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Wir bitten zu beachten, dass die Twittermeldungen, die unter unserem Twittername veröffentlicht werden, keinesfalls endgültige oder offizielle Äußerungen sind. Diese Nachrichten werden von verschiedenen Personen während Plenas oder unter dem Tag geschrieben und spiegeln oftmals (noch) nicht beschlossenen Aussagen wider.
Offizielle Aussagen finden sich auf jeden Fall hier auf der Homepage. Twitter soll lediglich die Stimmung vor Ort nach außen tragen.

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Siehe Kontakt ins Audimax.

Weitere aktuelle Informationen finden Sie auf faubrennt.de, sowie auf twitter.com/FAU_brennt. Vertreter der Studierenden erreichen Sie per Mail an info@faubrennt.de oder unter Telefon 0157/79682629.

Comments»

1. Thereupon - 18. November 2009

Wird der offene Brief bzgl. Security auch hier veröffentlicht werden?

2. admin - 18. November 2009

@Thereupon: So einen Brief gibt es bisher nicht. Im Plenum wurde beschlossen den Entwurf für den Brief zu überarbeiten und später darüber zu entscheiden.

3. Thereupon - 18. November 2009

Ah, danke.

4. tmk - 19. November 2009

vielen dank für euer tun und solidarische grüße.
freie und gute bildung ist das wahre wachstumsbeschleunigungsgesetz…

5. Mustermann - 19. November 2009

Zu 3a) eures aktuellen Arbeitsplans:
Warum geht es nur um den hohen Druck etc. beim Bachelor- & Masterstudium / neuen Lehramtsstudium?? Ist der Druck bei einen Medizin- oder Jurastudium nicht mindestens genauso hoch??

6. Martin - 19. November 2009

@Mustermann
Genau da geb ich dir vollkommen Recht. Ich finde der Sinn sollte sein, alle Studenten zu vertreten!

Mfg

Martin

7. Mustermann - 19. November 2009

@ Martin
Thx, dachte schon keiner reagiert darauf! Mal gespannt, ob es nicht nur wir beide so sehen, oder ob es auch in die Forderungen übernommen wird bzw. wenigstens einmal diskutiert wird?! Wäre wünschenswert!!

8. Patrick - 19. November 2009

Komischerweise hat das keine einzige Person im Plenum geäußert, sonst wäre es sicher schon längst mit aufgenommen worden. Also entweder sind keine Medizin- und Jurastudenten dabei, oder die, die dabei sind, sehen es nicht so schlimm.

9. Mustermann - 20. November 2009

Weil diese Studiengänge wahrscheinlich nicht so ’streikfreudig’ sind und die meisten sich eh schon im klaren darüber waren,dass ein sehr großer Druck herrschen wird!! Der Leistungsdruck ist ja wohl unbestritten sehr hoch!! Aber nur, weil sich im Plenum noch keiner dazu gemeldet hat, heißt es noch lange nicht, dass man nicht mal darüber diskutieren kann…

10. eine Jurastudentin - 20. November 2009

Ihr solltet wirklich darüber im Plenum diskutieren. Ich studiere selber im Moment Jura und ich aknn nur sagen, der Leistungsdruck ist immens. Viele habe schon nach vier Wochen Studium keine Kraft mehr oder haben gar schon den Anschluss verloren. Jura- und Medizinstudium ist midnestens genauso anstrengend und mit viel Druck verbunden wie ein jeder anderer Bechalor und Masterstudiengang auch. Denkt vor allem mal daran, wie viel Stress durch den Streik jetzt auf die Studenten aufegwaltzt wird, die ihre ganzen verpassten Vorlesungen nachholen oder selber erarbeiten dürfen. Wäre es da nicht nur gerecht, dass ihr auch sie in euren Diskussionen erwähnt, wo ihr schon mal ihren Vorlesungssaal besetzt haltet?

11. Dagmar - 20. November 2009

Wäre natürlich nicht verkehrt. Allerdings frag ich mich da echt mal wieder, warum die Leute, die am meisten Grund hätten, nicht auftauchen und das persönlich vorbringen. Nicht böse gemeint, aber ich seh’s grad total oft, daß viele, die sich beklagen, nicht erscheinen, um ihren Fall zu promoten.

12. Mitmachen!!! - 20. November 2009

Natürlich ist es ärgerlich und bestimmt auch ein immenser Stress für die Studenten, deren Vorlesungen ausfallen und vermutlich hast du recht, dass auch das Thema der Diskussionen sein soll. Aber: Es steht jedem frei, sich an diesen Diskussionen zu beteiligen und bis jetzt gab es immer mehr als ein Plenum am Tag. Deswegen wäre es gut, wenn du auch ein bisschen von deiner Lern- und Arbeitszeit abzwacken könntest, um im Plenum deine Meinung zu vertreten. :)
Es stört mich an deinem Beitrag nur eine Sache und zwar, dass du schreibst “…ihren Vorlesungssaal”, denn das Audimax wird bei Weitem nicht nur von Juristen genutzt. Sollte auch nur ein kleiner Teil der Forderungen der Audimaxbesetzer erfüllt werden profitieren davon auch alle Studierenden. Übrigens – ich stehe am Ende meines Studiums, bin also von den neuen Studiengängen selber auch nicht betroffen und versuche trotzdem den Streik zu unterstützen, auch wenn ich vom Endergebnis dann auch “nichts” habe :)

13. maximilian - 20. November 2009

@dagmar
“und die meisten sich eh schon im klaren darüber waren,dass ein sehr großer Druck herrschen wird!!”

Das ist die Antwort auf deine Frage. Die angehenden Juristen und Mediziner waren sich im Klaren darüber was das Studium bedeutet und haben sich dennoch dafür entschieden. Nun ist es natürlich schade, dass die Phil-Studenten sich scheinbar nicht im Klaren waren was ein Studium bedeutet oder auf ein Larifari-Studium gehofft haben.

Warum soll man sich gegen etwas wehren was man im Besitz seiner geistigen Fähigkeiten in Kauf genommen hat?

14. anon - 20. November 2009

weil einem der beruf vielleicht so gefällt, dass man das studium erstmal in kauf nimmt? das heißt ja noch lange nicht, dass man nicht auf verbesserungen hinwirken kann!

15. Dominik - 20. November 2009

Hallo Leute,

ich finde die ganze Aktion sehr sinnvoll und durchaus gelungen. Besonders wichtig ist der Verzicht auf Gewalt. Straßenkämpfe und Sachbeschädigungen würden zurecht auf Unverständnis der Gesellschaft stoßen und sie gegen uns aufbringen.

Kritisch sehe ich jedoch die Pseudosolidarität der zumeist linken Politiker. Ich erachte ihr Verhalten als scheinheilig, da sie schon längst den Versuch eine Volksbegehrens hätten starten können. Jetzt wird über das Rauchen in Gaststätten abgestimmt. Und was ist mit uns Studenten? Was ist mit den Studiengebühren? Politiker von SPD, Grünen, Linke und sonstigen linken, wie rechten, politischen Organisationen sollten sich jetzt raus halten Sie hatten ihre Gelegenheit und werden sie auch zukünftig haben. Aber die ist unser Protest! Der Protest der Studenten, Schülern und Auszubildenden, sowie aller, die unter dem Bildungssystem leiden!

In diesem Sinne!

Dominik

16. PJler - 20. November 2009

@Dagmar

Vielleicht weil wir genug zu tun haben und keine Zeit, einfach nur “wichtig” herumzusitzen und große Reden als berufsbetroffene Weltverbesserer in Selbstinterviews zu schwingen? Wir wußten, dass es hart wird und Disziplin ohne Freizeiten erfordert. Wie oft höre ich Studenten aus den nicht-Staatsexamens-Studiengängen jammern über ach so viel Stoff, die aber mittags um 14Uhr den Stift fallen lassen können und auf bewußtseinserweiternde Reisen gehen (Shopping, Café, Alk… just name it), um Abends erquickend erst in der Bar und dann in der Disko abzutauchen, um am nächsten Morgen schlaftrunken noch ein Nickerchen im Hörsaal nehmen, wenn sie es überhaupt dorthin schaffen. Und die Semsterferien sind alleinig zum Reisen und Ausschlafen da… ja, nee, is klar! Die wissen zum Großteil doch gar nicht, was wirklicherer Lernstreß und -stoff ist… Diese Proteste habe ich vor einigen Jahren an anderen Unis auch schon sehen müssen, und immer war es der gleiche “Schlag” Studenten. Ich habe das Gefühl, die heutige Diskussion wird vorrangig von Alibi-Studenten geführt, die auch “einmal” was sagen wollen und nach ihrem behüteten Puderzuckerschulleben noch gar nicht gemerkt haben, dass das Leben eben kein MyLittlePony-/Glücksbärchi-Hof ist und wie gut es die meisten an der Uni haben. Überfordert an der Uni? Millionen anderer Studenten haben es doch auch geschafft. Wenn die akademische Ausbildung “zu schwer” für Euch ist, geht halt. Zwingt Euch doch keiner! Macht eine Ausbildung in Industrie, Handel, Gastronomie, im Bauwesen oder im Gesundheitssektor. Dann seht ihr mal, dass Lehrjahre *überall* keine Herrenjahre sind. Wenn es dem Esel zu gut geht… Mein Gott, ich klinge schon wie mein Vater. Aber retrospektiv hatte er wohl recht *schauder*

17. PJler - 20. November 2009

Ach, jetzt hätte ich doch tatsächlich das “ultrawichtige” Social Networking der Neustudenten à la StudiVZ, Counterstrike, Warcraft und diverser anderer MMORPGs vergessen :rolleyes:
Stimmt, da bleibt dann wirklich keine Zeit mehr zum lernen UND arbeiten UND putzen UND kochen…
Aber wenigstens habt ihr ja Internet im besetzten Audimax, wenn es mal zu langweilig wird, die ganze Zeit Revolutionsreden zu schwingen, statt sich mal ernsthaft mit der eigenen Lösung des Problems auseinanderzusetzen und anderen die Möglichkeit des Lernens zu sabotieren. Wenn es Euch nicht paßt, macht einen Sitzstreik in Eurer eigenen Wohnung und protestiert durch Abwesenheit mit Lernverweigerung, nicht aber bitte mit diesen romantisierten 68er Mitteln, die für viele im Audimax nur eher eine lustige Pyjamaparty mit ein paar freien Extratagen und bisserl bauchpinselnder Medienpräsenz sind.

18. maximilian - 20. November 2009

das heißt also, dass ihr entweder keine vorstellungen davon habt was ihr mit eurem studium später mal anfangt oder dass euch die berufsvorstellung die ihr ggf. habt nicht gefällt?

Ich sag nichts gegen Engagement. Es gibt einige wenige Punkte im Forderungskatalog denen ich sogar zustimme. Ich finde es nur sehr schade, dass dieses Engagement zum einen anderen Studenten schadet (s. Beitrag von der Jurastudentin) und dass es sehr wohl andere Möglichkeiten der Diskussion und Beratung fernab einer Besetzung gegeben hätte (und gibt!). Und ich empfinde die Form des Protestes wirft ein sehr schlechtes Licht auf Studenten und Akademiker (blinder Aktionismus (erst besetzen und dann darüber reden womit man die Besetzung eigentlich rechtfertigt), große Parolen, viele Forderungen, aber (wie so oft) keine _wirklichen_ Lösungsvorschläge). Und darüber hinaus finde ich auch, dass einige Teilnehmer im speziellen euch schaden in dem sie sich öffentlich über “die geile Party” freuen. Gestern abend hab ich mal für 15 Minuten in den Livestream reingeschaltet. In den 15 Minuten wurde darüber abgestimmt ob man über etwas abstimmt. Das alles führt eben auch dazu, dass ihr teilweise überhaupt nicht ernst genommen werdet. Es wirkt viel zu sehr danach als ob man “hauptsache erst mal auf den Bildungsstreik-Zug der anderen Städte mit aufspringen will”. Es hätte zum einen bessere Zeitpunkte gegeben (vor Wahlen zB.), zum anderen hätte man ja auch erst mal probieren können die Teilnahme an FSI zu erhöhen. Findet ihr es nicht selber komisch, dass bei einer solchen Gaudi auf einmal “viele” dabei sind, dass die FSI’n aber völlig unterbesetzt sind? Fragt ihr euch nicht selber wie hoch und woher die Motivation der Besetzer ist und kommt? Warum engagieren all diejenigen die jetzt an der großen Party mitwirken sich nicht in den FSI’en, Studentenvertretungen, Uni-internen Wahlen uä.? Und das könnten ernstzunehmende Wege sein etwas zu verändern. Eine nicht repräsentative Gruppe von Besetzern ist mMn weniger erst zu nehmen. Der Staub den ihr aufwirbelt wird sich wieder legen.

19. Maria - 20. November 2009

Ich muss hier eindeutig maximilian und PJler zustimmen. Erst gestern wurde ich gefragt, warum ich denn nicht auch gegen die miserablen Zustände an der Uni demonstriere. Da musste ich erst einmal blinzeln, denn bis dahin wusste ich ja gar, dass es an der Uni so schlecht war. Mir hat es bis dahin (und tut es immer noch) sehr gut gefallen. Der junge Mann erzählte mir daraufhin, dass das Studium geändert werden müsste. Die studentische Lebensqualität (= Saufen und nichts TUn) gehe schließlich verloren. Er habe 18 Wochenstunden und habe somit keine Zeit neben her noch zu arbeiten. Da kann ich nur lachen. Ich habe die doppelte Anzahl an Wochenstunden und arbeite nebenher noch drei- bis viermal die Woche, um mein Studium finanzieren zu können. Und trotz Arbeit und Uni (und damit verbundenen Lernaufwand und Stress) habe ich trotzdem noch Zeit für meine Hobbys und meine Freunde. Ich weiß, dass klingt jetzt flach und degradierend, aber: Wenn ich das mit mit meinen Stunden und der Arbeit schaffe, ein angenehmes Leben zu führen, warum schafft ihr das dann nicht? Mache ich etwas falsch, oder liegt es vielleicht daran, dass der Großteil wirklich, wie PJler es so schön und treffend beschrieben hat, einfach in der Uni weiter gemacht hat, wo er in der Schule aufgehört hat? Es geht hat nicht immer nur Party und Spaßhaben. Arbeit, Lernen und Kürzertreten, sowie Zurückstecken gehört halt auch zum Studium.

Ein weiterer Punkt, den ich ansprechen wollte, war, dass ich maximilian Recht gebe. Diese ganze Aktion wirft ein wirklich schlechtes Licht auf nicht nur uns Studenten, sondern auf alle Akademiker mit dazu. Überlegt euch doch einfach mal, ob man das ganze nicht anders angehen sollte.

20. nanette - 20. November 2009

Ich bin den Besetzern sehr dankbar, für das, was sie in kürzester Zeit auf die Beine gestellt haben. Man hat in Arbeitskreisen fundiert debattiert, Inhalte und Handlungspläne erarbeitet. Man hat sich professionell organisiert und den Fokus klar auf den Inhalt gelegt – es geht nicht darum, Radau und Rambazamba zu machen. Sondern darum, endlich als eine große Masse an unzufriedenen Bürgern wahrgenommen zu werden.
Und das wäre nie so geschehen, wenn alles brav weiter seinen Weg im Unialltag genommen hätte.
Wann dringen die Sorgen und Nöte Studierender denn schon mal nach draußen?

Und ich finde gerade im anonymen Uni-Alltag, wo es heißt “friss oder stirb”, kommt dieses direkte, demokratische Engagement genau richtig.
Und das positive Feedback der Dozenten unterstützt meinen Eindruck!

Ich finde es beängstigend zu sehen, dass die Diskussionsfreudigkeit und die Lust, sich mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen so zuabgenommen und die Konformität im Denken und das bulimische Lernen so zugenommen haben.

Lieber Maximilian, liebe Maria und alle anderen –
Die Universität war und ist kein Ausbildungsbetrieb, der Leute so schnell wie möglich mit “Faktenwissen” vollstopfen soll.
Und ich möchte als Student kein Spielball von unüberlegten Hochschulreformen und unfähigen Umsetzern vor Ort sein.

Auf das alte Klischee vom faulen Studenten möchte ich hier nicht eingehen. (ebenso wenig auf das der Mediziner, die außer auswendiglernen und ankreuzeln nichts können oder das der Juristen, die man schon auf 50m an Perlenkettchen, hochgeschlagenen Hemdkrägelchen und belanglosem Dummgeschwätz erkennen kann – blöd solche Vorurteile, näh? Und trotzdem bedient ihr euch aus den gleichen Schubladen, wenn ihr den Audimaxbesetzern Nichtstuerei und Kifferei vorwerft…)

Streiks und Demonstrationen sind übrigens Teil einer normalen demokratischen Gesellschaft…nicht das Herdenverhalten.

Meine beiden Vorlesungen im Audimax fallen auch aus – aber ich hab die dazugehörige Literatur und kann trotzdem parallel mitlernen.
In Würzburg hat man für die Hörsaalbsetzer auch stille Lernstunden eingerichtet.

Bitte etwas weniger Pauschalurteile auf Bildzeitungsniveau, ich halte das für sehr unfair.

21. admin - 20. November 2009

@nanette: Zur Information: ab morgen werden regelmäßig auch in Erlangen Lernstunden eingerichtet, um den Besetzern direkt vor Ort die Möglichkeit zum Nachholen versäumten Stoffes zu geben.

22. andi - 20. November 2009

Vielen Dank an “nanette” für den durchdachten Kommentar – besser hätte es man nicht in Worte fassen können!

Es kann wohl kaum unterschätzt werden, wie wichtig es ist, den Leuten klarzumachen, dass dies nicht die Protestveranstaltung irgendwelcher linken Revoluzzer ist. Leider ist dies immer noch eine weitverbreitete Meinung, die teilweise systematisch verbreitet wird, um die ganzen Bemühungen zu diskreditieren – aus welchen Gründen auch immer.

Deswegen trotzdem noch eine Bitte an die Veranstalter: schreibt über die inoffizielle 8. Presseforderung auf der Startseite nicht nur, dass sie nicht im Plenum autorisiert wurde. Nehmt sie ganz raus oder macht sie zumindest kleiner!
Im Moment ist – trotz dem Widerruf – diese Message das erste was man sieht.

Ansonsten: DANKE für die tolle und konstruktive Arbeit!

23. Toni - 20. November 2009

Betreff: Saufen und Nichts-Tun

Hallo!

Ich wollte nur eben sagen, dass es doch recht verkürzt dargestellt ist, wenn man annimmt, Studenten beschweren sich über das Bildungssystem, weil es ihnen nicht genug Freiraum zum Saufen lässt.

Die Bandbreite der Probleme geht von massiven psycho-somatischen Krankheiten, die eindeutig auf Stress und Überlastung zurückgeführt werden, die, wie Professoren selbst bestätigten, darauf zurückzuführen sein können, dass der Lernstoff von 10 Semestern in 6-9 gepresstn wird, über Bibliotheken, die selten auf sind und nur Präsenzbestand haben, über Lehrveranstaltungen auf die man sich bewerben muss, oder die ausfallen, oder die total überbelegt sind, bis hin zu Gebäuden in die es hineinregnet. Dazu kommen tatsächlich Probleme von Menschen, die sich wirklich entscheiden mussten, ob sie Miete oder Studienbeiträge überweisen… Von mangelnder Qualifikation auf Grund von zu geringer Praxiserfahrung, die man sich während Magister/Diplom-Studiengängen noch erarbeiten konnte, ganz zu schweigen.

Es ist gut, nicht zu protestieren, wenn man keine Probleme für sich selber sieht. Aber es ist unfair alles über einen Kamm zu scheren und zu behaupten, alle, die protestieren wären faul und nur an Party interessiert.

Wie alles, muss man auch das diffenziert sehen.

24. M.A.-Last rockstars - 21. November 2009

Ich stimme Toni zu 100% zu!

Für 500 Euro kann ich erwarten, dass ich ihn jedem Seminar, für das ich mich angemeldet habe, einen Sitzplatz bekomme, auch wenn ich nicht 30 Minuten vorher da bin.

Für 500 Euro kann ich eine kompetente Uni-Verwaltung erwarten, die keine 3 Monate braucht, um einem das Abschlusszeugnis zuzuschicken, das man leider für Bewerbungen braucht.

Für 500 Euro erwarte ich, dass die Lehrpläne so gestaltet werden, dass man sie auch schaffen kann, wenn man kein Überflieger ist.

Und für 500 Euro erwarte ich, dass ich in der Uni nicht nur “abnicken” und “Ja-sagen” lerne!

Ich bin wirklich kein Revoluzzer und erst recht nicht links. Aber so lange die Proteste so friedlich und demokratisch ablaufen wie jetzt, sind sie absolut berechtigt. Und selbst wenn ihr nicht dieser Meinung seid – fallt euren Kommilitonen nicht in den Rücken. Bitte.

Danke!

25. EINE DER VIELEN MEDIZINSTUDENTINNEN - 21. November 2009

hallo was soll das denn?
Ich studiere wie viele von den Demonstranten Medizin! Von wegen, hier sitzen nur sonst unangagierte Nichtstuer! Ich bin so wie viele andere hier auch schon vorher an der Uni angagiert gewesen! um den ganzen Unterstellungen mal die Basis zu nehmen.
Hier geht es um viel mehr als um “ach ich muss so viel lernen”(–> bitte auch mal die Dummschwätzer Forderungen durchlesen)
Hier geht es um das WIE!
Wir alle wollen Bildung aber zwischen stupide auswendig lernen und Bildung ist ein großer Unterschied!
Außerdem geht es nicht nur um Studenten sondern auch um die Schüler die fleißig mit uns mitdemonstrieren!
Bildung muss wieder einen wichtigeren Stellenwert in unserer Gesselschaft und in den Köpfen der Politiker einnehmen

26. Andreas - 22. November 2009

Mich würde mal interessieren, was mit den Vorlesungen passiert, die durch euren Streik im Audimax ausfallen? Haben die betroffenen Studenten einfach Pech gehabt oder werden die Vorlesungen irgendwann nachgeholt?

Wäre es nicht sinnvoller, wenn der Protest bei den Verantwortlichen stattfinden würde (Schloßplatz, Landtag in München etc.)?

27. Es sollte anders ablaufen - 22. November 2009

Ich muss Nr. 26 zustimmen, die Proteste sollten nicht alle Lehrveranstaltungen im Audimax lahmlegen (dies stört wohl hauptsächlich uns Studenten, die wir ja etwas lernen wollen) – das ist der Politik im Zweifelsfall egal.
Um dem durchaus berechtigten Protest wirklich Gehör zu verschaffen müsste man die Landesregierungen direkt mit einbeziehen – wie z.B. schon von Nr.26 erwähnt vor dem Landtag in München auflaufen.
Oder es organisieren sich alle Studenten (Bundesweit) und protestieren vor dem Bundestag in Berlin – Und ja ich weiß Bildung ist Ländersache, doch das hat sich ja wohl mit Bologna erledigt???

Und um die Frage von Nr. 26 zu bewantworten ob die Studenten deren Vorlesungen ausfallen einfach Pech haben : Ja

28. Tim - 23. November 2009

Nummer 27 lügt oder ist uninformiert. Fast alle Vorlesungen sind bereits umgelegt und finden andernorts statt. Für die letzter Stand 2 nicht verlegten Termine wird noch was gefunden. Es geht sicherlicht nicht darum, Bildung zu verhindern.

Zu Bologna und Bund/Länder-Geschichte:
Die Initiative geht sogar von Europaebene aus. Das “Problem” in dieser Sache ist die Kooperation der verschiedenen Ebene, die von Oben nach Unten vergleichgsweise einfach ist (a la “Setzt mal folgendes um”), die jetzt mit den Protesten aber in andere Richtung laufen muss (“folgende Umsetzung ist schlecht” oder “folgendes Umgesetztes ist in der Sache schlecht”). Durch die Verzweigung von oben nach unten gibt es jetzt viel mehr unmittelbar zuständige Stellen, die aber im Gesamtprozess nur mittelbar verantwortlich und zuständig sind.

29. X - 23. November 2009

@ Nr. 28 – Tim

Bereits ausgefallene Vorlesungen werden nicht nachgeholt.
Und leider ist auch die Terminverlegung keine befriedigende Lösung – da sich nun des öfteren Vorlesungen und andere Veranstaltungen (Tutorien ect.) überschneiden!!

30. Maria - 25. November 2009

An Nummer 28. Entweder lügst du oder du bist uninformiert. Bei mir alleine fallen immer noch drei Vorlesungen aus und bei zwei anderen haben wir immer noch Schwierigkeiten, Räume zu finden. Und dass wir welche gefunden haben, liegt nicht an an der faubrennt-Organisation, sondern den Professoren und ihren Mitarbeitern. Also kann man nicht sagen, dass die Bildung im Moment nicht unter dem Streik leidet.
Ich gebe Nummer 29 außerdem vollkommen Recht. Die ausgelagerten Vorlesung finden zu unmögliceh Zeiten statt, überschneiden sich oft mit anderen Pflichtveranstaltungen, so dass man dauernd abwägen muss, welche Veranstaltung man besucht. Auch hat er Recht damit, dass die ausgefallen Vorlesungen nicht nachgeholt werden. Und wir müssen das ja schließlich wissen, denn es geht hier um unser Studium und unsere Vorlesungen. Es ist also nicht alles so rosig und gut geklärt, wie es gerne dargestellt wird.

31. Anna - 25. November 2009

Was habt ihr beschlossen? Bleibt die Besetzung bis Freitag oder länger?

32. nocheinejurastudentin - 26. November 2009

Ich muss zu allererst zugeben, dass ich schockiert ueber die Einstellung vieler Jurastudenten bin. u.a. derjenigen, die auch hier einen Kommentar hinterlassen haben. zuallerst zu euren Vorwuerfen, die Besetzung verhindere eure vls. ich war am die im plenum a ls ein jurastudent si h darueber beschwerte, d ass bis auf prof jestaedt keiner um eine alternativloesung gekuemmert hat: da kann ich nur euer eigenes argument zu rate zeiehen: wir sind hier nicht mehr in der schule. wenn die vl ausfaellt und ihr sie nachgeholt/ersetzt kriegen wollt, kuemmert euch selber darum. schreibt den profs, bittet sie um nachholtermine bzw ich weiss dass man als jurastudent sowieso alles noch mal selber nachlernen muss. nun gut jetzt kriegt ihrs halt erst mal nicht auf powerpoint vorgekaut. so sollte das studium eigtl sein, fragt mal die aeltere generation! der vorwurf dass die forderungen einseitig und laecherlich sind,stimmt nicht. argument: schaut einfach in dem forderungskatalog nach! jedoch muss ich dem punkt widersprechen, dass das studium v.am bei LA Studenten zu gross ist. viele meiner freunde studieren auf LA und diese sind durch den stoff und v.a. die pruefungen (die uebrigens von einigen dozenten auf bitten der studenten direkt abdingbar wurden) alles andere als gestresst. einfacher vergleich: eine nichtbestandene ba pruefung kann einen monat spaeter nachgeholt werden. in jura ein j ahr spaeter nebne den regulaeren semesterpruefungen. die forderung nach einem weniger stressigem studium wirft meiner meinung nach ein negatives bild auf uns als “faules studentenpack” wenn man studiert gehoert man eben zur elite und da werden hoechstleistungen erwartet. so wie ein azubi zu einem hungerslohn schuften muss muessen wir eben geistlich rackern. der wandel zu einer leistungsgesellsgesellschaft zieht eben nicht spurlos an uns vorbei. zum abschluss: fragt doch mal einen metzgerlehrling wies fuer ihn so ist…

33. Kipferhans - 26. November 2009

hallo!

gut, dass ihr das audimax noch besetzt haltet, aber solltet ihr versuchen, aktionen zu starten. denkt an die revolution 1848/49 und den hauptgrund, warum sie gescheitert ist: es ist alles totgeredet worden, trotz anfänglicher aktionen.

wie wäre es mit einem generalstreik oder sowas? bundesweite aktionen und so weiter. nicht nur alles totreden!

MfG

34. Katrin - 27. November 2009

Hallo

ein riesengroßes Dankeschön an alle, die ihre Zeit und ihre (Gedanken-)Kraft einsetzen, um konstruktiv daran zu arbeiten, in unserer Gesellschaft etwas zu verändern. Jeder einzelne kann und muss meiner Meinung nach etwas tun, damit wir als Gesellschaft uns weiterentwickeln können. Fortschritt kann doch nicht bedeuten, dass wir am Ende wieder bei der Ständegesellschaft des tiefsten Mittelalters ankommen. Die einzige Bildungsschranke ist und bleibt der eigene Kopf und nicht etwa der Geldbeutel.

“Auf dem Weg in die Leistungsgesellschaft” trampeln wir uns gegenseitig nieder, fahren nur noch die Ellenbogen aus und schauen, dass wir ja zuerst was bekommen. Wie die Blöden rammeln wir einer Herde von Politikern und Wirtschaftsbossen hinterher, sagen ja und amen zu Schlagwörtern, die keiner mehr versteht und machen uns erst dann Gedanken über Gerechtigkeit und entdecken unsere soziale Ader, wenn wir selbst unfair behandelt werden…was meint ihr wo das endet?

Auf einem Plakat vor dem Audimax steht: GEHT DENKEN. Besser kann man nicht ausdrücken, woran unsere Gesellschaft krankt.

Also nochmal danke

P.S.: Kritik zu äußern ist immer so eine Sache. Ist sie konstruktiv, bringt sie weiter….ansonsten baut man neue Mauern auf. Wieviele Mauern braucht ihr noch, um glauben zu können, dass ihr recht habt?

35. maya - 28. November 2009

“die forderung nach einem weniger stressigem studium wirft meiner meinung nach ein negatives bild auf uns als “faules studentenpack” wenn man studiert gehoert man eben zur elite und da werden hoechstleistungen erwartet. so wie ein azubi zu einem hungerslohn schuften muss muessen wir eben geistlich rackern. der wandel zu einer leistungsgesellsgesellschaft zieht eben nicht spurlos an uns vorbei. zum abschluss: fragt doch mal einen metzgerlehrling wies fuer ihn so ist…”

Viel hinterfragt wurde da offensichtlich nicht:

1. Akademiker dürfen keine gesellschaftliche Elite bilden und sich auch nicht dafür halten… sonst kommt genau das raus, was man gestern im Schloss gesehen hat: Die Elite trifft sich, die Unwissenden protestieren draußen. Die Vorstandsvorsitzenden im Schloß sind ebenso eine Elite – und die gilt es zu bekämpfen.

2. “da werden höchstleistungen erwartet” – Höher, weiter mehr: Genau das gilt es zu hinterfragen und zu entkräften. Ich will mit meinem Studium kein weiterer Baustein in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen System sein, das darauf aus ist, die maximale Leistung raus zu holen. Ich möchte für mein Leben arbeiten und nicht für meine Arbeit leben.

3. “so wie ein azubi zu einem hungerslohn schuften muss muessen wir eben geistlich rackern.”
Macht es das richtig? Wird, um es überspitzt zu formulieren, die eigene Ausbeutung mit der der anderen Legitimiert? Das erinnert mich etwas an diverse Vergleiche à la: “In Osteuropa wird mehr gearbeitet und das für weniger Geld, also arbeitet auch ihr mehr für weniger Geld”. Ich wiederhole mich gerne noch mal: Fürs Leben arbeiten und nicht anders rum.

4. Die Leistungsgesellschaft sollte nicht einfach akzeptiert werden. Natürlich ist es schwer, an den bestehenden Verhältnissen etwas zu ändern, doch machen wir es nicht besser, wenn wir uns nahtlos einfügen. Leistungsgesellschaft heißt: Ökonomisierung möglichst vieler Lebensbereiche. Heißt auch: Ökonomisierung der Bildung, damit es effizienter wird. Heißt auch: Studiengebühren, Prüfungsdruck, Stress ohne Ende. Damit eben nur die Besten durchkommen und sie dann wissen, wie sie mal zu arbeiten haben.

Ich stimme Katrin zu: GEHT DENKEN. Fangt an zu hinterfragen, warum es so ist, wie es ist – und ob wir wirklich keine andere Wahl haben.

36. Das Etc - 29. November 2009

Ein Gund dafür, dass sich immer weniger Leute an der Besetzung und den Demonstrationen beteiligen ist, meiner Meinung nach, auch der vermeintliche Rückhalt in Politik und bei (einigen?) Hochschulleitungen: Es wird suggeriert, dass die Proteste ihr “Ziel” (Aufmerksamkeit auf die Bildungsmisere lenken, etc.) erreicht haben und nun Änderungen eintreten. Gerade bei “inaktiven” oder uninformierten Studenten führt das zu einem erweiterten Desinteresse an den Streiks und somit zu weniger Rückhalt unter der Studentenschaft. Die Folge davon ist, dass die Proteste irgendwann einschlafen bzw. nur noch von einer Hand voll Studenten aktiv unterstützt wird, was wiederum weniger Aufmerksamkeit und somit weniger Wirkung zur Folge hat.
Das ist genau das Kalkül der Verantwortlichen (Politik/Hochschule…), denn dann müssen sie nichts an der jetzigen Situation ändern, sondern können abwarten und uns gut zureden bis sich das Thema von alleine erledigt hat! Das dürfen wir nicht zulassen!
Wir müssen vor den Landtag und die ignoranten Machthaber der ach so sozialen(!) CSU und der wirtschaftsliberalen(!) FDP nerven! (Ich sage extra nerven, da sie nämlich voraussichtlich noch bis 2013 an der Macht sind und sich somit noch nicht um Wählerstimmen scheren müssen).
Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit, Aufmerksamkeit. Das ist das A und O der ganzen Sache. Die Forderungen publik machen!
Wie sieht’s denn mit der Großdemo in München aus? Ist schon was geplant?
Eine E-Mail-Verteilerliste wäre eine gute Idee. Dann kann man alle direkt über diverse Aktionen auf dem laufenden halten. Kann man hier auf der Homepage irgendwo gezielt Informationen zu der derzeitigen Situation abrufen. Ich meine damit Links von Internetangeboten verschiedener Zeitungen und anderer (kritischer) Stimmen. Sowas wie: http://www.zeit.de/2009/49/Studentenbild