmerzen etc.
Für einen aktiven Passivbildungsschutz
—
Seit Tagen muss ich mich dafür rechtfertigen, was gerade im Audimax vor sich geht und warum ich ein Teil davon bin. Ich bin es so leid, immer wieder die gleichen Argumente äußern zu müssen, ebenso wie es wahrscheinlich auch alle anderen sind. Die gedachten Totschlagargumente meiner Gesprächspartner sind gerne
1. Wie könnt ihr behaupten, ihr würdet im Namen der Studenten sprechen, ihr seid doch nur eine Minderheit.
2. Ihr bestreikt die Bildung, nehmt uns unseren Lehr-/ Lernraum.
3. Außer feiern und euch wichtig fühlen tut ihr doch eh nichts.
Gerne würde ich zu allen drei Punkten Stellung beziehen, damit jedoch jeglichen Rahmen sprengen. Natürlich wird mir nachgesagt werden, mir würden Argumente fehlen etc. kann ich mit leben, weiß um meine geistigen und durchdachten Vorräte, daher nur zu. Weiterhin hat vieles schon von anderen Erwähnung erfahren dürfen.
In erster Linie blutet mir das Herz zu sehen, wie groß der Widerstand gegen Menschen ist, die noch die waghalsige Idee haben, man könne tatsächlich Dinge im eigenen Land verändern, auf Missstände hinweisen und die sich den Arsch aufreißen, diese zu beheben. Und das mit Sicherheit nicht für sich selbst! Eine Vielzahl der Engagierten gehen auf das Ende ihres Studiums zu, werden von möglichen Veränderungen selbst nicht mehr profitieren können und durften zumindest teilweise in den Genuss eines freigeistigen Studiums kommen. Dennoch stehen sie hier, um ähnliches den nachfolgenden Generationen möglich machen zu können. Wahrscheinlich können all die Schimpfer und Nörgler nicht mal etwas für ihr Wohnzimmergemüt, genau das ist es, was das heutige Studium leistet. Mit Adornos Worten…Einheitsmaschinen aus Menschen machen, die jedes Potential hätten, einen kreativen Geist zu entwickeln.
Ehe mir aber gerne nachgesagt wird, ich könne mir mein philosophisches Gesäusel schenken, mache ich dies und komme zum Einheitsargument unserer Defensiven:
Ja, richtig, wir repräsentieren nicht die Studenten mit all ihren Mitgliedern. Haben wir nie behauptet und können wir auch gar nicht. Das nämlich könnt nur ihr selbst! Jeder hat seine Stimme, jeder hat das Recht auf Meinungsäußerung und jeder hat das Recht, sich an demokratischen Abstimmungen im Plenum zu beteiligen. Oh du wunderbare Demokratie! Erhebt eure Stimme, zeigt euch, legt die Tastatur weg, lockert eure verkrampfte, von Zornesfalten gequälte Gesichtsmuskulatur und kommt ins Audimax, damit mit dem von euch angeprangerten Missstand des besetzen Audimaxes endlich ein Ende gemacht wird. Aber bitte begebt euch nicht selbst in die Riege der Nicht-Wähler, die über die Regierung schimpfen, selbst aber nie zur Wahl gehen. Also tut dies, geht mit abstimmen, ansonsten verschont bitte alle tatsächlich aktiven Menschen mit eurem Gequietsche aus dem letzten Eck! Lasst eure Stimme was wert sein und benutzt sie.
Ganz nebenbei sei noch angemerkt zu sein, dass Menschen nicht nur dann ihren Unmut äußern, wenn sie selbst davon betroffen sind, sondern auch, wenn andere unter Gegebenheiten leiden. Dachte ich. Daher erfreuen mich all die Beiträge von denjenigen, die zufrieden mit ihrem Studium sind, die die finanziellen Aufwände meistern können und für die es keinen Anlass zur primitiven und unorganisierten (danke dafür) Revolte geben würde. Für euch nicht! Schaut neben euch, da müssten noch ein/zwei andere Menschen am Tag die Flure entlanglaufen. Vielleicht. Vielleicht dreht sich das Universum aber tatsächlich auch nur um euch. Wer weiß das schon.
wenn wenigstens hübsche leute beim pöbel dabei wären,
ich hab nur langhaarige, offensichtlich links politische, ungepflegte spacken gesehn!
Danke an Christin, die meine Gedanken auf den Punkt getroffen und vortrefflich formuliert hat!
ICH BIN SO WEIT WEG und mir zerreissts hier den Arsch, dass ich nicht dabei sien kann!
Es tut mir sehr leid, dass den Juristen ihre Räumlichkeiten entzogen wurden, doch ich denke, für das Wohl der Allgemeinheit kann man ab und zu auf seine persönlichen Bedürfnisse verzichten, nicht wahr?
Ich bin stolz, dass sich was tut und hoffe, dass diese Welle des Protestes Studiengebühren und den Bachelor-Mist schnellstmöglich davonspült!
Danke!
also leute,
was soll das rumpöpeln!
es sind durchaus sehr normale leute vertreten, und zwar in der mehrheit!
die radikalen und prteien wurden gleich verbannt.
die diskussionen sind sehr konstruktiv verlaufen.
die besetzer vertreten meiner meinung nach auch die interressen von allen!
es geht doch um den erhalt der freien wissensbildung!
so sprueche wie von isaak sind doch auch nur radikal und diskriminierend
nur halt von der anderen seite…
ich finde es toll wenn es leute gibt die sich einsetzen!
ich hoffe ihr haltet durch und lasst euch nicht von den rechts-konservativen einschuechtern und vertreiben lasst
mfg
benjamin
ich pfeiff auf philosophisches geseier… finds nicht schön, dass das hier kein ende findet, obwohl durchaus sinnfrei angelegt, was solls…
das hab ich grad per mehl bekommen, quelle ist mir nicht bekannt, poste es trotzdem mal, vielleicht is ja was dran
“Viele US Universitäten, von denen sich Deutschland den Bachelor und Master abgekuckt hat, kehren inzwischen zurück zum Diplom!
Deutschland schafft sich also gerade ein Bildungssystem, das aus den USA stammt, aber dort inzwischen wieder abgeschafft wird…
Beispiele US-amerikanischer Universitäten, die inzwischen den Weg zurück zum Diplom gefunden haben:
- die Colorado State und die Carnegie Mellon Universitäten mit dem:
„Accelerated BSc/MSc-Modell”
- das MIT und die University of South Florida, mit dem sogenannten:
„Five Year Dual Programme”.
- und noch viele mehr, wie z.B. University of Maryland mit dem
“Combined MS/BS-Programm” .
Das sind allesamt Studiengänge, die unserem Deutschen Diplom / Magister nachempfunden konzipiert wurden.
Und die Liste US-Amerikanischer Universitäten, die Diplomähnliche Studiengänge z.Zt. gerade vorbereiten, kann ohne weiteres fortgesetzt werden..
Der Bologna-Prozess ist kein verbindlicher Vertrag! Deutschland könnte also jederzeit zurück zum Diplom!”
was ich noch zu eurer links-rechts-juristen-philosophen-streiterei sagen wollte:
merkt ihr eigentlich wie sehr ihr euch an frühere vorurteile klammert? wie hier einer intoleranter als der nächste seinen individuellen egoismus plakatiert?
schaut euch mal allesamt in spiegel, bevor ihr über andere herzieht…
also, nur weil ich die Besetzung des Audimax für falsch halte, will ich hier nicht in die rechte Ecke gestellt werden. Von Leuten, die was gegen lange Haare oder Philosophen haben oder womöglich für eine Räumung plädieren, möchte ich mich gern abgrenzen.
Es geht hier auch gar nicht um persönliche Bedürfnisse oder Egoismus. Ich finde es schlicht unlogisch den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen.
zensur läuft hier ab im gästebuch!
Da haben wir es schon wieder. Alle Studenten sollen solidarisch sein und sich solidarisch mit den Streikenden zeigen. Gleichzeitig fordert ihr jedoch, dass die Studenten, die gerade Vorlesungen verpassen, auf ihre eigenen Rechte verzichten, um euch zu unterstützen. Das kann nicht sein. Man kann nicht Solidarität von anderen forder, sich dann jedoch nicht solidarisch ihnen gegenüber verhalten. Da ist irgendwo ein klitzekleines Problem in diesem Prinziep, oder etwa nicht?
Ich wiederhole es gerne noch einmal: Es geht hier nicht darum, dass eure Ziele falsch wären. Ganz im Gegenteil. Doch wie Melanie Patel so schön geschrieben hat: Es ist unlogisch, den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen. Eine Besetzung des Rektorats, Demonstration in München und Besetzungen der wichtigen, politischen und administrativen Gebäude und Einrichtungen, löst einen wesentlich höheren Druck auf die Minister und Rektoren aus, als eine Besetzung eines Vorlesungssaales es je erreichen könnte. Die Pressewirkung, die eine solche Tätigkeit hervorrufen würde, nicht zu vergessen.
Es geht auch nicht nur um die Vorlesungen. Natürlich ist es nervig, dass man seine Studiengebühren zahlt, um studieren zu können, und man dann durch einen Streik daran gehindert wird. Natürlich könnte man versuchen, die verpassten Vorlesungen nachzulernen, doch ist das nicht der Sinn eines Studiums. Denn wenn ihr so argumentiert, dass man alles sich selbst beibringen kann, dann brauchen wir keinen Bildungsstreik mehr, denn dann könntet ihr euch gleich für die komplette Abschaffung der Universitäten einsetzten. Denn schließlich kann man ja alles aus den Büchern zu Hause nachlernen, nicht wahr?
Nein, es geht um Solidarität mit anderen Studenten. Euer Streik trifft vor allem jene hart, die sich ihr Studium selber finanzieren müssen, da sie kein Bafög beziehen. Viele haben ihre Arbeit so gelegt, dass sie außerhalb der normalen Vorlesungszeiten liegt. Mit der jetzigen besetzung des Audimax und der Verschiebung der Vorlesungen auf Randzeiten, können viele ihre Vorlesungen auf Grund ihrer Arbeit nicht wahrnehmen. Das ist nicht sehr solidarisch.
Ein weiterer Problemfall sind Studenten, die Kinder und Familie haben. Auch die trifft die Besetzung des Audimax hart. Mit den normalen Vorlesungszeiten war es jenen sehr gut möglich, ihre Vorlesungen zu besuchen und daach ihre Kinder abzuholen und für sie da zu sein. Doch wie soll das funktionieren, wenn jetzt auf einmal die Ersatzvorlesungen meistens Spätnachmittags sind? Unter solchen Umständen lässt sich Studium und Familie nicht mehr vereinen.
Ich könnte noch lange weiterschreiben, aber ich glaube, der Inhalt kam an. Wenn ihr solidarisches verhalten von euren Mitstudenten fordert und es euch wünscht, dann überlegt euch bitte vorher, ob denn euer Verhalten ihnen gegenüber solidarisch war. Denn man kann nicht nur nehmen und nichts dafür geben.
kein livestream mehr
keine website aktualisierung…
isses rum? endlich?
Also:
Es sind exakt 17 Lehrveranstaltungen, die dort im Audimax pro Woche normal stattfinden würden. Von über 5.000 uniweit. Für etwa die Hälfte weichen die Profs auf andere Räume aus, Zettel hierzu finden sich an den Eingangstüren ins Audimax.
was ist mit dem livestream los? ich bin in der höhle des löwen und kann nichts sehen…
„Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.“
etwas übertrieben vielleicht für die studenten situation, aber das prinzip ist das gleiche.
Livestream aus?
Schade! Macht ihn wieder an.
Grüße aus Nürnberg
Liebe Nina,
leider ist deine Argumentation mal wieder sehr unlogisch: Du möchtest Solidarität haben? Mit wem? Für was? Mit dem Rektor, der gerne Studenten hätte, die ihre Klappe halten und schön brav jeden Tag in die Vorlesung gehen, dabei aber immer mehr ertragen müssen? Für eine Uni, die immer mehr von ihren Studenten verlangt?
Eine Besetzung des Rektorats würde tatsächlich mehr bewirken, als die Besetzung des Audimax, da gebe ich dir vollkommen recht. Dummerweise würde dann aber der gesamte Unibetrieb zum Stillstand kommen, weil keiner der Uni-Mitarbeiter mehr bezahlt werden würde, keinerlei Organisation mehr stattfinden würde etc. Das wäre, denke ich, auch nicht in deinem Sinne, denn dann hättest du nicht nur keine Vorlesung mehr, sondern überhaupt keine Uni.
Das Audimax als zentraler Ort des Protests und der Kommunikation ist wichtig. Wir brauchen diesen großen Saal, weil wir eben doch so viele sind. Und nur weil nicht alle 26000 Studenten da sind, heißt das noch lange nicht, dass wir mit den Forderungen eine Minderheit repräsentieren! Wir kämpfen hier auch für EURE Rechte! Wir sorgen hier auch dafür, dass EURE Kinder einmal in eine gerechtere Universität kommen können!
Und noch einmal: Wenn ihr diskutieren wollt, dann kommt bittebittebitte vorbei und sagt laut, was ihr denkt. Das hier im Chat ist eigentlich einfach nur peinlich.
also dieser chat hier ist gerade schon recht niveaulos, da hast du recht. in anderen kommentaren wurde wutlich niveauvoller diskutiert, auch wenn es da anfänglich die selben probleme gab aber die “prolls” (auf beiden seiten) sind doch nach 2-3 kommentaren weg.
ich finde nina hat schon recht.
meiner meinung nach wird hier vieles hochstilisiert was alles im argen liegt, dabei geht es uns echt gut wie ich finde. die achso große belastung findet nur in wenigen studiengängen statt und sollte deswegen viel gezielter angesprochen werden (auch der hochschulleitung gegenüber). forderungen konkret an _die richtige stelle_ wenden, nicht allgemein an die “staatsregierung” bzw jedem den gleichen katalog an den kopf schmeißen. klar machen viele gern mit wenns darum geht, dass sie evtl (noch) weniger tun müssen. aber insbesondere in technischen fächern (informatik, e-technik etc) aber auch in vielen anderen, sind die bedingungen wirklich gut und haben sich durch die ba/ma umstellung nicht wesentlich verändert.
wie an anderer stelle vorgeschlagen könntet ihr mit der uni-leitung vereinbaren, dass ihr euch täglich von zb 18-22uhr oder 19-23 uhr trefft und diskutiert. den rest der zeit könnte man den hörsaal den anderen studierenden für ihre veranstaltungen überlassen.
und gegen das unendlich öft gehörte totschlagargument “kommt vorbei” muss ich mal wieder sagen, dass ich gegen die form des protestes bin und diese nicht unterstützen will indem ich vorbeikomme. (ausführliche begründung in anderen kommentaren nachlesbar)
ich fänd es halt schön, wenn insofern rücksicht auf andere genommen würde, in eurem eigenen interesse -> weniger streikgegner, da die meisten hauptsächlich das vorgehen und die form kritisieren, weniger die ziele (obwohl ich auch finde das einiges unangebracht oder überzogen ist aber das hab ich auch schon in anderen kommentaren breit diskutiert, möchte das nicht alles in diesem thread wiederholen).
also räumt den saal und treff euch regelmäßig _nur_ für protestbezogene aktivitäten. dann verschwindet das image als spaßveranstaltung automatisch… wegdiskutieren lässt sich ein bild das man in der öffentlichkeit hinterlässt nicht. das muss durch taten und disziplin richtiggestellt werden.
da es hier nun auch nen anderen maximilian gibt musste ich mal meinen nick abändern, nicht dass man mich noch für nen überläufer hält
.
da ich mit nina und user einhergehe möchte ich noch einen punkt aufgreifen der bislang noch nicht aufgegriffen wurde und der mich bei christin stutzig gemacht hat:
“Eine Vielzahl der Engagierten gehen auf das Ende ihres Studiums zu, werden von möglichen Veränderungen selbst nicht mehr profitieren können und durften zumindest teilweise in den Genuss eines freigeistigen Studiums kommen.”
das ist sehr rühmlich irgendwie, aber irgendwie verquer. eine vielzahl der besetzer sollten diejenigen sein die diese “unmenschlichen zustände” betreffen. das dies lt deiner aussage nicht der fall ist lässt rückschlüsse darauf zu, dass die vielzahl derer für die ihr euch einsetzen wollt, gar nicht daran interessiert sind dass ihr euch da für sie einsetzt. vllt weil sie zufrieden mit ihrem leben und ihrem studium sind. vllt weil sie keinen grund zu protest sehen. vllt auch weil sie sich auf ihr studium konzentrieren und keine zeit haben. auf jeden fall sind sie nicht da wo sie sein sollten, denn es geht ja um sie lt. euren aussagen. gibt euch das nicht zu denken? die magister demonstrieren für bachelor die ihre stimme selber erheben könnten – ja wenn sie es wöllten, aber sie wollen (in vielzahl) scheinbar nicht.
das ist seltsam. dann bleibt eigentlich nur die frage warum die “vielzahl der besetzer (bzw. “engagierten”)”, die ja dann mag und dipls sein müssten, wirklich da sind. der angegebene offizielle (und sich eingeredete) grund ists offenbar nicht. das lässt viele vermutungen zu: zu wenig (geistige und körperliche) auslastung, zuwenig “wir gefühl” in den magisterstudiengängen (mangels fester seminargruppen zB.), langeweile, der wunsch mal an was großen teilzunehmen? Was auch immer es ist, es sind nicht die BA und nicht die nachfolgenden Generationen. Die BA die da sind könnten (in Vielzahl) selber laut werden.
*Der Beitrag bezieht sich auf die Aussage von Christin dass eine Vielzahl der “Engagierten” Studenten alter Studienformen sind, also Mag und Dipl. Sollte die tatsächliche Verteilung anders sein wird der Beitrag natürlich hinfällig, allerdings auch Christins Beitrag.
Fernab von dem Beitrag von Christin war ich diese Woche vermehrt mit Studenten im Gespräch die sich vom Streik distanziert haben (obwohl sie mal offen oder zumindest neutral waren), weil sie von Streikenden in irgendeiner Form “dumm angemacht wurden” (in ähnlicher Art wie wir uns es hier im Blog anhören dürfen, nur dass es bei einem realen Zusammentreffen natürlich noch eine viel extremere Wirkung hat). Zum anderen sprach ich mit Studenten, die anfangs sogar dabei und begeistert waren, die sich dann aber zurückgezogen haben weil sie mit dem Verlauf, der Organisation (ich kann es nicht genauer konkretisieren – für 1.-Hand-Argumente müsstet ihr euch selber mal außerhalb des Audimax und Demos mit Studenten unterhalten, aber bitte NICHT in Veranstaltungen), oder vllt auch mit der sich scheinbar veränderten Zusammensetzung der Besetzer.
Whatever – ich denke ihr solltet in euren AK’s nach Wegen suchen aus dieser Misere halbwegs ehrenhaft rauszukommen. So wie ich das sehe zeigt sich Güstke scheinbar solidarisch weil der Verlust des Audimaxes für ein paar Wochen kein größeres Opfer ist. Oder zumindest verschmerzbar – will heißen ihr tut niemandem von denen die etwas _wirklich_ ändern könnten weh, ihr schadet nur denen für die ihr euch angeblich einsetzt und selbst der Imageschaden besteht nur auf Seiten aller Studenten, nicht auf Seiten der Hochschule. Wieviele Anrufe ich die Tage hatte bei denen man sich über die Erlanger Studenten lustig gemacht wurde und in denen ich erst mal klarstellen musste dass ich nicht dabei bin. Denn das ist das witzige an der Sache: Ihr seid wenige, die sich angeblich für das Wohl aller einsetzen und das macht ihr in gewisser Weise super: der Imageschaden betrifft alle.
Ich finde es immer ein wenig seltsam darüber zu reden wie viele Leute für Protestler und wie viele dagegen sind. Ich weiß es nicht. Und ich hoffe ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster wenn ich mal behaupte, dass du das auch nicht weißt.
Klingt jetzt vielleicht dumm, aber wenn ihr schon nicht ins Audimax kommen wollt und offen diskutieren wollt, dann macht doch eine Gegendemo zu unserer?! Wäre mein Vorschlag, da würde man wirklich sehen, wieviel dagegen sind und die ewigen disskusionen (die keiner von uns ernsthaft klären kann) über die Anzahl der leute wäre auch geklärt.
Und das mit dem dumm anmachen bestreite ich nicht, dass das vorkommt. Aber es kommt genauso zu verbalen übergriffen von eurer Seite aus (Auch viele Kommentare auf dieser Seite sind verletzend). Wobei ich beides kritisiere.
Was ich nochmal anmerken wollte: Ich bin weder langhaarig noch extrem links. Ich bin unpolitisch. Und das sind die meisten hier. Ich verstehe nicht warum ich mir dauernt vorwerfen lassen muss, dass ich Links sei oder das bei uns nur solche Leute rumrennen. Ich versteh es nicht. Wenn jemand einmal sich beteiligt hat akktiv in Aks, dann hätte dieser gemerkt, dass wir ein freundlicher Haufen mit ganz unterschiedlichen Leuten sind. Es mag vielleicht die ersten drei Tage diesbezüglich probleme gegeben haben, aber wir sind schon seit 11 Tagen im Audimax, und bitte bitte es laufen hier nicht nur spinner rum.
Warum macht man sich denn über uns lustig?
Und zum abschluss nochmal die Frage:
Habt ihr nicht alle ausweichräume? (Diese Frage ist wichtig, und ich hoffe die wird noch beantwortet)
Schöne Grüße
abc
@Warum macht man sich denn über uns lustig?
weil ihr nicht realisiert wie gut ihr es habt. jeder student der auch nur ein semester an einer ausländischen hochschule verbracht hat, der sein studium abgeschlossen hat und erfolgreich in der wirtschaft fuß gefasst hat und jeder der im ausland arbeitet fragt sich “wo zum geier ist deren problem”? Die haben keine 100.000$ Studiengebühren, die haben keine 50-60h Wochen in denen sie ihren lebensunterhalt verdienen müssen. Die meisten wissen nicht mal wie stressig die echte Arbeitswelt fernab von Stud. Hilfskraft ist. Weil eure Aktionen nach außen, also außerhalb eurer Kreise, vollkommen undurchdacht, teilweise kindlich und absolut unter dem zu erwartenden niveau der bildungselite liegen.
Ihr werdet AUSGELACHT! Nicht nur aus einigen Reihen der Studenten, sondern vorallem von Menschen die im echten Leben angekommen sind.
Das ist das was ich mir anhöre wenn ich mit anderen über den Bildungsstreik schwätze.
Na dann soll man doch bitte lachen. Soll man doch über die lachen, die ihren Namen für eine Sache hergeben, hinter der sie mit all ihrer Energie stehen. Dann soll man über die lachen, die kaum schlafen und sich das Hirn zermartern, wie wir vorankommen können. Dann soll man über die lachen, die für andere einstehen und tatsächlich auch unsere Bedingungen in Deutschland nicht länger tragbar finden! Bitte, gerne! Wir müssen unser Gesicht jeden Tag im Spiegel betrachten, was kümmerts uns, wer über uns lacht. Das nämlich bedeutet Courage! Und wenn ich als einzige mit meinem Namen hier stehe, dann lacht weiter! Peinlich jedoch über Dinge zu lachen, von denen man anscheinend keine Ahnung hat!
Ich sehe es in all meiner verwöhnten deutschen Arroganz nicht als akzeptable Bedingungen, dass Fenster aus Gebäuden runterkrachen, es in unsere Lehrräume hineinregnet oder dass Bibliotheken keine neuen Bücher aufnehmen können, weil sie einsturzgefährdet sind. Ich finde es auch nicht akzeptabel, dass immer mehr Menschen einer psychologischen Beratung bedürfen, weil sie mit den gegeben Anfoderungen nicht mehr klar kommen. Vielleicht ist das alles aber tatsächlich recht lustig, vielleicht sind wir die Humorlosen, die auf primitive Weise versuchen, etwas dagegen zu tun.
Und dass es nicht damit getan ist, das Audimax zu besetzen, ist uns durchaus bewusst. Ein Anfang, aber sicher nicht das Ende! Wo war euer Anfang gleich nochmal?
Nichtgebildetenschutz-Bayern
Stimmt für die Volksbegierde Nichtgebildetenschutz-bayern
Stimmt für das Volksbegehren gegen die Zwangsbildung von Kindheit an, für ein Recht auf ein Bildungsloses Leben – Inklusive Schliessung aller Unis und das Geld dafür in Freibier und Wegfall TV Gebühr
Lang lebe die Unbildung …
Für die Einrichtung eines Unbildungsministeriums inklusive Unbildungsminister
Für die Errichtung eines Entbildungsstrahlers, der die schädliche Bildungssynapsen im Gehirn auf Wunsch gezielt durch Bestrahlung auflöst und im Hirn wieder für eine gesunde ununterbrochene freie Bildungsstaufreie Bahnen sorgt …
Und lieber Maximilian (der anscheinend noch immer nicht den Mut hat, seine Worte an ein durchaus faires Plenum zu richten), wenn du schon Bezug auf mich nimmst, dann bitte in richtiger Weise, ohne sich auf einen Satz zu stürzen, der in deinen geistigen Bahnen anscheinden ganz komische Wege gegangen ist. Schlimm genug, dass nicht alle Studenten an einem Strang ziehen, dass nicht alle Ihresgleichen unterstützen, schlimmer noch, dass du das als Kontra-Argument nutzen möchtest. Wahrscheinlich hatten einige Magister-Leute tatsächlich mehr Zeit, einen eigenen Geist zu entwickeln. Ich hatte noch die Möglichkeit, mich nachmittags in den Schlossgarten zu setzen und Rousseau zu lesen oder nachts über den Sinn des Kommunismus zu debattieren, weil mir diese zeitlichen Freiräume gegeben wurden. Und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich hoffe sehr, dass meinen Nachfolgern-im räumlichen und womöglich körperlichen Sinne-später die gleiche Möglichkeit gegeben wird, nämlich sich selbst frei entwickeln zu können. Die Zeit zu haben, in Bücher fernab der Uni zu schauen und nicht all ihre Kraft in Nebenjobs zu stecken, um sich ihr Studium zu finanzieren. Und wenn es für all das hier eben auch Magister- und Diplom-Leute braucht, ist das zumindest der Beweis, in welcher Weise wir uns entwicklen durften. Freie Menschen mit Idealen, für die sie einstehen.
Die Hoffnung ist der krankhafte Glaube ans Unmögliche…wenn ich Worte wie deine lese, dann ja. Gestorben ist sie aber noch nicht, solange es Menschen -auch genügend Bachelor-Studenten- gibt, die nach ihren Zielen streben. Und wenn dein Ziel ist, nicht weiter ausgelacht zu werden, dann tu was dafür. Tu zumindest irgendwas.
@Nina
Liebe Nina, ich möchte Dich um Folgendes bitten: Lies Dir nochmal meinen Beitrag Nr. 46 durch. Du hast ihn offensichtlich nicht verstanden. Ich habe keinen Juristen oder sonstwen beleidigt, meine Anspielung sollte nur ein Beispiel dafür sein, welche dümmlichen Klischees immer wieder in Umlauf gebracht werden. Die Gegner der Besetzer nennen uns Linksradikale, Pseudo-Revoluzzer, etc. Mit meinem Kommentar wollte ich mich gegen all diese dümmlichen Klischees aussprechen – und zwar auch gegen Klischees über Juristen. Das war mit der Geschichte vom Phrasenschwein gemeint. Also lies es Dir bitte nochmal aufmerksam durch.
Zweitens: Ich hetze nicht, ich stelle kritische Nachfragen auf Anfeindungen gegen die Besetzer, die hier gepostet wurden. Ich spalte die Studierendenschaft nicht in zwei Klassen, da sie in sich sowieso seit langem gespalten ist. Dazu braucht es mich nicht. Was ich tue, ist, Solidarität von denen einzufordern, denen es besser geht als anderen (von Studenten mit wohlhabender Herkunft mit denen, die aus Unterr- und Mittelschichtsfamilien kommen, von Magister-Studenten für Bachelor-Studenten, etc.) Das ist der SINN der Solidarität: Mitgefühl und Mithilfe für Schwächere, sich nicht nur selbst der Nächste zu sein, sondern sich auch für andere einzusetzen, obwohl man selbst nicht unmittelbar etwas davon hat. Das heißt SOLIDARITÄT (und von mir aus kannst Du es auch Nächstenliebe nennen, dieser Begriff bedeutet das Gleiche). Nicht mehr und nicht weniger wünsche ich mir. Wenn Du und andere nicht solidarisch sein wollt, dann ist das Euer gutes Recht. Weder ich noch sonst jemand kann und will Euch dazu zwingen. Die Entscheidung, ob Ihr solidarisch oder egoistisch denkt und handelt, liegt allein bei Eurem Gewissen. Und noch etwas: Dass sich mir keiner, der jetzt gegen den Streik und die Streikenden hetzt, hinterher wieder über die Missstände im Bildungssystem beschwert und meint, “dagegen müsste MAN mal was tun”. Jetzt ist es Zeit für jeden, dem diese Missstände missfallen, selbst etwas zu tun. So viel dazu.
Aber nun zu Deinem neueren Post: Du schreibst “Es ist unlogisch, den Bildungsbetrieb zu stören, um sich für Bildung einzusetzen.” Offensichtlich erschließt sich Dir die Logik eines Streiks nicht. Wozu streikt man? Um Druck zu erzeugen, damit sich etwas ändert. Wie kann man Druck erzeugen? Indem man dafür sorgt, dass eben nicht alles so weiter läuft, als wäre nichts geschehen bzw. dass der Lehrbetrieb nicht einfach ungestört weitergeht, als gäbe es an der Uni keine Missstände. Die Gegner des Streiks beklagen immer wieder, wir sollten doch “woanders” protestieren, manche schlagen sogar vor, lieber Rathäuser und Bahnhöfe zu besetzen. Erstens wäre das vollkommen illegal und wir würden binnen fünf Minuten von der Polizei gewaltsam weggeräumt und zweitens wäre es der falsche Ort für den Streik/Protest. Vielleicht kann man einen Bahnhof besetzen, wenn man gegen die hohen Fahrkartenpreise der Bahn AG protestieren will, aber mit der Uni hat das nichts zu tun. Also: Wer als Student gegen die Missstände an der Erlanger und anderen Unis protestieren will, MUSS dies wohl oder übel an der Uni selbst tun. Genauso streiken Metallarbeiter, die für höhere Löhne kämpfen, in ihrem Betrieb und nicht im nächstgelegenen Krankenhaus. Außerdem: Glaubst Du denn, dass sich die Politik auch nur einen Milimeter bewegen würde, wenn wir im Wald streiken oder gar nichts machen würden? Die Vorstellungen, die viele der Streik-Gegner vertreten, wir sollten doch am Besten in Berlin oder München protestieren, sind hochgradig naiv und weltfremd. Ihr meint immer der Protest in der jetzigen Form sei falsch, ohne aber konstruktive und realistische Gegenvorschläge zu machen. Und ein letztes: Viele der Streik-Gegner stänkern immer wieder gegen die angeblich so “chaotischen Zustände” im Audimax und lassen sich dabei bestenfalls von Eindrücken leiten, die sie in den ersten fünf Minuten der Besetzung des Audimax gewonnen haben. Ich kann dazu nur sagen: Hättet Ihr nachher auch nur einen Fuß ins Audimax gesetzt und Euch selbst von den Abläufen vor Ort überzeugt, könntet Ihr solche falschen Behauptungen und böswilligen Lügen über “Anarchie” usw. nicht mehr guten Gewissens in die Welt setzen.
Und zum 100000sten Mal: Wenn Euch das alles so stinkt und Ihr glaubt, Ihr hättet die Mehrheit der “Vernünftigen” hinter Euch, dann bringt doch Eure 10000 vernünftigen Studenten mit ins Audimax, stellt einen Antrag auf sofortige Auflösung der Besetzung und des Streiks, stimmt mit 10000 Stimmen gegen uns und die Aktion ist gelaufen. Was beklagt Ihr Euch also?
also zu “Dass sich mir keiner, der jetzt gegen den Streik und die Streikenden hetzt, hinterher wieder über die Missstände im Bildungssystem beschwert und meint, “dagegen müsste MAN mal was tun”.”
ich kann durchaus nicht am protest teilnehmen, weil ich mit der form, vorgehensweise und teilweise den forderungen nicht übereinstimmen. es gibt nicht nur schwarz und weiß, dafür und dagegen. überzeichnetes beispiel: angenommen du bist dafür, dass der co2 ausstoß gesenkt wird und eine gruppe aktivisten will alle kühe (methan) weltweit töten. darfst du nicht mehr fordern den co2 ausstoß zu senken, nur weil du dagegen bist, alle kühe zu töten?
eine vernünftige form des protestes hab ich schon x-mal beschrieben und sie wurde jedes mal abgelehnt und als nicht druchführbar abgestempelt, ohne dass es jemand versucht hat. (in anderen kommentaren nachzulesen.
kurzform: infoveranstaltungen, abstimmungen, unterschriftenlisten, gezielte forderungen für einzelne studiengänge (fast nichts ist pauschal auf alle übertragbar), forderungen immer an die richtige adresse (unileitung/land/bund), für bun/land forderungen vor evtl protestaktionen mit anderen unis absprechen, gemeinsam geschlossen und zeitgleich macht viel mehr druck als das “geplätschere” an unibesetzungen
was auch immer wieder verwechselt wird:
es werden nicht evtle chaotische zustände oder anarchie _im_ audimax angeprangert, sondern dass das ganze als gesamtaktion chaotisch wirkt (sowohl auf städteebene als auch bundesweit). und es bringt nichts sich zu verteidigen, dass alles im audimax so geordnet ist, für den erfolg so einer aktion ist entscheidend wie es nach außen wirkt und das habt ihr selbst in der hand (stichwort: bands/abendprogramm, das wirkt nicht ernsthaft nach außen).
und wauch zum widerholten male (wenn auch nicht zum 100000sten mal):
wer gegen die form des protestes ist wie ich wird nicht hingehen und und bei euch abstimmen, weil er dadurch implizit die form gutheißen würde und die abstimmungen als repräsentativ akzeptieren würde. das ist ein problem was sich auch nicht wegdiskutieren lässt. deswegen bitte erspart uns die kommentare, dass wir vorbei kommen sollen, dann müssten wir uns ebenso wenig andauernd widerholen, spart zeit und erhöht die lesbarkeit der beiträge…
btw: wieso ist eigentlich der stream dauernd offline inzwischen? gibt es nichts interessantes mehr? bzw was schadet es ihn durchlaufen zu lassen. ich fänd es schön zu jeder zeit einen blick in den saal werfen zu können. das ist nämlich eine möglichkeit sich über die situation vor ort zu informieren ohne mit seinen prinzipien brechen zu müssen und vorbei zu kommen.
@ Nr. 88:
“weil es chaotisch wirkt”. Wie etwas wirkt liegt doch im auge des betrachters, also der nicht unmittelbar an den protesten beteiligten öffentlichkeit. hinzu kommt, dass die außenwirkung immer auch geprägt wird von der interpretation durch andere, d.h. nicht beteiligte. wenn also der landesvorsitzende des rcds-bayern, um nur ein beispiel zu nennen, alle streikenden pauschal als “linke pseudo-68er”, “revoluzzer” und umstürzler tituliert, verzerrt er zumindest bei seiner eigenen klientel die realität und erzeugt eine “wirkung” unseres protestes, die mit der wahrheit nichts mehr zu tun hat. und in solche interpretationen und wüste unterstellungen wird dann gerne auch das abendprogramm als beispiel für unsere nichtstuerei hineinverwurstet.
apropos abendprogramm: soll etwa das für eine “chaotische” wirkung nach außen verantwortlich sein? darf ich daran erinnern, dass es auf jedem parteitag jeder deutschen partei, auf jedem bundesweiten kongress von gewerkschaften, verbänden, etc. nach getaner versammlungsarbeit ein kulturelles abendprogramm in irgendeiner form gibt. wirkt deshalb jeder spd-, fdp-, cdu-, grünen-parteitag nach außen als chaotisch, wirft man diesen parteitagen deshalb vor, versammlungsraum für umstürzler und revoluzzer zu sein? wer diesen parteien und ihren veranstaltungen die selbstverständliche Unterscheidung zwischen versammlungsarbeit am tag und kulturprogramm am abend zugesteht, ohne sie gleich deshalb zu diffamieren, sollte das im fall des besetzten audimax auch tun, ansonsten misst er mit zweierlei maß.
warum ich nicht im audimax erscheine hat user ganz treffend auf den punkt gebracht. schade, dass das nicht verstanden wird.
zum thema auslachen: mein freundes- und bekanntenkreis besteht hauptsächlich aus akademikern, also menschen die ihr studium gerade beenden oder schon hinter sich haben. ich denke die können sehr wohl die realität an den universitäten beurteilen. wie die wenigeren kontakte der facharbeiter die ich kenne über euch reden mag ich gar nicht erst wieder geben…
aber um mal ein konkretes beispiel zu nennen: vor wenigen tagen gab es auf B5 im rahmen der berichterstattung über die räumung irgendeines hörsaales in nürnberg eine zu-wort-meldung einer erlanger besetzerin. die hat doch tatsächlich gesagt “uns geht es hier gut”. das ist die dämlichste aussage die man treffen kann wenn man gegen “unmenschliche bedingungen” protestiert, demonstriert, streikt. euch geht es eben nicht gut (zumindest glaubt ihr das weswegen ihr ja überhaupt mit der besetzung angefangen habt)! spontanes lachen ließ sich da echt nicht vermeiden.
und solche anekdoten ziehen sich seit ihr angefangen habt durch.
und christin: das hat weder was mit mut zu tun, noch mit verquerer denkweise, noch damit dass ich ausgelacht werde. ich persönlich werde von keinem ausgelacht, wohl aber “die studenten” im allgemeinen. dass ihr das überhaupt nicht bemerkt und nicht wahrhaben wollt selbst wenn man es euch ungeschönt ins gesicht schreibt, das ist erneut faszinierend. ich versuchs mal anders: ihr distanziert euch von denjenigen die mit feuerlöschern autos einsprühen. ihr wollt nicht das die wenigen ein schlechtes licht auf euch als gruppe werfen. genauso ists bei denjenigen die sich von euch und eurer besetzung distanzieren. der vergleich müsste doch nun eigentlich einleuchten oder?
ich brauche weder kraft noch zeit in eine gegendemo stecken. zum einen ist meine zeit bares geld wert, zum anderen wird sich das früher oder später von selbst erledigen, wie oben jmd schrieb: an weihnachten denkt keiner mehr daran.
ich weiß, dass sich auch sehr viele nicht-akademiker, arbeiter mit uns solidarisieren: “Endlich zeigt mal wer denen da oben, dass sie nicht machen können was sie wollen! Habts scho recht!”
“Um Druck zu erzeugen, damit sich etwas ändert. Wie kann man Druck erzeugen? Indem man dafür sorgt, dass eben nicht alles so weiter läuft, als wäre nichts geschehen bzw. dass der Lehrbetrieb nicht einfach ungestört weitergeht, als gäbe es an der Uni keine Missstände.”
im grunde richtig erkannt. der druck muss auf die betreffen die etwas ändern können. wenn zugführer streiken trifft es die db und zwar in milliardenhöhe. aber es trifft nicht die zugfahrer die dennoch gefahren sind und sich nicht angeschlossen haben.
ihr müsst den druck auf die richtigen leute ausüben – doch aber nicht auf eure mitstudenten. das macht doch gar keinen sinn. das einzige was ihr damit erzeugt ist unmut, aber nicht unmut gegen das system, sondern unmut gegen euch. jmd der wegen euch in seinem bildungsbestreben gestört wird ist nicht wütend auf die universitätsleitung oder die politik, sondern auf euch. solange ihr brav eure studiengebühren bezahlt tut ihr niemandem weh. ihr müsst die verantwortlichen da packen wo es weh tut. und der uni kann man eigentlich nur schaden in dem man es hinbekommt, dass studenten kollektiv die studiengebühr nicht bezahlen. dann steht die uni vor nem großen problem: gelder die verplant sind oder gar schon vorfinanziert wurden sind jetzt nicht mehr da. und erst dann besteht für die hochschulleitung echter handlungsbedarf. erst dann müssen sie sich wirklich mal stark machen in der politik und für änderungen kämpfen. das was ihr macht tut doch keinem der änderungsgewalt hat weh.
und da es eher unrealistisch ist die mehrheit der studenten dazu zu bewegen die gebühren einfach nicht zu bezahlen, ist der vernünftigre weg über die von user aufgezählten wege.
aber das hier wird rein gar nix bringen. wenn schon streiken, dann wenigstens richtig.
vor einigen tagen erschien ein artikel in der nz über eichstätt. (“Forderungskatalog statt besetzung”) eichstätt ist eine etwas verschlafene kleinstadt nahe ingolstadt mit der einzigen katholischen universität im deutschen sprachraum. derzeit sind etwa 4.500 studenten immatrikuliert.
Dort ging man wie folgt vor: am montag organisierte der ak “Freie Bildung” die symbolische besetzung des größten hörsaals der uni. Man diskutierte in einem “offenen forum” über die missstände und fehlentwicklungen. am tag darauf marschierten ca 300 studenten unter der führung des ak laut lärmend zur univerwaltung und die sprecherin des ak trug dem präsidenten und seiner vize einen 5seitigen forderungskatalog vor. diese nahmen ihn entgegen. für mitte dezember ist eine diskussion zwischen unileitung und studenten angesestzt. nach der aktion ging jeder seinen weg und der unibetrieb läuft regulär weiter. ohne besetzung und weitere demos.
ich denke, dass diese aktion an einer uni, die kaum einer kennt und über 150 km von nürnberg entfernt ist, wahrgenommen wird, spricht für sich.
@ maximilian:
dein bahn-beispiel ist durchaus zutreffend, allerdings scheinst du etwas übersehen zu haben: nehmen wir also an, die lokführer streiken für ein legitimes anliegen (höhere löhne, gemessen am europäischen vergleich). wo bzw. wodurch treten sie in den streik? sie setzen sich nicht mehr in die lok und die züge fahren nicht mehr. soweit klar. indem sie das aber tun, üben sie nicht nur – wie du erklärtest – “druck auf die richtigen leute aus”, d.h. ihren arbeitgeber die bahn ag, sondern auch auf alle potenziellen fahrgäste, die durch den streik der lokführer nicht mehr bahnfahren können, viel zu spät kommen etc. natürlich sind deswegen auch viele fahrgäste sauer, zumindest die, die ihr persönliches interesse (pünktlich zu kommen, überhaupt zu fahren) per se über das legitime interesse aller lokführer (mehr geld für eine verantwortungsvolle arbeit) stellen. wer also im fall des bahnstreiks nur auf sich schaut, wird nur sauer auf die streikenden lokführer sein. wer die gesamte situation betrachtet und auch an die berechtigten anliegen der lokführer denkt, wird vor allem sauer auf den arbeitgeber der lokführer sein und anerkennen, dass es die einzige möglichkeit der lokführer ist, so zu handeln, wie sie es tun. und genauso verhält es sich mit dem unistreik: wir können nur an der uni selbst streiken, und ziehen damit natürlich auch den groll all jener auf uns, die nur an ihre ausgefallenen vorlesungen (übrigens: meine fallen auch aus) und nicht an das große ganze, d.h. an unser aller gemeinsames anliegen, die behebung der misere im deutschen hochschulsystem, denken. statt auf uns sauer zu sein, sollten all jene, die uns kritisieren, sauer auf die bayerische landesregierung, die bundesregierung und die erlanger hochschulleitung sein, denn diese drei institutionen sind verantwortlich für die missstände, gegen die wir streiken. und letztlich fallen wegen dieser missstände auch die vorlesungen aus. wir wüssten selbst gern, wie man es schaffen könnte, den nötigen druck zu erzeugen, ohne gleichzeitig einen teil dieses drucks – quasi als kollateralschaden – auf die kommilitonen, die nicht mitmachen, abzulenken. aber für dieses dilemma gibt es keine lösung. und mal im ernst, das geht an die adresse des autors von beitrag 94, wenn es alle deutschen studenten, die im moment streiken und besetzen, so harmlos gehandhabt hätten wie die eichstätter kommilitonen, hätte man die vollkommene garantie dafür, dass sich überhaupt nichts tun würde und sich politik und hochschulleitungen noch mehr einen scheiss um unsere anliegen scheren würden, als sie es jetzt schon tun. denn: die eichstätter aktion war von mir aus vernünftig, druckvoll war sie jedoch nicht. und wir wissen alle nur zu genau, dass sich ohne druck nichts, aber auch gar nichts ändern wird. und ich kann den eichstätter kommilitonen nur wünschen, dass sie bei der “diskussion mitte dezember” von ihrer unileitung mehr hören werden, als die lippenbekenntnisse, sonntagsreden, ausweichenden floskeln und mikrozugeständnisse, die wir von unserer unileitung schon seit tagen zu hören bekommen.
außerdem, lieber maximilian, gebe ich dir vollkommen recht, wenn du erklärst, die kollektive verweigerung der studienbeiträge sei die effektivste möglichkeit, druck zu erzeugen. du liegst damit absolut richtig. allerdings brauche ich dir wohl nicht zu erklären, dass es – um dieses mittel anzuwenden – eine kritische masse, d.h. tausende studenten (bei der konkreten zahl von 27.000 an der fau vielleicht mindestens 5.000) braucht. ansonsten wird die uni die wenigen, die tatsächlich auch mitmachen, knallhart exmatrikulieren. also gilt auch hier wie beim unistreik: alle sollten mitmachen, nur dann kann es was werden.
gegen deine these, dass es nichts bringen würde, wenn alle so handeln würden wie in eichstätt (finde es sehr schön, dass die es so angehen):
erstens kannst du nicht wissen, dass es nichts bringen würde, es wurde nicht probiert. im gegenteil hat es einen richtig massiven effekt, wenn sowas zeitgleich an quasi allen unis stattfinden würde.
zweitens schreibst du ja selber, dass ihr mit eurem vorgehen auch nicht mehr oder weniger erreicht habt, als die eichstätter kollegen.
studiengebührenverweigerung wäre wirklich ein tolles druckmittel, dazu muss ich aber solidarnost recht geben, das wird an der kritischen masse scheitern. ich selbst weiß zb nicht, ob ich es riskieren würde exmatrikuliert zu werden, wenn ich mir nicht sehr sicher bin, dass genug mitmachen.
in der schule sind auch die meisten dieser boykott-aktionen an einigen nicht teilnehmenden gescheitert.
joa klar, das hatte ich ja auch eingeräumt. und das mit der bahn hättest nicht soweit ausführen müssen, das ist mir auch so klar. der unterschied ist halt, dass neben den schäden bei den passagieren, auch die db in vielerlei hinsicht geschädigt wurde. und genau das scheint mir an einer hochschule nicht in der form möglich zu sein. tatsächliche “schäden” nehmen im endeffekt nur die studenten. die hochschulleitung wirds wohl aussitzen – und *lol*, wenn mans mal überspritzt darstellen will freuen die sich doch über jeden der wegen 3 wochen ausgefallener veranstaltungen (freiwillig wie unfreiwillig) ggf prüfungsleistungen nicht erbringt oder erbingen kann (und zumindest in meinen veranstaltungen hat noch kein dozent auf die anwesenheitslisten verzichtet, da wirds in der 3. woche streik langsam kritisch für einige) und dadurch ein semester dranhängen muss und natürlich auch noch ein semester länger studiengebühr bezahlt. apropos anwesenheitspflicht – in dem punkt steh ich voll hinter euch (allerdings belastet das mein gemüt nun wieder nicht so sehr, dass ich deswegen streiken würde). mir gehts da eher um solche sachen dass ich mir mit fast 30 nicht mehr diktieren lassen will wann ich wo zu sein habe. mir ist bewusst, dass ich als ordentlicher student ein natürliches verlangen danach haben sollte soviele veranstaltungen so oft wie möglich zu besuchen und bei veranstaltungen die in meinem interesse liegen ist das auch so. nun ist es aber so, dass ich mein leben nicht der hochschule verschrieben habe. das studium ist mein privatvergnügen, einen luxus den ich mir gegönnt habe als meine mitschüler aus dem abijahrgang schon fertig wurden mit studieren. mein hauptleben spielt sich in der wirtschaft ab beim arbeiten. mir widerstrebt es einfach, dass man mir mit anwesenheitspflicht kommt. meine fresse – schulpflicht ist ja ne schöne sache, aber alles andere geht bei erwachsenen menschen zu weit. allerdings bin ich auch diszipliniert genug um veranstaltungen so gut es geht immer wahr zu nehmen weil ich den mehrwert für mich erkenne. und genau das sehe ich, gerade bei jüngeren studenten oft nicht. auf der anderen seite sind auch die erwachsen und wenn sie nicht erkennen, dass es doch nen gewissen sinn hat sich mehr als alle 2 wochen bei einer veranstaltung blicken zu lassen, sind sie so oder so für ein studium ungeeignet und nach 2-3 semestern weg vom fenster. also wie man es dreht und wendet – die anwesenheitspflicht ist “schrott”
.
Eindeutig zu lange Texte…
weiter so!
Ich möchte mich hier nicht in all den polemischen und weniger polemischen Diskussionen versteigen, sondern nur schnell mal einen Denkanstoß in Form eine Zitates von Prof. Dr. Grüske vom 25. November und einen in Form von Zahlen geben:
Rektor (und nicht “Wissenschaftsmanager”) Grüske sagte gegen Ende der Podiumsdiskussion, er erhalte Mails von einzelnen Studenten, die reklamierten “für die schweigende Mehrheit” zu sprechen – ohne hierbei eine Zahl zu nennen.
In der Meinungsforschung geht man, als Faustregel, davon aus, dass eine Befragung von 1000 Menschen zu repräsentativen Ergebnissen für die knapp 82 Millionen Einwohner Deutschlands führt.
Finden sich also zwischen 300 und 1600 Protestler/Demonstranten/Besetzer… könnte dies doch irgendwie auch für die 25 925 Studenten der Universität Erlangen -Nürnberg repräsentativ sein…
Zerreißt mich in der Luft.
Es gab schon immer eine schweigende Mehrheit, der schon immer alles am Arsch vorbei ging!
Nachdem die Uni Räume angemietet hat, können sich auch die ganzen Leute beruhigen deren Vorlesungen ausgefallen sind. Wenn das der einzige Haken aus ihrer sicht an dem Protest war, dann darf ich mich auf viele, viele neue Gesichter im Plenum und auf den Demos freuen!
eindeutig zuviel dummschwätzer.
danke, euch allen, die im audimax sind.
so jetzt geb ich auch mal meinen senf dazu. vielleicht lockerts die diskussion ein wenig:
1. ich kenne sehr viele Erstsemestler die sich am Streik beteiligen und auf Bachelor studieren, aber vielleicht nicht in dem Ausmaß wie es viele ältere Studenten tun, weil wir uns jetzt gerade erst mit der Unistruktur bekannt machen und eben da helfen wo wir etwas beitragen können, das sind eben meistens nur kleine Dinge oder mal ein Vorschlag in einem AK
2. mich hat bis jetzt noch niemand ausgelacht und das obwohl sowohl meine Eltern als auch der Rest der Verwandtschaft aus Akademikern besteht, meine Arbeitskollegen ermuntern mich weiter zu machen und auch sonst finden alle erwachsenen AKADEMIKER mit denen ich über den Streik gesprochen habe die Sache gut und richtig und finden wir sollten auf jeden Fall weiter machen und uns nicht entmutigen lassen.
so lächerlich scheint unsere Aktion also doch nicht zu sein
gähn… ich bin für die gewaltsame räumung der lezten paar pseudorevoluzzer… tränengas und pfefferspray, elektroschocks und gummigeschosse… immer druff damit
ich versteh nur *ähm*, *ähm*, *ja*, *ähm*… Tonqualität also nicht besonders toll
Das sind ja mehr Zuschauer des Livestreams als auf dem Bild zu sehen.
immer weiter besetzten, diese sinnlosen kommentare hier die über die leute schimpfen sind einfach nur ….. naja. alle die was dagegen haben können ja auch her kommen, und was sagen, anstatt hier nur zu flamen und zu heulen.
grüße an die besetzer
besetzer = birnen
@ @MFG: Heul doch SELBER!
ja tu ich ja, was soll man sonst machen wenn man das hier liest….
ich vermute mal es hockt niemand mehr im audimax, da die webcam dauernd offline ist und wenn mal die an ist, sieht man niemand
lol im plenum wird mit leerem saal geredet und man versteht nix
Ja, ich frag mich auch langsam, ob überhaupt noch jemand da ist. Richtet die Cam doch mal aufs Plenum statt auf die leeren Stuhlreihen…
Sieht so aus als sollten wir alle dringend mal wieder vorbeikommen um den Protest zu unterstützen!
Evtl liest jemand mal das Programm wenn hier schon so viel geschreiben wird ohne sich zu bemühen … da fällt nämlich auf das wir gerade einem Mitschnitt aus einer Bundestagsdebatte lauschen. Das ist KEIN Plenum des Audimax – welches btw ab 16 Uhr war.
Sollte man die Kritiker der Aktion möglicherweise vorwerfen sich nicht informiert zu haben ? =)
Grüntentakel hat vollkommen recht.
Wenn ihr etwas tun wollt, setzt euch einfach rein. Mehr ist nicht nötig.
Ihr seid doch lächerlich, heute wart ihr im PLENUM höchstens 20 Leute. Das soll eure Vollversammlung sein? Räumt endlich den Hörsaal.
du bist lächerlich dude. weil wenn man nicht kapiert dass das die chance ist, endlich was zu verändern, dann kann man das als lächerlich bezeichnen. kommt doch einfach mal vorbei und jammert hier nicht immer die kommentarliste zu. heute abend ist wieder abstimmung, wie lange wir noch hier bleiben, und da hat jeder seine stimme. da habt ihr die möglichkeit dafür zu stimmen, dass wir das audimax verlassen. aber wenn ihr eure stimme nicht erhebt, dann kann ich euch auch nicht helfen. selbst schuld sag ich da nur.
grüße ausn audimax, jööööööör
Einervonuns: Ersetz doch einfach “Plenum” durch “Leute” und der Kommentar stimmt wieder. Selbst wenn nicht grade Plenum ist, sollte sich wenigsten IRGENDJEMAND im Audimax aufhalten. Wenn ich jetzt aber den Livestream 10 Minuten angucke, und ich bekomme nie einen Menschen zu Gesicht, ist es doch eigentlich egal, ob grade Plenum ist, oder Bundestagsdebatte oder Singstar oder wasauchimmer
Das war übigens nicht nur eine Kritik an die “aktiven” Besetzer (Euer Plenum ist wirklich nicht mehr beschlussfähig. Ihr solltet euch ernsthaft überlegen, wie ihr den Protest zu Ende bringt, bevor ihr von irgendwelchen Jura-Ersties da eigenhändig rausgeschmissen werdet) sondern auch an alle Sympathisanten – wenn die sich wieder mehr im Audimax aufhalten würden wäre ja schon viel erreicht.
Aber ich sehs ja an mir selbst, meine Audimaxbesuchsfrequenz hat auch stark nachgelassen, seitdem nur noch so wenige da sind.
Ein wahrer Circulus Vitiosus
man wird ENDLICH MA die webcam angemacht?
ich hab scho zich male drauf geschaut
die webcam wird nicht angemacht, weil gerade mal 15 Leute im Audimax sind. Mit der ausgeschalteten cam, versuchen sie das ganze zu vertuschen. Denn diese pseudorevoluzer weiter rumgaumeln, ernsthaft studieren wird bei denen keiner, also behaupteten diese die vertretung für alle studenten zu sein. ihr deppen vertretet mich nicht. Meine Vertretung hab ich gewählt, die nennt sich Fachschaft. Am anfang hab ich ja euch noch unterstützt, war sogar im audimax, aber ihr wisst echt nicht wann man aufhören soll bzw. ihr wisste es wollt aber weiter rumgaumeln.
warum wird das Plenum nicht live übertragen, aber jeglicher sonstiger Zeitvertreib, wie Lieder singen oder Kaffeepausen?
Uns fehlen leider oft einfach Leute, die sich darum kümmern. Denk doch bitte daran, dass hier alles nur auf freiwilliger Basis passiert und dass die meisten von uns trotz allem studieren. Hilfe ist natürlich immer willkommen!
Lügt doch die leute nicht an, eine webcam einschalten ist nicht schwer. Von wegen euch fehlen Leute.
Wie viele Besetzer braucht man um eine Webcam einzuschalten?
Mindestens 11, denn es hocken nur 10 im Audimax und die haben das nicht gepackt.
Die aktuelle Webcam funktioniert leider nur mit ein paar wenigen Laptops, die selbstverständlich Privatleuten gehören und uns damit auch nicht immer zur Verfügung stehen. Es besteht auch nicht die Zeit, dauernd Treiber für jegliche Variante des ein oder anderen Betriebssystems zu suchen und zu installieren. Natürlich ist der Livestream beliebt, selbst Mitglieder der Universitätsleitung gaben zu diesen regelmäßig zu verfolgen. Allerdings gibt es nun einfach momentan niemanden, der sich kontinuierlich um die Webcam kümmert. Daher bitten wir etwaige Sendepausen zu entschuldigen und rufen wie bereits letzte Woche im Plenum erneut dazu auf, doch bitte bessere Hardware und aber vor allem auch Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, eine durchgängige Übertragung zu ermöglichen.
Hmm, dauernd Treiber für jegliche Variante des ein oder anderen Betriebssystems zu suchen. Also unter Windows sollte das als erstes keine Probleme geben, weil da ist kaum was mit suchen. Unter linux gibts auch nicht so starke Unterschiede zwischen den Versionen. Und wenn ihr Mac habt, dann habt ihr eindeutig zu viel Geld.
Aber hay, ich biete meine Hilfe an, schreibt hier rein, für welches Betriebssystem oder Version eines Betriebsystems ihr einen Treiber sucht und wenn ich was /oder jmd. anderes einen Treiber findet, dann schreiben wir euch eine mail. Kommt aber nicht mit (komm vorbei Argument bitte). Zum googlen muss ich nicht im Audimax sein.
man leute kommt halt her wenn ihr was sehn wollt. faules pack
Alle die, die ganze Zeit fordern, dass wir verschwinden sollen haben leider Pech gehabt, denn wir bleiben, und dass ist auch nicht mehr zu kippen.
Also so gesehen habt ihr Glück. Denn jetzt müsst ihr euch auch nicht mehr dazu bemühen hier 50 mal reinzuschreiben, dass wir verschwinden sollen.
Da sich also an der Besetzungssituation nichts mehr ändert, könnt ihr entweder ganz aufhören hier zu posten, denn was ihr bezwecken wollt (abgesehen davon ein wenig rumzupöbeln) wie schon gesagt wird nicht eintreten, oder ihr beteiligt euch konstruktiv mit konkreten Vorschlägen was ihr verbessert haben wollt.
Ich wollte nochmal darauf hinweisen, wir sind gerade dabei uns auch mit Fachschaft und Unileitung und … zu treffen und arbeiten konkrete Sachen aus. Also wenn ihr was verändern wollt, wäre jetzt nochmal ne gute möglichkeit einzusteigen.
“Alle die, die ganze Zeit fordern, dass wir verschwinden sollen haben leider Pech gehabt, denn wir bleiben, und dass ist auch nicht mehr zu kippen.”
Endlich spricht hier mal einer klare Worte, jetzt hat man schwarz auf weiß, dass euch andere Studenten scheiß egal sind. Ihr wollt besetzen, wenn deswegen keine Vorlesungen mehr stattfinden können und bei ein Paar Studenten das Studium deswegen den Bach runtergeht ist euch egal, die haben dann “Pech gehabt”. Gestern im Plenum hat man ja gesehen, in wie fern ihr konstruktiver Kritik zugängig seid.
1. Wenn das Studium wegen ein paar Vorlesungen den Bach runtergeht, dann muss es schon ein echt schwieriges Studium sein. Wenn ich auf Univis schau, find ich aber solche Studiengänge nicht, die im Audimax unterrichtet werden.
2. Die Uni hat alternative Räume angemietet. Hier kann wie bisher brav den (abgelesenen) Worten des Dozenten gelauscht werden
3. Habt ihr schon einmal einen Streik gesehen, bei dem nicht irgendwer Nachteile hat durch den Streik? In unserem Fall soll es die Uni sein, die zusätzlich Geld für andere Räume ausgeben muss. Daß dabei ein paar Vorlesungen ausgefallen sind war (leider) nicht zu vermeiden. 2007 hab ich keinen Studenten laut jammern hören, als die Bahn gestreikt hat.
4. Ich kann mich an kein Plenum erinnern, in dem Kritikpunkte nicht vorgetragen werden durften oder zensiert wurden. Auch wenn einzelne Kritik wohl nich ganz so gut vertragen, hat die Masse stets das offene Ohr für ALLE
5. Scheinbar haben hier die Motzer keinerlei Interesse sich an einer POSITIVEN Veränderung im Bildungswesen für ALLE zu engagieren, was recht schade ist, denn auch viele, denen das Ganze hier am Arsch vorbei gehen könnte opfern fast schon selbstverständlich ihre Zeit.
6. Der Prof aus Saarbrücken erst gestern gesagt hat: “Hört nicht auf, das Feuer muss brennen. Hört nicht auf bis eure Forderungen erfüllt sind”
… UND DAS MACHEN WIR!
zu 4: sry, aber das kannst du hier einfach nicht erzaehlen, jeder der getern im Plenum weiss, dass die Leute die Kritik geausert haben einfach ausgebuht wurden und sogar von der redesprechering unterbrochen wurden
zu 1: hab du mal vorlesungen ohne pause von 12-18 uhr, weil es ein ausweichtermin ist und dann reden wir davon ob du davon was hattest, aber nein, du hast ja keine vorlesungen die bei dir ausfallen … so ein zufall. Nur so nebenbei, an anderen Unis, gibt es zumidest einen Arbeitskreis “Raumplanung” der sich damit beschaeftig, dass die Bildungsmisere nicht durch den Protest nur verschlimmert wird, aber ihr wollt ja sowas nicht machen. Der einzige Grund den ich dafür sehe, ist dass euch in wirklichkeit die Belange der Studenten am Arsch vorbeigehen und ihr nur euren Egotrip ausleben wollt.
zu 5: Ist der selbe Spruch den man in China und Nord Korea hört. Es geht um das große Ganze, ein paar einzelne müssen halt drunter leiden.
zu 2: aber sicher, wenn man das zu unzeiten machen will und auch ohne Pausen zwischen den Vorlesungen
zu 6: ich würde gerne wissen ob der Prof. das auch gesagt hätte, wenn es SEINE Vorlesungen wären und wenn SEIN Studium drunter leiden würde.
Ich bin auf keinen Fall zufrieden wie das gestern abgelaufen ist. und ich bin auch jemand, der gerne gehen würde aber aus anderen Gründen. Leider hat das Plenum beschlossen keinen zu Wort kommen zu lassen (und die entscheidung war sehr knapp) aber wenn das Plenum entscheidet kann ich auch nichts machen und muss mich wohl oder über beugen. Ich wollte nochmal sagen. Das davor war nicht böse gemeint ich hab nur gemeint, dass das nörgeln jetzt keinen Sinn mehr hat. Wir brauchen nicht mehr über das Verbleiben im Audimax zu disskutieren, dafür ist es jetzt zu spät.
Wir sollten halt, da das nicht mehr zu rütteln ist auf die nächste Ebene gehen und erstmal akkzeptieren es ist so. und dann schaun, was können wir wirklich machen und das dann tun.
Wie schon gesagt schreibt eure Probleme mit dem System wir sind grad wirklich was am verändern und ihr habt doch sicher auch irgendwo Probleme.
so ein quatsch von wegen egotrip. es ist leider immer ne minderheit die sich engagiert, aber das heißt nicht, dass sie positionen vertritt, die auch die mehrheit unterstützt. nur sind leider die meisten einfach faul, zumindest ins plenum zu gehn.
und der prof aus saarbrücken hatte auch mit seiner aussage recht, dass damals die 68er auf demos auch nur 200 leute gewesen waren.
wenn der bildungsstreik erfolg haben sollte, wird es genauso sein. dann werden auch wieder alle sagen: ich war damals dabei an vorderseiter front.
und dieser quatsch mit dem nordkorea/china vergleich, als wenn da jetzt irgendwelche linksradikale mit kalaschnikows im audimax sitzen. dann kannst du auch gleich sagen, dass deutschland so handelt, weil die cdu/csu/fdp vertritt auch nicht meine position und ich leide drunter, trotzdem würde ich so einen vergleich niemals tätigen.
ohje, ihr habt schon ein armes Leben… 6 Std am Stück???? Ach halt, ich arbeite gerade, das könnte mir heute ja auch passieren, und das nur weils hier keinen AK Pause gibt… zum kotzen…
sorry, aber das kann ja wohl echt kein Grund sein, gegen die Proteste zu sein. Eine inhaltliche Diskussion gerne, aber bitte nicht rumheulen weil mal ein paar Vorlesungen verschoben werden – wenn das ein Grund ist sich alles gefallen zu lassen, dann gute Nacht.
Die Redekultur im Plenum kann man allerdings (was ich teilweise mitbekommen habe) tatsächlich kritisieren, die Mod greift teilweise schon krass (unter dem Vorwand, beim Thema bleiben zu müssen o.Ä.) in die Diskussionen ein, und andere Stimmen haben schon ein Problem.
ABER: Auch das löst man nicht durch jammern, wenn die Leute mir nicht zuhören wollen muss ich sie halt zwingen, und jedesmal kommen und mich einbringen – und nicht nur ein einziges Mal und dann erwarten dass alle sofort auf mich hören…
Könnt ihr bitte die Qualität des Tons ein bisschen verbessern, als der Rektor da war habe ich fast nichts verstanden, das Mikro näher zu den Rednern hin und irgendwie besser einstellen – danke …
heute wenn Landtagsmensch kommt will ich was hören eventuell …
Hier im Audimax ist die Klangqualität mindestens 5.1 wenn nicht sogar 10.1 Dolby Digital!
“und dieser quatsch mit dem nordkorea/china vergleich, als wenn da jetzt irgendwelche linksradikale mit kalaschnikows im audimax sitzen. dann kannst du auch gleich sagen, dass deutschland so handelt, weil die cdu/csu/fdp vertritt auch nicht meine position und ich leide drunter, trotzdem würde ich so einen vergleich niemals tätigen.”
<— zitat von thomas
habe mir EXAKT das selbe gedacht!
super beitrag
die aktion verläuft heuchlerischer als ich bisher vermutet habe:
die besetzer des bildungsstreiks behaupten, dass der staat:
a) bildung nur den finanzielll besser gestellten ermöglicht,
b) die bildungsbedingungen verbessern müsste
c) uvm. (zu entnehmen aus dem forderungskatalog)
dass die besetzer dabei einigen kommilitonen
genau dasselbe antut, was dem staat angeprangert wird,
ist der reinbegriff des heuchelns, da die ebene exakt
dasselbe niveau hat und nur auf das kleine beispiel
(einzelschicksale) runtergebrochen ist …
schade so kann man euch nicht ernst nehmen !
wie sollen sich solche, denen ihr vor den kopf stoßt mit euch
solidarisieren? ist doch klar dass die in die “konfliktposition”
mit der “anti-haltung” wechseln …
darüberhinaus betonen die besetzer, dass sie für ALLE
studierenden kämpfen mit den bescheidenen mitteln ihrer
maßnahmen …
dazu sage ich, eine größere verleumdung habe ich selten gehört,
denn ich habe nicht gebeten/gewünscht oder um hilfe geschriehen,
deshalb distanziere ich mich von dieser aussage dass mir geholfen
wird durch euch …
normalerweise, sollte man “die übergeordnete sache gemeinsam
verfolgen und dafür kämpfen” … dann hört auf eurer stimme
denn wenn ihr behauptet für uns zu kämpfen, werden wir
zwangsläufig eure stimme, vor den kopf zu stoßen und findet wege,
dass für niemanden nachteile entstehen, denn eines sollte euch klar
sein:
die die ihr hier als jammerlappen u.ä. bezeichnet, können euch von
innen heraus schneller entkräften, als ihr etwas aufbauen könnt …
kohärenz bitte
Hier im Audimax ist die Klangqualität mindestens 5.1 wenn nicht sogar 10.1 Dolby Digital!
-> Wenn ich youtube videos gucke, höre ich auch alles, oder wenn ich spiegel videos gucke höre ich alles klar und deutlich
aber bei eurem live stream höre ich ganz undeutlich und schlecht die sprache
also liegt es an euch und nicht an mir
—
Lieber JURIST (denn Germanist bist du sicherlich nicht),
es ist uns allen bewusst, dass das Juridicum (inkl. Bibliothek) nichts zu wünschen übrig lässt, und dass deine Eltern vermutlich genug Geld hätten um dich monatlich mit 2.000 € für Studiengebühren zu unterstützen. Das brauchst du uns mit deiner Kritik, deren Intention wohl eher das Brüsten vor deinen Kommilitonen war, als die Äußerung einer aufrichtigen Kritik, nicht unter die Nase zu reiben.
Mein Tipp an dich, statt mit deiner Anti-Haltung auf dich aufmerksam zu machen (in unserem “Boot mitzuschwimmen” ist für dich anscheinend nicht von Interesse, siehe erster Satz, aber irgendein Trittbrett brauchst du anscheinend, weil dir in diesen Tagen weniger Aufmerksamkeit zukommt als sonst), bleib doch einfach neutral. Um es dir nochmal klar vor Augen zu führen:”Für dich gibt es KEIN Problem!”. Deine Eltern wären auch froh, wenn sie das Geld lieber in ihr Auto/Haus stecken könnten, anstatt für das teure Studium des Sohnes aufkommen zu müssen. Und was für dich/euch anscheinend auch noch ein Problem ist, ist die eigentliche Besetzung des Audimax. Es gibt genug Ausweich-Räume (z.B. im Kollegienhaus). Einfach mal im Sekretariat nachfragen.
Und zum Thema “deshalb distanziere ich mich von dieser aussage dass mir geholfen wird durch euch” – ich finde es nicht gut, dass du anscheinend nach dem Motto “Auffallen um jeden Preis” lebst. Du versuchst dich gegen eine Sache aufzulehnen, die für viele an der FAU eine sehr wichtige Angelgenheit darstellt. Warum?
Du hast nichts unterschrieben, du hast nichts verbrochen, hast also folglich auch nichts zu verlieren. Und solange du dich aus der Sache einfach raushältst und neutral bleibst, brauchst du auch um deinen Ruf keine Angst haben (siehe: Verleumdung).
Matze
Ich finde interessant, dass der Poster 139, das Wort Jurist offensichtlich als Schimpfwort verwendet, man merkt, wie sehr die Belange dieses Studiengangs zumindest diesem Protester am Herz liegen. Und weil der “genervt” Kritik äußert, müssen seine Eltern haufen Kohle haben und deswegen ist seine Meinung irrelevant und er soll sich raushalten? Sehr interessante Sicht der Dinge und bestätigt genau das was “genervt” gesagt hat. Ganz offensichtlich ist das Schicksal der einzelnen den Protestern egal, es geht um die grosse Sache und ganz nach dem Prinzip: wo gehobelt wird, da fallen auch Spähne, wird jede Kritik ignoriert. Das beste ist, ich weiß was als Antwort auf diesen Post kommt: “Komm vorbei und äußere die doch hier im Audimax”. Nur hab ich das schon versucht. Nur anstatt mit mir darüber ziviliesiert zu diskutieren wurde ich ausgebuht und durfte noch nicht mal zuende reden. Denn offensichtlich hat jeder Student eine Stimme, nur hören will man nur die Stimmen, die den Besetzern passen und der Rest soll gefälligst die Fresse halten. Das ganze wird im Audimax natürlich als Demokratie bezeichnet.
Lieber Matze,
glaubst du ernsthaft, dass du dir mit dieser Aussage Freunde machst? Ich studiere selber Jura und finde es einfach nur lachhaft, dass du in diese Klischeeschublade greifst. Es gibt in allen Studiengängen Leute, die einfach etwas besser situiert sind. Aber bei den BWLern und den Juristen fahren alle Eltern einen 7er BMW und die angehenden Mediziner machen das Studium nur, weil sie dann Papis Praxis übernehmen können.
Sonst noch Wünsche? Da langt man sich ja wirklich nur noch an den Kopf und will ihn nicht wieder loslassen.
Bei einer derartigen Argumentation brauchst du dich nicht wundern, weshalb immer mehr Leute genug von der Besetzung haben, gerade auch weil sie sich überhaupt nicht in den Prozess involviert fühlen. Aber dann lieber neutral verhalten und die Fresse halten oder was? Oder einfach den Studiengang wechseln, damit man als Jurist nicht mehr eine persona non grata im Audimax ist? Kritik hat euch den Weg ins Audimax geebnet, nun lernt damit auch selbst vernünftig umzugehen!
Wenn du auch noch schreibst, dass es ja der Allgemeintheit zugänglich bekannt ist, dass es dem Jurist in Erlangen an nichts mangelt, dann juckt es mich wirklich in den Händen. Es ist bei uns – genau wie bei allen anderen – noch viel Luft nach oben. Gerade die Ausstattung der Bib wurde erst durch die Studiengebühren erhöht, sodass nicht mehr 200 Leute um 2 Bücher oder Zeitschriften kämpfen müssen.
Gleichermaßen frage ich mich, weshalb das Jurastudium teurer sein soll als alle anderen? Zahlen wir irgendwie mehr Studiengebühren als andere oder hab ich da was verpasst?
Deine Vorhalte sind, wie bereits erwähnt, klischeehaft und haltos.
Aber ich halte nun meinen Mund, zieh mein Poloshirt an, benutze den Kragen als Spoiler, setze mich in meinen geleasten Porsche und fahre in den Flatratepuff nach München.
Schönes Wochenende,
Gruß
Alex
Heute live im Audimax: Black Taxxi aus Seattle/WA
und hört auf euch anzugiften! haltet lieber zusammen, nur so kann man auch was erreichen!
peace!
@matze:
eigentlich wollte ich nicht merh hier posten, aber du verdienst dir
mit deinem eintrag noch ein statement von mir:
wir kennen uns nicht und ich lege auch keinen wert darauf dich
kennenzulernen, aber du liegst mit deinem klischeedenken so weit
daneben, wie mit deinem verständnis für allgemeinwohl!
ich arbeite 80 stunden im monat um meinen lebensunterhalt zu
bestreiten und mir das studium zu ermöglichen, liege meinen
eltern nicht auf der tasche und ob bafög irgendwann gezahlt
wird, liegt im ermessen des zuständigen amtes, wodurch meine
situation erheblich erleichtert werden würde. ich maße mir nicht an,
dass du nachvollziehen kannst, dass sich einige wie ich (finanziell
nicht besonders gut bestellt) sich mit dem studium einen traum erfüllen, da du in solche klischees aufsprichst/aufschreibst, dass
mit dir eine diskussion aus meiner sicht nicht sinnvoll wäre.
zum punkt geltungsdrang:
da dieser “traum” des studiums erschwert, bzw. mittelbar fast
unmöglich wird, da ein arbeiten in dem umfang wie oben genannt
fast nicht mehr zu machen ist, poste ich hier meinen unmut und
werde unqualifiziert von dir angegangen … schade … zeigt mir
aber auch, dass eine solidarität nicht mehr in frage kommt!
Vielleicht denkt ja mal der eine oder andere daran, dass sog. einzelschicksale vielleicht nicht ganz unter die räder des
sog. “allgemeinwohls” kommen sollten, beispiele für solche
einzelschicksale wurden in menge schon genannt:
- thema: alleinerziehende mütter beim studium:
warum sollte ein durch die besetzer beschaffter ersatz einer
fürsorgeberechtigten person mir adäquaten möglichkeiten
bieten, mein kind unterzubringen um den lebensunterhalt und das
studium zu ermöglichen … ?
- thema: nachhilfeaktionen:
warum sollte ich mich auf weniger qualifiziert nachhilfe stützen
müssen um mein ziel zu erreichen, als mir eigentlich zustehen würde
(denn ich habe noch nicht gehört, dass professoren, welche lehr-
stühle im bereich meines studienganges inne haben, solche nachhilfe
anbieten, um kollisionen die durch die besetzer verursacht werden
auszugleichen)
- thema: erspartes studium:
warum sollte jemand der sich jahrelang ein studium erspart
(weil vielleicht bafög nicht greift, etc.) sich durch die maßnahmen
der besetzer so stören lassen, dass das bitter ersparte geld
für das man privat opfer bringen musste (denn dass sparen
schwer ist in diesem land ist auch unumstritten hoffe ich) nicht
seinem zweck zugeführt werden kann ?
- thema: zusätzliche benachteiligungen:
natürlich ist nicht in jedem studiengang der stundenplan ideal,
aber man kann zumindest bei semesterbeginn eigenständig
entscheiden, wie man sich die freizeit plant um zu arbeiten,etc.
(meine schichten kann ich nicht umwerfen, wie es mir passt, sondern
ich habe da noch jemand der sich arbeitgeber nennt und der mit
mir planen will, wenn er mir die möglichkeit gibt bei ihm neben dem
studium zu arbeiten) … die maßnahmen durch die besetzung
erschweren das ungemein! darüberhinaus fallen zusätzliche kosten
an, wenn man versucht das trotzdem unter einen hut zu bringen
(zusätzliche kilometer = zusätzliche spritkosten)
also, meine stimme erlischt hiermit in den posts, somit nur noch
diese möglichkeit für matze und co. sich drauf einzuschießen und
klischees und andere beweggründe und studienrichtungen
anzugehen ohne hintergrundwissen heranzuziehen.
viel spaß damit diesen post auch wieder nicht ernst zu nehmen und
zu zerlegen!
ich erinnere mich an einen typen, den nannten sie robbespiere (schreibweise is mir herzlich egal
) der hat damals auch im namen des volkes tausende hinrichten lassen… natürlich waren das nur diejenigen die gegen seine ansichten waren…
was ich damit sagen will: gott sei es gedankt, dass das hier keine bewaffnete revolte darstellt, ihr verhaltet euch genauso wie es alle “revoluzzer” heute noch auf der ganzen welt tun. Egoismus, Ignoranz und Klassendenken, statt Freiheit, Gleichheit und Brügerlichkeit.
Boa kommt mir das kotzen wenn ich diese Kackvögel hier lese… Hasta nunca cabrones!
verpisst euch endlich aus dem audimax!!! ihr geht mir inzwischen sowas von auf den sack!!!! (ich meine damit den rcds)
SHOCKING: “Einer neuen Studie zufolge fängt ein Drittel der potentiellen Studenten kein Studium an, weil es ihnen am Geld fehlt und Studiengebühren sie abschrecken.”
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,665039,00.html
lieber poster nr. 145,
warum gibst du dich zufrieden mit einem robespierre-vergleich? wieso vergleichst du uns nicht gleich mit lenin oder stalin, pol-pot oder mao? komm, sei ruhig etwas mutiger in deinen vergleichen, wo du doch allen klarmachen willst, was wir für finstere gesellen sind (heute: audimaxbesetzer, morgen: klassenkämpfer und gulag-wächter). sag doch ruhig, was du meinst. denn ganz im ernst: dein post ist schon so wie er ist lächerlich genug, so dass es keinen mehr schocken würde, wenn du die große lenin-stalin-mao-revoluzzer-untergrundmarxisten-keule auspacken würdest. mach ruhig. das einzige, was ich um deinetwillen hoffe, ist, dass du nicht geschichte studierst. denn dann wären deine vergleiche nämlich doppelt peinlich für dich.
… Herr, lass Hirn regnen!
Das sagt der Richtige…
…Ja, Herr, lass Hirn vom Himmel regnen.
Manche Besetzer brauchen es dringend!
Ach Nina, im Gegensatz zu Dir lass ich für den Fall, dass der Herr meinen Wunsch erfüllen sollte, meinen Regenschirm zu hause!
mal ganz ehrlich… wen sollten denn studiengebühren vom studieren abhängen? dafür gibt es den studiengebührenkredit, der wird innerhalb von 2 wochen ohne nachfrage vergeben… keine bonitätsprüfung, kein eintrag in die schufa. was will man mehr?
ob jetzt 15000 oder 20000 schulden, wen jucken schon die paar tausend euro mehr??
das Einzige was mich im Augenblick vom ordentlichen studieren abhält, sind diese Vollidioten die das audimax nicht räumen wollen. Und nein: ich habe keine reichen eltern, wohne nicht bei meiner Erbtante und die unterschiedliche Groß- und Kleinschreibung habe ich NICHT meinem migrantenhintergrund zu verdanken.
is ja nur lustig, dass studieren in früheren studienbeitragsfreien zeiten total out und uncool war. wie ich das studieren angefangen hab, war man als student noch der letzte edelpenner, der sich in der “wärmestube” (goppel) fast zum nulltarif den magen vollgehauen hat und dabei am geldhahn des steuerzahlers schmarotzte. seit man aber was dafür zahlen muss is alles supereasygoing und lifestyle, campusmagazine schiessen wie pilze aus dem boden, plötzlich wird entdeckt, dass der student ja auch eine nicht zu unterschätzende käufer- und kundenschicht darstellt. schon komisch. aber ach ne, is ja so, sobald man was fürs studieren zahlen muss, ist es auf einmal was wert, vorher war das anscheinend nicht der fall.
Da kann ich Nr. 151 nur zustimmen.
Ich finanziere mein Studium mit Bafög und arbeite ab und zu (natürlich NUR in den Semesterferien). Das funktioniert! Letzteres kann ich den Streikenden auch empfehlen – genug überflüssige Zeit hätte ihr ja.
Grundsätzlich bin ich auch gegen Studiengebühren. Aber diese Forderung und andere sind ja schon gestellt, man hat in der Öffentlichkeit Aufsehen erregt, die Unileitung und die Politik hat versprochen, sich für Verbesserungen einzusetzen – jetzt muss auch mal wieder gut sein.
Ich habe gehört, Herr Grüske würde zusätzliche Räume für Vorlesungen anmieten?
Würde mich mal interessieren, mit welchem Geld er das bezahlt.
Glückwunsch ihr Möchtegernrevoluzzer – Die einen Arbeiten um die Studiengebühren zu finanzieren und ausgegeben wird das Geld jetzt dafür, dass ihr im Audimax campen könnt.
Ich denke, man sollte die durch euren Streik entstandenen zusätzlichen Mietkosten auch von euch zurückfordern.
Wie schon erwähnt, ich habe grundsätzlich Verständnis für eure Forderungen. Aber mittlerweile sehe ich und wohl auch der Großteil der Studenten* keinen Sinn mehr, den Audimax weiter zu besetzen und
a) weiter studierwilligen Studenten das Studium erschweren und
b) der Uni Kosten verursachen, die sonst zur Verbesserung der Lehre eingesetzt werden könnten.
*Ihr behauptet zwar, ihr würdet für alle Studenten sprechen und das ist alles ja ach so demokratisch. Diese Aussage ist lächerlich.
1. sitzen im Audimax natürlich (fast) nur Leute, die eurer Ansicht sind (Zahlenmäßig sitzt wohl nur ein SEHR kleiner Bruchteil der Studenten im Audimax. Wenn in der NPD-Zentrale die Bundesregierung gewählt würde, bekäme die NPD wohl auch auf fast 100 % der Stimmen. Sry für den Vergleich ich bin weder rechts, noch vergleiche ich euch mit dieser Partei, ich will damit nur sagen, wie sinnlos eure „demokratischen“ Wahlen sind) und
2. Ihr sagt zwar immer, die, die gegen den Streik oder für die Beendigung des Streiks sind sollen herkommen und mit”stimmen”. Leider ist es aber so (wie hier auch schon öfters dargestellt) dass diese Leute von euch nicht sprechen dürfen. Leute, die “gegen” euch sprechen werden von der Diskussionsleitung sofort beendet („nicht vom Thema abschweifen“) oder von der Menge ausgebuht.
Wie lange wollt ihr denn noch weiter machen?
Ich kann nur an die Unileitung appellieren, diesem Spiel ein Ende zu setzten und wenn die Streikenden nicht selbst zur Vernunft kommen, die Unileitung und Politik haben entgegenkommen gezeigt, muss man den Audimax eben polizeilich räumen lassen (Klingt jetzt zwar hart, aber Ihr würdet sicher auch so handeln, wenn man eure Wohnung besetzten würde!)
Eine Unileitung dürfte es nicht egal sein, dass Studenten, die studieren wollen vom Studium abgehalten werden.
@153: Genug Zeit in den Semester-”Ferien”? Sag mal, scheißt du noch in die Windeln? Wir schreiben ALLE Klausuren in den Ferien und gleichzeitig muss man Laborpraktika machen. Und irgendwie auch noch ein Industriepraktikum. Sag mir bitte, wie ich da noch groß arbeiten soll. Das einzige wo geht ist eine kleine Hiwi-Stelle unterm Semester, mehr ist da nicht drin.
Ich bin erster Bachelor-Jahrgang und hab noch keine Ahnung, wie ich das alles in Regelstudienzeit schaffen soll. Überzieht man auch nur ein Semester, kriegt man kein Bafög mehr, scheiße, wie soll das alles gehen???
Deswegen bin ich unter anderem im Audimax.
RCDSler bekommen ihre Studiengebühren von der Partei bezahlt, natürlich ist man dann dagegen, wenn die faule, marxistische Unterschicht aufbegehrt!
Ich habe ja gesagt, ich lebe hauptsächlich von Bafög!
…und wer Zeit hat wochenlang im Audimax zu campen – dessen Studium kann gar nicht so stressig sein!
Kann mir mal jemand sagen, wie lange ihr noch streiken wollt?
Ich denke auch, das nun mal wieder gut sein muss.
Ihr habte eure Positionen erklärt und seid auch gehört worden.
Es ist löblich, das endlich mal jemand was gegen Studiengebühren etc. tut.
Aber das ganze darf NICHT so passieren, dass andere Studenten am Studieren gehindert werden.
Protest ja, aber nicht so, dass Mitstudenten vom Sudium abgehalten werden!
Am Anfang war ich für den Protest, aber mittlerweile hoffe ich, dass der Audimax endlich wieder für Vorlesungen genutzt werden kann. Notfalls muss er halt von der Polizei geräumt werden!
Übrigens tolle Wortwahl @Dadaismus. Du wirst doch wohl nicht im Ernst glauben, dass dich jemand so ernst nimmt?
Mir ist klar, dass wir nicht gleicher Meinung sind, aber deshalb muss ich mich noch lange nicht so unter die Gürtellinie beleidigen lassen!
Man sollte eigentlich schon ein gewisses Maß an Respekt von Erwachsenen Menschen erwarten können!
Du haust doch auch Sachen raus, die mich beleidigen.
Ich sehe es als Beleidigung, wenn mir jemand sagt, dass mein Studium nicht stressig ist, und das ich arbeiten soll usw. Ich sitze nicht im Audimax, weil ich das als Spaßveranstaltung sehe, die sich halt mal so a weng trifft, einfach mal ein paar Leute (natürlich absichtlich) vom studieren abhält und das ganze weil man ja genug Zeit hat und das ganze als Hobby ansieht.
Das ist Blödsinn. Ich bin hier weil ich es will, weil die Veränderung am verkorksten Bachelor System zwingend notwendig sind und ich deshalb für mich meine ich muss da dann durch. Also ich muss halt Vorlesungen ausfallen lassen, kann einige Übungen nicht bearbeiten, und muss dann das ganze Zeug irgendwann nacharbeiten. Und ich mach das nochmal nur, weil ich es als sehr sinnvoll ansehe. Und nicht weil ich bock auf “campen” habe und sowieso nichts mit meiner Zeit anzufangen habe.
Schöne Grüße
mal eine idee an die besetzer:
das besetzen ansich trifft ja nun mittlerweile doch auf starken unmut, das seht ihr sicherlich selber. einige eurer aktionen (zum beispiel die mit bildung im öffentlichen raum) hingegen, sind ja durchaus recht sinnvoll.
wie wäre es wenn man die besetzung als solches jetzt aufgibt, aber mit dem rektor redet und fragt ob man nach den regulären veranstaltungen am (frühen) abend das audimax nutzen kann für die ak’s und etwaige besprechungen?
damit könnten wieder alle veranstaltungen stattfinden und ihr hättet trotzdem den raum um weitere aktionen zu planen. gut, dann wäre halt nix mehr mit pokern und filmchen gucken, aber darum geht es ja auch nicht in der hauptsache. und wenn ich mir eure tagespläne so anschaue könntet ihr, wenn das audimax jeden abend ab 18 uhr frei wäre, 20 oder 21uhr zu hause sind und trotzdem ergebnisse in form von aktionen uä. haben.
keiner würde bei so einem kompromiss verlieren, oder seht ihr das anders?
Ihr lest es doch selbst : WIR BLEIBEN…
…unbegrenzt.
-> ES wird ewig weitergestreikt, bis zum jüngsten Gericht
und wenn dann Studium nicht reformiert wird dort, dann sogar noch darüber hinaus
denn : wenn sie nicht gestorben sind dann streiken sie noch heute
wer streikt exmatrikuliert sich nicht
Ich streike solange bis die Studenten bezahlt werden für die Werbung die sie zwangsweise hören müssen von den Professoren die von den Lobbyisten der Grossunternehmen ihre Infos vorgegeben bekommen um deren Werbung vorzulesen
—-
30 Euro pro Stunde Vorlesung … als Mindesthörerlohnentschädigung …
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Ich reihe mich etz auch mal in die mittlerweile sehr lange Liste der Poster ein:
Ich studiere im 3. Semester Politikwissenschaft, im 1. Öffentliches Recht als Nebenfach besuche also 1/3 der Veranstaltungen der Juristen im 1. Semester, habe jedoch auch die Erfahrung von zwei Semestern BA Prüfungsstress, Lateinkurs und Fachwechsel.
Zum einen möchte ich Verständnis für die Probleme der Erstsemester Jura äußern. Ich käme mir auch ein wenig wie ein in Kauf genommener Kollateralschaden vor, wenn in meinem ersten Semester 90% meiner Veranstaltungen wegen eines Streiks, ausfallen würden, bzw. erst nach und nach zu teilweise häufig wechselnden Zeiten (man denke an Pendler) nachgeholt werden würden.
Zum anderen möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich betonen, dass ich die Besetzung absolut unterstütze und gut heiße!
Zum Thema langhaarige faule Besetzer, die nur auf Party aus sind:
Ich habe den direkten Vergleich zur frühen Phase der Besetzung an der GSO FH in Nürnberg und musste dort teilweise (ist mittlerweile behoben) Randale, nicht stubenreine Hunde + Rauchen im besetzten Gebäude miterleben. Aufgrund dieses Eindrucks muss ich eindeutig sagen, dass die Besetzung in Erlangen sehr konstruktiv, arbeitsam, kreativ und vor allem produktiv verlaufen ist und noch verläuft. Dies kann ich nur befürworten und unterstützen. Es ist wirklich beeindruckend, welche vielfältigen Aktionen auf die Beine gestellt worden sind.
Mein Anliegen wäre es, wenn ich den Chat bis jetzt verfolge als erstes bitte wieder sachlich zu werden und nicht mehr so persönlich angreifend.
Zweitens in den Juristen weniger ein Feindbild zu sehen, sondern zu versuchen ihre Ängste vor den Klausuren (man bedenke sie haben als Erstsemester höchstwahrscheinlich noch keine an der Uni und in diesem Fach geschrieben) zu verstehen.
Wenn in meinem ersten Semester ein derartiges drunter und drüber geherrscht hätte, wäre ich auch etwas in Panik gewesen.
Drittens von seiten der Juristen sich etwas zu beruhigen (ich kann jetzt zwar nur für öffentliches Recht und das Grundlagenfach nach Wahl sprechen), was ich bis jetzt an Stoff gehört habe, lässt sich, wenn man einige Termine verpasst einfach mit den Folien bzw. dem Reader vollkommen zufriedenstellend für die Prüfung vorbereiten.
Schließlich liegt der Fokus in der Prüfung auf der Fallbearbeitung, welche in den Propädeutischen Übungen eingeübt wird … und diese sind ja in großer Anzahl (bei Terminproblemen) angeboten.
Als letztes möchte ich meine lieben Jura Kommilitonen, mit denen ich öffentliches Recht höre bitten, an die Zukunft zu denken, den Prüfungsstress, die Studiengebühren, überflüssige Anwesendheitspflicht, mangelnde Infrastruktur (Räume, Ausstattung etc), kaum Flexibilität im Studium und den Zeitdruck, der es unmöglich macht, sich mit Facetten des Studiums rein aus Interesse näher zu beschäftigen.
Jetzt haben wir die Möglichkeit hier für eine Verbesserung der Bedingungen für uns und die Jahrgänge nach uns (z.b. doppelter Abiturjahrgang) zu kämpfen!
Die einzige Möglichkeit auf unsere Probleme (und ich denke auch ihr genauso wie alle anderen erkennt einige dieser Dinge als solche an und seid mit einigem unzufrieden und sei es nur der Raummangel) aufmerksam zu machen, ist das Interesse der Öffentlichkeit auf uns Studierende zu lenken und dies geht eben nur mit Besetzungen, Demonstrationen und anderen kreativen Aktionen.
Versucht noch etwas mehr Verständnis/Toleranz zu zeigen, das Ziel des Streiks soll schließlich uns allen als Studenten zu gute kommen!
Peace
“Die einzige Möglichkeit auf unsere Probleme (und ich denke auch ihr genauso wie alle anderen erkennt einige dieser Dinge als solche an und seid mit einigem unzufrieden und sei es nur der Raummangel) aufmerksam zu machen, ist das Interesse der Öffentlichkeit auf uns Studierende zu lenken und dies geht eben nur mit Besetzungen, Demonstrationen und anderen kreativen Aktionen.” (zitierfähig?)
wie ich vor gefühlten 100 Tagen schon einmal schrieb:
Im Audimax hört euch KEINER schreien!
Drum bitte ich diese Leute, denen ein kompletter Studiengang vollkommen egal ist, etwas mehr Verständnis/Toleranz zu zeigen und den ca. 400 Studierenden nicht so sehr auf den Arsch zu gehen und sich endlich zu verpissen!
Sorry, aber mit Sachlichkeit geh ich hier nicht mehr ran… mich kotzt es nur noch an!
Wo muss man eigentlich anrufen, dass endlich die grünen kommen und den Saal fegen?
@ unfug
Sehr richtig – auch wenn ich die Wortwahl nicht befürworte
Man kann den Streikenden ja anbieten, was maximilian (der nicht dabei ist) vorgeschlagen hat und ich auch befürworte.
Aber es kann nicht sein, dass hier der Audimax “unbegrenzt” nicht für seinen eigentlichen Zweck zur Verfügung steht!
Vielleicht könnte man mal die Unileitung in einem Brief oder anders auffordern den Audimax räumen zu lassen?
Es kann ja nicht sein, dass diese da ewig zusieht!?
@ unfug
Die “Grünen” können nur gerufen werden, wenn die Universitätsleitung den Besetzern ein Hausverbot erteilt, diese es nicht befolgen und dann von der UL Strafanzeige gestellt wird.
Da Rektor Grüske bereits seine Unterstützung und Sympathie geäußert bzw. gezeigt hat, wird dies wohl in absehbarer Zeit nicht geschehen.
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Ich persönlich finde es schade, dass hier bereits des öfteren zur Nutzung staatlicher Gewalt gegen Kommilitonen aufgerufen wurde und wird. Man kann ja gegen die Besetzung sein und auch sauer auf die Besetzer, aber seinen Mitstudenten eine Hundertschaft küppelnder Polizisten an den Hals zu wünschen scheint mir etwas übertrieben.
Unglaublich, wie hier alle rumheulen, bloß weil sie auf einen anderen Hörsaal ausweichen müssen.
Hier gehts um ein bisschen mehr als um 10 Minuten Umweg zum Kollegienhaus, das sollten sich manche mal überlegen.
Man kann ja aus vielfältigen Gründen gegen die Besetzung sein, aber ernsthaft zu jammern, dass man auf andere Hörsäle/Zeiten ausweichen muss kann doch nicht sein? Sowas ist doch kein Grund, einen grundlegenden Protest, der ALLE angeht (auch die Jura-Erstis, die zwar noch Staatsexamen machen, aber sich vielleicht mal mit ein paar höheren Semestern unterhalten sollten wie’s früher war – ich würde mich da gerne anbieten, saß nämlich früher sogar auf dem Boden in Vorlesungen (!!!) Skandal!) abzubrechen.
Auch wenn die Unis auf einem guten Weg dahin sind, ist es eben nicht mehr wie in der Schule hier – hier darf man frei denken und seine Meinung äußern wann und wie man will – und das auch wenn der Herr Lehrer eine andere Meinung hat. Und die Mami kommt auch nicht mehr in die Sprechstunde und beschwert sich wenn de Stundenplan geändert wurde..
Die Diskussion ist hier ernsthaft auf einem Niveau, dass allein das schon genügen würde um jeden Skeptiker von den Fehlern bei Bolognaprozess und Studienreformen zu überzeugen.
Unbestritten ist wohl: nach drei Wochen im Audimax ist nicht viel passiert (außer ein paar Diskussionen und Party). Die Besetzung juckt die “Entscheider” (in der Politik) mal gar nicht, viele Kommilitonen werden genervt.
Bleibt festzustellen: voraussichtliches Ende der Besetzung: 23.12.2009, da wird die Heizung abgedreht…
hier spricht das bundeskontrollamt behördernleiter “lieblicher umgangston” – der nutz “der eine” hat illegale böse wörter benutzt, wird nun ip gespeichert in vorratsdatenschrank und beim nächsten schiff nach guantanamo zoo abgeschoben wie es so üblich ist in unserem rächtsstaat …
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Nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Bildung. Eine unserer zentralen Forderungen ist ein von sozialer Herkunft und finanziellen Mitteln unabhängiger Zugang zum Hochschulstudium.
-> Und wer schützt das Recht der Bildungsunwilligen Minderheit auf Schutz vor Zwangsbildung von Kindheit an, für ein bildungsfreies Leben, ich fordere spezielle TV Programme die gegen zu hohe Bildung gefiltert werden damit man nicht versehentlich Bildung beim TV gucken konsumiert – Kennzeichnungspflicht für alle TV Sendungen mit zuviel Bildungsanteil – ich fordere abschafung der schulpflicht damit bildung kein zwang mehr ist – ist man erstmal gebildet wird man die bildung wie einen virus nur sehr schlecht wieder los, das ist jahrelange harte arbeit mit viel medizin wie alkohol und so …
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Mit Menschenrechten kann man glaub ich hier nicht viel anfangen. Weil allgemeine Bildung sprich: Schule ist ja gegeben. Wiederum hat jeder die Möglichkeit zu studieren, nur muss er ein Berg von Schulden auf sich nehmen. Rein Rechtlich ist da aber kein Verstoß gegeben. Man merkt aber, dass eher wenige Jurastudenten im Audimax hocken, die die Besetzer aufklären könnten.
zu meinem vorschlag in post 160:
München machts vor: http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/526228/index.do?from=suche.intern.portal
Das sagt wohl mehr als tausend Worte…
Ich wollte nur mal anmerken (was ich nicht verstehe) warum wir hier ständig aufpassen müssen was wir sagen aber solche Ausdrücke wie von 168 einfach nur übergangen werden. Ich finde weder diese (von “euch”) noch andere (“von uns”) aussagen richtig (obwohl ich diese mit am niveaulosesten finde) also: Man kann diskutieren aber so was macht keinen Sinn.
Und da bestehe ich drauf! Sonst habe ich keine Lust mehr zu diskutieren (ich brauch mich nicht als Hurensohn beleidigen lassen). Und ich muss auch sagen dass mich das verletzt.
@172 finde ich an sich keine schlechte Idee. Für solche Anregungen (konstruktiv!) bin ich dankbar und hoffe es kommen noch viel mehr davon!
@173: danke
und ansonsten: solche ausagen müssen dich nicht verletzten. sie sind es nicht wert, dass man sie auf sich bezieht und das man überhaupt darauf reagiert. deswegen reagiert auch keiner darauf
.
170. magnusfe – 8. December 2009
Nach Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht auf Bildung.
das recht nehmt ihr aber grade weg. wie soll man das lernen , wenn ihr das audimax besetzt und die vorlesungen ausfallen…
Da das posting mit den fäkalausdrücken inzwischen gelöscht wurde, hat sich mein beitrag 168 somit auch erledigt als Reaktion hierauf und kann nun ebenso entfernt werden wie auch dieser beitrag hier
danke …
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Zur Effektivität :
Sicherlich ist es effektiver für die Öffentlichwirksamkeit, wenn man öfter Demos in der Innenstadt veranstaltet, und zwar am besten mehrmals wöchentlich, so erzielt man eine dauerhafte hohe Aufmerksamkeit, aber es kann auch zu erhöhter Gegenreaktionsgefahr von Seiten der Politiker / Polizei kommen wenn sie sich zu sehr gestört fühlen …
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gott der film
nie im leben sowas ….. krasses…..mir fällt kein wort ein…..gesehen
Sinn von Demonstrationen ist ja den Alltag zu stören … um eben Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und somit ganz bewusst Druck auf die politischen Entscheidungsträger auszuüben.
Hallo zusammen!
Ich bin zwar kein Student an der FAU und genieße dazu noch den Luxus eines zahlenden Arbeitgebers sowie einer privat-ähnlich organisierten Hochschule, aber trotzdem möchte ich mir erlauben, hier einen Kommentar abzugeben.
Ich bin entsetzt, wie viele Kleingeister in den verschiedenen Beiträgen gegen diesen mehr als nur berechtigten Streik argumentieren, und das auch noch größtenteils mir Argumenten auf Sandkasten-Niveau á la ” Mama, Mama, die haben mir meinen Lolli geklaut!” Erschreckend, einfach nur erschreckend…
Das Bachelor-System an sich zu verteufeln ist meiner Meinung nach nicht richtig, jedoch ist hier ganz besonders hervorzuheben, dass die Einführung dieses Systems, und zwar nicht nur an der fau, völlig unausgegoren ist! Verschiedenste Mängel in der Planung und Durchführung führen zu einer wesentlich stärkeren Belastung, als sie das Bachelor-System alleine mit sich bringen würde, ganz krass vor allem bei den “Doppel-Bachelor-Studenten” und Lehrämtlern. An meiner Hochschule ist die Planung und Umsetzung deutlich ausgereifter, was zwar zu einem immer noch erheblichem Mehraufwand führt, die Belastung aber immer noch in einem Rahmen hält, der noch im Bereich des Erträglichen liegt. Also, es geht auch anders! Nur dazu MÜSSEN die Leitung der Unis UND die verantwortlichen Staatsorgane in Aktion treten und erst mal auf diese Missstände aufmerksam gemacht werden! Und genau das tut Ihr, weiter so!!!
Eine bodenlose Frechheit und zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit sind und bleiben jedoch die Studiengebühren! Nach der Krankenversicherung ist nun auch noch die Bildung drauf und dran, eine Zwei- oder Mehrklassengesellschaft, schön verteilt nach dem Einkommen, einzuführen. Dieses leidige Thema möchte ich jetzt nicht näher ausführen. Doch möchte ich hier allen Beführwortern mit leeren Argumenten eine Denkaufgabe mitgeben: WIE soll ein Bacherlorstudent, oder gar Doppel-Bachelor-Student, neben den unzähligen Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitsungszeit UND Zusatzaufgaben, noch die Zeit aufbringen, genug zu Arbeiten, um sich seine Studiengebühren, seine reinen Lebenshaltungskosten und noch etwaige pers. gewünschte Anschaffungen, wie z.B. einen unbedingt erforderlichen, funktionierenden Laptop/PC oder auch nur ne neue, warme Jacke, zu finanzieren??? Nicht jeder Student hat das Glück zahlungskräftiger Eltern, wie sie, und bitte verzeiht mir diese Kritik, aber das ist nunmal meine pers. Meinung, vor allem in den Studiengängen zu finden sind, die hier besonders stark gegen die Besetzer argumentieren!
Betrachtet man die letzten Jahrzehnte, fällt einem immer wieder auf, wie mächtig die Studenten und Studentenbewegungen waren und was sie alles erreicht haben! Dieser studentische Geist war leider völlig verloren, vor allem verursacht durch die bodenlose Arroganz vieler Studierender, die, entschuldigt die Audrucksweise, ihr Studium in etwaige Körperoffnungen geschoben bekommen haben! Jetzt erinnner sich die Studenten wieder dieser Kraft, und die Reaktion der “anderen Stundeten” ist Verständnis- und Ahnungslosigkeit gepaart mit Arroganz… Schade, einfach nur Schade!
Mit diesen Besetzungsaktionen machen die Studenten auf Missstände aufmerksam, die bisher niemanden wirklich interessiert haben oder kleingeredet wurden. Und darauf MUSS aufmerksam gemacht werden! Auch als “Glückskind” stehe ich voll hinter den Protesten!
Zu eurem Presseauftritt möchte ich noch etwas loswerden: Die öffentlichen Massenmedien, also angefangen von FrankenTV bis zu div. “Mode”-Radiosendern, berichten nur sehr eingeschränkt von euch, und wenn, dann berichten sie, ähm, nur am Rande über euer Anliegen, dafür zeigen sie ca. 30sek lang EINE Glühweinlasche in Großaufnahme… Ich finde, ihr solltet hier die Initiative ergreifen, sprich auf die Sender zugehen und an eurem Image arbeiten! Aber das nur am Rande
Ich find diese einseitige Berichterstattung ausgesprochen bescheiden, vor allem schadet sie Eurem Image in der Öffentlichkeit und somit Eurem Anliegen!
Ok, genug geschrieben. Ich hoffe, niemand fühlt sich jetzt durch meine Äußerungen pikiert.
MACHT WEITER SO!
“WIE soll ein Bacherlorstudent, oder gar Doppel-Bachelor-Student, neben den unzähligen Lehrveranstaltungen, Vor- und Nachbereitsungszeit UND Zusatzaufgaben, noch die Zeit aufbringen, genug zu Arbeiten, um sich seine Studiengebühren, seine reinen Lebenshaltungskosten und noch etwaige pers. gewünschte Anschaffungen, wie z.B. einen unbedingt erforderlichen, funktionierenden Laptop/PC oder auch nur ne neue, warme Jacke, zu finanzieren???”
*gähn* zum gefühlten 10.000sten Mal die Stichwörter kfw und Studentenkredit.
Und bevor du wieder weiter ausholst: ja es ist mir klar das es ein Unterschied ist ob man als Kind “wohlhabender” Eltern Schuldenfrei aus 5 jahren Studium geht, oder ob man Schulden in Höhe eines Kleinwagens hat. Einige müssen eben mehr als andere abwägen ob sie für ihre Zukunft studieren und demnach auch darin investieren.
Jetzt könnte man die gewagte These aufstellen, dass Studenten die ihr Studium selber finanzieren (über Kredite oder/und Arbeiten) von der Motivation her nicht die “besseren” Studenten sind, zurückgehend auf die alte Weisheit “man weiß Dinge die man sich von eigenem Geld gekauft hat viel mehr zu schätzen”.
Und letztendlich ist der Anteil der Eltern, die sich ihrern Wohlstand nicht erarbeitet haben sondern durch einen Lottogewinn erreicht haben wohl verschwindend gering. Irgendeiner muss in diesem System etwas erwirtschaften: entweder es sind die wohlhabenden Eltern, die für das Geld was sie haben und was sie ihren Kindern zur Verfügung stellen auch hart arbeiten und durch die Finanzierung eines Studiums büßen sie dann auch an zuvor erworbenem Luxus bzw. Lebenstandard ein, oder es sind die Studenten die hart arbeiten müssen und/oder ihren Lebensstandard heruntersetzen müssen. Was auch immer es ist – mir will da keine Ungerechtigkeit auffallen. Ungerecht wirds immer erst dann wenn man die Arbeit der Eltern aus der Diskussion ausschließt und nur die Ebene der Studenten betrachtet.
eine letzte Bemerkung dazu: es ist interessant zu sehen, wieviele Studenten die vom Elternhaus her nicht arbeiten müssten um zu studieren es dennoch tun. Freiwillig also. Nicht mal um “mehr Luxus” zu haben, sondern um neben 2008-2011 Studium der… im Lebenslauf stehen zu haben, sondern auch Praxiserfahrung nachweisen zu können. Oder und das ist interessant: um ihre Eltern finanziell nicht zu belasten. Meine Eltern haben nicht ihr Leben lang gearbeitet um mir jetzt zig tausend EUR für ein Studium in den Arsch zu schieben. Aus ihrer Sicht machen sie es natürlich gern, aus meiner Sicht will ich das nicht. Ich will dass sie sich von ihrem Geld selber etwas gutes tun. Sich ein Auto kaufen, in den Urlaub fahren – whatever. Ich bin fast 30 und mir stellen sich die Nackenhaare bei dem Gedanken auf dass ich mit fast 30 immer noch das Geld meiner Eltern brauche um MEINE Träume zu leben. Und das Studium ist MEIN Traum, nicht der meiner Eltern. Ich komme aus einem wohlhabendem Haus und Studiere ohne einen Cent meiner Eltern (obwohl sie mich sogar gern finanziell unterstützen würden). Ich habe freiwillig einen Kredit und arbeite sehr viel und sehr hart neben dem Studium und für das Studium direkt. Folge: mich hat jetzt schon der 2. Headhunter kontaktiert weil man mich für Firma XY gewinnen will, ein Prof fragte mich ob ich nicht bei ihm promovieren will – meine Chancen an Universität und in der Wirtschaft sind sehr viel größer als bei anderen. Und darauf bin ich durchaus stolz. Und ich kann sagen: ich brauch dafür nicht meine wohlhabenden Eltern. Das Geschwätz dass nicht jeder studieren kann der will aus finanziellen Gründen ist einfach absoluter Unfug.
@maximilian:
wieviele jahre studierst du denn schon?
thema geld:
klar, man kann arbeiten und studieren, ich kenn ein paar leute die das mach(t)en. nur es liegt halt nicht jedem, komplett auf sein privatleben zu verzichten, oder das studium 10 jahre hinauszuzögern. kinder reicher eltern die trotzdem hart arbeiten, statt auf ihre elitären verbindungen und schicksalswolken zu vertrauen sind eher die sehr seltene ausnahme als die regel.
ich selbst bin auch nicht mehr der jüngste, habe eine kleine familie und jetzt, etliche jahre nach meiner ausbildung doch noch angefangen zu studieren. was soll ich sagen: mir langt sogar das bafög und der kfw kredit. ein nebenjob kann sein, muss aber nicht. 5 jahre kein urlaub, keine weihnachstgeschenke und wenig party? kein problem, ich wollte es doch so
wenn ich aus dem studium herauskomme bin ich mindestens 20.000 eur ärmer und ob ich dann meinen traumjob bekomme steht in den sternen… rein wirtschaftlich gesehen also ist dieses studium eigentlich ein desaster, ich könnte mich lehmann nennen – halt nein, dann würde ich ja den kredit erlassen bekommen
aber jammern tu ich nicht, schließlich hab ich mir das so ausgesucht. so wie alle anderen auch hier. also hört auf zu heulen und zu jammern und nehmt euch lieber ein beispiel an dem “man without life”, der, zumindest rein technisch gesehen alles richtig macht
zum “streik” an sich:
wer streikt denn eigentlich? die lesesäle sind überfüllt, die seminare gut besucht…
ist das besetzen eines gebäudes/saales jetzt schon ein streik?
und zu allen die hier rummeckern über kleingeister und egoisten die gerne ihre gewohnten vorlesungen besuchen möchten:
warum wollt ihr ihnen das verwehren?
die besetzer selbst gehen zu jeder ihrer vorlesungen, in jedes seminar, besuchen alle ihre kurse… warum muss man ganztägig in einem gebäude party feiern / rumgammeln nur um dann abends mal 1-2 std. ein wenig zu diskutieren?
die sache an sich mag richtig sein, die umsetzung ist, gelinde gesprochen: müll!
mfg
zitat: Ok, genug geschrieben. Ich hoffe, niemand fühlt sich jetzt durch meine Äußerungen pikiert.
das heißt so viel wie: bitte geht nicht negativ auf meinen beitrag ein
du willst doch auch net, dass man dich jetzt wieder hier zerlegt, oder?
“Einige müssen eben mehr als andere abwägen ob sie für ihre Zukunft studieren und demnach auch darin investieren.”
genau maximillian (der nicht dabei ist)
genau dies darf eben nicht der fall sein!!!
warum?
@joecksl (#182): 7 semester. immer noch die gleiche fachverbindung wie am anfang. zwischenprüfung ganz normal im 5. semester. mein lebenslauf ließt sich ähnlich: nach dem abi gearbeitet, dann ausbildung, dann weiter voll gearbeitet, dann studiert. nur eine familie hab ich (noch) nicht. aber auch das ist machbar (sieht man ja an dir).
ich möchte nicht abstreiten, dass es in einigen studiengänge echte probleme gibt. das ding ist: ich sehe die probleme einzelner studiengänge NICHT als problem der allgemeinheit. und konkrete probleme in einzelnen studiengängen zu beheben muss man gezielt die probleme anpacken. ich finds auch nicht gut wenn man als (spekulativ) chemiestudent nicht mal in den semesterferien zeit hat um zu arbeiten. aber das ist kein problem der allgemeinheit (ich wiederhole mich) und schon allein aus diesem grund könnt ihr nicht für alle sprechen und glauben euch für alle einzusetzen.
ich finde es löblich wenn sich ein philo student für einen chemie studenten einsetzt, vllt indem er ihm bei seiner rede vor irgendeiner vollversammlung argumentativ zur seite steht (logik und sprachphilosphie müssen ja für irgendwas gut sein). aber hier hilft doch keiner dem anderen konkret probleme zu beheben. hier wird irgendwas großes angeblich alle studenten betreffendes bestreikt. betrifft aber nunmal nicht alle. und konkrete probleme können so auch nicht angegangen werden.
ich glaube einfach, dass es nicht richtig ist die verantwortung und schuld gänzlich auf die politik, die hochschulleitung, den staat oder allseits beliebt auch das system abzuwälzen. wenn ich so selbstständig bin und mein leben auf die reihe kriege, dann können das andere auch. der unterschied scheint mir eher zu sein, dass ich von meinen eltern ein paar sachen mit auf den weg bekommen habe: ehrgeiz, selbstständigkeit, die fähigkeit verantwortung für mein leben zu übernehmen. und das sind glaube ich die wirklichen probleme die es gibt. die studiengebühren ansich sind nicht das problem. der finanzielle stand einer familie ist nicht das problem: das problem ist, dass in vielen familien grundlegende werte scheinbar nicht vermittelt werden. und daran wird euer streik nichts ändern. daran kann, so würde ich behaupten, auch die politik nichts ändern.
achja, was wollt ihr eigentlich mit den listen erreichen auf denen die schweigende menge sich euch solidarisch zeigen soll durch ihre unterschrift? zweifelt ihr etwa tatsächlich selber langsam? seid ihr euch unsicher geworden?
Danke, Maximilian (der nicht dabei ist), du sprichst mir aus der Seele.
Wie du es so trefflich in deinem Artikel beschrieben hast, es ist möglich, sein Studium alleine auf die Reihe zu bekommen.
So, an alle, die nun gerne sagen würden: “Ha, du hast ja reiche Eltern, die alles für dich bezahlen und musst dir um dein Studium und deie zukunft ja auch keine sorgen machen!” Nein, das stimmt so nicht.
Meine Eltern arbeiten beide bei einem Arbeitgeber, der dafür bekannt ist, nicht die Welt für seine Arbeitnehmer zu bezahlen. Mein Studium zu finanzieren wäre ihnen unter vielen Anstrengungen und Kraftaufwenden möglich, doch will ich das nicht. Ich will meinen Eltern nichta uf der Tasche liegen. Ich meine, ich bin bald 20, andere Menschen arbeiten zu dieser Zeit schon längst und verdienen ihr eigenes Geld, da will ich nicht, dass sich meine Eltern wegen mir etwas absparren müssen und sich keine kleinen Freuden mehr gönnen können.
Deswegen arbeite ich. Mein Job ermöglicht es mir, mein Studium mit allem was dazu gehört (Semestergebühren, Semesterticket, Essen, Bücher, Kopiergeld, …) selbst zu finanzieren. Natürlich ist das anstrengend und natürlich würde ich lieber, wenn ich aus der Uni zurückkomme, nach Hause gehen können, etwas in Ruhe essen und dann entspannen, statt gleich in die Arbeit zu gehen und bis Abends Geld zu verdienen. Aber anders geht es nun einmal nicht und es bringt mich nicht um.
Der Knackpunkt ist, wenn andere Studenten es schaffen, zu arbeiten, zu studieren und nebenher sogar noch etwas das Bischen Freizeit zu genießen, das sie haben, warum schaffen dann das nicht auch andere?
Ich weiß, ich gebe mich gerade dem Abschuss preis mit dieser Aussage, aber wollt ihr wirklich sagen, dass ihr es nicht schafft mit Bafög und etwas Arbeiten euer Studium zu finanzieren? Dass ihr es ungerecht findet, dass ihr euch außerhalb eurer Studiumszeit noch mit etwas Unangenehmen und Zeitraubendem beschäftigen müsst?
Aber, hey!, das ist das Leben! Ihr müsst Arbeiten, um Geld zu verdienen. Ihr müsst Zeit und Schweiß in eure Zukunft stecken, damit aus ihr etwas Gutes wird. Und ihre seid dabei nicht die einzigen.
Auch nicht Studenten müssen für ihre Zukunft arbeiten. Weiterbildungen sind kostenpflichtig, Ausbildungen sind kein Zuckerschlecken, der Markt ist schlecht, viele bekommen keine feste Stelle. Aber so ist das nun einmal, das ist das Leben, das ist das Erwachsenwerden. Es endet nicht immer, wie im Märchen. Manchmal muss man auch Rückschläge und harte Zeiten einstecken, nur um dann irgendwann die Sonne wieder aufegehen zu sehen.
Wie maximilian (der nicht dabei ist) bin ich der Meinung, dass sich die wirklichen Probleme auf einige, spezielle Studiengänge beschränken und dass aus diesen, dass wiederum ein paar wenige betroffen sind. Doch eure Argumente betreffen nicht die ganze Studienschaft. Ihr wollt für die ganze Studienschaft sprechen? Dann hört sie an und akzeptiert ihre Meinungen.
Und, ja, auch ich mit meiner abwägigen, unangenehmen, unerfreulichen und so vollkommen falschen Meinung, ja auch ich bin ein Teil dieser Studienschaft und auch ich verdiene es, dass man mir zuhört und meine Meinung respektiert.
Wenn ihr das akzeptiert habt, dann überlegt euch doch noch einmal im Stillen, ob es wirklich so in Ordnung ist, was ihr da alles tut. Und vor allem, ob ihr wirklich im Namen der ganzen Studierendenschaft redet oder doch nur in eurem.
Jetzt möchte ich mich doch noch zum Thema “Finanzierung des Studiums” äußern… Ich studiere im geisteswissenschaftlichen Bereich, wenn ich fertig bin erwartet mich, mit Glück ein Job und ein Gehalt zwischen 1200 und 1500 Euro brutto. In meiner vorlesungsfreien Zeit vertreibe ich mir eben diese mit unbezahlten Vollzeitpraktika, da im Kulturbereich ja bekanntlich kein Geld vorhanden ist, Praktika aber unabdinglich sind und viele Jobs für uns in dieser Branche liegen. Wenn ich einen Studienkredit aufnähme, stünde ich letztendlich mit ungefähr 20 000 Euro in der Kreide und… lasst mich mal kurz nachdenken… hätte immer noch kein besseres, sprich finanziell abgesichertes Leben, das über dem Lebensstandard eines Studenten liegt… Investition in die Zukunft gut und schön, aber die Tatsache, dass ich neben meinen unsicheren Jobaussichten später wohl erstmal immer noch einen Nebenjob haben werde, lässt mich, und wahrscheinlich nicht nur mich, ebenso davor zurückschrecken, mich schon während meines Studiums hoch zu verschulden, wie ein Rückzahlungzeitraum von bis zu 25 Jahren mit variablen Zinsen.
Und, liebe Nina, beispielsweise, wenn Du schon anmerkst, dass der Markt schlecht ist, dann denk mal drüber nach. Außerdem ist eine Mehrbelastung von 83 Euro pro Monat, die häufig als Argument für die Studiengebühren verwendet wird, für mich doch sehr anstrengen, da dies für mich 11 Stunden Arbeit bedeutet.
Die Diskussionen hier spiegeln den alten Gegensatz zwischen zwei Denkrichtungen wider: Die eine heißt “Jeder ist seines Glückes Schmied, sich selbst der Nächste und nur seinen persönlichen Interessen verpflichtet (totale Freiheit des Einzelnen)” und die andere heißt “Der Mensch ist ein soziales Wesen und kein Mensch kann ohne gegenseitige Hilfe, an der Gemeinschaft aller Menschen orientiertes Denken und Handeln und Nächstenliebe/Solidarität wirklich in Freiheit leben (keine Freiheit ohne Solidarität, d.h. relative Freiheit, die sich am Allgemeinwohl orientiert)”. Diesen uralten Gegensatz werden wir an dieser Stelle nicht lösen. Ich bekenne mich zu der zweiten Denkrichtung – besonders im konkreten Fall des Bildungsstreiks. Jeder soll selbst entscheiden, welcher dieser Richtungen er sich selbst zuordnet. Wir sollten allerdings – gleich, welcher Richtung wir angehören – damit aufhören, uns gegenseitig missionieren zu wollen. Ich persönlich verzichte darauf, weil es in beide Richtungen nicht funktioniert. D.h. die Streikgegner mögen sich weiter raushalten und tun, was ihnen gefällt, und wir streiken weiter, wie wir es für richtig und angemessen halten. Und zum letzten Mal an die Adresse der Streikgegner: Wenn Euch das alles so sehr stinkt, dann organisiert Eure riesige, “schweigende” Mehrheit, bringt sie mit ins Plenum, überstimmt uns und jagt uns davon. Es steht Euch jederzeit frei, dies zu tun. Also dann bitte.
@SOLIDARNOST: Danke. Du sprichst mir aus dem Herzen.
ach herjeh, gutmenschentum vom feinsten.
bei der grundausbildung wurde ich zum streikgeneral ausgebildet und jetzt kann ich eine weltweite streikarmee führen zum totalen stillstand der zwangsbildung …
ein bisschen meckern ein bisschen motzen ein bisschen stänkern das wünsch ich mich – komm schreib mit mir nen beschwerdebrief in dem wir jammern ganz ganz tief -
magnusfe verstehe ich nicht.
das ist mir alles zu kryptisch hier…
mal unabhängig von eurem geld geplaudere:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bildung
seid ihr der meinung, dass wir im moment hier an der uni gebildet werden, oder eher nur ausgebildet?
(wikipedia nur zur Orientierung … könnt auch eigene Definitionen bringen)
“nur” ausgebildet? die die hier am lautesten schreien sie hätten ja sooo viel zu tun, hätten keinen monat in meinem ausbildunsgberuf überlebt.
ansonsten, ich weiß worauf die mit deinem Bildung/Ausbildung hinweis hinaus willst – die Frage ist ob reine Bildung ohne ausgebildet zu werden noch zeitgemäß ist. Nur von Bildung allein kann man sich nun auch wieder nicht ernähren (zumindest die wenigsten). Das “Handwerk” eines Berufs gehört schon irgendwie dazu. Und das Handwerk erlernen gehört wieder in die Richtung des Ausbildungsbegriffs.
Aber mal als Beispiel: ich hab recht viel Kontakt zu Informatikern verschiedener Art, also verschiedener Fachrichtungen und verschiedener Qualifikationsgrade. Die Hochschulabsolventen klagen oft, dass ihnen die Fachkräfte (also diejenigen mit IHK Abschluss) die Jobs “wegnehmen” bzw. dass bei Neueinstellungen Facharbeiter den Hochschulabsolventen vorgezogen werden. Ich denke dass ist nicht nur in dem Bereich der Fall.
Von daher ist der Gedanke dass der reine Bildungsweg ggf. nicht mehr zeitgemäß ist vllt. gar nicht mal so weit hergeholt.
Da hat es doch jemand kapiert:
“Aber, hey!, das ist das Leben! Ihr müsst Arbeiten, um Geld zu verdienen. Ihr müsst Zeit und Schweiß in eure Zukunft stecken, damit aus ihr etwas Gutes wird. Und ihre seid dabei nicht die einzigen.”
Ich versteh nicht, dass nicht alle so denken wie Nina! (Zum Glück werden es aber immer mehr, früher war das unter den Studierenden leider nicht so!) Nehmt euch ein Beispiel, dann kann aus euch und unserer Gesellschaft endlich was werden. An der Uni ist es wie im richtigen Leben, die ewigen Nörgler und Faulenzer blockieren das gesunde Wirtschaftswachstum und den Wohlstand für alle.
Also reisst euch mal zusammen und werdet vernünftig! Hände weg von Kritik und Protest, passt euch an, seid fleissig, strengt euch endlich mal bisschen mehr an und verschwendet nicht eure Energie mit irgendwelchen eingebildeten Schwierigkeiten, und es wird euch und überhaupt uns allen besser gehen.
Hier die Botschaft an die ewigen Querulanten in Liedform:
http://www.youtube.com/watch?v=4toCZmzILIs
“ich versteh nicht, dass nicht alle so denken”
“Hände Weg von Kritik
“passt euch an”
“ewigen Nörgler und Faulenzer”
“ewigen Querulanten”
das macht mich echt traurig das zu lesen. Forderst du wirklich diese Art von Tunnelblick Scheuklappen ? Wo bleiben da Werte und Demokratie ? Mit dem Wort “ewig” beurteilst du nicht nur das Verhalten von Menschen, sondern wertest sie nach meinem Empfinden ab, da du ihnen gewisse Eigenschaften dauerhaft zuschreibst.
Am besten für die Gesellschaft ist ein miteinander, und kein “ich bin nicht so wie DIE, und fühle mich deshalb besser…”
Auch in deinem geposteten Lied ist die Stimmung am Ende versöhnlicher.
Zum Thema Wachstum ein Video mit Harald Lesch (Lesch und Co)
http://www.veoh.com/browse/videos/category/educational_and_howto/watch/v18646643gbyp7Pt7
Lieber Freddy,
danke für Deinen Beitrag! Großartige Realsatire!
“Hände weg von Kritik und Protest, passt euch an, seid fleissig, strengt euch endlich mal bisschen mehr an und verschwendet nicht eure Energie mit irgendwelchen eingebildeten Schwierigkeiten, und es wird euch und überhaupt uns allen besser gehen.”
Also, zu Befehl, jawoll, ich passe mich an, ich halte die Fresse – und alles wird gut. Alle nicht eingebildeten Missstände werden sich schon in Wohlgefallen auflösen. Wir bleiben brave Untertanen!
Und ganz in diesem Sinne, lieber Freddy, hier auch ein Lied für Dich:
http://www.youtube.com/watch?v=xp6l59mZojM
200… hört auf zu heulen, schliesst die seite und geht uns nicht weiter auf die nerven…
Hauptsache nochmal was gesagt – Find ich gut –
sieht das nur so aus oder sind nur 15 Leuten da?
immerhin mehr als tagsüber. hab schon stunden erlebt da wurde das audimax von 2 leuten “besetzt”. und von viel müll *gg*
Die Kameraposition ist ungünstig, weil das Bild auf den mittleren Block ausgerichtet ist. Die meisten Leute sitzen links außerhalb des Bilds, insgesamt sind mindestens 200 Personen anwesend.
Also wirklich Leute. Ich hab den Protest echt lange unterstützt und verteidigt, selbst vor dem Hintergrund der anfänglich chaotischen Startschwierigkeiten und der andauernden Partylaune, die dem Ganzen (meiner persönlichen Ansicht nach) die Seriösität nahm. Aber dass ihr heute unsere Politische Systeme I – Vorlesung bei Professor Pehle mit Günter Beckstein als Gastredner massiv stören musstet, war sehr daneben. Ihr habt die Thematik der Vorlesung in eine völlig andere, unpassende Richtung gelenkt und uns so eine potenziell sehr wertvolle Vorlesung zunichte gemacht.
Bildung mag ein Teilaspekt des Föderalismus sein, der Fokus der Vorlesung lag jedoch auf etwas ganz anderem. Ferner habt ihr euch respektlos und unhöflich bezüglich der Art und Weise aufgeführt, mit der ihr diskutiert habt. Dieses Verhalten heute war ein Armutszeugnis des erlangener Protests. Schade.